PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Serbien: Amerikas Islamisten



DeLaHoya
02.03.05, 22:53
In Serbien wird der Aufstieg der islamistischen Bewegung seit dem 11. September 2001 als Rechtfertigung der Kriege in Bosnien und im Kosovo betrachtet. von boris kanzleiter, belgrad



Dejan Popovic runzelt die Stirn. <<Stimmt es wirklich, dass es in Berlin Schulen gibt, in die fast nur türkische Kinder gehen?>> fragt er besorgt. <<Das kann nicht gut gehen. Ihr werdet noch sehen, dass euch eure Freundlichkeit gegenüber den Muslimen den Kopf kosten wird.>> Er fährt sich mit dem Finger über die Kehle und deutet damit an, was seiner Meinung nach geschehen kann: <<Die Islamisten und al-Qaida werden euch genauso fertig machen wie uns>>, warnt er.



Der 25jährige Dejan Popovic sitzt jeden Tag in der Nationalbibliothek in Belgrad über seinen Büchern. Wenn er aus dem Fenster schaut, fällt sein Blick auf die mit glänzendem weißen Marmor beschlagene Kirche des Heiligen Sava, die neu erbaute größte orthodoxe Kirche Serbiens. Der Jurastudent lernt für die harten Prüfungen an der Universität. Seine Leidenschaft hingegen ist die Politik. In der Freizeit widmet sich der junge Mann den Aktivitäten der Serbischen Radikalen Partei (SRS), die nach Meinungsumfragen konstant an erster Stelle in der serbischen Wählergunst steht und von den westlichen Medien immer mit dem Attribut <<ultranationalistisch>> versehen wird.



Darüber kann Dejan Popovic nur den Kopf schütteln. <<Ich verstehe wirklich nicht, warum gerade Europa gegen uns ist>>, sagt er. Und dann entfaltet er eine Argumentation, die er für einleuchtend hält: <<Wir Serben standen immer auf der Seite Europas und verteidigen das Christentum gegen den Islam.>> Nur darum gehe es im Kosovo, und das sei auch der Grund für den Krieg in der ersten Hälfte der neunziger Jahre in Bosnien gewesen.



<<Türken>> das ist für Dejan die Chiffre für Gewalt, Unterdrückung und Terror. Wenn er von <<Türken>> spricht, meint er allerdings weniger die Bewohner der Türkei, sondern vor allem die Muslime auf dem Balkan. Damit folgt er der Sprachregelung, die beim Ausbruch des Krieges in Bosnien-Herzegowina 1992 von Vojislav Seselj, dem derzeit im niederländischen Den Haag in U-Haft sitzenden Vorsitzenden der SRS popularisiert wurde. In seinem Geschichtsbild repräsentieren die bosnischen Muslime und auch die muslimischen Albaner nichts anderes als die Hinterlassenschaft des in Serbien verhassten Osmanischen Reiches. Die Herrschaft der Sultane stehe für eine <<500jährige Knechtschaft>> der christlichen Balkanbewohner, und vor allem der Serben.



Die Erzählung von der Versklavung durch die Türken im 14. Jahrhundert und dem heroischen Befreiungskampf im 19. Jahrhundert ist der identitätsstiftende Mythos der serbischen Nation. Die unter den Osmanen vollzogene Konversion eines bedeutenden Teils der balkanischen Bevölkerung zum Islam, vor allem in Bosnien und unter den albanisch sprechenden Bergstämmen, erscheint in dieser Perspektive als ein unverzeihlicher Verrat.



Der antimuslimische Diskurs in Serbien erhält seit dem 11. September 2001 neue Nahrung. Waren es in den neunziger Jahren die Mujahedin, die man in Bosnien am Werk sah, ist es heute al-Qaida, die überall dort auf dem Balkan verortet wird, wo Muslime eine starke Bevölkerungsgruppe oder die Mehrheitsbevölkerung bilden, also in Bosnien-Herzegowina, im Kosovo, in Albanien, Südserbien, Mazedonien und Bulgarien. Glaubt man den in regelmäßiger Folge erscheinenden, reißerisch aufgemachten Artikeln in der serbischen Presse, so rekrutieren al-Qaida-Zellen dort fleißig Kämpfer, rüsten sich mit modernen Waffen aus und bereiten die Ausbreitung des weltweiten Jihad in Europa vor.



