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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wahrzeichen deutscher Militärkapellen von Janitscharen abstammend.



canavar
29.01.05, 23:50
Ein Überbleibsel aus der osmanisch-türkischen Tradition der Militärmusik ist der Schellenbaum. Dieser dient seit gut 200 Jahren der deutschen Militärmusik sozusagen als Wahrzeichen. Seine türkische Herkunft erkennt man heute noch am Halbmond, an dem prunkvolle, schwarz-rot-goldene Roßschweife angebracht sind, die einstmals das Zeichen der Würde der Paschas waren.

Die am Schellenbaum angebrachten Glöcklein erinnern daran, daß der Schellenbaum ursprünglich in der Janitscharenmusik als Lärminstrument gedient hat; der Lärm sollte den Gegner demoralisieren. Die heute übliche Form zeigt von oben nach unten den preußischen Adler (in Bayern war der Schellenbaum 1826 abgeschafft worden), der im Schnabel mit einer Kette als Wappenflagge den Bundesadler in schwarzer Farbe auf gelben Grund darstellt. Es folgt ein reich ziselierter Stangenteil, dann der preußische Gardestern, darunter der nach oben gebogene Halbmond. An diesem sind Sterne und kleine klingende Glöckchen angebracht. An den beiden Enden des Halbmondes sind lange Roßschweife befestigt - in den Farben schwarz rot gold. Den Abschluß unseres Schellenbaumes bildet eine Glocke, die am unteren Ende wiederum kleine klingende Glöckchen und Sterne trägt.

Während die Großglocke in früherer Zeit den Kopf des Janitscharen-Schellenbaums bildete und tönend war, ist sie jetzt größer ausgeführt, aber nicht tönend, als dessen Basis. Der Schellenbaum des Gebirgsmusikkorps 8 wurde als besondere Auszeichnung vom Leiter des Militärmusikdienstes der Bundeswehr am 18. Oktober 1995 in Bonn neu verliehen. Der Schellenbaum wird bei repräsentativen Auftritten des Musikkorps, bei Vorbeimärschen und Großen Zapfenstreichen mitgeführt.

Ein weiteres repräsentatives Element der Militärmusik ist der Tambourstab, mit dem der Tambourmajor den Takt angibt, die Lautstärke der Trommeln regelt oder Zeichen für den Beginn oder das Ende eines Musikstücks weitergibt. Tambourmajor und Schellenbaumträger tragen aus optischen Gründen weiße, mit großen Stulpen versehene Handschuhe.

http://www.gebirgsmusikkorps.de/schellenbaum.htm



SCHELLENBAUM
Der reich verzierte Schellenbaum - ursprünglich von der türkischen Janitscharenmusik abstammend - wurde vor etwa 250 Jahren übernommen und gehört seit circa 1800 zum Inventar der Militärkapellen. Als Glocken- und Glöckchenbaum ist er ein altes asiatisches Kultinstrument und gilt heute als repräsentative Standarte des Infanterie-Musikcorps für feierliche Anlässe.
Schellenbäume haben in die preußische Armee erst nach 1815, und dann bei nur wenigen Regimentern Einzug gefunden. Dies waren die Regimenter, die in den Befreiungskriegen französische Schellenbäume erbeutet hatten. Nach dem Befreiungskriegen waren es zuerst die Stände, später auch Städte, die ihren Regimentern als Zeichen des vaterländischen Dankes solche Schellenbäume stifteten

http://www.schuetzen-bilk.de/schellenbaum.shtml



da sieht man deutlich das türkisch-deutsche Beziehungen damals hervorragend waren.
<span class='smallblacktext'>[ Bearbeitet ]</span>

canavar
29.01.05, 23:50
Ein Überbleibsel aus der osmanisch-türkischen Tradition der Militärmusik ist der Schellenbaum. Dieser dient seit gut 200 Jahren der deutschen Militärmusik sozusagen als Wahrzeichen. Seine türkische Herkunft erkennt man heute noch am Halbmond, an dem prunkvolle, schwarz-rot-goldene Roßschweife angebracht sind, die einstmals das Zeichen der Würde der Paschas waren.

