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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Juden solidarisieren sich mit Muslimen



Der Schakal
10.09.05, 18:57
Eine etwas ältere News !



Juden solidarisieren sich mit Muslimen

Pressemitteilung der Deutschen Muslim-Liga Bonn e.V.




Schuetzenhilfe von ungewohnter Seite erhalten die deutschen Muslime: Mehrfach haben in letzter Zeit fuehrende Persoenlichkeiten deutscher und internationaler juedischer Organisationen die unverhaeltnismaessige oeffentliche Kritik am Islam und den Muslimen in Deutschland zurueckgewiesen. So hat der Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, die Muslime in einem AP-Interview vor pauschalen Angriffen in Schutz genommen und darauf hingewiesen, dass .gerade die Juden wuessten, was es heisse, unter Verallgemeinerungen leiden zu muessen.. Fuer ihn stehe es fest, dass .die uebergrosse Mehrheit der Muslime hier in Frieden mit den Deutschen zusammenleben. wolle. Der Juedische Kulturverein Berlin hat eine viel beachtete Stellungnahme unter dem Titel "Wider die Islamophobie" veroeffentlicht. Seine Vorsitzende Irene Runge hat von einer "geistigen Verwandtschaft zwischen dem Antisemitismus und der Islamophobie" gesprochen, die beide zu pauschalen Verdammungsurteilen neigen wuerden. Und der Praesident des Juedischen Weltkongresses, Israel Singer, hat es auf seiner Europareise in den letzten Wochen mehrfach als "Unsinn" bezeichnet, .in jedem Muslim eine Bedrohung. zu sehen. Die wahre Gefahr fuer Demokratie und Staat bildeten nicht die Muslime, obwohl dieser Eindruck haeufig erweckt werde, sondern die Besorgnis erregende Entwicklung von Rechtsradikalismus und Neonazismus.

Die Deutsche Muslim-Liga Bonn, eine seit vielen Jahren bundesweit und international im interreligioesen Dialog engagierte Organisation, erklaert die neue Solidarisierung der Juden mit den Muslimen aus den gemeinsamen Erfahrungen beider Religionsgemeinschaften mit pauschalen Vorurteilen und Aggressionen. Die wachsende Ablehnung religioeser Minderheiten in letzter Zeit hat offensichtlich diese Solidaritaet verstaerkt, was die DMLBonn mit Dankbarkeit zur Kenntnis nimmt.

Dortmund, 4. Maerz 2005 / 23. Muharram 1426 / 23. Adar I 5764

Beauftragter fuer Oeffentlichkeitsarbeit
Dr. Raschid Bockemuehl

http://members.aol.com/dmlbonn/dmlb_stellungnahmen/judenmuslime.html

Der Schakal
10.09.05, 19:03
Presseerklaerung des Juedischen Kulturvereins Berlin e.V.
(2004)




An Politiker, Medien,
gesellschaftliche Einrichtungen,
Verbaende und Vereine



Wider die Islamophobie



Zunehmend scheinen Antisemitismus und Islamophobie zwei Seiten jener Medaille zu sein, in die stereotypes Hendeln und neues Unverstaendnis mit grossen Lettern eingraviert sind.

Es gibt keine rational nachvollziehbare Erklaerung fuer die aktuelle Hysterie, die gezielt und ohne Ruecksicht auf Verluste gegen Muslima und Muslime aller Laender, Sprachen, kultureller und sozialer Identitaeten geschuert wird.

Wer so zuendelt, riskiert eine Feuerbrunst. Wir wollen das nicht!

Was treibt Maechtige in der Politik, was veranlasst manche Medien zu einer Kampagne, an deren Ende es nur Verlierer geben wird? Was naehrt das Zerrbild vom Nachbarn?

Unuebersehbar, und das ist u.E. das Grunduebel, benachteiligen soziale Verhaeltnisse die geduldeten wie hier beheimateten Mitglieder der muslimischen Gemeinschaften und jene, die von Aussenstehenden dafuer gehalten werden. Dumpf und zerstoererisch wird eine Islam-Feindschaft hoffaehig geredet und der Irrweg in einen Anti-Islamismus geebnet.

Wir erinnern daran, wann und wie aus religioeser oder oekonomischer Judenfeindschaft moerderischer Antisemitismus geworden ist. Das macht uns misstrauisch gegen jede selbstgefaellige Polemik, die den Islam und mit ihm die gesamte muslimische Gemeinschaft zur verdeckt sprudelnden Quelle jenes brutalen extremistischen Terrors erklaert, der gerade auch gegen unser Volk gerichtet ist. Gegen diesen haben wir uns auch mit Muslimen verbuendet.

Jahrzehnte sind ohne ein erkennbares gesellschaftliches Interesse an anderen Lebenswelten verstrichen. Der Dialog im Neben- und Miteinander setzt wissenden und gespuerten Respekt voraus.

Wir bedauern zutiefst, dass die EU auch mit Deutschlands Stimme am 19. November dem Vorschlag Spaniens nicht gefolgt ist, der Kenntnisse ueber die Kulturen der Welt bei der Integration ihrer Vertreter in den jeweiligen europaeischen Provinzen fuer unentbehrlich hielt.

Es geht nicht um den Islam in Deutschland. Es muss an die Aufklaerung angeknuepft werden. Lessing hat durch seinen weisen Nathan ein deutsches Leitbild der Toleranz geschaffen, auf das wir stolz sein koennen.

Fuer den Juedischen Kulturverein Berlin e.V.

Dr. Irene Runge
1. Vorsitzende
F.d.R. 0172- 395 3349

Ralf Bachmann
Vorstandsmitglied

Igor Chalmiev
Integrationsbeauftragter

Der Schakal
10.09.05, 19:04
Auf die Jüdisch-Christlich-Muslimische Brüderschaft!

DeLaHoya
10.09.05, 19:06
Auf die Jüdisch-Christlich-Muslimische Brüderschaft!


Ja, sag mal das hagalil...

Der Schakal
10.09.05, 19:24
Ja, sag mal das hagalil...

ok !