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Ilisu-Staudamm zu verkaufen
Selbst die Weltbank will mit dem Projekt nichts mehr zu tun haben: Seit Jahrzehnten protestieren die Kurden gegen den Ilisu-Staudamm am Tigris. Jetzt sucht Siemens einen Käufer für das umstrittene Projekt. Geplanter Baubeginn: schon im Oktober
VON ARIANE BRENSSELL
Jahrelang haben die kurdischen Anwohner gegen den Ilisu-Staudamm im Südosten der Türkei gekämpft - jetzt entscheidet sich, wer ihr nächster Gegner ist. Das EU-Kartellamt hat Siemens vorgeschrieben, die Hydro-Sparte der VA-Tech zu verkaufen. Der geschätzte Preis von 300 Millionen Euro enthält auch den umstrittenen Ilisu-Staudamm.
Daniela Setton von der Nichtregierungsorganisation WEED ist überzeugt, dass der Damm sehr wichtig für den Deal ist: "Mit vollen Auftragsbüchern lässt sich die VA-Tech Hydro besser verkaufen." Das Bauvolumen beträgt rund 1,5 bis 2 Milliarden Dollar. Die VA-Tech Hydro habe ihren Kunden versichert, dass die Geschäfte "wie bisher" weiterlaufen.
Die jahrelangen internationalen Proteste schienen zunächst Erfolg zu haben: 2002 zogen sich alle Firmen aus dem Projekt zurück. Nur die VA-Tech hielt an dem Staudamm fest und gründete ein neues Baukonsortium, zu dem auch die deutsche Züblin AG gehört. Der Baubeginn ist nun für Oktober geplant, wie türkische Behörden mitteilten.
Ilisu ist ein Teil des 32 Milliarden Dollar teuren Südostanatolien-Projektes GAP (Güney Anadolu Projesi). Insgesamt besteht es aus 22 Staudämmen und 19 Wasserkraftwerken. Die Pläne gehen auf die 50er-Jahre zurück, Baubeginn war 1977. Bislang wurden sechs Staudämme errichtet. Mit verheerenden Konsequenzen: In den Nachbarstaaten Syrien und Irak wird das Wasser knapp, die Böden versalzen, durch die Mücken auf den künstlichen Seen breiten sich Tropenkrankheiten aus. Hunderttausende der Bewohner wurden vertrieben, oft ohne entsprechende Entschädigung. Selbst die Weltbank sah ihre Standards nicht mehr gewährleistet und stieg 1984 aus dem Projekt aus.
Nun sollen weitere 78.000 Menschen umgesiedelt und 7 Millionen Hektar fruchtbares Ackerland überflutet werden. Versinken würde auch die 12.000 Jahre alte Stadt Hasankeyf. Die Vertriebenen seien oft "schwer traumatisiert", berichtet Handan Coskun vom Projekt Dikasum in Diyarbakir, das zwangsumgesiedelte Frauen betreut: "Die Selbstmordrate war zeitweise extrem hoch."
Die türkische Regierung hat angekündigt, den Staudamm nur zu genehmigen, wenn verbesserte Umwelt- und Umsiedlungspläne vorliegen. Inzwischen wurde eine Firma aus Ankara beauftragt, die Bewohner zu befragen. Ercan Ayboga von der kritischen Ilisu-Plattform hält diese Umfragen für "Augenwischerei", denn "die entscheidenden Fragen werden nicht gestellt". Die Bewohner dürften sich nicht zu dem Staudammprojekt selbst äußern, stattdessen würden sie etwa nach Essensvorlieben gefragt. "Außerdem sind die Umsiedlungspläne immer noch nicht veröffentlicht, obwohl der Bau im Oktober beginnen soll."
Für VA-Tech Hydro interessiert sich auch der österreichische Industrielle Mirko Kovats - auch bekannt als "Mister Top Deal". Seine Firma nimmt keine Stellung zu dem Damm: "Wir haben lediglich prinzipielles Interesse am Kauf." Auch Siemens erklärt: "Ilisu hat keinen wesentlichen Einfluss auf den Verkaufspreis der VA-Tech Hydro."
WEED hingegen hält es für "äußerst unwahrscheinlich", dass ein Großauftrag wie Ilisu unbedeutend sein soll für eine Verkaufsentscheidung. Zumal nicht ausgeschlossen ist, dass die Bundesregierung den Bau mit einer Hermes-Bürgschaft absichert. "Ein Antrag auf Deckung des Projektes durch die Exportkreditversicherungen der beteiligten Länder ist beabsichtigt", bestätigt Ulrich Weinmann, Geschäftsführer der Züblin International GmbH.
Die ökologischen und sozialen Probleme dürften die Bundesregierung nicht abhalten, sich beim Ilisu-Staudamm zu engagieren. Das International Rivers Network kritisiert: "Deutschland und Österreich sind in der OECD die einzigen europäischen Länder, die verschärfte Standards für Staudämme blockieren."
taz Nr. 7777 vom 24.9.2005, Seite 8, 129 Zeilen (TAZ-Bericht), ARIANE BRENSSELL
http://www.taz.de/pt/2005/09/24/a0152.nf/text.ges,1
Ilisu-Staudamm zu verkaufen
http://www.taz.de/pt/2005/09/24/a0152.nf/text.ges,1
Dies wäre doch eine Möglichkeit wie die OYAK ihr Geschäftsbereich vergrößen könnte....
http://www.oyak.com.tr/oyak-kisaca.html
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26. November 2005, Neue Zürcher Zeitung
Türkisches Tigris-Kraftwerk Ilisu neu lanciert
Eingehende Studien zu Ökologie und Umsiedlungen
Die türkische Regierung hat das Projekt zum Bau des Tigris-Kraftwerks Ilisu neu lanciert. Neue Konsortialpartner, bessere Aussichten auf eine erfolgreiche Finanzierung und vor allem die Berücksichtigung ökologischer und sozialer Rahmenbedingungen erhöhen die Chancen einer Realisierung. Ein erster Anlauf war 2002 gescheitert.
Nkm./ti. Die türkische Regierung will es wissen: Nachdem der geplante Bau des Ilisu-Staudamms im Südosten des Landes im Jahr 2002 nach internationalen Protesten zurückgestellt worden ist, soll nun ein neuer Anlauf gewagt werden. An den technischen Rahmenbedingungen des Projekts hat sich nichts geändert. Rund 65 km stromaufwärts von der syrischen Grenze soll der Tigris mit einem 1,8 km breiten und 135 m hohen Erddamm gestaut werden. Das Wasser aus dem gut 300 km2 grossen Stausee soll nicht zu Bewässerungszwecken, sondern primär zur Produktion von Strom genutzt werden. Vorgesehen ist der Bau eines Spitzenlast-Kraftwerks mit einer Leistung von 1200 Megawatt. Der Ilisu-Staudamm, dessen Baukosten auf rund 1,2 Mrd. Euro veranschlagt werden, ist Teil eines gigantischen Entwicklungsplans (Güneydogu Anadolu Projesi, GAP), der zum einen dem steigenden Energiebedarf der Türkei Rechnung tragen und zum andern die wirtschaftliche Entwicklung Südostanatoliens ankurbeln soll. Im Rahmen dieses Projekts ist an den Flüssen Euphrat und Tigris der Bau von insgesamt 22 Dämmen und 19 Wasserkraftwerken geplant.
Schweizer Konzerne mit von der Partie
Um die Realisierung des Ilisu-Dammes bemüht sich ein Konsortium unter der Federführung der österreichischen VA Tech Hydro, einer zum Verkauf stehenden Tochtergesellschaft des Siemens- Konzerns. Mit von der Partie ist auf der elektromechanischen Seite des Projekts auch Alstom Schweiz. Zwei weitere Schweizer Gesellschaften, das Ingenieur- und Beratungsunternehmen Colenco und die Maggia-Kraftwerke, unterstützen, zusammen mit den türkischen Partnern Dolsar und Rast, den eigentlichen Auftraggeber des Projekts, die Stromerzeugungsgesellschaft DSI, die die Interessen des türkischen Energieministeriums vertritt. Ein weiteres Ingenieurunternehmen, die Lausanner Stucky SA, berät zusammen mit dem türkischen Partner Temelsu das Unterkonsortium, das den eigentlichen Staudamm baut. Dieses wird von der türkischen Gesellschaft Nurol angeführt. Mit dabei sind zudem, neben der deutschen Züblin, mit Celiker und Cengiz zwei einheimische Baukonzerne. Die starke Präsenz türkischer Unternehmen im Baukonsortium hat zur Folge, dass die Gesamtkosten des Projekts deutlich tiefer ausfallen dürften als beim letzten, gescheiterten Anlauf. Damals hatte man den Baukonzernen Balfour Beatty und Holzmann eine führende Rolle zugedacht. Falls alles nach Plan verläuft, sollte der Bau 2012/13 abgeschlossen werden können.
Ernst genommene Kritik
Besser als beim letzten Anlauf steht es offenbar auch mit der Finanzierung. Anfang 2002 hatte die UBS, die die Finanzierung des Projekts strukturieren und arrangieren sollte, ihr Beratungsmandat niedergelegt, weil keine Projektfortschritte festzustellen waren. Heute sind laut Angaben aus dem Konsortium eine Reihe von türkischen und ausländischen Banken bereit und willens, das neu lancierte Projekt zu finanzieren. Erst wenn die Finanzierung steht, wird es für die am Projekt beteiligten deutschen, österreichischen und schweizerischen Partner möglich sein, Exportrisikogarantien in Anspruch zu nehmen. Angesicht des Umstandes, dass Zulieferungen aus dem Ausland rund die Hälfte des Auftragsvolumens von 1,2 Mrd. Euro ausmachen werden und von dieser Summe wiederum ein Drittel auf Schweizer Unternehmen entfallen dürfte, ist mit einer potenziellen Beanspruchung der Schweizer Exportrisikogarantie in Höhe von rund 200 Mio. Euro zu rechnen. Es besteht offenbar der Wille, dem in dieser Sache zuständigen Bundesrat einen neuen Antrag zu stellen. Neben der neuen Zusammensetzung des Konsortiums und der offenbar einfacheren Finanzierung sind es die umfassende Überprüfung und Neugestaltung der ökologischen und sozialen Randbedingungen, die die Realisierungschancen des Projekts deutlich verbessern. Das Konsortium fühlt sich dadurch berechtigt, in dieser Hinsicht von einem eigentlich neuen Projekt zu sprechen. Man habe die heftige Kritik von Umwelt- und andern Nichtregierungsorganisationen (NGO) ernst genommen.
Die wohl schärfste Kritik hatten die Pläne zur Umsiedlung in den künftig überfluteten Gebieten hervorgerufen. 11 000 Menschen müssen ihre Wohnsitze verlassen. Für sie werden laut revidierter Planung neue Siedlungen errichtet, oder sie erhalten finanzielle Entschädigungen. Wer sich für Letzteres entscheidet, soll sein Geld innerhalb von 45 Tagen erhalten. Es soll eine finanzielle Beratung eingerichtet werden, damit die Entschädigungen nicht sinnlos ausgegeben werden - angesichts der sozialen Realitäten im Gebiet ein wichtiger Punkt. Laut Konsortium übersteigen die Entschädigungspakete deutlich den Wert des abgelösten Eigentums. Insgesamt werden 620 Mio. $ für Enteignungsfälle und 210 Mio. $ für Umsiedlungen und neue Infrastrukturen aufgewendet. 32 000 Menschen werden zwar nicht umgesiedelt, sind jedoch durch den Verlust von Landbesitz betroffen. Sie werden entschädigt, ebenso die 11 500 Personen, die nicht mehr in der Region leben, aber noch Land besitzen. Einer der meistkritisierten Punkte der früheren Planung war, dass für Einwohner ohne Landbesitz keine Abgeltung vorgesehen war. Nun sollen auch Landlose nach klaren gesetzlichen Vorgaben entschädigt werden. Laut Konsortium wurden alle direkt betroffenen Haushalte und ein Viertel der nicht direkt betroffenen vor der Erstellung des Umsiedlungsplanes befragt. Eine Grundlage für das Umsiedlungskonzept sind Richtlinien der OECD und der (am Projekt sonst nicht beteiligten) Weltbank.
Gegenstand früherer Kritik war auch, dass die oberhalb des künftigen Stausees liegenden Städte über keinerlei Abwasserreinigung verfügten, der Tigris als Entsorgungsweg diene und der neue Stausee deshalb zur Kloake und zur gesundheitlichen Gefahr für die Anwohner werden könnte. Unterdessen haben die Grossstadt Diyarbakir und ebenso andere Zentren mehrstufige Abwasserreinigungen erhalten. Im Weiteren - so das Konsortium - dient der Ilisu-Staudamm indirekt auch der seit Jahrzehnten von Syrien und dem Irak gewünschten Regulierung des Tigris. Weil der Stausee ausdrücklich nicht der Bewässerung, sondern ausschliesslich der Stromproduktion dient, fliesst unter der Staumauer fast die gleiche Menge Wasser aus wie durch die Flüsse zugeführt worden ist. Der monatliche Mindestwasserdurchfluss wird von 60 m3 auf 100 m3 pro Sekunde steigen.
Rettung der Baudenkmäler
Neue Anstrengungen wurden unternommen zur Rettung der Baudenkmäler in der antiken und mittelalterlichen Stadt Hasankeyf, die überflutet wird. Die wichtigsten werden aus dem Überflutungsgebiet in einen archäologischen Park disloziert und restauriert. Das Areal dieses Parks steht bereits fest, ebenso wie die Fläche für «Neu- Hasankeyf» bereits ausgeschieden worden ist. Das Konsortium wendet für die Kulturgüter von Hasankeyf ein Sonderbudget von 25 Mio. Euro auf, die türkische Regierung steuert weitere 75 Mio. Euro bei - insgesamt sollen also rund 100 Mio. Euro zur Verfügung stehen.
Seit Freitagmorgen sind die zwei neuen Berichte mit je über 1000 Seiten zur Umsiedlung und zur Umweltverträglichkeitsprüfung in englischer Sprache im Internet abrufbar.* Mit der Zustimmung zum Aufschalten dieser detaillierten Abhandlungen dürfte sich die türkische Regierung unter erheblichen Zugzwang gesetzt haben, zumal das Projekt auch von Beobachtern aus der EU mit Argusaugen verfolgt werden dürfte. Gespräche mit den kritischen Nichtregierungsorganisationen sollen laut Konsortium in der ersten Dezemberhälfte stattfinden.
* www.ilisu-wasserkraftwerk.com (http://www.ilisu-wasserkraftwerk.com/).
http://www.nzz.ch/2005/11/26/wi/articleDCUJO.html
Plan des Wasserkraftwerks Ilisu: Der Damm wird 135 Meter hoch und 1820 Meter lang sein. Rot eingefärbt das Kraftwerkshaus mit den Turbinen, gelb der Damm, links die Überflussschleuse.
http://www.designconsult.com/ilisu/themes/blue_style/images/das_projekt/layout_of_dam.jpg
Satellitenbild der Großregion Hasankeyf mit dem Verlauf des Tigris und den neuen Siedlungsräumen sowie der Lage des Kulturparks.
http://www.designconsult.com/ilisu/themes/blue_style/images/index_pics/hasankeyf_sat_alt_resettle.gif
oha,erst die chinesen..jetzt wir..
Aus vielen beispielen sieht man doch heraus das es am ende nur mehr probleme bringt son Damm zu bauen..
z.B. sinkt soweit ich weiß das Land dahinter unter den Meeresspiegel,wie in den USA. Womit man dann bei Bruch (und die dinger scheinen schnell risse zu kriegen..nich zu vergessen Kriegssituationen wo die sprengung viel schaden anrichten kann!!!) nur nochmehr Land und sogar ne Flutkatastrophe die Folge wäre.
Falls ich was verwechsle klärt mich auf ^^
Gefahren gibt es immer, aber wenn man das so sieht, dürfte man gar nichts bauen.
Die Türkei ist zu erdbebengefährdet, da ist so ein Damm einem Kernkraftwerk vorzuziehen.
15. Mai 2006 - 21:49
Kontroverse um Schweizer Beteiligung am Ilisu-Projekt
http://www.swissinfo.org/xobix_media/images/sri/2006/sriimg20060515_6720992_2.jpg
Auch die historischen Stätten von Hasankeyf sind gefärdet. (Keystone Archive)
Befürworter und Gegner des umstrittenen Ilisu-Staudamms (Türkei) haben in Bern ihre Positionen dargelegt. Auch Schweizer Firmen sind beteiligt.
Lokale Bürgermeister wiesen auf die ökologischen und sozialen Folgen hin. Türkische Befürworter sehen im Projekt ein Mittel der Armutsbekämpfung.
Schweizer Baufirmen und der Bundesrat sollen aus dem Staudammprojekt Ilisu aussteigen. Dies haben am Montag eine Delegation betroffener Bürgermeister sowie Vertreter lokaler Bürgerinitiativen gefordert. An einer Medienkonferenz der Erklärung von Bern (EvB) warnten die Betroffenen aus der Türkei vor den Folgen des in der Osttürkei geplanten Ilisu-Stausees.
Der Bau des seit Jahren umstrittenen Wasserkraftwerks mit einem 150 Kilometer langen Stausee würde 55'000 Menschen zur unfreiwilligen Umsiedlung zwingen und Jahrtausende alte Kulturgüter und Ökosysteme zerstören, hiess es. 2002 sei das Projekt wegen ökologischer und sozialer Bedenken bereits einmal gescheitert.
Exportrisikogarantie beim Bundesrat hängig
Das Projekt wird von der türkischen Regierung zusammen mit einem Baukonsortium vorangetrieben. Zu diesem gehören auch die Schweizer Firmen Alstom, Maggia, Stucki und Colenco. Sie haben einen Antrag für eine Exportrisikogarantie gestellt, der beim Bundesrat hängig ist.
"Mit einer Zusage für eine Exportversicherung würde die Schweiz ihre eigenen Umwelt- und Sozialrichtlinien untergraben", hält die EvB fest. Die EvB stützt ihre Auffassung auf mehrere Expertengutachten, die sie bei der ERG-Kommission eingereicht hat.
Die Gutachten kommen zum Schluss, dass die vom Baukonsortium vorgelegten Studien mangelhaft seien. So sei etwa der Umsiedlungsplan nicht ausgereift genug und die Datenlage der Umweltverträglichkeits-Prüfung ungenügend.
10'000 Jahre Geschichte gefährdet?
Im Januar schlossen sich in der betroffenen türkischen Region über 30 Gemeinden, Verbände und lokale Bürgergruppen zu einer Initiative zusammen. Mit ihrer Reise in die Schweiz, nach Deutschland und Österreich appellieren die Vertreter der Initiative an die Behörden.
Yurdusev Özsökmenler, Bürgermeisterin der Stadt Diyarbakir, erinnerte daran, dass in den 1990er-Jahren 3200 Dörfer zerstört wurden. Eine erneute Welle von Vertriebenen wäre nicht verkraftbar.
"10'000 Jahre Geschichte dürfen nicht für 50 Jahre Energiegewinnung geopfert werden", führte Necattin Pirinccioglu von der Bürgerinitiative zur Rettung von Hasankeyf aus.