Die am Schellenbaum angebrachten Glöcklein erinnern daran, daß der Schellenbaum ursprünglich in der Janitscharenmusik als Lärminstrument gedient hat; der Lärm sollte den Gegner demoralisieren. Die heute übliche Form zeigt von oben nach unten den preußischen Adler (in Bayern war der Schellenbaum 1826 abgeschafft worden), der im Schnabel mit einer Kette als Wappenflagge den Bundesadler in schwarzer Farbe auf gelben Grund darstellt. Es folgt ein reich ziselierter Stangenteil, dann der preußische Gardestern, darunter der nach oben gebogene Halbmond. An diesem sind Sterne und kleine klingende Glöckchen angebracht. An den beiden Enden des Halbmondes sind lange Roßschweife befestigt - in den Farben schwarz rot gold. Den Abschluß unseres Schellenbaumes bildet eine Glocke, die am unteren Ende wiederum kleine klingende Glöckchen und Sterne trägt.

Während die Großglocke in früherer Zeit den Kopf des Janitscharen-Schellenbaums bildete und tönend war, ist sie jetzt größer ausgeführt, aber nicht tönend, als dessen Basis. Der Schellenbaum des Gebirgsmusikkorps 8 wurde als besondere Auszeichnung vom Leiter des Militärmusikdienstes der Bundeswehr am 18. Oktober 1995 in Bonn neu verliehen. Der Schellenbaum wird bei repräsentativen Auftritten des Musikkorps, bei Vorbeimärschen und Großen Zapfenstreichen mitgeführt.

Ein weiteres repräsentatives Element der Militärmusik ist der Tambourstab, mit dem der Tambourmajor den Takt angibt, die Lautstärke der Trommeln regelt oder Zeichen für den Beginn oder das Ende eines Musikstücks weitergibt. Tambourmajor und Schellenbaumträger tragen aus optischen Gründen weiße, mit großen Stulpen versehene Handschuhe.

http://www.gebirgsmusikkorps.de/schellenbaum.htm



SCHELLENBAUM
Der reich verzierte Schellenbaum - ursprünglich von der türkischen Janitscharenmusik abstammend - wurde vor etwa 250 Jahren übernommen und gehört seit circa 1800 zum Inventar der Militärkapellen. Als Glocken- und Glöckchenbaum ist er ein altes asiatisches Kultinstrument und gilt heute als repräsentative Standarte des Infanterie-Musikcorps für feierliche Anlässe.
Schellenbäume haben in die preußische Armee erst nach 1815, und dann bei nur wenigen Regimentern Einzug gefunden. Dies waren die Regimenter, die in den Befreiungskriegen französische Schellenbäume erbeutet hatten. Nach dem Befreiungskriegen waren es zuerst die Stände, später auch Städte, die ihren Regimentern als Zeichen des vaterländischen Dankes solche Schellenbäume stifteten

http://www.schuetzen-bilk.de/schellenbaum.shtml



da sieht man deutlich das türkisch-deutsche Beziehungen damals hervorragend waren.
<span class='smallblacktext'>[ Bearbeitet ]</span>

Bilge Khan
30.01.05, 12:22
Danke für den Beitrag dafür hatte ich mich schon immer interessiert.

Bilge Khan
30.01.05, 12:22
Danke für den Beitrag dafür hatte ich mich schon immer interessiert.

3rk4n
30.01.05, 14:03
Werde das mal im PF posten.

3rk4n
30.01.05, 14:03
Werde das mal im PF posten.

KingTurek
30.01.05, 14:31
Die mitteleuropäische Kunstmusik versteht unter dem Begriff Türkische Musik oder auch Janitscharenmusik die von Schlaginstrumenten wie Becken oder Triangel charakterisierte Militärmusik der türkischen Soldaten (Janitscharen). Diese wurde im Zuge der Türkenkriege nach 1720 zu einer von europäischen Komponisten in ihren Werken häufig verwendeten Klangfarbe. Beispiele sind das Finale von Ludwig van Beethovens 9. Symphonie oder Wolfgang Amadeus Mozarts Oper Die Entführung aus dem Serail.

KingTurek
30.01.05, 14:31
Die mitteleuropäische Kunstmusik versteht unter dem Begriff Türkische Musik oder auch Janitscharenmusik die von Schlaginstrumenten wie Becken oder Triangel charakterisierte Militärmusik der türkischen Soldaten (Janitscharen). Diese wurde im Zuge der Türkenkriege nach 1720 zu einer von europäischen Komponisten in ihren Werken häufig verwendeten Klangfarbe. Beispiele sind das Finale von Ludwig van Beethovens 9. Symphonie oder Wolfgang Amadeus Mozarts Oper Die Entführung aus dem Serail.