Oft gibt es dabei allerdings unbewiesene Verknüpfungen. Am 21. Februar beispielsweise meldete die Nachrichtenagentur Tanjug unter Berufung auf die albanische Zeitung Epoka e Re, die UCK-Einheit <<Shqiponjat>> (Adler) habe in einem Kommunique bekannt gegeben, sich zu reorganisieren. Die Einheit sei professionell mit Waffen ausgerüstet, verfüge über Stützpunkte im ganzen Kosovo und erwarte die Aufnahme neuer Kämpfe um die Unabhängigkeit der Provinz. Das ist das, was die Adler selbst behaupten. Anschließend zitiert Tanjug den Präsidenten des Serbischen Nationalrates von Nordkosovo, Milan Ivanovic. Der erklärt, Shqiponjat habe Verbindungen zu al-Qaida und werde von der politischen Führung der Kosovo-Albaner in Pristina kommandiert. Woher diese Information stammt, bleibt offen. Wie so vieles, was über al-Qaida im Umlauf ist.



Gerne werden in den serbischen Medien ausländische <<Experten>> zitiert, die solche und ähnliche Behauptungen bestätigen. Auf der Informationsseite der Diözese von Raska und Prizren, dem wichtigsten Internetportal der einflussreichen serbischen orthodoxen Kirche, wurde am 3. Februar beispielsweise ein Interview mit dem ehemaligen französischen Geheimdienstoffizier Pierre-Henri Bunel verlinkt. Bunel saß nach dem Krieg der Nato gegen Jugoslawien 1999 für zehn Monate in Haft, weil er Informationen über Bombenziele aus dem Nato-Hauptquartier an Belgrad weitergegeben haben soll. Im Vorspann des Interviews wird er als <<unabhängiger Experte in den Bereichen Sicherheit und Terrorismus>> vorgestellt. Glaubt man dem Franzosen, sind im Kosovo Kräfte am Werk, die von der Islamischen Entwicklungsbank finanziert werden. Bunel zufolge sind im Kosovo aber nur <<Elemente von al-Qaida>> aktiv. Das Problem sei nämlich, dass al-Qaida gar nicht in der von den USA behaupteten Form existiere. Es sei vielmehr so, dass hinter der Islamischen Entwicklungsbank <<mächtige Geschäftsleute aus den USA>> selbst stünden.



Dass der islamistische Terrorismus auf dem Balkan eigentlich ein Kind der USA ist, gilt in Serbien ohnehin als ausgemachte Sache. Ausführlich beschreibt dies beispielsweise Carl Savich auf der Website serbianna.com, einem Internetportal der serbischen Diaspora in den USA. Unter der Überschrift <<al-Qaida in Bosnien>> verweist Savich darauf, dass nach dem Beginn des Krieges in Bosnien arabische Mujahedin-Einheiten nach Bosnien strömten. Finanziert aus Saudi-Arabien und unter Anleitung von Ussama bin Laden seien sie bald als reguläre Einheit in die 7. Muslimische Brigade der bosnischen Armee aufgenommen worden. All dies sei nicht nur unter den Augen, sondern mit der Unterstützung der US-Armee geschehen. So habe die US-Luftwaffe im August 1995 mit Angriffen auf serbische Stellungen den Vormarsch der islamistischen Einheiten ermöglicht. Außerdem seien mit Wissen der USA über Kroatien Waffen aus dem Iran nach Bosnien geflogen worden. Die USA hätten ihre Zusammenarbeit mit den internationalen Mujahedin nach dem Afghanistankrieg gegen die Sowjetunion fortgeführt. Als Ergebnis ihres <<Pakts mit dem Teufel>> hätten sich die USA deshalb den 11. September selbst zuzuschreiben, meint Savic.



Dejan Popovic stimmt solchen Interpretationen aus vollem Herzen zu. Er hat aber noch eine weitere Theorie, die ansonsten vor allem im Umfeld der antisemitischen Jugendorganisation Obraz (Ehre) populär ist: <<Es sind doch hauptsächlich amerikanische Juden, wie Madeleine Albright und George Soros, die die Islamisten unterstützen.>> Seine Schlussfolgerung lautet: <<Die amerikanischen Juden spalten mit den Islamisten die Welt, um sie besser zu kontrollieren. Wann begreift Ihr Europäer das endlich?>>



http://www.jungle-world.com/seiten/2005/09/4986.php

DeLaHoya
02.03.05, 22:55
Aha... die Juden UND die Islamisten spalten also die Welt...

Ich dachte immer, dass NUR die Juden an allem Schuld seien...

Also unsere Islamisten sind ja schlimm... aber die hier sind mindestens genau so &uuml;bel!