Entwicklung der Volkswirtschaft?
Eine türkische Delegation, die das Projekt befürwortet, legte am Montagnachmittag in Zürich ihren Standpunkt vor den Medien dar. Für sie wurde das Projekt nach der Kritik überarbeitet und entspreche heute hohen westlichen Standards.
Das Wasserkraftwerk werde dazu beitragen, mit erneuerbarer Energie den wachsenden Energiebedarf der aufstrebenden Region zu decken. Damit trage es auch zur Entwicklung der Volkswirtschaft und zur Armutsbekämpfung bei. Und mit der Beteiligung mehrerer Schweizer Firmen hingen auch viele neue oder bestehende hoch qualifizierte Arbeitsplätze am Projekt.
Diese Delegation war am Vormittag mit hochrangigen Vertretern des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) in Bern zusammengetroffen, wie Sprecher Lars Knuchel sagte.
Das EDA habe genauso Kontakte zu den Gegnern des Projekts. Über die Gewährung der Exportrisikogarantie werde wegen der besonderen Tragweite der Gesamtbundesrat entscheiden.
swissinfo und Agenturen
http://www.swissinfo.org/ger/startseite/detail/Kontroverse_um_Schweizer_Betei ligung_am_Ilisu_Projekt.html?s iteSect=105&sid=6720832&cKey=1147722389000
Çanakkale 1915
16.05.06, 20:25
Dieser Staudamm ist eine 100 % richtige Investition für die Türkei, nicht nur wegen Energie auch wegen zukünftiger Wasserknappheit.
Welche türkische Regierung war eigentlich für dieses Projekt verantwortlich?
CHP? Enerji Bakani Baykal?
Damit Erdogan demnächst nicht behaupten kann es wäre sein Erfolg...:rolleyes:
Freibierfüralle
17.05.06, 14:55
ich hasse es wenn sollche Länder wie Schweiz hiervon profitieren. Denkt an die Genozid-Masseker strafen. Schweiz sollte keinen Cent aus der Türkei verdienen! :kafa:
Und wenn ich hinzufügen darf diese technik kann wenn man hierauf hinarbeitet 100% durch die türkischen Unternehmen durchgeführt werden hierzu benötigen wir noch Alstom noch Siemens noch VA Tech!
Warum Gelder an Türkeifeindliche Länder verschenken??????
ich hasse es wenn sollche Länder wie Schweiz hiervon profitieren. Denkt an die Genozid-Masseker strafen. Schweiz sollte keinen Cent aus der Türkei verdienen! :kafa:
Und wenn ich hinzufügen darf diese technik kann wenn man hierauf hinarbeitet 100% durch die türkischen Unternehmen durchgeführt werden hierzu benötigen wir noch Alstom noch Siemens noch VA Tech!
Warum Gelder an Türkeifeindliche Länder verschenken??????
Bist du Kraftwerksingenieur?
Freibierfüralle
17.05.06, 15:05
Wasserkraftwerk Ilisu (Türkei)
Das türkische Wasserkraftprojekt Ilisu wurde lange von NGOs kritisiert. Nun hat die Türkei den Startschuss für die Realisierung gegeben. Allerdings unter massiv geänderten Bedingungen: Das Errichtungs-Konsortium rund um die Unternehmen VA Tech Hydro, Alstom und Züblin hat im Sinne eines Interessensausgleichs klare Verbesserungen beim Projekt erreicht, für hohe westliche Standards gesorgt und ein transparentes Genehmigungsverfahren initiiert. Zudem schafft das Projekt Ilisu nicht nur in der Türkei Arbeitsplätze.
Es sichert auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz hunderte hoch qualifizierte Jobs. Auf dieser Website werden Ihnen alle relevanten
Informationen rund um Ilisu zur Verfügung gestellt.
Birikimler yeterli derece de Türkiyenin mühendisleriyle Yurt disinda yasiyan Türk mühendislerinde mevcut. Merak eden yokki Türkiyede. Yabanciya ver istedigi gibi size kazik atsin! Ayrica bu konuda epey birikimlerim oldugunu söyliyebilirim.
Wasserkraftwerk Ilisu (Türkei)
Das türkische Wasserkraftprojekt Ilisu wurde lange von NGOs kritisiert. Nun hat die Türkei den Startschuss für die Realisierung gegeben. Allerdings unter massiv geänderten Bedingungen: Das Errichtungs-Konsortium rund um die Unternehmen VA Tech Hydro, Alstom und Züblin hat im Sinne eines Interessensausgleichs klare Verbesserungen beim Projekt erreicht, für hohe westliche Standards gesorgt und ein transparentes Genehmigungsverfahren initiiert. Zudem schafft das Projekt Ilisu nicht nur in der Türkei Arbeitsplätze.
Es sichert auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz hunderte hoch qualifizierte Jobs. Auf dieser Website werden Ihnen alle relevanten
Informationen rund um Ilisu zur Verfügung gestellt.
Birikimler yeterli derece de Türkiyenin mühendisleriyle Yurt disinda yasiyan Türk mühendislerinde mevcut. Merak eden yokki Türkiyede. Yabanciya ver istedigi gibi size kazik atsin! Ayrica bu konuda epey birikimlerim oldugunu söyliyebilirim.
Bu ettigin laflari hangi kaynaklara dayandirarak söylüyorsun kardesim?
Freibierfüralle
17.05.06, 16:34
Meric tecrübeden dolayi.
Sanki Türkiyede hic bir santral kurulmadi tarihde. Devamli yabancilara verirlerse bu is yürümez. Disariya bagimli olmaktan tek kurtulus yolu var milli servetle bir sirket kurup bu teknolojiyi komple ögrenip projeler icin tecrübe kazanmak lazim.
Sen Türkiyede VA Tech. veya öbür Hydro sirketlerinin ne gibi yatirim yaptiklarini biliyormusun?
1 Ofis ve bir kontaktperson . o kadari sadece sales dairesi. iste yabancinin yaptigi yatirim güliyimmi aglayimmi?
Meric tecrübeden dolayi.
Sanki Türkiyede hic bir santral kurulmadi tarihde. Devamli yabancilara verirlerse bu is yürümez. Disariya bagimli olmaktan tek kurtulus yolu var milli servetle bir sirket kurup bu teknolojiyi komple ögrenip projeler icin tecrübe kazanmak lazim.
Sen Türkiyede VA Tech. veya öbür Hydro sirketlerinin ne gibi yatirim yaptiklarini biliyormusun?
1 Ofis ve bir kontaktperson . o kadari sadece sales dairesi. iste yabancinin yaptigi yatirim güliyimmi aglayimmi?
- Türkiye`de hangi hidrolik Santral yabanci katilimi olmadan yapilmis bu güne kadar?
Bu arada 1 tek ofis dedigin sey.
http://www.siemens.com/index.jsp?sdc_p=c186fi1281223l 7mno255532pst4uz1&sdc_sid=24022540177
Freibierfüralle
17.05.06, 16:52
O sayfa bir sey ifade etmez sen Istanbul ve Ankarada hidroleketrik sorumlusu icin 2 kisi bul sana tesekkür edecegim. Yabancilar bizi uyutuyor bir de kendi kendimizi uyutmiyalim lütfen.
O sayfa bir sey ifade etmez sen Istanbul ve Ankarada hidroleketrik sorumlusu icin 2 kisi bul sana tesekkür edecegim. Yabancilar bizi uyutuyor bir de kendi kendimizi uyutmiyalim lütfen.
Biraz da ortaya attigin tezlere söyle bir kaynak versen de iskembeden attigin belli olmasa...
Freibierfüralle
17.05.06, 17:12
Biraz da ortaya attigin tezlere söyle bir kaynak versen de iskembeden attigin belli olmasa...
Voith ofisinde 1 kisi görevli
VA-Tech de aynen bir kisi görevli ve
bunlar sadece rüsvet islerine bakarlar.
Tüm isleri avusturyalilar, almanlar veya isvicreliler yapar.
Onun haricinde hamalligi Türkler yapar. (Turbin, jeneratör ve sistem konusunda)
:kafa:
Konuya girmiyorum. Istersen konuyu kapat.
Burada birkac düsündürücü tezler ortaya attim iskembeden olmadigina inandirmak o kadar kolay degil.
Voith ofisinde 1 kisi görevli
VA-Tech de aynen bir kisi görevli ve
bunlar sadece rüsvet islerine bakarlar.
Tüm isleri avusturyalilar, almanlar veya isvicreliler yapar.
Onun haricinde hamalligi Türkler yapar. (Turbin, jeneratör ve sistem konusunda)
:kafa:
Konuya girmiyorum. Istersen konuyu kapat.
Burada birkac düsündürücü tezler ortaya attim iskembeden olmadigina inandirmak o kadar kolay degil.
Bilirmisin bu lafi....Atma Recep, din kardesiz....
Freibierfüralle
17.05.06, 17:19
Önemli milli konular oldugunu biliyorum ve sen Meric konuyu yine girgira alarak benimle dalgani geciyorsun.
Sana Türkiyede enerji üretimi icin gerec ve makinalarin sadece yurt disindan ithal edildigini söylersem bana yine atiyorsun mu diyeceksin?
Önemli milli konular oldugunu biliyorum ve sen Meric konuyu yine girgira alarak benimle dalgani geciyorsun.
Sana Türkiyede enerji üretimi icin gerec ve makinalarin sadece yurt disindan ithal edildigini söylersem bana yine atiyorsun mu diyeceksin?
Yo, bu dogru, buna diyecegim birsey yok. Bunda kötü birsey görmüyorum. Kullandigimiz cep telefonlari da Türkiye`de üretilmiyor. Ama benim evde kullandigim Buzdolabi da Türkiye`de üretilmis. Buna globallesme deniyor.
Freibierfüralle
17.05.06, 17:29
Enerji üretimi sektöründeki globellesme birkac monopöllerin elindedir ve bu sirketler proje basi milyarlarla oynuyorlar ve dünyanin heryerine is yapmaktadir.
Bunlarin kopyasi mümkün ama ne yazikki Türk insani halen carsaf pesinde.
Glöballesen sirketler baska bir yazida okuyabilecegin gibi Türkiye hic de cekici bir ülke degil. http://www.politikcity.de/forum/showthread.php?t=10775
O sebeble bir an evvel enerji üretimi icin gereken gerec ve makinalarin üretimi icin milli sirketler kurulmasi gerek.Yukarida da dedigim gibi bu monopol sirketler kesinlikler bir ufak ofisden haric Türkiyeye baska bir sey acmiyorlar.
Ve biliyorlar Türkiyede üretime gecseler ellerinden teknolojiyi Türklerin kapacagini ve sonra tüm dünyada rekabet yapabileceklerini.
Antike Stadt soll im Tigris versinken
VON WIELAND SCHNEIDER (Die Presse) 17.05.2006
Türkei. In Ostanatolien wächst der Widerstand gegen ein Staudammprojekt der VA Tech.
http://www.diepresse.com/upload/20060516/vatech_APA.jpg
Baut die VA Tech Hydro den Ilisu-Staudamm tatsächlich, fällt die Unterstadt von Hasankeyf den Wassermassen zum Opfer. | (c) APA
Diyarbakir/Wien. Wie kleine Festungen thronen die Steinhäuser auf den alten Mauern. In ihrer Mitte erhebt sich ein hoher, schlanker Turm, das Minarett der El-Rizk Moschee, die 1409 unter Sultan Suleyman errichtet wurde. Am Fuße der Mauern ragen wuchtige Steinpfeiler aus dem Wasser des Tigris - Überreste einer mittelalterlichen Brücke. Am Ufer des Flusses tummeln sich Menschen vor kleinen Verkaufsständen und Fischlokalen. http://austria1.adverserve.net/RealMedia/ads/Creatives/default/empty.gif (http://austria1.adverserve.net/RealMedia/ads/click_lx.ads/www.diepresse.com/chronik/1383851247/Middle1/default/empty.gif/353461316639363434343662336436 30)
Mehrere tausend Jahre ist die ostanatolische Stadt Hasankeyf alt - eine touristische Sehenswürdigkeit voll von Bauwerken und Funden aus Antike und Mittelalter. Geht es nach dem Willen Ankaras soll ein Teil der alten Stadt aber bald vom Tigris verschluckt werden. Sie muss einem der ehrgeizigsten Bauvorhaben des türkischen Staates weichen, dem Ilisu-Projekt - einem gigantischen Staukraftwerk, das künftig 1200 Megawatt Strom liefern soll.
Das ausländische Konsortium, das mit dem Bau des Damms beauftragt wurde, wird von einer österreichischen Firma angeführt, der VA Tech Hydro.
Ilisu ist nur Teil eines ganzen Netzes von Staumauern und Kraftwerken, das die türkische Regierung über den Südosten des Landes legen will - um Strom zu erzeugen und dem unterentwickelten Ostanatolien wirtschaftlichen Aufschwung zu bringen, wie es in Ankara heißt. Der Preis dafür ist nicht nur Hasankeyf. Auch zahlreiche Dörfer in der Region müssen geräumt und mehrere 10.000 Menschen umgesiedelt werden, um das Ilisu-Staukraftwerk zu verwirklichen.
Je näher der Baubeginn rückt, desto stärker wächst der Widerstand gegen das Projekt. Die Bürgermeister von Diyarbakir und Batman, den größten Städten in der Region, laufen Sturm gegen die Pläne aus Ankara. Zudem macht eine Reihe von NGOs mobil: "Durch den geplanten Stausee werden kulturelle und historische Werte vernichtet", kritisiert Ercan Ayboga, Sprecher der "Initiative zur Rettung von Hasankeyf". Statt Hasankeyf unter Wasser zu setzen, sollte Ankara lieber in Kultur-Tourismus investieren.
Kritik übt Ayboga auch an den ausländischen Firmen, die in das Projekt involviert sind: "Sie denken, sie können außerhalb Europas an Projekten verdienen, für die es in ihren eigenen Ländern niemals eine Erlaubnis geben würde. Wir verlangen, dass die selben Kriterien wie bei Großprojekten in Österreich angewandt werden."
Um Druck auf die VA Tech auszuüben, ist nun eine Delegation der Staudammgegner aus der Türkei eigens nach Wien gereist. Sie wollen erwirken, dass Österreichs Finanzministerium keine Haftung für die VA Tech übernimmt.
Alexander Schwab, Sprecher der VA Tech Hydro, weist jede Kritik zurück: "Das Projekt bringt 1,2 Milliarden Euro an Direktinvestitionen in die Region." Während der neun Jahre Bauzeit würden bis zu 20.000 Menschen Arbeit finden. Zudem habe die türkische Regierung einen umfassenden Entschädigungsplan für die von der Umsiedlung betroffenen Dorfbewohner ausgearbeitet.
In Diyarbakir zeigt man sich hingegen über den zu erwartenden Schub neuer Migranten besorgt. "In den neunziger Jahren wurden bereits 4000 Kurden-Siedlungen geräumt", sagt Firat Anli, Bürgermeister des Stadtteils Yenisehir. "Im Diyarbakir gibt es jetzt zehntausende Kinder der Vertriebenen ohne Bildung und Jobs."
Für die alte Stadt Hasankeyf hat sich die türkische Regierung eine besondere Lösung ausgedacht: Ein Teil der historischen Stätten soll abgetragen und in einem Archäologiepark aufgestellt werden - eine Art History-Disney im Tigristal.
http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=c&ressort=c&id=559267
Freibierfüralle
17.05.06, 20:34
Und wann werden türkishe Unternehmen in Österreich Staudämme bauen dürfen????:hallo;
Er soll die Finger von der Türkei lassen!!
Freibierfüralle
17.05.06, 20:38
NGO-Dialog
Sämtliche Mitglieder des Ilisu-Konsortiums anerkennen die Rolle der Nicht-Regierungsorganisationen (NGO) als Teil der Zivilgesellschaft. Daher, sowie vor dem Hintergrund der Kritik des Ilisu-Wasserkraftwerkes durch NGOs aus dem deutschsprachigen Raum, hat das Konsortium einen offenen Dialog mit den involvierten NGOs aus Eigeninitiative begonnen und über ein Jahr hinweg kontinuierlich geführt.
Als Zeichen des Grundverständnisses dieser Transparenz und Dialogbereitschaft wurde vom Konsortialführer zu Beginn des Dialogs eine eigene Policy ausgearbeitet und etabliert.
NGO-Policy zum Projekt Ilisu
„VA Tech Hydro verfügt traditionell über gute Beziehungen mit den in Österreich aktiven Vertretern der Zivilgesellschaft (NGOs) in Form regelmäßiger Gespräche sowie Gesprächsrunden.
Seit September 2004 steht die VA Tech Hydro darüber hinaus in laufendem Kontakt mit österreichischen NGOs zum Thema „Ilisu". Neben einer Reihe an Einzelgesprächen werden seitens VA Tech Hydro auch in regelmäßigen Abständen Gesprächsrunden dazu initiiert. Dies umfasst im Kern die ECA Watch Austria sowie jene, diese Gruppe konstituierenden NGOs (WWF, Greenpeace, Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz, Global 2000, Gesellschaft für Bedrohte Völker) sowie amnesty international Österreich.
Damit verfolgt die VA Tech Hydro die Intention, die NGOs aktiv und gemäß dem jeweiligen aktuellen Stand des Projektes zu informieren, ohne die für die Auftraggeber, die Konsortialmitglieder sowie die involvierten ECAs sensiblen Projektinformationen zu präjudizieren. Mit diesem Dialog soll jedenfalls eine allfällige emotionalisierte breiten-wirksame Debatte auf Basis mangelnder Informationen vermieden werden."
Ausgewählte Eckdaten aus dem NGO-Dialog
September 2004: Etablierung des Dialogs durch Aufnahme der Gespräche mit ECA-Watch Austria; in Folge regelmäßige, zumindest monatliche, Kontakte bis Herbst 2005
Oktober 2004 bis Februar 2005: Persönliche Gesprächstermine mit den Vertretern der Mitgliedsorganisationen von ECA Watch Austria
November 2004: mediale Aktivitäten gegen das Ilisu-Projekt und die involvierte VA Tech Hydro durch ECA Watch Austria
Bis März 2005 wurden von allen involvierten NGOs Projekt-relevante Fragen zum Ilisu-Wasserkraftwerk in schriftlicher Form gesammelt
31. März 2005: breite Diskussionsrunde zwischen Experten der VA Tech Hydro und NGO-Vertretern. Bei diesem Treffen wurden die wesentlichen Fragen der NGOs die vorab gesammelt wurden ebenso geklärt, wie grundlegende Fragen im Zusammenhang mit Ilisu und der zu erwartenden Terminleiste. Weiters wurde ein nächster gemeinsamer Termin für den Zeitpunkt nach Vorliegen des EIAR-Update und des RAP-Update vereinbart.
Juni 2005: Erneute mediale Aktivitäten gegen das Ilisu-Projekt durch ECA Watch Austria, bei denen außerdem versucht wurde, das Unternehmen VA Tech Hydro allgemein anzugreifen und in seiner Gesamtheit negativ darzustellen.
ab November 2005: Weiterführung des Dialogs mit den österreichischen NGOs
Freibierfüralle
17.05.06, 20:41
Kendi ülkemizde böyle sömüye nasil susuyorlar anlamak imkansiz. Tam tamina isgal ve sömürüdür.
