PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Lieber Gerhard, böse Angie"



DeLaHoya
29.08.05, 18:54
"Lieber Gerhard, böse Angie"

http://www.kurier.at/mmedia/29.08.2005/1125319426_3.jpg Schröders liebste Pose.

http://ad.adworx.at/RealMedia/ads/Creatives/OasDefault/default/empty.gif (http://ad.adworx.at/RealMedia/ads/click_lx.ads/international.kurier.at/content/2107790790/x01/OasDefault/default/empty.gif/353461316366653434323238376633 30?) http://ad.adworx.at/RealMedia/ads/adstream_lx.ads/international.kurier.at/content/2107790790/x01/OasDefault/default/empty.gif/353461316366653434323238376633 30?_RM_EMPTY_&

Istanbul - Braungebrannt und entspannt wirkte Gerhard Schröder. Ein Foto in "Hürriyet", der größten Tageszeitung der Türkei, zeigte vor einigen Tagen einen lächelnden SPD-Kanzler im Gespräch mit türkischen Geschäftsleuten und Journalisten. Im Begleitbericht brach Schröder eine Lanze für das türkische EU-Streben und kritisierte die ablehnende Haltung der CDU in dieser Frage. Auf derselben Zeitungsseite, ganz unten in der Ecke, druckte "Hürriyet" auch ein Foto von Angela Merkel ab: heruntergezogene Mundwinkel, bleicher Teint, abweisender Blick.

EU-Beitritt

Lieber Gerhard, böse Angie: Aus türkischer Sicht sind die Rollen im deutschen Bundestagswahlkampf klar verteilt. Mit ihrem Nein zum türkischen EU-Beitritt untermauere die CDU-Chefin die schlimmsten Erwartungen der Türken in Sachen Europa, sagt der angesehene Kolumnist Semih Idiz, der die Gefühle seiner Landsleute so zusammenfasst: "Trotz ihres moralistischen Auftretens halten die Europäer ihr Wort nicht." Merkels Argument, dass eine Aufnahme der Türkei die EU überfordern würde, überzeugt am Bosporus niemanden. Nach landläufiger Meinung lehnen die Christdemokraten die moslemische Türkei vor allem aus religiösen Gründen ab. Auch Schlimmeres wird der CDU und ihrer Kanzlerkandidatin hin und wieder unterstellt: "Diese Frau ist rassistischer als Hitler", schimpfte ein anonymer Leser einer türkischen Nachrichten-Website über Merkel.

Die türkische Regierung hält sich bisher mit öffentlicher Kritik an Merkel zurück, um sich nicht den Vorwurf einzuhandeln, in den deutschen Wahlkampf einzugreifen. Hinter verschlossenen Türen kritisieren Regierungsvertreter die Haltung der Union im Streit um das türkische EU-Streben jedoch. Sie werfen Merkel vor, sie gebe der Wahltaktik den Vorzug vor außenpolitischen Überlegungen.

Türken wählen Rot-Grün

Direkte Wahlaufrufe der Regierung in Ankara an die rund 600.000 türkischstämmigen Wähler in Deutschland soll es trotzdem nicht geben, heißt es in der Umgebung des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Vor dem Wahlsieg von Rot-Grün 1998 hatten türkische Politiker noch offen an die Deutschtürken appelliert, der SPD oder den Grünen ihre Stimmen zu geben. Vielleicht verzichtet Ankara diesmal darauf, weil solche Appelle angesichts des traditionellen Wahlverhaltens der türkischstämmigen Wähler in der Bundesrepublik ohnehin überflüssig sind: Rund 60 Prozent von ihnen wählen SPD, bis zu 20 Prozent bevorzugen die Grünen. Die Union kommt bei den Deutschtürken auf nur 15 Prozent.

http://www.kurier.at/ausland/1094009.php#print

Ingolstädter
29.08.05, 19:01
ich könnte gerhard schröder wählen, aber nicht die SPD. die hat zuviel dreck gemacht als dass ich das verzeihen könnte (reformen aufgespart!; atomausstieg, neue subventionierungen, arbeitslosigkeit, wahlversprechen gebrochen).

ich kann aber auch die CSU aus diversen gründen nicht wählen. auch die FDP und die grünen sowie die linkspartei sind für mich ausgeschlossen.

also werdet ihr mich bei den 3% "sonstiges" antreffen :(.

DeLaHoya
29.08.05, 19:11
ich könnte gerhard schröder wählen, aber nicht die SPD. die hat zuviel dreck gemacht als dass ich das verzeihen könnte (reformen aufgespart!; atomausstieg, neue subventionierungen, arbeitslosigkeit, wahlversprechen gebrochen).

ich kann aber auch die CSU aus diversen gründen nicht wählen. auch die FDP und die grünen sowie die linkspartei sind für mich ausgeschlossen.

also werdet ihr mich bei den 3% "sonstiges" antreffen :(.

Das alte Thema... aus denen 3 % wird eine Lobby, aber keine Partei.