T a r k a n
22.06.05, 18:16
Serben sind und waren immer die grössten Lügner! Wenn es um USA geht dann sind sie für Bin Laden, aber wenn es um Bosnien oder Kosovo geht, dann sind die Moslemhasser.

Ich finde dieses Volk wirklich traurig und langweilig. Sie haben in der Geschichte fast alle Kriege verloren oder wurden von anderen Völker beherrscht und dann stellen sie sich immer noch als Helden, obwohl sie vernichtend geschlagen wurden wie ZB die schlacht auf dem Amselfeld 1389.

Ostmanlowca
14.08.05, 00:21
Man könnte durchaus der Theorie folgen, daß die Serben die Ersten im Kampf gegen Terror waren. Schließlich hatte die KLA ja Verbindungen zu Al Kaida.

Die Waffen wurden zum Teil mit Drogen aus Afghanistan finanziert(es gab genug Berichte der deutschen Presse), die türkische Regierung steht jetzt auch im Kampf gegen Terror.

Hätte man früher durchgegrieffen, dann wer weiß.., die Terroristen hätten vielleicht nicht so ein Auftrieb bekommen und wir hätten ein Problem weniger, man beachte nur die Anschläge der letzten Zeit.

KingTurek
14.08.05, 00:36
Man könnte durchaus der Theorie folgen, daß die Serben die Ersten im Kampf gegen Terror waren. Schließlich hatte die KLA ja Verbindungen zu Al Kaida.

Die Waffen wurden zum Teil mit Drogen aus Afghanistan finanziert(es gab genug Berichte der deutschen Presse), die türkische Regierung steht jetzt auch im Kampf gegen Terror.

Hätte man früher durchgegrieffen, dann wer weiß.., die Terroristen hätten vielleicht nicht so ein Auftrieb bekommen und wir hätten ein Problem weniger, man beachte nur die Anschläge der letzten Zeit.

wieso jetzt? Schon immer. Nicht Amerika entscheidet wer die Terroristen sind;)

Ostmanlowca
14.08.05, 01:21
wieso jetzt? Schon immer. Nicht Amerika entscheidet wer die Terroristen sind;)



Und gibt es Unterschiede zwischen PKK, UCK, PLO/Hamas, Al Kaida, Tschetschenen, ETA?
Wenn ja, welche?

KingTurek
14.08.05, 01:38
Und gibt es Unterschiede zwischen PKK, UCK, PLO/Hamas, Al Kaida, Tschechenen, ETA?
Wenn ja, welche?
Esgibt keine. Du hast mich falsch verstanden, denn du schriebst jetzt, aber die Türkei bekämpfte schon immer den terror und nicht erst seitdem sie Anfingen AlKaida Leute festzunehemen.
Bsp. Asala und pkk.

Erkan
14.08.05, 10:43
Die Osmanen haben die Bosnier von der Knechtschaft und Unterdrückung der Serben befreit und das Schreibt die Geschichte.

warum geben wir uns mit sowas ab,

haben die nicht genug Moslems umgebracht Die Serben sind Frauen und Kinder Schänder und das ist auch bewießen wenn die könnten würden die uns alle ausrotten und die Mörder von damals laufen immer noch frei rum und sind Staatshelden in Serbien und alle sehen nur zu wo ist hier die Gerechtigkeit,und solchen Typen wie im oberen Bericht wird noch das Wort erteilt und dürfen Ihren Hass gegen uns noch zum Ausdruck bringen.

Wolfsblut
15.08.05, 07:04
Die Serben sind wirklich ein hinterlistiges Volk :mad:
Die Serben mag keiner nicht mal die Europäer oder die Amerikaner magen Serben,und wir Türken werden immer wieder den Hintern von dieser Vebrechen versohlen damit sie wissen wer der HERR ist !!!

T a r k a n
03.09.05, 00:54
Die Serben sind wirklich ein hinterlistiges Volk :mad:
Die Serben mag keiner nicht mal die Europäer oder die Amerikaner magen Serben,und wir Türken werden immer wieder den Hintern von dieser Vebrechen versohlen damit sie wissen wer der HERR ist !!!

Wenn die Serben wieder Völkermorde begehen wie in Bosnien und Kosovo, dann wird Serbien schön aufgeteilt und alle Mörder und Faschisten in diesem Land werden die Todesstrafe erhalten! :cool:

Somit wäre endlich wieder Ruhe!!!