:buuh:
Häufig gestellte Fragen und Antworten zum Wasserkraftwerk Ilisu
F: Warum will die Türkei dieses Kraftwerk unbedingt bauen?
A: Die Türkei hat eine jährliche Energiebedarfssteigerung von sechs bis acht Prozent und steht vor der Alternative, Wasserkraft auf der einen Seite oder thermische Kraftwerke oder gar Atomkraftwerke andererseits zu forcieren. Die Türkei liegt mit dem Strom pro Kopf-Verbrauch bei 20 Prozent des OECD-Durchschnitts.
F: Welche Dimension hat das Kraftwerk Ilisu?
A: Das Kraftwerk hat eine geplante Leistung von 1.200 MW. Die Produktion von 3.830 GWh elektrischer Energie pro Jahr ist ausreichend für ca. zwei Millionen Haushalte. Durch das Wasserkraftwerk Ilisu werden ca. 3 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr im Vergleich zur Stromerzeugung durch Kohlekraftwerke vermieden.
F: Welche sonstigen positiven Effekte liefert das Kraftwerk?
A: Für die Bevölkerung eine Verbesserung der Trinkwasserversorgung und der Zugänglichkeit zu Wasser in der Steppenlandschaft. Generell eine verbesserte Infrastruktur, Straßen (Aufwertung und Neubau) sowie Brücken und kommunale Einrichtungen. Weiters werden zusätzliche Arbeitsplätze durch den Betrieb des Kraftwerks geschaffen, was ein Impuls für eine weitere regionale Entwicklung ist.
F: Was wurde zum Thema Wassersituation und Wasserqualität erreicht?
A: Durch den Bau von Ilisu entstehen nun erstmals Kläranlagen in Dijarbakir, Batman, Siirt und Bismil. Außerdem wird es zu einer massiven Verbesserung der Mindestwasserabgabe in den trockenen Monaten von 60 m³/s auf 100 m³/s kommen. Die geringe vorhandene Sedimentation im Tigris lässt erwarten, dass keine Probleme im Unterwasserbereich (zum Beispiel Eintiefung, o. ä.) entstehen werden.
F: Was wird unternommen, um historische Kulturstätten zu retten?
A: Bedeutende Kulturstätten Hasankeyfs wie Zitadelle und Moscheen liegen außerhalb des Staubereichs. Dennoch wird eine Verlagerung der wesentlichen Kulturstätten von Hasankeyf in den oberen Bereich der Stadt erfolgen. Die Türkei wird mit Hilfe des Konsortiums für diese Verlagerung rund 100 Millionen Dollar zur Verfügung stellen. Diese Freilegung und Sicherung von Hansankeyf bedeutet die Rettung dieser archäologischen Stätte, denn sie wäre laut einem EU-Bericht sonst in nur 10 Jahren durch die Verwendung der antiken Materialien durch die lokale Bevölkerung als Baumaterial weitgehend zerstört.
F: Bezüglich Umsiedelung wird oft von bis zu 78.000 betroffenen Personen gesprochen, ist diese Zahl richtig und was sind die derzeitigen Aktivitäten?
A: Vorab ist zu berücksichtigen, dass die Türkei ihre Gesetzgebung in dieser Materie weitgehend OECD-konform angepasst hat. Auch ist die Bereitschaft der türkischen Behörden bekannt, die Umsiedelungsthematik bestmöglich zu lösen. Deshalb wurde ein neuer RAP (Resettlement Action Plan) beauftragt, der auf Basis des IFC Handbooks der Weltbank im Laufe des Jahres 2005 erstellt wurde. Die Anzahl der Betroffenen ist weit geringer. Direkt von Umsiedlung betroffen werden 11.000 Menschen sein. 32.000 weitere werden indirekt, also etwa durch den Verlust von Landbesitz, betroffen sein. Für alle Betroffenen – auch für Landlose – gilt allerdings, dass sie für ihre Verluste voll entschädigt werden.
Die Art und Weise der Kompensation kann sogar frei gewählt werden. Weitere 11.500 haben zwar Ansprüche, leben aber nicht mehr in der Region, sodass die Entschädigung einfach sein wird.
F: Wer wurde mit der Erstellung von EIA (Environmental Impact Assessement) und RAP (Resettlement Action Plan) beauftragt?
A: Der EIA-Report wurde von der Firma Hydro Concepts Engineering/Schweiz realisiert. Der RAP von der türkischen Firma ENCON.
F: Welche Standards werden bei Wasserkraftwerken (und auch beim Projekt Ilisu) eingehalten?
A: Die wichtigsten Standards sind jene, die auch von den Finanzierungsstellen und den Exportkreditagenturen gefordert werden. Das heißt, es handelt sich um die allgemein anerkannten internationalen Standards der Branche.
Beim Environmental Impact Assessement Report:
Die Standards von OECD und Weltbank werden verbindlich eingehalten, weiters die betreffenden türkischen Gesetze.
Weitere Standards und Guidelines als Referenz:
- European Commission 2001 „Guidance on EIA Review/Screening"
- Convention on Law for Non Navigational Use of Internat. Watercourses
- ICOLD Guidelines Beim Resettlement Action Plan:
Hier werden als Grundlage die Weltbank-Regeln angewandt. Die Erstellung erfolgte strikt nach IFC-Handbook. Weiters werden die Änderungen der relevanten türkischen Gesetze berücksichtigt.
F: Was waren die wichtigsten Meilensteine bei der Erstellung des RAP?
A: Nach Ankündigung in lokalen Zeitungen wurde Ende März 2005 das Project Information Office in der Provinzhauptstadt Batman eingerichtet. In Folge wurde die Mikrozensuserhebung (Satellitendatenerhebung) durchgeführt. Bis Mitte Juni 2005 wurden systematische Interviews mit ca. 8.500 Haushalten abgeschlossen und sämtliche Daten danach ausgewertet. In enger Zusammenarbeit mit den türkischen Behörden wurden Ersatzflächen für die Umsiedelung sowie die nötigen Infrastrukturmaßnahmen bewertet und definiert (Straßen, etc.).
F: Welche Kontrollmöglichkeiten zur Einhaltung des RAP gibt es?
A: Die Einhaltung eines RAP ist Basis eines jeden Vertrages und wird von der DSI, dem türkischen Energieministerium, auch in der Umsetzung akzeptiert. Es erfolgt grundsätzlich eine Dokumentation der Umsetzungsmaßnahmen, die auch von den Finanzierungsinstituten genau beachtet wird. Die Finanzierung ist diesbezüglich eine wichtige Steuerungsmöglichkeit.
F: Wird die türkische Regierung die Auflagen konkret umsetzen?
A: Die türkische Regierung hat sich dazu voll bekannt. Auch die Umsiedelungsmaßnahmen, die bei den Kraftwerken Borcka und Muratli zwischen 1999 und 2005 durchgeführt wurden, waren absolut rechtskonform und sind ohne Unstimmigkeiten erfolgt.
Türkei versenkt antike Ruinenstätten
Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan hat am Samstag in der Südosttürkei das Startsignal für den Bau des Ilisu-Staudamms gegeben. Naturschützer und Archäologen protestieren.
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Athen - "Dieser Damm wird eine 12 000-jährige Geschichte zerstören, sagt der Bürgermeister von Hasankeyf, Abdülvahap KusenWo die Kleinstadt heute liegt, siedelten schon in der Frühsteinzeit Menschen. In der Antike wurde der Ort zur bedeutsamen Handelsstation am Ufer des Tigris. Die Ruinen einer Brücke von 1116, der Palast der Artukiden aus dem 12. Jahrhundert, die Ulu- Camii-Moschee aus dem 14. Jahrhundert erinnern an große Zeiten. Jetzt soll die Unterstadt von Hasankeyf mit allen historischen Stätten in einem See versinken.
An der Spitze einer großen Ministerdelegation kam Premier Recep Tayyip Erdogan am Samstag in die südostanatolische Kleinstadt Dargecit in der Provinz Sirnak. In der Nähe des Ortes, 45 Kilometer nördlich der syrischen Grenze, soll die 135 Meter hohe Ilisu-Staumauer den Tigris sowie mehrere seiner Nebenflüsse auf einer Länge von 136 Kilometern in einen künstlichen See verwandeln. Der soll mit 313 Quadratkilometern Fläche etwa so groß wie München sein.
Das geplante Wasserkraftwerk am Fuß des Staudamms soll etwa drei Prozent des wachsenden Strombedarfs der Türkei decken. Ministerpräsident Erdogan lobte das Staudammprojekt als Beweis, dass der wirtschaftlich zurückgebliebene Südosten des Landes nicht vernachlässigt werde. Die Befürworter des Projekts sagen, der Damm werde 10 000 neue Arbeitsplätze schaffen, Landwirtschaft und Fischzucht fördern und die Region für den Tourismus erschließen.
http://www.fr-aktuell.de/no.gif
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Das GAP-Projekt
Der Ilisu-Damm ist Teil des 1982 gestarteten Südostanatolien-Projekts (GAP), das den Bau von 22 Staudämmen und 19 Wasserkraftwerken an den Flüssen Euphrat und Tigris vorsieht. Etwa 1,2 Milliarden Euro soll der Damm kosten und 2013 fertiggestellt werden. Das Kraftwerk soll 1 200 Megawatt Leistung haben. öhl
Die Gegner fürchten um das Schicksal zehntausender Menschen, deren Wohnorte im Stausee versinken werden. 199 Siedlungen müssen aufgegeben, etwa 11 000 Bewohner umgesiedelt werden. Weitere 43 500 Menschen können zwar bleiben, werden aber einen Großteil ihres Landes verlieren. Kritiker des Projekts fürchten, dass mehrere zehntausend Menschen aus der Region abwandern und in den ohnehin überfüllten Elendsvierteln der Großstädte Batman und Diyarbakir enden werden.
Mit einem Kostenaufwand von rund 43 Millionen Euro wollen die staatlichen Wasserwerke (DSI) als Bauherr des Projekts sind mehrere der historischen Monumente abtragen und in einem "Archäologischen Park" oberhalb des Stausees wieder errichten. Archäologen kritisieren, dadurch würden die Baudenkmäler aus ihrem Kontext gerissen.
In Hasankeyf versammelten sich am Wochenende 30 Bürgermeister betroffener Gemeinden zu einer Mahnwache gegen das Projekt, unterstützt von zahlreichenMitgliedern türkischer und ausländischer Nichtregierungsorganisationen. "Unser Tal ist Teil des alten Mesopotamiens, wo die Geschichte der Menschheit begann - hier kann man sehen, wie die Menschen vor Jahrtausenden lebten", sagt Bürgermeister Kusen. Diese historischen Zeugnisse dürfe man nicht einfach fluten, sagt der kurdische Kommunalpolitiker: "Deshalb müssen wir den Dammbau stoppen." Gerd Höhler
http://www.fr-aktuell.de/in_und_ausland/panorama/panorama/?em_cnt=942738
Eine der ältesten Siedlungen der Welt fällt einem Staudamm-Projekt zum Opfer
Von Susanne Güsten
Seit Jahrzehnten wird um den Ilisu-Staudamm in der Südost-Türkei gestritten - jetzt soll er wirklich gebaut werden. Zu einem See soll der Damm den Tigris aufstauen, um ein Wasserkraftwerk anzutreiben. Weil in den Fluten auch die historische Stätte Hasankeyf versinken würde, appellieren türkische Kunsthistoriker an die deutsche Regierung, keine Kreditbürgschaft für das Projekt zu erteilen.
Der Tigris - der wasserreichste Fluss Vorderasiens: Seit Jahrtausenden fließt er auf seinem Weg vom Osttaurus nach Mesopotamien hier vorbei, an der uralten Stadt Hasankeyf in Südostanatolien - einer der ältesten dauerhaft besiedelten Städte der menschlichen Zivilisation. Warum er nun aufgestaut werden soll, um ein Stromkraftwerk zu betreiben, das erklärte der türkische Ministerpräsident Erdogan bei der Grundsteinlegung für den Ilisu-Damm so:
"Wenn wir es nicht schaffen, den Energiebedarf unserer Industrie zu decken, dann werden die Maschinen stehen bleiben, dann wird die Produktion zum Erliegen kommen, dann wird die Beschäftigung zusammenbrechen. Und dann wird sich unser Wachstum in sein Gegenteil verkehren, und wir werden alles verlieren, was wir gewonnen haben."
In Hasankeyf, dessen historische Altstadt von dem Stausee überflutet werden soll, sieht man das anders. Tausende Demonstranten aus ganz Südostanatolien protestierten hier am Wochenende gegen den Staudamm. Was steht in Hasankeyf auf dem Spiel? Um einen Überblick über die Stadt zu bekommen, steigt man am besten auf die Kalksteinklippen, die hoch über dem Tigris aufragen. Vom Fluss-Ufer geht es auf einem steinigen und gewundenen Pfad steil bergan.
Vorsicht - nicht zu nahe an den Rand kommen, warnt ein Wärter, der den Abgrund über dem Tigris bewacht: Der Fels bröckelt! Hundert Meter tiefer fließt das grüne Wasser des Flusses nun, und noch immer geht es aufwärts:
Oben angekommen, keucht sogar der 17-jährige Fremdenführer Erkan, so steil war der Aufstieg. Ein scharfer Wind weht über die Anhöhe. Erkan muss erst einmal nach Luft schnappen, bevor er die Aussicht erklären kann:
"Bis zum Lautsprecher des Minaretts dort wird das Wasser des Stausees steigen. Nur der große Palasthügel wird noch eine Weile aus dem Wasser herausragen, aber auch nicht lange. Der Kalkstein wird bald unterspült, und dann versinkt auch der Palasthügel im Stausee."
Alles unterhalb vom Palasthügel wird sofort vom Wasser verschluckt, wenn der Staudamm fertig ist - und das ist viel, wie Erkan erklärt:
"Dort drüben am anderen Tigris-Ufer sehen Sie die erste Münzerei in Anatolien, sie wurde im elften Jahrhundert von den Artukiden erbaut. Der Palast dort, der wurde im 14. Jahrhundert von den Ayyubiden errichtet, ebenso die Ulu-Moschee dort. Unten im Fluss sehen wir die Überreste der größten Steinbrücke des Mittelalters. Und da am Ufer steht das Zeynel-Bey-Grabmal aus der Akkoyunlu-Dynastie, das für sein türkises Kachelwerk berühmt ist."
Stundenlang könnte Erkan weiter erzählen. Schließlich blickt Hasankeyf auf eine Geschichte von zehntausend Jahren zurück. Ein historisches Verbrechen wäre es, diesen Ort zu fluten, meint der Bürgermeister von Hasankeyf, Abdulvahaf Kusen:
"Hasankeyf ist ein einziges Open-Air-Museum mit den Spuren von zehn oder gar fünfzehn Zivilisationen. Solch eine historische Stätte zu vernichten, das wäre ein riesiger Verlust für die Menschheitsgeschichte. Wenn Hasankeyf zerstört wird, dann werden uns das die nachfolgenden Generationen nicht verzeihen."
Um diesen Bedenken und den internationalen Protesten der Fachwelt zu begegnen, hat das Ilisu-Konsortium einen neuen Vorschlag gemacht: Abbauen will das Konsortium die historischen Monumente von Hasankeyf, und sie an anderer Stelle wieder aufbauen. In einen so genannten Archäologie-Park über dem Stausee sollen die jahrhundertealten Bauten umgesiedelt werden.
Auf diese Weise könnten die Kulturgüter gerettet und gleichzeitig der Tourismus angekurbelt werden, argumentiert das Konsortium. Ist das die Lösung? Auf keinen Fall, sagt Arif Arslan, Vorsitzender der örtlichen Bürgerinitiative für den Erhalt von Hasankeyf:
"Das ist ein Luftschloss, das ist unsinniges Geschwätz. Hasankeyf kann man nicht versetzen. Wenn sie die alte Brücke versetzen wollen, dann zerkrümelt die ihnen unter den Händen. Und wenn Sie die Brücke in die Berge versetzen, wie wollen sie das Wasser unten durch leiten? Außerdem gibt es 6000 Höhlen in Hasankeyf, die dann geflutet werden, der Palasthügel wird vom Wasser unterspült. Hasankeyf zu versetzen, ist unmöglich. Das ist kein aufrichtiger Vorschlag."
Überzeugt hat das Konsortium mit diesem Vorschlag niemanden - weder die Archäologen noch die Anwohner. Die Firmen haben sich mit diesem Modell vollends unglaubwürdig gemacht, sagt Bürgermeister Kusen:
"Das Konsortium will uns überreden, die schwarzen Aussichten für Hasankeyf mit rosaroter Brille zu betrachten. Auf diesen so genannten Informationsveranstaltungen haben die Vertreter des Konsortiums uns schön ausgemalt, wie sie Hasankeyf einfach anderswohin versetzen würden. Aber jeder hier weiß, dass das nicht möglich ist."
"Hasankeyf soll leben", fordern die Demonstranten. Nicht nur an ihre eigene Regierung wenden sie sich mit ihrem Protest gegen den Staudamm, sondern auch an Europa. Weil der Ilisu-Staudamm von Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gebaut werden soll, hängt nach der Grundsteinlegung alles davon ab, ob diese Staaten auch die beantragten Kreditbürgschaften gewähren. Ercan Ayboga, der Sprecher des Widerstandsbündnisses gegen den Damm, appellierte bei der Kundgebung noch einmal an die Firmen:
"Deutschland, Österreich und die Schweiz sind Staaten, in denen hohe Umwelt- und Menschenrechtsstandards gelten. Die Unternehmen aus diesen drei Ländern sollten sich auch bei Projekten im Ausland an diese Standards halten. Im eigenen Land könnten sie solche Projekte nicht durchführen. Aber in Ländern wie der Türkei möchten sie das durchsetzen um ihres Gewinnes wegen."
Noch in diesem Monat werden Experten der europäischen Kreditanstalten in Ilisu erwartet, um offene Fragen zu den Umsiedlungsplänen und anderen umstrittenen Punkten zu klären. Mit ihrer Entscheidung wird im Herbst gerechnet.
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/8f/Hasankeyf.JPG/800px-Hasankeyf.JPG (http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8f/Hasankeyf.JPG)
"Hasankeyf soll leben", fordern die Demonstranten. Nicht nur an ihre eigene Regierung wenden sie sich mit ihrem Protest gegen den Staudamm, sondern auch an Europa. Weil der Ilisu-Staudamm von Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gebaut werden soll, hängt nach der Grundsteinlegung alles davon ab, ob diese Staaten auch die beantragten Kreditbürgschaften gewähren. Ercan Ayboga, der Sprecher des Widerstandsbündnisses gegen den Damm, appellierte bei der Kundgebung noch einmal an die Firmen:
"Deutschland, Österreich und die Schweiz sind Staaten, in denen hohe Umwelt- und Menschenrechtsstandards gelten. Die Unternehmen aus diesen drei Ländern sollten sich auch bei Projekten im Ausland an diese Standards halten. Im eigenen Land könnten sie solche Projekte nicht durchführen. Aber in Ländern wie der Türkei möchten sie das durchsetzen um ihres Gewinnes wegen."
Na also, da wurde der Schuldige ja mal wieder schnell ausgemacht. Der Westen, Europa, Deutschland....... :rolleyes:
Natürlich sollte solch ein Kulturgut erhalten bleiben. Aber diese Entscheidung liegt bei der Türkei. Aber es ist ja immer sooo einfach, den schwarzen Peter von sich wegzuschieben......
Na also, da wurde der Schuldige ja mal wieder schnell ausgemacht. Der Westen, Europa, Deutschland....... :rolleyes:
Natürlich sollte solch ein Kulturgut erhalten bleiben. Aber diese Entscheidung liegt bei der Türkei. Aber es ist ja immer sooo einfach, den schwarzen Peter von sich wegzuschieben......
warum nicht?
Es gab eine BGH-Entescheidung, wonach der Vorstand sich nicht schuldig macht, wenn er für eine Tochtergesellschaft im Ausland Schmiergelder an die Behörden zahlt,wo diese Praxis verbreitet ist..
warum nicht?
Es gab eine BGH-Entescheidung, wonach der Vorstand sich nicht schuldig macht, wenn er für eine Tochtergesellschaft im Ausland Schmiergelder an die Behörden zahlt,wo diese Praxis verbreitet ist..
Was soll uns das jetzt sagen? Wo ist der Zusammenhang? Von was sprichst du???
Irak kritisiert türkisches Staudammprojekt
Irakische Regierung "extrem beunruhigt" über Pläne für Großstaudamm am Tigris - NGOs fordern Ablehnung der Exporthaftung durch Finanzminister Grasser
Wie derStandard.at/Investor (http://derstandard.at/?ressort=wirtschaftspezial)ber eits berichtete, soll im Osten der Türkei einer der größten Staudämme des Landes errichtet werden. Federführend soll das Milliarden-Projekt vom österreichischen Industriekonzern Andritz (http://www.andritz.com/) geleitet werden. Der Staudamm wird jedoch wegen seiner ökologischen, sozialen und kulturellen Auswirkungen international kritisiert, Andritz hat bislang die Vorwürfe und Bedenken der Denkmalschützer ebenso wie jene von Menschenrechts- und Umweltaktivisten zurückgewiesen. Ob die Oesterreichische Kontrollbank (http://www.oekb.at/) (OeKB) eine Exporthaftung für das umstrittene Bauvorhaben übernehmen wird, ist noch offen.
* * * * *
Wien - Nur wenige Wochen bevor Finanzminister Karl-Heinz Grasser über eine 300 Millionen schwere Exporthaftung entscheiden wird, meldet sich nun auch die Irakische Regierung zu Wort. In einem derStandard.at/Politik vorliegenden Schreiben des irakischen Wasserministers Latif J. Rashid, das am Freitag auch an die Österreichische Kontrollbank AG übermittelt wurde, zeigt sich die irakische Regierung "extrem beunruhigt" über die Auswirkungen des Megadamms. So betont der Minister, dass das Kraftwerk massive Auswirkungen auf die Wasserzufuhr der Nachbarstaaten Syrien und Irak haben werde. Der Irak sei aber in Sachen Ilisu-Staudamm von der Türkei nicht konsultiert worden, es gab ihm zufolge zwischen keine bilateralen Verhandlungen über die Wassernutzung des Tigris.
Exporthaftung
Nicht nur vom österreichischen Bundesministerium für Finanzen waren jedoch sowohl die Nicht-Schädigung der Anrainerstaaten als auch die Konsultationen gemäß internationalen Standards als Voraussetzung für eine Exporthaftung erklärt worden. Angesichts wachsender Proteste gegen das Projekt hatten auch die Deutsche und Schweizer Regierung eine Exporthaftung für das umstrittene Projekt davon abhängig gemacht, dass die Türkei internationale Standards einhält. Der Schweizer Bundesrat betonte bereits im Mai 2006, dass die Türkei nicht nur Informations-, sondern auch Konsultationspflichten hätte. Auch dürften die Anrainerstaaten durch den Megadamm nicht geschädigt werden und Verhandlungen müssten zu einer fairen Aufteilung der Wasserressourcen führen. Doch keine dieser Voraussetzungen sind laut dem irakischen Wasserminister Rashid gegeben. Im Gegenteil: durch den Ilisu-Damm erwarte der Irak eine massive Verschlechterung der Wasserqualität.
Politische Konflikte
Auch politische Konsequenzen könnte das Staudammprojekt nach sich ziehen. Berichten aus Großbritannien zufolge hatten in der Vergangenheit die Staudämme an Euphrat und Tigris für Spannungen zwischen den drei Ländern gesorgt - bis hin zur Truppenmobilisierung. Bereits der Beginn der Bauarbeiten am türkischen Keban-Damm sorgte 1965 in Syrien und im Irak für Proteste. Die Fertigstellung des syrischen Tabqua-Damms brachte den Irak zunächst 1974 und erneut 1975 dazu, mit militärischen Schlägen zu drohen, sodass beide Länder ihre Truppen an der Grenze mobilisierten.
Als die Türkei 1990 den Atatürk-Staudamm zu füllen begann, sollte der Euphrat für 16 Tage gesperrt werden. Der folgende Konflikt mit Syrien und Irak eskalierte bis hin zur Drohung des Irak, die Euphrat-Staudämme zu bombardieren. Beide Länder protestierten erneut, als 1993 der türkische Birecik-Staudamm in Betrieb genommen wurde. Einen vorläufigen Höhepunkt der Spannungen stellte die extreme Trockenperiode 1999 und 2000 dar.
Staudämme und Bewässerungsprojekte
Sollten alle Staudämme und Bewässerungsprojekte der Türkei realisiert werden, so würde die Restwassermenge in den Nachbarstaaten über die Hälfte reduziert und durch die Rückflüsse der Landwirtschaft stark verschmutzt werden. Bereits 2004 warnte der irakische Wasserminister in einem BBC-Interview (http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/3764905.stm), dass sich die Wasserqualität und Wasserzufuhr durch die Staudämme und Bewässerungsprojekte in Syrien und der Türkei bereits dramatisch verschlechtert hätten.
Internationale Standards
Durch die Bedenken seitens der irakischen Regierung könnte die Andritz AG nun in Erklärungsnot kommen. Laut einer Aussendung des österreichisch-deutsch-schweizerischen Baukonsortiums soll ein Bericht des deutschen Außenministeriums erwähnen, dass beide Länder das Projekt begrüßen. Auf Anfrage der Grünen konnte das deutsche Außenamt die Existenz eines solchen Berichts jedoch nicht bestätigen.
Nationale wie internationale NGOs warnen nun erneut davor, dass Österreich durch die Förderung des Staudammprojekts dazu beitrage, die Spannungen im Nahen Osten weiter zu verschärfen. Angesichts der wiederholten Ankündigungen des Finanzministeriums, eine Exporthaftung nur unter Einhaltung internationaler Standards – damit auch nur unter Nicht-Schädigung und Konsultation der Anrainerstaaten - zu unterstützen, müsse daher eine Risikoübernahme durch die öffentliche Hand abgelehnt werden. Abzuwarten bleibe auch eine Stellungnahme zum Schreiben des irakischen Wasserministeriums. (red)
http://derstandard.at/?url=/?id=2640362
Harunobu Horiuchi
29.10.06, 21:17
Das wäre so, als ob man sagen würde "Türkei kritisiert irakische Ölprojekte".
Wen der Irak gegen diese Staudammprojekte ist, so sollen sie uns gratis Öl und Gas lieferen, damit wir auch Strom erzeugen können, diese Staudammprojekte sind unteranderem auch dafür gedacht, damit wir abends auch Licht haben.
Ich denke die Türkei hat auch eine ganz lange liste mit Kritikpunkten für Irak
Irak kritisiert türkisches Staudammprojekt
Irakische Regierung "extrem beunruhigt" über Pläne für Großstaudamm am Tigris - NGOs fordern Ablehnung der Exporthaftung durch Finanzminister Grasser
Wie derStandard.at/Investor (http://derstandard.at/?ressort=wirtschaftspezial)ber eits berichtete, soll im Osten der Türkei einer der größten Staudämme des Landes errichtet werden. Federführend soll das Milliarden-Projekt vom österreichischen Industriekonzern Andritz (http://www.andritz.com/) geleitet werden. Der Staudamm wird jedoch wegen seiner ökologischen, sozialen und kulturellen Auswirkungen international kritisiert, Andritz hat bislang die Vorwürfe und Bedenken der Denkmalschützer ebenso wie jene von Menschenrechts- und Umweltaktivisten zurückgewiesen. Ob die Oesterreichische Kontrollbank (http://www.oekb.at/) (OeKB) eine Exporthaftung für das umstrittene Bauvorhaben übernehmen wird, ist noch offen.
* * * * *
Wien - Nur wenige Wochen bevor Finanzminister Karl-Heinz Grasser über eine 300 Millionen schwere Exporthaftung entscheiden wird, meldet sich nun auch die Irakische Regierung zu Wort. In einem derStandard.at/Politik vorliegenden Schreiben des irakischen Wasserministers Latif J. Rashid, das am Freitag auch an die Österreichische Kontrollbank AG übermittelt wurde, zeigt sich die irakische Regierung "extrem beunruhigt" über die Auswirkungen des Megadamms. So betont der Minister, dass das Kraftwerk massive Auswirkungen auf die Wasserzufuhr der Nachbarstaaten Syrien und Irak haben werde. Der Irak sei aber in Sachen Ilisu-Staudamm von der Türkei nicht konsultiert worden, es gab ihm zufolge zwischen keine bilateralen Verhandlungen über die Wassernutzung des Tigris.
Exporthaftung
Nicht nur vom österreichischen Bundesministerium für Finanzen waren jedoch sowohl die Nicht-Schädigung der Anrainerstaaten als auch die Konsultationen gemäß internationalen Standards als Voraussetzung für eine Exporthaftung erklärt worden. Angesichts wachsender Proteste gegen das Projekt hatten auch die Deutsche und Schweizer Regierung eine Exporthaftung für das umstrittene Projekt davon abhängig gemacht, dass die Türkei internationale Standards einhält. Der Schweizer Bundesrat betonte bereits im Mai 2006, dass die Türkei nicht nur Informations-, sondern auch Konsultationspflichten hätte. Auch dürften die Anrainerstaaten durch den Megadamm nicht geschädigt werden und Verhandlungen müssten zu einer fairen Aufteilung der Wasserressourcen führen. Doch keine dieser Voraussetzungen sind laut dem irakischen Wasserminister Rashid gegeben. Im Gegenteil: durch den Ilisu-Damm erwarte der Irak eine massive Verschlechterung der Wasserqualität.
Politische Konflikte
Auch politische Konsequenzen könnte das Staudammprojekt nach sich ziehen. Berichten aus Großbritannien zufolge hatten in der Vergangenheit die Staudämme an Euphrat und Tigris für Spannungen zwischen den drei Ländern gesorgt - bis hin zur Truppenmobilisierung. Bereits der Beginn der Bauarbeiten am türkischen Keban-Damm sorgte 1965 in Syrien und im Irak für Proteste. Die Fertigstellung des syrischen Tabqua-Damms brachte den Irak zunächst 1974 und erneut 1975 dazu, mit militärischen Schlägen zu drohen, sodass beide Länder ihre Truppen an der Grenze mobilisierten.
Als die Türkei 1990 den Atatürk-Staudamm zu füllen begann, sollte der Euphrat für 16 Tage gesperrt werden. Der folgende Konflikt mit Syrien und Irak eskalierte bis hin zur Drohung des Irak, die Euphrat-Staudämme zu bombardieren. Beide Länder protestierten erneut, als 1993 der türkische Birecik-Staudamm in Betrieb genommen wurde. Einen vorläufigen Höhepunkt der Spannungen stellte die extreme Trockenperiode 1999 und 2000 dar.
Staudämme und Bewässerungsprojekte
Sollten alle Staudämme und Bewässerungsprojekte der Türkei realisiert werden, so würde die Restwassermenge in den Nachbarstaaten über die Hälfte reduziert und durch die Rückflüsse der Landwirtschaft stark verschmutzt werden. Bereits 2004 warnte der irakische Wasserminister in einem BBC-Interview (http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/3764905.stm), dass sich die Wasserqualität und Wasserzufuhr durch die Staudämme und Bewässerungsprojekte in Syrien und der Türkei bereits dramatisch verschlechtert hätten.
Internationale Standards
Durch die Bedenken seitens der irakischen Regierung könnte die Andritz AG nun in Erklärungsnot kommen. Laut einer Aussendung des österreichisch-deutsch-schweizerischen Baukonsortiums soll ein Bericht des deutschen Außenministeriums erwähnen, dass beide Länder das Projekt begrüßen. Auf Anfrage der Grünen konnte das deutsche Außenamt die Existenz eines solchen Berichts jedoch nicht bestätigen.
Nationale wie internationale NGOs warnen nun erneut davor, dass Österreich durch die Förderung des Staudammprojekts dazu beitrage, die Spannungen im Nahen Osten weiter zu verschärfen. Angesichts der wiederholten Ankündigungen des Finanzministeriums, eine Exporthaftung nur unter Einhaltung internationaler Standards – damit auch nur unter Nicht-Schädigung und Konsultation der Anrainerstaaten - zu unterstützen, müsse daher eine Risikoübernahme durch die öffentliche Hand abgelehnt werden. Abzuwarten bleibe auch eine Stellungnahme zum Schreiben des irakischen Wasserministeriums. (red)
http://derstandard.at/?url=/?id=2640362
Erst groß rumheulen, dass die Türkei und andere Nachbarrn des Iraks sich nicht in irakische Angelegenheiten einmischen sollen und dann sowas. An die irakische Regierung: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten!"
dieser "irakische" minister,Latif J. Rashid,ein kurde?somit ein clown der US und israel dort?
wasser wird diese gegend noch in blut baden..in naher zukunft.
Kemal-Pasa23
29.10.06, 22:43
ganz genau, die kriege der zukunft werden um wasser geführt, nicht mehr um erze oder öl! deshalb ist es verdammt wichtig das unser militär und unsere wirtschaft in den nächsten 20 jahren stark modernisiert werden! dann wird uns niemand mehr drohen!
«Abrüstungsmaßnahmen gegen Wasserkrieg»
Dresden (ddp). Der Ökosystemforscher Ernst-Detlef Schulze aus Jena und der bayerische Unternehmer Hans Georg Huber haben am Sonntag den Deutschen Umweltpreis erhalten. Bundespräsident Horst Köhler übergab in Dresden die mit 500 000 Euro höchstdotierte Umwelt-Ehrung Europas. Schulze und Huber, die sich die Summe je zur Hälfte teilen, kündigten an, das Geld zur Finanzierung von Forschungsprojekten und zur Nachwuchsförderung verwenden zu wollen.
Preisträger Huber hat Technologien zur Behandlung und Aufbereitung von Abwasser entwickelt, die auch in Schwellen- und Entwicklungsländern zum Einsatz kommen. Der frühere Direktor des UN-Umweltprogramms, Ex-Bundesumweltminister Klaus Töpfer (CDU), erinnerte in seiner Laudatio daran, dass täglich 5000 Menschen an Krankheiten sterben, die mit Wasser zusammenhängen. Die nächsten militärischen Konflikte drohten «Wasserkriege» zu werden. «Abrüstungsmaßnahmen» dagegen seien intelligente Technologien, Investitionen und gutes Management von Wasser.
Der Wissenschaftler Schulze wurde für seine Leistungen zum besseren Verständnis des Treibhauseffektes gewürdigt. Als Direktor des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena erforscht der gebürtige Berliner die Ursachen der globalen Klimaerwärmung. Mit seiner Hilfe stehe «Europa an der Spitze der Klimaforschung», sagte der Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Fritz Brickwedde, die den Umwelt-Preis auslobt.
Köhler nannte es auf dem Festakt eine der zentralen Aufgaben einer zukunftsorientierten Politik, «das reiche Naturerbe unseres Landes für unsere Kinder und Enkel zu bewahren». Er begrüße deshalb auch die Initiative der Bundesregierung, 125 000 Hektar Naturschutzflächen unentgeltlich in eine Bundesstiftung einbringen oder an die Länder übertragen zu wollen. Damit könne auch das natürliche grüne Band in der früheren Grenzregion zwischen Ost- und Westdeutschland dauerhaft erhalten bleiben.
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) sagte, die Märkte der Zukunft seien «grün». Es sei deshalb wichtig, den «scheinbaren Widerspruch» zwischen wirtschaftlichem Wohlstand und engagiertem Umweltschutz zu überwinden: «Wenn die Ökonomen ökologischer dächten und die Ökologen etwas ökonomischer, dann wäre uns allen geholfen.» Die Frage, wo Unternehmen investieren, wird Gabriel zufolge in Zukunft nicht mehr nur über die Höhe der Löhne entschieden, sondern auch dadurch, «wieviel Energie zu Herstellung einer Einheit Bruttoinlandsprodukt genutzt» wird. Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) pflichtete Gabriel bei. Es müsse gelingen, bei geringerem Energieverbrauch mehr zu produzieren.
(ddp)
Die Türkei hat Wasser und die Iraker Öl,wir könnten tauschen.............
Die Türkei hat Wasser und die Iraker Öl,wir könnten tauschen.............
warum,wenn man beides haben kann?man muss es nur geschickt anstellen...wenn alle stricke reissen,dann wird eben einmarschiert!
;)
Sag mal Greyson, kennst du den trick mit dem "45° winkel Rohr" nicht? :D
Ich glaube nicht das Irak oder Syrien eine Militärische bedrohung darstellen. Jedoch kann man verhandeln und sollte es auch! Gute chancen für die Türkische Firmen im Irakischen und Syrischen Markt führend zu werden. Ich bin mir sicher das deren Regierung uns so einiges vereinfacht´. :)
Was mich noch zu schaffen macht, sind die Benzin-Preise, daran könnte die Türkei doch auch ruckeln? Oder hat der Irak und Syrien da keine macht sondern nur die USA??
Ich bin mir auch sicher das die Türkei im Kampf gegen PKK Terroristen endlich erfolg sehen möchte anstatt gelaber!
Wenn nicht, dann haben sie halt pech gehabt
aja...irak hat das petrol und wir das trinkwasser...
momentan hat das petrol einen höheren wert, doch in der zukunft wird das trinkwasser einen noch höheren wert haben. :lach: ..
da sie das auch wissen, sind sie natürlich gegen einen staudamm.. hehehe..
ayyıldız66
06.11.06, 18:29
ich habe die Beiträge zwar nicht gelesen, aber der irak soll sich mal an der eigenen nase fassen. irak ist in meinen augen der allerletzte "staat", der die türkei kritisieren darf.