Yakamoz
03.09.05, 01:11
Tja ja die Serben,

noch ein gedemütigtes Volk...wollten in Bosnien den grossen Macker machen und haben schön die Hucke voll bekommen...das zersört natürlich das Selbstwertgefühl. Karizma cizilmis bir kere :-)

hezarfen
03.09.05, 07:26
Und gibt es Unterschiede zwischen PKK, UCK, PLO/Hamas, Al Kaida, Tschetschenen, ETA?
Wenn ja, welche?

ostmanlowca.... WAS SOLL DER SCHEISS. sag mal was bildest du dir ein "tschetschenen" und UCK mit diesem faschistischen massenmördern, diesem dreckspack PKK zu vergleichen???? tickst du eigentlich noch ganz richtig

bigberta
03.09.05, 23:43
Nabend, das Folgende habe ich mal in anderem Zusammenhang aus dem Hirsi-Ali-weblog übersetzt. Da stand es übrigens ohne Disclaimer, d.h., ohne Distanzierung.

"Die Niederlande werden mit den Moslems Scherereien bekommen", sagte Mladic

Den Haag: der bosnisch-serbische General Ratko Mladic hat 1995 in Srebrenica das Niederländische Militär gewarnt, daß unser Land binnen der nächsten zehn bis 15 Jahre große Probleme mit den Muslimen bekommen würden. Das erklärte der damalige UN-Vertreter, A. de Haan gestern vor Gericht in Den Haag.

Mladic sagte zu mir: "Schauen Sie sich hier gut um. Hier sehen Sie unsere gegenwärtigen Probleme mit den Moslems, und die werdet Ihr in zehn bis 15 Jahren auch bekommen. Wie de Haan sagte, war das die Antwort auf seine Frage, warum er (jetzt) den Angriff auf Srebrenica begonnen hatte. Und Mladic fügte weiter an, daß die Serben schon so lange durch Probleme mit den Moslems beeinträchtigt woden seien, daß sie jetzt (1995) genug davon hätten: "Das Problem muß gelöst werden."

Auf seine Frage, warum die Moslem-Männer getrennt von den Frauen und Kindern aus Srebrenica abgeführt wurden, bekam de Haan keine direkte Antwort. "Das ist uninteressant." sagte Mladic und ging weg.

Wie man heute weiß, war das Getrennt-Abführen ein rein taktisches Problem: Der größere Teil der Serben massakrierte die 7.000 Männer, ein kleinerer Teil mithilfe von BZ-(Psycho)Giftgas die über das Gebirge flüchtenden Frauen und Kinder. Aber weiter im Text:

Bei diesem Gespräch waren diverse Militärs von Dutchbat, dem Niederländischen UN-Kontingent anwesend, so de Haan, der weiter angab, diese Information an die Spitze von Dutchbat weitergegeben zu haben....

]jetzt folgen Einzelheiten über das Abführen der bosnischen Männer und die Gefahr, in der sich Dutchbat befand - lauter Einzelheiten, die seit 2002 durch das NIOD (Nederlands Institut voor Oorlogsdocumentatie = Niederländisches Institut für Kriegsdokumentation) ermittelt, analysiert und veröffentlicht worden sind. Also alles nicht neu. Neu ist bloß die "Warnung" von Mladic. Und die ist ja - durch Überschrift herausgehoben - das Wichtigste an diesem Artikel, der sich vordergründig mit der Klage eines - offensichtlich bei den Niederländern angestellten - bosnischen Dolmetschers beschäftigt, dessen Verwandte von Dutchbat nicht geschützt werden konnten und diesem Massaker ebenfalls zum Opfer fielen.

Um aber zu sehen, wie dieser Artikel verstanden worden ist, hier einige Kommentare der geneigten Leser:

Nienke: vielleicht haben die Moslems die Serben in den Wahnsinn getrieben - wer weiß das schon? Die sitzen schon zu fett drin, denke ich.

Juri: Sollten die Serben also durch jahrelange Aktionen der Muslime so weit gebracht worden sein? sollten auch wir in den Geschichtsbüchern beschrieben werden als diejenigen, die bloß reagiert haben, auf die Aktionen der Muslime in unserem Land? - Die Serben haben eine ethnische Säuberung durchgeführt, aber haben die Moslems nicht das gleiche gemacht?...Ich denke, daß Mladic mehr Weisheit verkündet hat, als Jeder einzelne (unserer) Minister im Parlament.



Zitat Ende

ich bin zwar sicher, daß nicht alle Serben so denken, aber man muß schauen, wer sowas in welchem Zusammenhang brings.