Ui, hat die Türkei da mal wieder einen neuen nachbarlichen Freund entdeckt? :rolleyes:
Israel Zahlt für Trinkwasser an die Türkei Geld warum sollen die Irakis es umsonst haben die Quellen entspringen unserem Land und sind somit unter Türkischer kontrolle wie alles andere in diesem Gebiet was wollen Sie denn tun dieser Staudamm ist für die Türkei ein Lenkungs Instrument stärker als jede Waffe anstatt mit uns zu reden machen Sie Politik gegen die Türkei ich würde denen das Wasser abstellen bis von Ihrer Grosskotzigkeit nichts mehr übrig ist.
deryatulga
06.11.06, 20:38
Israel Zahlt für Trinkwasser an die Türkei Geld warum sollen die Irakis es umsonst haben die Quellen entspringen unserem Land und sind somit unter Türkischer kontrolle wie alles andere in diesem Gebiet was wollen Sie denn tun dieser Staudamm ist für die Türkei ein Lenkungs Instrument stärker als jede Waffe anstatt mit uns zu reden machen Sie Politik gegen die Türkei ich würde denen das Wasser abstellen bis von Ihrer Grosskotzigkeit nichts mehr übrig ist.
Weil die Teilung des Wassers aus gemeinsamen Flüssen völkerrechtlich anders geregelt wird. Ist Israel ein Teilhaber des Manavgatflusses?
Weil die Teilung des Wassers aus gemeinsamen Flüssen völkerrechtlich anders geregelt wird. Ist Israel ein Teilhaber des Manavgatflusses?
Wenn Sie teilinhaber sind warum zahlen Sie dann geld dafür was ich gerade gelesen habe ist es wurde eine vereinbarung getroffen von Völkerrecht konnte ich nichts finden.
dulkadiroglu
12.11.06, 00:05
dann kritisier ich das im irak tag täglich menschen sterben und dass die
usa alles noch schlimmer gemacht hat.
eine kritik von irak ist so viel wert wie ein staubkorn
Weil die Teilung des Wassers aus gemeinsamen Flüssen völkerrechtlich anders geregelt wird. Ist Israel ein Teilhaber des Manavgatflusses?
Israel bezieht kein Wasser aus dem Manavgat.
Diese Völkerrechtliche Regeln, wahrscheinlich sprichst du die nicht-schiffahrtliche Nutzung internationaler Wasserläufe von 1997 an, die die Türkei nicht ratifiziert hat, kann keine Anwendung auf den Tigris finden.
Deswegen nicht, weil die Wassermenge des Tigris selbst zu 48 % im Irak entsteht und zu 52 % in der Türkei.
Da besteht schon eine von der Natur vorgegebene Regelung.
Anders sieht es beim Euphrat aus, und dort herrschen Verträge mit Syrien, da die Türkei beim Euphrat sozusagen das Monopol inne hat, da die Wassermenge des Euphrat zu 82% in der Türkei entsteht.
Wir müssen vorsichtig sein mit der Bezeichnung Irak. Diejenigen die gegen beispielsweise den Ilisu-Staudamm sind, sind die Kurden.
Gemeinsam mit dem Büyükzap fliesst der Tigris sobald es die Türkei verlässt durch das Kurdengebiet des Iraks. Nutzt die Türkei das Wasser, wird es automatisch den Kurden entzogen.
Der Tigris, bevor er auf arabisch-besiedeltes Land trifft vereint sich noch mit anderen Flüssen.
Wie z.B. dem Kücükzap und dem Diyala
http://unimaps.com/iraq/mainmap.gif
Wenn die Türkei beider Flüsse Wassermengen kürzt, die aus der Türkei kommen (Tigris+Büyükzap), werden die Araber zwar auch weniger Wasser haben, aber sie werden nicht so wie die Kurden betroffen sein, da der Tigris, im weiteren Flusslauf richtung Süden sich noch mit weiteren Flüssen
vereint.
Harunobu Horiuchi
20.12.06, 22:35
Deutschland bewilligt Bürgschaft für Ilisu Damm - Kritik der NGOs (12.12.06)
Anfang Dezember 2006 genehmigte die deutsche Bundesregierung eine Hermesbürgschaft für den Ilisu Staudamm. Allerdings handelt es sich erst um eine grundsätzliche Zusage, die mit Auflagen versehen ist. In Kürze wird auch der schweizerische Bundesrat über eine grundsätzliche Exportrisikogarantie entscheiden. Gemäss einer Pressemitteilung von Hermes wurden die strittigen Punkte gelöst. Deren Umsetzung soll im kommenden Jahr durch ein Monitoringgremium überwacht werden. Der Vorsitzende der österreichischen Kontrollbank, welche Lieferungen des österreichischen Konsortium absichern soll, bekräftigte, dass jede einzelne der über hundert Auflagen umgesetzt werden muss, bevor im kommenden Jahr dann in den drei Ländern definitiv über eine Exportversicherung entschieden wird. Die EvB hat nach wie vor grosse Bedenken gegenüber dem Projekt. Es würde damit ein Staudamm legitimiert, der von vornherein konzeptlos ist und gegen internationale Richtlinien verstösst, weil er die betroffene Bevölkerung nicht mit einbezieht. Zudem sind weit mehr als nur hundert Aspekte ungelöst.
http://www.evb.ch/p25011600.html
Zwar acht Tage alt, aber ich dachte ich stelle es trotzdem mal hier rein und auch bemerkenswert;
****
Wirtschaftlicher Nutzen für die Region – nachhaltige Verbesserungen
Der Bau und Betrieb des Kraftwerks wird zu einem direkten wirtschaftlichen Nutzen für die Region führen. Es ist zu erwarten, dass sich in Summe der kombinierte wirtschaftliche Nutzen in der Region auf rund 300 Millionen Euro belaufen wird. Die Verlegung, Verbesserung und Neuerrichtung von Siedlungen, Straßen, Brücken, Eisenbahn-Infrastruktur, Stromleitungen und öffentlichen Gebäuden werden weitere 200 Millionen US-Dollar in die Region pumpen.
In Summe ist es das Ziel der türkischen Regierung, die Region Südost-Anatolien durch Projekte wie den Ilisu-Staudamm an den reicheren Westen der Türkei heranzuführen. Die heutige extreme Armut in der Region soll damit der Vergangenheit angehören, und die Lebensbedingungen der Bevölkerung nachhaltig verbessert werden.
Ein Vorhaben vom Ausmaß des Ilisu-Staudamms wird die ökonomische, soziale und ökologische Landschaft in der Region nachhaltig verändern. Die türkische Regierung geht davon aus, dass durch die 19 Wasserkraftprojekte in der Region Südost-Anatolien (der so genannten „GAP-Region") direkt und indirekt 3,8 Millionen Arbeitsplätze geschaffen werden. Ilisu kommt dabei eine besondere Rolle zu, generiert dieses größte Kraftwerk doch bis zu 20 Prozent des Gesamtvolumens an Investment und Arbeitsplätzen in der Region.
Unmittelbar wird der Bau des Staudamms 4.000 Menschen aus der Region für fünf bis sieben Jahre beschäftigen. Das sind rund 11 Prozent aller in dieser Großregion lebenden Bauarbeiter. Durch die Aufträge für lokale Unternehmen und die damit verbundenen Löhne und Gehälter für lokale Arbeitnehmer sowie die weitere Wertschöpfung durch die Bereitstellung von Produkten und Dienstleistungen ist generell mit einer sehr positiven wirtschaftlichen Wirkung für die Region zu rechnen.
Die Bedürfnisse der Beschäftigten am Bau von Ilisu schaffen zudem Jobs im Dienstleistungsbereich. Schätzungen ergeben, dass für jeden fünften Bauarbeiter-Job ein Job im tertiären Sektor entsteht. Das wären also noch einmal rund 800 Arbeitsplätze.
http://www.ilisu-wasserkraftwerk.com/page.php?modul=HTMLPages&pid=35
Die türkische Regierung geht davon aus, dass durch die 19 Wasserkraftprojekte in der Region Südost-Anatolien (der so genannten „GAP-Region") direkt und indirekt 3,8 Millionen Arbeitsplätze geschaffen werden.
http://www.ilisu-wasserkraftwerk.com/page.php?modul=HTMLPages&pid=35
WoW dann hätte die Türkei praktisch keine Arbeitslose mehr. :aferin:
Das ist herrlich wie sich die pkk "freiheits" äffchen sich ärgern, schon allein deswegen würd ich den Damm bauen...
Energiemarkt Türkei - Ilisu Staudamm ein Konflikprojekt
Energiemarkt Türkei - Ilisu Staudamm ein Konflikprojekt
Pressemitteilung von: focusconsult Özalan, Siyavus und Kollegen Veröffentlicht auf openPR am 07.02.2007 um 14:42
Raif Özalan Hamburg - Der Ilısu-Staudamm, ein Teil des türkischen Südostanatolien-Projekts, ist ein geplantes Wasserkraftwerk am Fluss Tigris im Südosten des Landes. Nachdem ein erster Anlauf nach heftigem internationalen Protest im Jahr 2002 gescheitert ist, ist das Projekt 2005 neu lanciert worden. Mit dem Bau ist am 5. August 2006 begonnen worden.
Das Projekt
Der Tigris soll mit einem 1820 m breiten und 135 m hohen Erddamm gestaut werden. Dadurch entsteht ein mehr als 300 km² großer Stausee mit einem Volumen von 10.400 Millionen Kubikmetern. Das Wasser soll nicht in erster Linie zu Bewässerungszwecken, sondern primär zur Stromproduktion genutzt werden. Vorgesehen ist der Bau eines Spitzenlast-Kraftwerks mit einer Leistung von 1200 Megawatt aus sechs Francis-Turbinen, was etwa drei Prozent der türkischen Stromerzeugung ausmachen würde. Die Baukosten werden auf rund 1,2 Milliarden Euro veranschlagt. Der Standort des geplanten Staudammes liegt in Südostanatolien rund 65 km stromaufwärts von der syrischen Grenze in einem von kurdischen Türken bewohnten Gebiet. Die Türkei rechnet mit einer Inbetriebnahme für 2012/13.
Nutzen
Durch die Entwicklungsschübe steigt auch in der Türkei der Bedarf an elektrischem Strom. Durch die Investitionen in die Wasserkraft wird die Türkei unabhängiger von Erdöllieferanten und kann den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren. Als Nebeneffekt können saisonale Schwankungen des Tigris-Pegelstandes ausgeglichen werden, womit Überschwemmungen und Dürren vorgebeugt werden kann. Das Projekt ist Teil des Südostanatolien-Projekts, eines gigantischen Entwicklungsplans, der auch die wirtschaftliche Entwicklung Südostanatoliens ankurbeln soll. Es wird argumentiert, dass dadurch für die ortsansässige kurdischstämmige Bevölkerung Arbeitsplätze geschaffen werden und diese so am Aufschwung der Türkei teilhaben lässt, was anti-türkischen Bestrebungen den Nährboden entziehen kann.
Das Südostanatolien-Projekt (GAP)
Prominentes Beispiel einer gefährlichen und verfehlten Staudammpolitik ist das bereits in den 70er Jahren von der türkischen Regierung in Angriff genommene Südostanatolien-Projekt, weithin bekannt unter seinem Acronym GAP (Güneydogu Anadolu Projesi). Durch 22 Staudämme, 19 Hydroelektrizitätswerke und zum Ausbau einer exportorientierten Agrarproduktion auf 1,7 Mio. Hektar Land soll das Wasser des Euphrat und Tigris in wirtschaftlichen und politischen Profit umgewandelt werden. Der türkische Staat baut mit dem Megaprojekt nicht nur seine Energie- und Wasserressourcen, sondern auch seine Präsenz im mehrheitlich von Kurden bewohnten Südosten aus. Gleichzeitig ist das GAP ein wichtiges machtpolitisches Instrument gegenüber den arabischen Nachbarstaaten. In den 90er Jahren wurde das GAP auch um Vorhaben im sozialen Bereich erweitert. Doch weder die initiierte sozialpolitische Neuorientierung, noch der neuerdings verstärkte Bezug auf nachhaltige Entwicklungsziele kann die katastrophalen Auswirkungen des Projektes verdecken.
Soziale Folgen
Schätzungsweise werden insgesamt einige Hunderttausende Menschen von Umsiedlungen betroffen sein. Allein im Überflutungsgebiet des Atatürk-Stausees mussten insgesamt 100 000 Menschen aus 144 Ortschaften ihre Häuser verlassen. Die Menschen werden durch das GAP ihrer intakten Dorfstrukturen sowie sozialen und kulturellen Identität beraubt. Viele wurden nicht konsultiert und kompensiert. Vor allem die landlosen Bauern bekommen oft keine Entschädigung, da sie als Pächter und Landarbeiter kein Land und somit auch kein Recht darauf besitzen. Nur wenige Bewohner der Region sind als Besitzer neuer Plantagen in den bewässerten Gebieten zu dem versprochenen Wohlstand gekommen. Die Mehrheit der vertriebenen Menschen endet in den Slums der Großstädte oder in den unfruchtbaren Hochebenen, ohne Einkommensmöglichkeiten und in miserablen Unterkünften.
Ökologische Folgen
Erosionen, Schimmelkrankheiten bei den in Monokulturen angebauten Pflanzen, die Bodenversalzung, das durch Abwässer und Pestizide verschmutzte Wasser zeigen deutlich, dass ökologische Bedenken im Rahmen des GAP außer Acht gelassen wurden. Geplant ist je etwa 50 Prozent der 750 Kilometer Fliessstrecke des Euphrat und 325 Kilometer des Tigris in Standgewässer umzuwandeln. Von den sechs bereits schon gebauten Stau-dämmen bilden allein die Keban- , Karakaya-, Atatürkstauseen ein künstliches 500 Kilometer langes Meer. Eine Folge ist, dass die vom Flusssystem abhängigen Tier -und Pflanzenarten aussterben. In den Standgewässern entstehen außerdem ideale Nährstoffverhältnisse für Malariamücken und Bilharziose Überträger, die Ursache für das Auftreten von Tropenkrankheiten in dieser Region. Die bereits starke Dezimierung und Degradierung der Vegetation im Südosten wird durch den Bau der Stauseen und die Verstädterung vorangetrieben. Die fruchtbarsten Äcker am Flusslauf werden zugunsten der Entwicklung einer auf schnelles und kurzes Wachstum bauenden Agroindustrie überflutet.
Zerstörung von Kulturdenkmälern
Hunderte von verschiedenen bedeutsamen historischen Stätten fallen in das Einzugsgebiet des GAP. Diese Kulturgüter der Menschheit sind durch Überflutungen, Baumaßnahmen oder Bewässerungsarbeiten gefährdet oder bereits zerstört worden. Das gleiche Schicksal, wie so viele antike Stätten vor ihr, erwartet die seit über 10000 Jahren besiedelte und von Archäologen als "lebendes Museum" bezeichnete Stadt Hasankeyf . Diese Stadt am Tigris, deren historische und archäologische Bedeutung noch weitgehend unerforscht ist, soll im Ilisu-Stausee untergehen.
Zündstoff in Nahost
Für die südlichen Nachbarstaaten Syrien und Irak hat jegliche Verknappung und Verschmutzung der Wasserzufuhr weitreichende Konsequenzen. Die Türkei hat beide Länder im Planungsprozess nicht konsultiert. Nach internationalem Recht sind die detaillierte Vorab-Information und Konsultation flussabwärts gelegener Staaten aber grundlegende Prinzipien für Projekte an grenzüberschreitenden Flüssen. Begründend auf dem Prinzip der absoluten territorialen Souveränität betrachtet sich die Türkei jedoch als Eigentümer der Quellen und jede Art von Rücksichtnahme auf andere Länder werden als freiwillige Zugeständnisse betrachtet. Aufgrund des außenpolitischen Konfliktpotentials lehnte die Weltbank eine Beteiligung am GAP bereits 1984 ab.
Deutsche Beteiligung am Ilisu-Staudammprojekt
Trotz der desaströsen Auswirkungen der Staudämme wird am Bau eines neuen festgehalten. Der geplante Ilisustaudamm soll allen Superlativen der Entwicklungsmanie das Wasser reichen und am Tigris 65 Kilometer vor der Grenze zum Irak ein Gebiet von 313 km² überschwemmen und damit mindestens 52 Dörfer und 15 Kleinstädte in den Fluten begraben. Bereits vor drei Jahren wurde das Ilisu-Staudammprojekt zu den Akten gelegt. Die erzwungene Umsiedlung von bis zu 78.000 Menschen, sowie die Überflutung der antiken Stadt Hasankeyf, einer der ältesten bewohnten Orte der Erde, waren ungelöste Probleme. Wegen wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Bedenken hatten sich 2002 alle beteiligten Firmen und die jeweiligen Exportkreditagenturen aus dem Skandalprojekt zurückgezogen. Einzig der österreichische Konzern VA Tech hält bis heute daran fest. Siemens hat im Februar 2005 die Firma komplett übernommen: Neben der Abschreibung der Schulden des Unternehmens als Verlustvorträge, übernimmt Siemens damit auch den Bau des Ilisu-Staudamms. Mit der Übernahme der VA Tech Hydro wird Ilisu auch in Deutschland wieder zum Politikum werden. Schon vor drei Jahren war heftig darum gestritten worden, ob eine Hermesbürgschaft für das Projekt erteilt werden soll.
Kritik
Wie beim ersten Anlauf des Projektes wird auch beim neuen Projekt von vielen NGOs und auch von staatlicher Seite lautstark Kritik geübt.
Im zur Überflutung vorgesehenen Gebiet wohnen heute 11.000 Menschen, die umgesiedelt werden müssen. Für sie sind neue Siedlungen und finanzielle Entschädigungen vorgesehen. Insgesamt werden 620 Millionen US-Dollar für Enteignungsfälle und 210 Millionen US-Dollar für Umsiedlungen und neue Infrastrukturen aufgewendet. 32.000 Menschen werden zwar nicht umgesiedelt, sind jedoch durch den Verlust von Landbesitz betroffen. Sie werden entschädigt, ebenso die 11.500 Personen, die nicht mehr in der Region leben, aber noch Land besitzen. Im Gegensatz zur früheren Planung sollen nun auch Landlose nach klaren gesetzlichen Vorgaben entschädigt werden.
Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass der Kurdenkonflikt in der Türkei weiterhin nicht beigelegt ist. Die Massenumsiedlung würde also in einem Konfliktgebiet stattfinden. Eine Mitsprache der lokalen Bevölkerung gibt es kaum, und es ist unklar, ob sie langfristig vom Projekt profitieren kann.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die Zerstörung der Baudenkmäler in der antiken und mittelalterlichen Stadt Hasankeyf, die überflutet wird. Mit 100 Millionen Euro sollen die wichtigsten von ihnen in einen archäologischen Park disloziert werden.
Auf die Befürchtungen, der Stausee werde durch die Zuführung von ungereinigtem Abwasser zu einer gesundheitlichen Gefahr, wird mit dem Bau von Abwasserreinigungsanlagen reagiert.
Mit Syrien und dem Irak droht ein Wasserkonflikt, da diese Staaten darauf angewiesen sind, dass die Türkei kein Wasser abzweigt und die Mindestwassermenge einhält. Obwohl bis heute erst Teile des Südostanatolienprojekts realisiert worden sind, fliesst das Wasser besonders in wasserarmen Jahren viel spärlicher. Die Türkei stellt sich auf den Standpunkt, dass das Wasser ihr gehört. Dies könnte katastrophale Auswirkungen für die Bauern im Irak und in Syrien haben. Der Irak kann nur 40 Prozent des Bedarfs aus eigenen Wasservorkommen decken
Reaktionen
Menschenrechtsaktivisten, Umweltschützer und Politiker forderten am Freitag die Bundesregierung dazu auf, keine Hermesbürgschaft für den "hoch kontroversen" Ilisu-Staudamm in der Südosttürkei zu vergeben. Vertreibung, Umwelt- und Kulturzerstörung sowie eine Verschärfung des Wasserkonflikts in Nahost wären nach Auffassung der Kritiker Folgen des Projekts. Nach Darstellung der globalisierungskritischen Organisation Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung (WEED) soll die Bundesregierung im vergangenen Dezember dem deutschen Bauunternehmen Züblin mit einer "Grundsatzzusage" signalisiert haben, das Vorhaben unterstützen zu wollen. Mit dieser Zusage seien Auflagen verknüpft, die das Projekt mit internationalen Standards in Einklang bringen sollen. Wie diese Auflagen aber konkret aussähen, hält die Regierung laut WEED geheim.
WEED: Erst Bürgschaftsentscheidung - dann Studien über die Folgen
Zudem würden zahlreiche seltene Tierarten ihren Lebensraum verlieren, ohne dass dies bisher umfassend untersucht oder Ausgleichsmaßnahmen konzipiert worden seien. Zwar müssten den Auflagen der Bundesregierung entsprechend weitere Studien über die Umweltauswirkungen erstellt werden. Aber: Nach Darstellung von WEED müssen diese "nicht vor der endgültigen Bürgschaftsentscheidung vorgelegt werden".
Bisher sei zudem nicht bekannt, wohin die 55.000 betroffenen Menschen umgesiedelt werden und "wovon sie dort ihren Lebensunterhalt bestreiten sollen". Es sei zu befürchten, dass der größte Teil von ihnen ein Leben in Armut führen werde. "Dies würde die sozialen Spannungen im Südosten des Landes, in dem es erst im März 2006 zu massiven Auseinandersetzungen zwischen der überwiegend kurdischen Bevölkerung und Sicherheitskräften kam, weiter verschärfen."
Ayboga: Praktisch niemand vor Ort befürwortet das Projekt
"55.000 Menschen vor Ort fordern Mitsprachemöglichkeiten über ihr weiteres Schicksal", sagte Ercan Ayboga von der Bürgerinitiative gegen den Staudammbau aus der überwiegend kurdisch besiedelten Südosttürkei am Freitag in Berlin. "Die Bundesregierung darf ihre Rechte nicht mit Füßen treten." Praktisch niemand vor Ort befürworte das Projekt.
"Als Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen lassen wir uns nicht mit nicht nachprüfbaren Versprechungen ruhig stellen", sagte WEED-Mitarbeiterin Heike Drillisch. "Die Auflagen müssen umgehend veröffentlicht werden.":
Link: http://www.schadengutachter.eu/front_content.php?idcat=5&idart=107
focusconsult Özalan, Siyavus und Kollegen
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Tel./Fax.: +49 40 731 44 35
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Ingenieurgruppe focusconsult Özalan, Siyavus und Kollegen entwickelt und realisiert technische und organisatorische Lösungen für Produkte, Produktions- und Logistiksysteme und Dienstleistungen. Wir sind ein Ingenieur und Medienunternehmen.Weitere Informationen:
Kemal-Pasa23
15.08.07, 02:05
Türkei unterzeichnet Vertrag für Ilisu-Staudamm
14.08.2007 | 20:14 | (APA)
http://www.diepresse.at/images/uploads_180/f/8/a/323466/0008921178_BLD_Online.jpg Die Türkei hat am Dienstag einen Vertrag mit einem internationalen Konsortium zur Finanzierung des umstrittenen Ilisu-Staudamms am Tigris unterzeichnet. Der zugesagte Kreditrahmen beträgt 1,2 Mrd. Euro. Deutschland ist an dem Kredit mit einer Hermesbürgschaft in Höhe von 93,5 Mio. Euro beteiligt, auch die Oesterreichische Kontrollbank (OeKB) zum Projekt eine Haftungsübernahme zugesichert.
http://werbung.diepresse.com/RealMedia/ads/Creatives/diepresse/default/empty.gif (http://werbung.diepresse.com/RealMedia/ads/click_lx.ads/diepresse.com/wirtschaft/economist/323466/666354295/Right2/diepresse/default/empty.gif/353433656137633134363832643034 30?)Gegen eine mögliche Mitfinanzierung des türkischen Ilisu-Staudamms durch die Bank Austria Creditanstalt (BA CA) wird seit Wochen vor verschiedenen Filialen der Bank protestiert, die Aktionen sollen kommende Woche weiter gehen. Nicht-Regierungsorganisationen (NGO's) und Umweltverbände in mehreren Ländern kritisieren das Projekt seit längerem, weil es sich ihrer Meinung zerstörerisch auf Menschen, Umwelt und Kultur aus wirkt.
Der Bau des Staudamms in Dargecit, 45 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt, begann vor einem Jahr. Kritikern zufolge bedroht der geplante Stausee die historische Stadt Hasankeyf und vertreibt mehrere tausend in dem Gebiet lebende Kurden. Das Wasserkraftwerk soll 2014 in Betrieb genommen werden und jährlich 3,8 Mrd. kWh Strom erzeugen. Den Projekt-Verantwortlichen zufolge liegen 80 Prozent der Bauten von Hasankeyf außerhalb des Stausees. Die übrigen würden in ein geplantes Freiluftmuseum in der Region versetzt.
Der österreichische Anlagenbauer Andritz weiter auf einem Großauftrag beim Bau des türkischen Großstaudamms Ilisu. "Wir sind überzeugt, dass die Türkei die internationalen Standards einhält. Daher sind wir nach wie vor gewillt, zu liefern", erklärte Andritz-Chef Wolfgang Leitner Anfang August. Von den 1,3 Mrd. Euro Bauvolumen würden laut Leitner für die Turbinenausstattung 230 Mio. Euro auf Andritz entfallen.
(APA)
http://www.diepresse.at/home/wirtschaft/economist/323466/index.do
Die ganze Türkei ist pure Historie.
Da dürfte man ja gar nichts bauen und sich weiter wirtschaftlich entwickeln.
Ilisu-Staudamm: Türkei fixiert Finanzierung
15.08.2007 | 18:13 | (Die Presse)
Wasserkraft: Letzte Hürden für umstrittenes Projekt fallen.
Ankara/Wien (APA/eid)
Die Türkei hat die letzten großen Hürden für eines der spektakulärsten und zugleich umstrittensten Bauprojekte aus dem Weg geräumt. Am Dienstag haben die Baukonsortien mit dem Anlagenbauer Andritz an der Spitze mit der Türkei den Vertrag für den Ilisu-Staudamm am Tigris unterzeichnet. Heute, Donnerstag, soll auch der Vertrag mit dem internationalen Konsortium zur Finanzierung fixiert werden. Der zugesagte Kreditrahmen beträgt 1,2 Mrd. Euro, was den veranschlagten Kosten entspricht.
weiter (http://www.diepresse.com/home/wirtschaft/economist/323538/index.do?_vl_backlink=/home/wirtschaft/economist/index.do)
16.08.2007
»Schwarzer Tag«
Zerstörung Kurdistans mittels Ilisu-Staudammbaus beschlossene Sache. Finanzierung übernehmen europäische Banken
Von Nick Brauns
Rund ein Jahr nach dem offiziellen Baubeginn scheint die Finanzierung für den Ilisu-Großstaudamm in der Osttürkei gelöst. Ein Kredit über 1,2 Milliarden Euro wird von einer internationalen Bankengruppe unter Führung der österreichischen Vatech Finance GmbH bereitgestellt.
Nachdem die türkische Wasserbehörde DSI am Dienstag den Vertrag mit dem aus 14 deutschen, österreichischen, Schweizer und türkischen Firmen bestehenden Ilisu-Konsortium unter Führung des österreichischen Anlagenbauers Andritz unterzeichnete, folgte am Mittwoch die Vertragsunterzeichnung des Konsortiums mit den beteiligten Banken. Dies ist die Voraussetzung für die Freigabe von Exportrisikogarantien, die die Regierungen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz bereits Ende März trotz jahrelanger Proteste von Menschenrechts- und Umweltschutzorganisationen zugesagt hatten. Deutschland ist mit einer Hermesbürgschaft in Höhe von 93,5 Millionen Euro für den Stuttgarter Baukonzern Ed. Züblin beteiligt.
Während der türkische Energieminister Hilmi Guler die Realisierung dieses »Kronprojektes unserer Regierung« einen Akt der Entschlossenheit nannte, sprachen die in der »Initiative zur Rettung von Hasankeyf« zusammengeschlossenen kurdischen Stadtverwaltungen und Nichtregierungsorganiationen von einem »schwarzen Tag« auch für die beteiligten europäischen Länder. Das Ilisu-Projekt widerspreche den internationalen Standards von Weltbank und OECD für Großprojekte.
Der 135 Meter hohe und 1820 Meter lange Ilisu-Staudamm ist das Herzstück des seit den 80er Jahren geplanten Südostanatolienprojektes GAP, in dessen Rahmen 22 Dämme und 19 Wasserkraftwerke an Euphrat und Tigris errichtet werden sollen. Die türkische Regierung preist das Bauvorhaben als Modernisierung der armen südostanatolischen Provinzen an. Doch das GAP dient vor allem der politischen Kontrolle über die nach Autonomie strebenden kurdischen Landesteile und soll der kurdischen Befreiungsbewegung durch sozioökonomische Umwälzungen und weitere Dorfzerstörungen die Grundlage zu entziehen.
Bis zu 55000 Menschen müssten zwangsumgesiedelt werden, wenn ihre Dörfer oder ihr Ackerland in den Fluten des 300 Quadratkilometer großen Stausees untergehen. Während finanzielle Entschädigungen vor allem örtlichen Großgrundbesitzern zufließen, müßte die Masse der Vertriebenen in den schon jetzt Kriegsflüchtlingen überlasteten Elendsvierteln umliegender Großstädte wie Diyarbakir oder Batman dahinvegetieren. Über 80 Prozent der Bewohner in der am meisten betroffenen Provinz Batman lehnen den Dammbau ab, ergab eine Studie von Projektgegnern.
Durch den Damm wird neben 95 Dörfern auch die rund 10000 Jahre alte mesopotamische Stadt Hasankeyf überflutet. Der Plan der türkischen Regierung, die zum Teil direkt in die Felsen am Tigrisufer gebauten historischen Monumente in einer Art archäologischem Disneyland an anderer Stelle neu zu errichten, wird von Archäologen als völlig unrealistisch eingeschätzt. Umweltschutzorganisationen befürchten zudem die Zerstörung der Lebensgrundlagen vieler Tierarten im bislang naturbelassenen Tigristal.
Mit der Aufstauung des Tigris kann die Türkei die von diesem Wasser abhängigen Anrainerstaaten Syrien und Irak politisch unter Druck setzen. Dies könnte sich die türkische Regierung zunutze machen, um eine größere Autonomie der nordirakischen Kurden zu verhindern.
Türkischen Medienberichten zufolge soll der Dammbau von 5000 Soldaten abgesichert werden. Die Guerilla der Arbeiterpartei Kurdistans PKK hatte mehrfach Angriffe auf Ilisu angedroht und europäische Unternehmen davor gewarnt, sich an der Zerstörung der kurdischen Geschichte und Kultur zu beteiligen. Mit zivilen Mitteln will die »Initiative zur Rettung von Hasankeyf« weiter gegen den Dammbau mobilmachen.
Quelle (http://www.jungewelt.de/2007/08-16/001.php)
durch zufall entdeckt:
http://www.ilisu-wasserkraftwerk.com/page.php?modul=Index
Der "Drei-Schluchten-Staudamm" in China:
> Kritiker sehen in dem Damm einen irreparablen Eingriff in die Natur und sehen die Menschenrechte der zwangsevakuierten Bevölkerung in der vom Dammbau betroffenen Region etwa zwei Millionen Menschen verletzt.<
Politik interessiert das nicht.
was in china passiert ist viel schlimmer als das was in der türkei passiert, die seite scheint bzw. die betreiber dieser seite stehen nicht abgeneigt gegenüber dem bau des kraftwerkes in der türkei.
Jetzt ist die BILD auch auf das Thema gestossen. Nicht nur weil sich eine "Prominente" aktiv einmischt, sondern weil man seine asozialen Leser mit Worten wie "Türken-Staudamm" nicht überfordern muss.
Zum Glück sind es deutsche Firmen, die den Staudamm finanzieren und nicht israelische. Sonst würde es heißen: "Türken-Staudamm wird mit Juden-Geld finanziert"
Bianca Jagger: Darum kämpfe ich gegen den Türken-Staudamm
Diese Stadt soll geflutet werden
78 000 Menschen müssen umgesiedelt werden +++ Auch Deutsche bauen und finanzieren mit
...
http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/08/31/tuerken-staudamm/bianca-jagger-kampf,geo=2414394.html
Jetzt ist die BILD auch auf das Thema gestossen. Nicht nur weil sich eine "Prominente" aktiv einmischt, sondern weil man seine asozialen Leser mit Worten wie "Türken-Staudamm" nicht überfordern muss.
Zum Glück sind es deutsche Firmen, die den Staudamm finanzieren und nicht israelische. Sonst würde es heißen: "Türken-Staudamm wird mit Juden-Geld finanziert"
Ich hoffe das Projekt bringt unserem Land den erhofften Wohlstand.
Ich hoffe das Projekt bringt unserem Land den erhofften Wohlstand.
Es wird dazu beitragen. Indem derzeit nicht genutzter Wohlstand genutzt wird, und vom Nutzungspotenzial des Iraks abgezogen wird. Der Irak ist total abhängig vom Tigris.
Der Ilisu-Stausee wird die Spuren von 9.000 Jahren Menschheitsgeschichte, darunter eine Vielzahl historisch bedeutsamer Städten, die Assyrer, Perser, Griechen, Römer, Abasiden, Byzantiner und Seldschuken beherbergten, unter sich begraben. Die einzigartige Kulturlandschaft des Tigristals geht damit unwiederbringlich verloren. Obwohl der antiken und mittelalterlichen Stadt Hasankeyf bereits 1978 voller archäologischer Schutz vom türkischen Kulturministerium gewährt wurde, da sie ein bedeutendes überregionales, ökonomisches Zentrum darstellte und in der Türkei auch heute noch einen hohen Symbolwert besitzt, wird sie entsprechend der Baupläne geflutet. In Anbetracht des Protests, welcher sich erst in der Stadt selbst, im Westen der Türkei und schließlich auch in anderen Teilen der Welt entzündete, kündigte die türkische Regierung Verbesserungen hinsichtlich des Umgangs mit den Kulturgütern in Hasankeyf an. 1998 hat das METU-Centre of Research and Assessment of Historic Environment (TACDAM) den Auftrag für die wissenschaftliche Leitung für Ausgrabungen und damit die Rettung des kulturellen Erbes übernommen. Ziel ist es, einige bedeutsame Denkmäler zu restaurieren und an anderer Stelle wieder aufzubauen, Ausgrabungen und Dokumentationen archäologischer Städte innerhalb und außerhalb Hasankeyfs vorzunehmen sowie aus der antiken Zitadelle auf dem Steilufer einen archäologischen Park zu errichten. Für alle Rettungsarbeiten in der betroffenen Region sind annähernd 108 Millionen Euro veranschlagt worden.
Auf einem Gebiet von über 300 km² sollen die Kreisstadt Hasankeyf, vier kleinere Städte, 95 Dörfer und 99 Weiler (insgesamt 199 Siedlungen) vollständig oder teilweise überflutet werden. Die Kritik an den Umsiedlungsvorbereitungen im Jahr 2000 und an der neueren Version von 2005 fällt nach Berichten von verschiedenen NGOs und der ehemaligen Weltbankexpertin und Soziologin Dr. Ayse Kudat gleichermaßen scharf aus:
* Statt mit 12.000 bis 15.000 Betroffenen, die von den Projektbetreibern angeführt wurden, musste mit bis zu 78.000 Betroffenen gerechnet werden. Allerdings leben laut detaillierter Erhebung (siehe Umsiedlungsplan) nur rund 43.000 Personen im betroffenen Gebiet.
* Es wurde keine vollständige sozio-ökonomische Erhebung durchgeführt. Es fehlt an entscheidenden Daten über Landrechte, Einkommensstruktur der Bevölkerung und Aufnahmesituation in den Aufnahmestädten. Dementsprechend kann nicht davon ausgegangen werden, dass alle Menschen ausreichend für ihre Verluste entschädigt werden.
* Die Frage bleibt unbeantwortet, wie in Zukunft der Lebensunterhalt bestritten werden soll, wenn viele der Menschen ihre Einkommensquellen verlieren. Ein Gleichbleiben des Lebensstandards kann damit nicht garantiert werden. Damit verstößt die Türkei gegen den Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte der Vereinten Nationen (ICESCR).
* Es besteht offensichtlich keine Bereitschaft der türkischen Regierung, ein ausreichendes Budget für die Umsiedlung und die anschließenden Rückkehrerprogramme zur Verfügung zu stellen. Die umliegenden Städte haben nicht die Kapazitäten, weitere Zehntausende an Umsiedlungsopfern aufzunehmen. Diese Umsiedlungsplanung kann demnach die Verarmung eines Großteils von ihnen nicht verhindern. Entwurzelung und Perspektivlosigkeit führen zu massiven psychosozialen Problemen, die sich in hohen Selbstmordraten – insbesondere unter Frauen und Mädchen – äußern.
* Frauenbelange wurden nicht gesondert untersucht.
* Es haben keine offenen Konsultationen über die Auswirkungen des Projekts stattgefunden, ebenso nicht über die Rechte und Pflichten der betroffenen Bevölkerung. Informationsbroschüren wurden nur auf türkisch, nicht aber wie notwendig auf kurdisch, verfasst.
Die Umweltverträglichkeitsprüfung von 2001 und die überarbeitete Version von 2005 bringen einzelne NGOs zu dem Schluss, dass internationale Normen nicht eingehalten werden. Entgegen der Ermittlungen der Experten, die die Umweltprüfung 2005 erstellt haben, behaupten NGOs,dass massive ökologische Folgeschäden zu erwarten sind, die sich auch negativ auf die Wirtschaft, die als Hauptgrund für den Bau aufgeführt wird, auswirken werden:
* Überflutung von vor allem fruchtbarem Ackerland ohne gleichwertigen Ersatz für die betroffenen Menschen.
* Verschlechterung der Wasserqualität und damit verbundene Gesundheitsgefahren: Abwässer aus der Bewässerungslandwirtschaft sowie aus den Haushalten der Großstädte Diyarbakir, Bismil, Batman und Siirt werden zu einer hohen Konzentration an Nährstoffen im Stausee führen. Geplante Kläranlagen können diesen Effekt nur teilweise abschwächen. Der durch Verrottungsprozesse auftretende Sauerstoffmangel löst Schwermetalle im Sediment und kann daher zum Absterben aller in den tieferen Schichten lebenden Organismen und der Fischbestände führen.
Die Forcierung künftiger Auseinandersetzungen der Türkei mit Syrien und Irak aufgrund des Ilisu-Staudamms sei anhand folgender Punkte erläutert:
* Auf der 65 km langen Strecke zwischen dem Ilisu-Staudamm und der Grenze zu Syrien und dem Irak ist noch ein weiterer Staudamm (Cizre) geplant. Die türkische Regierung hätte im Falle der Erbauung die Möglichkeit, den Unteranliegern den Wasserzufluss für mehrere Monate zu verringern oder sie von der Zufuhr gar abzuschneiden. Damit hielte sie ein großes Erpressungspotential in der Hand, womit sie ihre Interessen in der Region durchsetzen könnte.
* Das Völkerrecht fordert die Benachrichtigung, die Konsultation sowie den Abschluss von Verhandlungen mit den Anrainerstaaten flussabwärts. Die Türkei ist dieser Verpflichtung bisher nur eingeschränkt nachgekommen. Von irakischer Seite kam es bislang zu Protesten des irakischen Wasserministers und vom österreichisch-irakischen Freundschaftsverein IRAQUNA.
* Die Reduzierung des Wasserabflusses in den Irak ist auf 60 m3/s geplant. Die Türkei vertritt den Standpunkt, dass das Wasser aus Flüssen, die ihre Quellen im eigenen Land haben, ihr gehört. Dies stellt einen Verstoß gegen die UN-Konvention über die nicht-schiffbare Nutzung grenzüberschreitender Wasserwege von 1997 dar.
* Zudem muss mit einer Verschlechterung des Zugangs zu sauberem Wasser gerechnet werden, was wiederum das Recht auf Wasser verletzten würde. Dies könnte katastrophale Auswirkungen für die Bauern im Irak und in Syrien haben. Der Irak kann nur 40 Prozent des Bedarfs aus eigenen Wasservorkommen decken.[6] Dieses Projekt birgt demnach ein unkalkulierbares Konfliktpotenzial.
http://de.wikipedia.org/wiki/Il%C4%B1su-Staudamm#Kritik
Was sagt ihr dazu?
Hm, es wurden soviele Überreste vom Osmanischen Reich im Balkan und in Afrika zerstört...wer hat sich beschwert? Niemand, aber wenns wieder mal die Türken sind...gibts Ärger :kapital:
biz bugüne kadar kac tarihi eserimize sahip cikabilmisiz ki?
gelen gecen aldi götürdü... devletin basindakiler koltuk derdindeyken elalem bizim kültür zenginligimizi cesitli avrupa müzelerinde sergiliyorlar.
ondan dolayi böyle haber beni pek sasirtmadi. herkes kendi topragindakli tarihi eserlere 4 elle sarilirken bizim bastakilerin umrunda bile degil!
Hm, es wurden soviele Überreste vom Osmanischen Reich im Balkan und in Afrika zerstört...wer hat sich beschwert? Niemand, aber wenns wieder mal die Türken sind...gibts Ärger :kapital:
Meine mama sagt immer
Wenn alle ausm Fenster springen , springst du dann auch ??
Kulturen enstanden immer entlang von Flussläufen. Leider muss man, um Wasser für die Energiegewinnung nutzbar zu machen diese aufstauen. Das ist nunmal so. Jede Form der Energiegewinnung bringt Nachteile für die Umwelt. Aber lieber ist Hasankeyf unter Wasser als dass ich von iranischen und russischen Gaslieferungen abhängig bin.
Für außenstehende ist es einfach sich darüber ein Urteil zu bilden,deshalb sage ich flutet dieses Kaff.....Das Land braucht Energie und keinen Vealtete Infrastruktur.Entweder die Europäer klauen die Kunst oder es versinkt in den Fluten.
Überall in der Türkei findet man kulturgüter wenn man ein Haus bauen will oder eine U-Bahn, wenn wir deshalb jedes mal verzichten würden, könnten wir kaum noch was bauen.
Für mich ist die Zukunft der Türkei wichtiger. Der Ilisu-Stausee ist wichtig für die Zukunft der Türkei.
Wenn für die Leute im In oder Ausland Hasankeyf so wichtig ist,dann kann man doch das Selbe machen was man in Ägypten mit Abu Simbel gemacht haben.
Für die Versetzung kamen Spenden aus 50 Ländern zusammen.Das ist wesentlich konstruktiver als nur zu kritisieren.
In China passiert ähnliches. Dort müssen 13 Städte evakuiert werden und das bedeutet dort sogar, dass es sich dabei um über 1 Million Menschen handelt.
Der größte Unterschied ist jedoch, dass dieses Kraftwerk dort mit einer Leistung von vermutlich 20 GW einiges leisten wird. Sprich es hat einen wirtschaftlichen nutzen. Trotzdem ist dieses Projekt in China ziemlich krass und zeigt auch, dass China alles andere als eine Demokratie ist und keine Rücksicht auf die ärmeren Menschen des Landes nimmt.
Bei dem türkischen Staudamm gehen viele Experten davon aus, dass es niemals seine Kosten, die es direkt und indirekt verursacht, wieder herausholen wird. D. h. es gibt im Grunde nicht eine einzige Person, die einen Nutzen davon haben sollte.
Hab ich jedenfalls im TV so gesehen.
Kulturen enstanden immer entlang von Flussläufen. Leider muss man, um Wasser für die Energiegewinnung nutzbar zu machen diese aufstauen. Das ist nunmal so. Jede Form der Energiegewinnung bringt Nachteile für die Umwelt. Aber lieber ist Hasankeyf unter Wasser als dass ich von iranischen und russischen Gaslieferungen abhängig bin.
Das Energiepotenzial eines Flussen ist praktisch durch seine Wassermenge und die Geographie gegeben. Diese lässt sich kaum beeinflussen. Der Euphrat und Tigris sind in der Türkei praktisch schon zu mehr als 95% ausgeschöpft. Man kann dann noch so viele Staudämme bauen. Strom gewinnt man keinen mehr.
Zusätzlich ist es so, dass man durch mehrere kleinere Wasserkraftwerke dieselbe Energiemenge herausholen kann ohne auch nur annähernd soviel Land fluten zu müssen. So wird es in allen europäischen Ländern auch gemacht insb. in Österreich. Dort hat man viele kleine Kraftwerke an der Donau, man könnte auch ein einziges großes bauen, was dann aber dieselben Folgen hätte wie in der Türkei.
Welches besondere Interesse hätte wohl der türkische Staat Hasankeyf zu fluten und sich selbst um Millionen von Tourismuseinnahmen zu berauben wenn es tatsächlich sinnvolle Alternativen gibt.
Ich schliesse mal den Punkt "pure Gehässigkeit" aufgrund von mangelnder Beweisbarkeit aus.
Allianoi sular altında kalmasın...
SEZEN AKSU
Kaliteli bir insan yaşamının gerektirdiği her türlü altyapının oluşturulmasının yanındayım kuşkusuz. Sadece insan değil, tüm canlılar layığınca yaşamalı. Karnımız doyacak ilk önce elbette, giyinip korunacağız sert iklimlerden, barınacağız, su gelecek evimize sağlıklı koşullar için, elektrik gelecek ısınacağız, aydınlanacağız. Tüm bunların insanın temel ihtiyaçları olduğunu görmezden gelmek, yaşamdan kopuk olmak olurdu. Amerikalı psikolog Maslow'un ünlü ihtiyaçlar hiyerarşisine göre yeme, içme ve barınma gibi temel ihtiyaçlar giderilmeden, sosyal, kültürel ve manevi ihtiyaçlarının farkına dahi varamaz insanoğlu. Dola-yısı ile bunlar için çaba da sarfedemez.
Bu teorinin aksini iddia edecek değilim; birey bazında henüz bu koşulları yakalayamamış olmak anlaşılır olsa da, toplum olarak bir adım önde olunamaz mı bu psikoloji ve zihin yapısı hiyerarşisi içinde?
İzmir Bergama'da bulunan Allianoi'de araştırmalarını sürdüren ekibin temsilcisi Trakya Üniversitesi'nden Yard. Doç.Dr. Ahmet Ya-raş'dan 1800 yıllık çok önemli bir sağlık merkezinin, zengin arkeolojik eserleriyle birlikte ortaya çıkartıldığı bilgisini aldım. Bu bölgede dünyanın en büyük ve en sağlam şekilde dire-nebilmiş, içinde hâlâ sıcak suyu bulunan Roma Ilıcası da bulunuyor aldığım bilgiye göre. Arkeoloji, sanat tarihi, mimarlık, tıp, farmakoloji ve hidroloji tarihi bilimlerinin literatürüne girebilecek son derece önemli bulgular da var çıkarılanlar arasında.
Doğa Derneği ise, bu bölgenin sadece kültürel kalıntılar açısından değil, bitki örtüsü bakımından da zengin olduğunu hatırlattı. Bu haliyle Allianoi antik kenti ve çevresinin, sahip olduğu tarihi dokusunun yanı sıra sunduğu eşsiz ekolojik ortam ile de, dünyadaki benzerlerinden ayrıldığını öğrendim.
Ve şimdi bu kent ve çevresi ekonomik yararları için gerekli görülen bir baraj inşası tehlikesinin eşiğinde. Üstelik Allianoi ve çevre zenginliğini barındıran vadinin yayvan yapısı, ısrarla "gerekli görülen" bu barajın geniş ve büyük bir baraj olmasını gerektiriyor ki bu da tarihi mirasa ve doğaya verilecek tahribatın büyüklüğünün göstergesi.
Söz konusu barajın ileri sürülebilecek ekonomik yararları yanında, gözden kaçırmamamız gereken başka bir toplumsal etkiyi dikkatinize sunmak istiyorum: Allianoi gibi, Hasankeyf gibi arkeolojik merkezler, geçmiş toplumlar ve kültürlerin bize devretmiş oldukları bilgi kaynaklarıdır. İnsanlığa yeni değerler sunacak bilimadamı, sanatçı, araştırmacı kısaca tüm eser yaratan kişiler için bu kaynakların sağlayacağı bilgiler onların yaratım sürecinin en önemli malzemesidir. Asıl ekonomik katma değeri ve kalkınmayı bu kişilerin yarattıklarını, dolayısıyla kalkınmanın ana öğesinin insanların özgürce eser ortaya koyabilmesi, eser ortaya koyabilecek insanların da insanoğlunun önceki tüm birikiminden olabildiğince yararlanabilmeleri olduğuna bütün kalbimle inanıyorum. İşte bu yüzden, tüm karar sahiplerini bir kez daha hangi ekonomik yararın ülkemiz için daha iyi olduğu konusunda bir kez daha düşünmeye ve bu barajın yapımını gözden geçirmeye davet ediyorum. 28 Ocak 2008
http://www.birgun.net/bolum-95-haber-58208.html#haber_basi
.
Das hat doch niemanden zu interessieren was die Türkei mit Ihren Kulturgütern anstellt ?
Das hat doch niemanden zu interessieren was die Türkei mit Ihren Kulturgütern anstellt ?
Wenn es als Weltkulturgut deklariert wird, geht es die dann schon was an...
Die wirtschaftlichkeit wurde in Frage gestellt.. kann man das belegen?
Das hat doch niemanden zu interessieren was die Türkei mit Ihren Kulturgütern anstellt ?
doch, eigentlich die türken. aber wenn man die gleichgültigkeit der mehrheit sieht verwundert es kaum einen noch das die meisten unserer geschichtlichen schätze in europäischen oder amerikanischen museen zu bwundern sind und nicht in türkischen.
Der Punkt, dass vermutlich über 70.000 ihre Heimat verlassen müssen und dafür noch nicht mal entschädigt werden wiegt wahrscheinlich noch viel mehr.
Einer der dümmsten Kommentare in einem anderen Forum
Der türkische Staat wird sich sicherlich um die Entschädigten kümmern.
Ilisu: Baubeginn trotz Ultimatum
Fotos beweisen Bauaktivitäten im Fluss - Sofortiger Ausstieg gefordert
Wien, 02.12.2008
Zehn Tage vor Ablauf des Ultimatums Deutschlands, Österreichs und der Schweiz an die türkische Regierung wurde bekannt, dass die Türkei die Bauarbeiten in Ilisu nicht wie zugesagt gestoppt, sondern intensiviert hat. ECA Watch Österreich liegen aktuelle Fotos vor, die umfangreiche Arbeiten am und im Tigrisfluss belegen. Diese Aktivitäten widersprechen den Vorgaben der europäischen Länder, die wiederholt klargestellt hatten, dass die Bauarbeiten im Fluss erst beginnen dürfen, wenn die Auflagen im Umwelt-, Kultur- und Umsiedlungsbereich erfüllt sind. „Diese Arbeiten während des Ultimatums sind eine erneute Brüskierung der Europäischen Staaten und ein weiterer Beweis dafür, dass die türkische Regierung sich nicht an die Vorgaben hält und willkürlich handelt. Ein Ausstieg aus dem Vertrag muss die Folge sein, alles andere wäre ein Skandal“, so Ulrich Eichelmann von ECA Watch Österreich.
In den vergangenen zwölf Monaten hatten Experten im Auftrag der drei europäischen Staaten wiederholt festgestellt, dass die türkischen Behörden sich nicht an die Vorgaben und internationalen Standards halten und sogar versucht hatten, die Europäer zu täuschen (Auflagen waren von Ankara als „erledigt“ gemeldet worden, was sich bei einer Überprüfung als falsch herausstellte). Daraufhin stellten die drei Länder der Türkei am 7. Oktober ein Ultimatum, das am 12. Dezember abläuft. Bis dahin muss die Türkei die Auflagen erfüllen bzw. deren Erfüllung glaubhaft garantieren. Andernfalls – so die Europäer – wird der Vertrag gekündigt.
weiter (http://www.nadir.org/nadir/initiativ/isku/erklaerungen/2008/12/01.htm)
bosnakoglu
03.12.08, 13:57
Ilisu: Baubeginn trotz Ultimatum
Fotos beweisen Bauaktivitäten im Fluss - Sofortiger Ausstieg gefordert
Wien, 02.12.2008
Zehn Tage vor Ablauf des Ultimatums Deutschlands, Österreichs und der Schweiz an die türkische Regierung wurde bekannt, dass die Türkei die Bauarbeiten in Ilisu nicht wie zugesagt gestoppt, sondern intensiviert hat. ECA Watch Österreich liegen aktuelle Fotos vor, die umfangreiche Arbeiten am und im Tigrisfluss belegen. Diese Aktivitäten widersprechen den Vorgaben der europäischen Länder, die wiederholt klargestellt hatten, dass die Bauarbeiten im Fluss erst beginnen dürfen, wenn die Auflagen im Umwelt-, Kultur- und Umsiedlungsbereich erfüllt sind. „Diese Arbeiten während des Ultimatums sind eine erneute Brüskierung der Europäischen Staaten und ein weiterer Beweis dafür, dass die türkische Regierung sich nicht an die Vorgaben hält und willkürlich handelt. Ein Ausstieg aus dem Vertrag muss die Folge sein, alles andere wäre ein Skandal“, so Ulrich Eichelmann von ECA Watch Österreich.
In den vergangenen zwölf Monaten hatten Experten im Auftrag der drei europäischen Staaten wiederholt festgestellt, dass die türkischen Behörden sich nicht an die Vorgaben und internationalen Standards halten und sogar versucht hatten, die Europäer zu täuschen (Auflagen waren von Ankara als „erledigt“ gemeldet worden, was sich bei einer Überprüfung als falsch herausstellte). Daraufhin stellten die drei Länder der Türkei am 7. Oktober ein Ultimatum, das am 12. Dezember abläuft. Bis dahin muss die Türkei die Auflagen erfüllen bzw. deren Erfüllung glaubhaft garantieren. Andernfalls – so die Europäer – wird der Vertrag gekündigt.
weiter (http://www.nadir.org/nadir/initiativ/isku/erklaerungen/2008/12/01.htm)
ja und.
bei china sagt auch kein mensch etwas...
so ein gekoi
ja und.
bei china sagt auch kein mensch etwas...
so ein gekoi
Les erst mal den ganzen Artikel, bevor du irgendwas von dir gibst.
China will auch nicht in die EU.
Berlin zieht Finanzhilfe für türkischen Staudamm zurück
22.12.2008
Frankfurt/Main (AFP) — Die Bundesregierung rückt laut einem Zeitungsbericht von ihrer Finanzhilfe für das umstrittene Ilisu-Staudammprojekt im Südosten der Türkei ab. Nach Informationen der "Frankfurter Rundschau" legt Deutschland seine Exportkreditbürgschaften auf Eis. "Die Lieferverträge wurden suspendiert", bestätigte der Staatssekretär im Bundesentwicklungshilfeministe rium, Erich Stather. Formal bekomme die türkische Regierung zwar noch eine Frist von 180 Tagen, um die Umweltauflagen zu erfüllen, an die Deutschland seine Kreditgarantien gekoppelt hat. Er rechne aber damit, dass das Vorhaben "nun keine Chance mehr" habe, mit deutscher Hilfe realisiert zu werden.
weiter (http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5jngGbZR3AYUI_-4Xa3p0irXnUJ4Q)
Berlin zieht Finanzhilfe für türkischen Staudamm zurück
22.12.2008
Frankfurt/Main (AFP) — Die Bundesregierung rückt laut einem Zeitungsbericht von ihrer Finanzhilfe für das umstrittene Ilisu-Staudammprojekt im Südosten der Türkei ab. Nach Informationen der "Frankfurter Rundschau" legt Deutschland seine Exportkreditbürgschaften auf Eis. "Die Lieferverträge wurden suspendiert", bestätigte der Staatssekretär im Bundesentwicklungshilfeministe rium, Erich Stather. Formal bekomme die türkische Regierung zwar noch eine Frist von 180 Tagen, um die Umweltauflagen zu erfüllen, an die Deutschland seine Kreditgarantien gekoppelt hat. Er rechne aber damit, dass das Vorhaben "nun keine Chance mehr" habe, mit deutscher Hilfe realisiert zu werden.
weiter (http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5jngGbZR3AYUI_-4Xa3p0irXnUJ4Q)
Benötigen wir unbedingt Deutschland dafür ? Hat doch bei GAP auch ohne geklappt.
Was sind die Auflagen die die Deutschen etc. verlangen und die türkischen Behörden angeblich nicht einhalten bzw. sogar versucht haben zu täuschen?
Benötigen wir unbedingt Deutschland dafür ? Hat doch bei GAP auch ohne geklappt.
nein, deutschland braucht man nicht dafür ist ne läppische milliarde und sollten sich die deutschen firmen weigern ohne bundes deutscher kreditgarantien zu liefern so gibt es auf diesem planeten bestimmt einen geeigneten ersatz.
man könnte meinen die deutschen würden der türkei ein kraftwerk schenken wenn man so die berichte liest. das einzige was die machen ist für die türkei zu bürgen, mehr nicht.
ich weis ja nicht ob ihr etwas dazu gefunden habt, aber mir kommt das alles komisch vor. Kein einziger Eintrag bei der BMZ, dafür nur diese:
[...]24.11.2008
Mehr Energieeffizienz für die Türkei
Deutschland unterstützt die Türkei bei einer effizienteren Stromerzeugung und der Förderung des kommunalen Umweltschutzes. Dies wurde in den deutsch-türkischen Regierungsverhandlungen in Ankara vereinbart.
Das hohe Bevölkerungswachstum und die anhaltende Industrialisierung haben den Energiebedarf stark ansteigen lassen. Daher soll die Einführung von besseren Verbrennungstechniken in den alten Kohle- und Ölkraftwerken des Landes eine effizientere Stromerzeugung und -übertragung gewährleisten. Deutschland engagiert sich auch beim Ausbau von Erneuerbaren Energien in der Türkei. Wasserkraft, reichlich Sonne, Erdwärme und starker Küstenwind bieten dafür große Potentiale, die stärker genutzt werden müssen. Weiterhin fördert die Bundesregierung den Bau von Wasserversorgungs- und Entsorgungsanlagen sowie die umweltgerechte Behandlung von Siedlungs- und Industriemüll in einigen Städten im Osten des Landes. Im Rahmen eines Beratungsprojektes für kleinere und mittlere Gewerbebetriebe in Ostanatolien wird die Bundesregierung verstärkt Technologiepartnerschaften zwischen deutschen und türkischen Unternehmen unterstützen.
Mit den diesjährigen Zusagen in Höhe von 74 Millionen Euro wird die Zusammenarbeit mit der Türkei nach nunmehr 50 Jahren beendet.[...]
Hört sich eher an, als wäre es reine Formsache, das die Bundesregierung sowieso keine Hilfe leisten wird und das ganze nur so verpackt, als würde sie etwas tun.
Türkei
Bau des Ilisu-Staudamm kann beginnen
Die DekaBank der deutschen Sparkassen stellt Finanzierung des umstrittenen Projekts bereit. Nun sollen die Enteignungen beginnen
VON MALTE KREUTZFELDT (http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/bau-des-ilisu-staudamm-kann-beginnen/?src=SE&cHash=af460a7fed)
BERLIN/FRANKFURT taz
Die Verträge für den umstrittenen Ilisu-Staudamm in der Türkei sind unter Dach und Fach. Zu den drei Banken, die am Mittwoch eine Finanzierungszusage mit der türkischen Regierung unterzeichneten, gehört auch die Frankfurter DekaBank, ein Zentralinstitut der deutschen Sparkassen. Sie soll 114 Millionen Euro zur Verfügung stellen.
Ein breites Bündnis von Nichtregierungsorganisationen aus Deutschland und der Türkei kritisierte die Entscheidung. "Mit dem Einstieg in das Ilisu-Projekt demonstrieren die DekaBank, die Societe Generale und die Austria Bank eine tiefe Missachtung ökologischer Kriterien und äußerste Respektlosigkeit gegenüber den betroffenen Menschen", sagte Heike Drillisch von der Entwicklungsorganisation Weed.
SolarSiedlung GmbH
Die DekaBank wies die Vorwürfe zurück. "Wir kennen die Kritik, sind aber nach genauer Prüfung zu einem anderen Urteil gekommen", sagte Deka-Sprecher Thorsten Meier. Das geplante Kraftwerk liefere saubere Energie, schaffe lokale Arbeitsplätze und verbessere die Infrastruktur. Um sich über die Kritik auszutauschen, wird sich die Bank in Kürze mit den NGOs zu einem Gespräch treffen.
Der Ilisu-Damm soll den Tigris kurz vor der Grenze zu Syrien und Irak aufstauen, um ein Wasserkraftwerk mit 1200 Megawatt Leistung zu bauen. Dadurch würde die antike Stadt Hasankeyf überflutet, Zehntausende Menschen verlören ihre Existenzgrundlage. Ende März hatten die Regierungen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz Bürgschaften für das Projekt bewilligt. Dazu gehört auch die Forderung, Basisdaten über die ökologischen und kulturellen Güter der Region zu erheben.
Nach Informationen der "Initiative zur Rettung von Hasankeyf" hat in der Ilisu-Region unterdessen die Enteignung begonnen. Dabei werden den Angaben zufolge die Auflagen der Exportkreditagenturen grob missachtet. So werde die Höhe der Entschädigungen viel zu niedrig angesetzt, erklärte Ercan Ayboga von der Initiative. "Die Menschen sollen mit Almosen abgespeist werden." Viele betroffene Familien haben gegen die türkische Wasserbehörde Klage eingereicht. Die Hilfsorganisation Medico International sieht die Bundesregierung daher weiterhin in der Pflicht, das Projekt zu stoppen. Politiker sollten sich vor Ort ein Bild von der Missachtung der Auflagen machen.
Ilisu-Staudamm: Türkei stellt Ultimatum an Deutschland - Megabaustelle soll mit 5000 Soldaten gesichert werden - 67 NGOs schreiben an Frau Merkel
Die Türkei hat den Regierungen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz ein Ultimatum gestellt, bis wann die endgültige Unterstützung für den umstrittenen Ilisu-Staudamm geklärt sein soll und eine "letzte Warnung" ausgesprochen. Sollte es bis zum 30. März keine endgültige Zusage über die Exportkreditgarantien von den drei Ländern geben, dann seien alle Verträge hinfällig, meldete die türkische Zeitung "The New Anatolian". Außerdem wird in der Türkei darüber diskutiert, 5.000 Soldaten zur "Sicherheit der Bauarbeiten" in das Projektgebiet von Ilisu zu schicken. Dies meldete die kurdische Nachrichtenagentur ANF - Firat News Agency.
"Damit zeigt die türkische Regierung ihr wahres Gesicht", erklärt Heike Drillisch, Referentin der Entwicklungsorganisation WEED. "Die Bundesregierung betont, an eine Garantie geknüpfte Auflagen würden dafür sorgen, dass das Projekt internationale Standards erfülle. Doch offensichtlich kann das Vorhaben nur mit Hilfe eines massiven Militäreinsatzes gegen die eigene Bevölkerung durchgesetzt werden. Wie soll unter diesen Voraussetzungen die Einhaltung internationaler Standards gewährleistet sein?!"
Deshalb wenden sich heute 36 Organisationen mit einem Brief an die Bundesregierung. Sie weisen die Ministerien, die über die Bürgschaftsvergabe entscheiden, auf die offenen Probleme des Staudamms hin. Dazu gehören Umsiedlungsfragen, kulturhistorische und ökologische Bedenken wie auch internationale Rechtsfragen, da über den Staudamm die Wasserzufuhr der Nachbarn Syrien und Irak beeinflusst werden kann. "Die Bundesregierung gibt selbst zu, dass es viele offene Probleme gibt und versucht wider besseres Wissen, eine Entscheidung herbeizupressen", stellt Regine Richter, Campaignerin der Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald, fest. "International stellt sich die Bundesregierung damit als ein Land dar, das für ein gutes Geschäft seine eigenen Prinzipien über Bord wirft."
Dies werfen in einem weiteren Brief 69 internationale Organisationen der Bundeskanzlerin vor. Sie bemängeln, dass Angela Merkel als Ratspräsidentin von gemeinsamen europäischen Werten spricht, die hochgehalten werden müssten, während ihre Regierung gleichzeitig bereit ist, ein so strittiges Projekt wie den Ilisu Staudamm zu unterstützen. Besonders empört die Umwelt-, Entwicklungs- und Menschenrechtsorganisationen, dass die Bundeskanzlerin allenthalben die Bedeutung von Transparenz hochhält, während die Bedingungen, die das Ilisu-Projekt verbessern sollen, komplett unter Verschluss gehalten werden. "Die Bundesregierung hat sich auf den Druck der türkischen Regierung eingelassen, die Kriterien unter Verschluss zu halten. Nun will die Türkei mit dem Ultimatum offensichtlich davon ablenken, dass sie die geforderten internationalen Kriterien nicht einhalten kann", so Ann Kathrin Schneider von International Rivers Network.
13. Dezember 2008, Neue Zürcher Zeitung
Stunde der Wahrheit für den Ilisu-Staudamm
Ausstieg aus dem Projekt könnte die EGL-Pipeline gefährden
Die 60-tägige Nachfrist für die türkische Regierung ist abgelaufen. Die österreichische Regierung denkt laut über einen Rückzug aus dem gigantischen Staudammprojekt am Tigris nach. Für die Schweiz stehen neben den Bauaufträgen noch andere Interessen auf dem Spiel.
sig. Ob sich die Schweiz weiterhin am Bau des umstrittenen Ilisu-Staudamms in Südostanatolien beteiligt, soll «frühestens in einer Woche» entschieden werden. Dies sagte Sonja Kohler, die Mediensprecherin der Schweizerischen Exportrisikoversicherung (SERV), auf Anfrage. Am Freitag ist die 60-tägige Frist abgelaufen, die der Türkei eingeräumt worden war, um über 150 Auflagen zum Umwelt-, Bevölkerungs- und Kulturgüterschutz zu erfüllen oder zumindest die Fortschritte zu dokumentieren. Nichtregierungsorganisationen wie die Erklärung von Bern sind überzeugt, dass die Türkei die von der Weltbank aufgestellten Bedingungen ignoriert und – entgegen den Abmachungen – bereits mit den Bauarbeiten begonnen hat. Gemäss den türkischen Behörden haben die von NGO fotografierten Baustellen keinen Zusammenhang mit dem geplanten 300 Quadratkilometer grossen Stausee.
Die SERV ist zusammen mit den Exportrisiko-Agenturen Deutschlands und Österreichs am Wasserkraftprojekt beteiligt, welches die Umsiedlung von mehreren zehntausend Personen vorsieht. Die drei staatlichen Versicherungen wollen laut der SERV-Sprecherin gemeinsam über das weitere Vorgehen entscheiden. Kommt man in Bern, Berlin und Wien zum Schluss, dass die Türkei die vergangenen 60 Tage nicht genutzt hat, um den vertraglichen Abmachungen nachzukommen, können die drei Staaten eine zusätzliche Frist ansetzen. Steigen die staatlichen Versicherungen aus, dürften sich auch die europäischen Unternehmen zurückziehen. Das Projekt müsste neu aufgegleist werden. Aus der Schweiz liefern Alstom, Colenco, Maggia und Stucky für 225 Millionen Franken Material und Dienstleistungen in die Türkei.
Während die deutsche und die schweizerische Regierung in den letzten Wochen zurückhaltend kommunizierten, lehnte sich der neue österreichische Aussenminister, Michael Spindelegger, am Mittwoch weit aus dem Fenster: «Wenn man Auflagen vorher definiert hat und diese nicht erfüllt werden, dann kann es auch kein Geld geben», sagte er in einem Fernsehinterview. Er gehe mit den Staudamm-Gegnern einig, dass die Türkei die Auflagen nicht erfüllt habe, so der ÖVP-Minister. Ob seine Worte nur als eine Warnung gedacht sind, wird sich weisen.
Erdgas-Durchleitung
Spindeleggers Tonfall unterscheidet sich jedenfalls deutlich von jenem der Schweizer Bundesräte, die in den letzten Monaten eine regelrechte Türkei-Offensive lanciert haben. Die Landesregierung verhängte unüblich scharfe Massnahmen gegen PKK-Gruppierungen in der Schweiz, und gleich drei ihrer Mitglieder (Bundespräsident Pascal Couchepin sowie die Bundesrätinnen Micheline Calmy-Rey und Doris Leuthard) besuchten das Land in diesem Herbst.
Dabei kam das Ilisu-Projekt natürlich auch zur Sprache. Doch im Zentrum der diplomatischen Bemühungen stand die Axpo-Tochterfirma EGL, die Erdgas von Iran und Aserbeidschan nach Italien transportieren will. Sie hat von der türkischen Regierung bisher noch kein Durchleitungsrecht erhalten. Dabei geht es um Milliardengeschäfte, die der zuständigen Bundesrätin von ihrer früheren Tätigkeit her bekannt sind. Doris Leuthard sass früher im EGL-Verwaltungsrat, jetzt wird sie als Volkswirtschaftsministerin über die weitere Beteiligung der Exportrisikoversicherung am Ilisu-Staudamm befinden.
Kemal-Pasa23
23.12.08, 15:57
Türkei hält an Ilisu-Staudamm fest
Auch nach der jüngsten Kritik europäischer Kreditversicherer an dem Staudammprojekt Ilisu im Südosten der Türkei zeigt sich die türkische Regierung unbeirrt. "Der Staudamm wird auf jeden Fall gebaut", sagte Umweltminister Veysel Eroglu.
(sda) Der Minister bekräftigte in der türkischen Presse, die Regierung werde die durch den geplanten Stausee gefährdete historische Stadt Hasankeyf an einem anderen Ort wieder aufbauen und die Kulturgüter erhalten. Das neue Hasankeyf werde "vielleicht eine der schönsten Städte der Türkei".
Die Damm-Gegner seien "Separatisten", sagte der Minister weiter. Der Begriff wird im politischen Sprachgebrauch der Türkei vor allem für Anhänger und Mitglieder der kurdischen Rebellengruppe PKK verwendet.
Der Staudamm in Ilisu am Tigris soll der Bewässerung der Umgebung dienen und gleichzeitig durch die Erzeugung von Elektrizität einen Beitrag zum wirtschaftlichen Aufbau der verarmten Region leisten.
Kreditversicherungsanstalten in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich hatten die Absicherung der Beteiligung von Unternehmen aus den drei Ländern am Ilisu-Projekt von der Erfüllung von rund 150 Auflagen abhängig gemacht. Dabei geht es um soziale, umweltpolitische und kulturpolitische Standards.
Experten bemängeln, dass die Türkei bisher kaum eine der Auflagen erfüllt hat. Die drei Länder müssen deshalb nun entscheiden, ob sie die Lieferverträge suspendieren.
Ein solcher Entscheid der Europäer hätte "überhaupt keine Konsequenzen" für das Projekt, sagte Minister Eroglu. Die Türkei sei in der Lage, noch größere Dämme zu bauen. Ohne die bereits vorhandenen Staudämme wären andere Gegenden in Südostanatolien heute bereits verödet, sagte er.
http://www.bielertagblatt.ch/News/Ausland/128873
Kemal-Pasa23
21.01.09, 16:51
12. Januar 2009 - 19:16
Baustopp am Ilisu-Staudamm - Zwei Monate Zwangsurlaub für Arbeiter
Wien - Die Bauarbeiten für den Ilisu-Staudamm in der Türkei sind gestoppt worden. 564 Arbeiter, die auf der Baustelle bei der Stadt Hasankeyf tätig waren, haben für zwei Monate unbezahlten Urlaub bekommen, wie das Ilisu-Lieferkonsortium in Wien mitteilte.
Das Konsortium, dem auch die Schweizer Bau- und Ingenieursfirmen Maggia, Colenco und Stucky sowie der Turbinenbauer Alstom angehören, bezog sich dabei auf eine Meldung "Informationsstelle Kurdistan".
Grund für den Baustopp sei, dass die Schweiz, Deutschland, und Österreich den Kredit wegen der Nicht-Erfüllung von Auflagen für 180 Tage ausgesetzt haben, erklärte das Konsortium weiter.
Die federführend von der türkischen Baufirma Nurol und Cengiz und ausländischen Unternehmen durchgeführten Bauarbeiten seien damit weitgehend gestoppt. Insgesamt arbeiten gemäss türkischem Wasseramt derzeit rund 700 Bauarbeiter am Ilisu-Staudamm.
Ende Dezember hatten die Exportkreditversicherungen Deutschlands (Euler-Hermes), Österreichs (Oesterreichische Kontrollbank) und die Schweizerische Exportrisikoversicherung (Serv) das Lieferkonsortium angewiesen, die Verträge für das Projekt auszusetzen.
Diese Suspendierung dauert gemäss Vertrag ein halbes Jahr. Bis dahin hat die Türkei Zeit, gemachte und nicht gehaltene Vereinbarungen bei Umwelt, Kulturgütern und Umsiedlung zu erfüllen. Gelingt dies nicht, droht dem milliardenschweren Bau das Aus.
Die Türkei will am Fluss Tigris einen 312 Quadratkilometer grossen See aufstauen und ein Kraftwerk bauen, das rund zwei Millionen Haushalte mit Strom beliefern soll. Dafür sollen zehntausende Menschen umgesiedelt werden. Zudem würde die archäologisch wichtige Stadt Hasankeyf in den Fluten versinken.
http://www.swissinfo.ch/ger/news/newsticker/international/Baustopp_am_Ilisu_Staudamm_Zwe i_Monate_Zwangsurlaub_fuer_Arb eiter.html?siteSect=143&sid=10188438&cKey=1231784179000&ty=ti&positionT=1
...Die wirtschaftlichkeit wurde in Frage gestellt.. kann man das belegen?
Ich habe mal irgendwo "aufgeschnappt", dass man bei solchen Staudämmen eine Wirtschaftlichkeit, oder ein Nutzen, von wenigen Jahrzehnten berechnet, bevor der See total verschlammt, Materialermüdungen einsetzen, etc.
Kann es aber nicht belegen, und kann mich hierin auch irren.
bosnakoglu
21.01.09, 19:22
Ich habe mal irgendwo "aufgeschnappt", dass man bei solchen Staudämmen eine Wirtschaftlichkeit, oder ein Nutzen, von wenigen Jahrzehnten berechnet, bevor der See total verschlammt, Materialermüdungen einsetzen, etc.
Kann es aber nicht belegen, und kann mich hierin auch irren.
da hast du teils recht.
natürlich setzen sich nach einiger zeit sedimente ab, was zur verringerung der kapazität des stausees führt, im schlimmsten falle zu einem ausfall der turbinen zum stromerzeugen.
um dieses problem zu lösen, müsste man entweder den durchlauf des wassers stark erhöhen (was schwachsinn wäre, bei einem staudamm), oder schlicht und einfach immer wieder sauber machen ;)
aber das ist verdammt teuer, weshalb sich nach gewisser zeit ein staudamm meist nicht mehr rentiert.
es kommt natürlich auch auf die region(en) durch die das wasser fliesst an, wie schnell ein staudamm 'verstopft' (im grand canyon zB geschieht die ablagerung von sedimenten nur sehr langsam, im gegensatz zu dem dreischluchtendamm in china)
Der Tod eines jeden Stausees sind die Hügel ist die Landschaft herum.
Kein Baum ,kein Strauch und ebenso wenig der ansatz einer Grasnarbe,bei nächsten Wolkenbruch schwimmt die aufgeweichte Erde in den See....
Türkei: Endgültiges Aus für den Ilisu-Staudamm?
19.06.2009
Deutschland hat angeblich den Ausstieg aus dem Bauprojekt beschlossen. Erst vor Kurzem sprachen Kraftwerksgegner von einer klaren Verletzung der Kreditauflagen durch die Türkei.
Das riesige Ilisu-Staudammprojekt im Südosten der Türkei wird vermutlich nicht mit europäischer Beteiligung gebaut: Die deutsche Regierung steigt aus dem umstrittenen Bauprojekt am Tigris aus. Das berichtet die Zeitung „Frankfurter Rundschau“.
weiter (http://diepresse.com/home/panorama/welt/488762/index.do?_vl_backlink=/home/panorama/welt/index.do)
04.07.2009
Mit oder ohne Kredite aus Europa
Die Türkei und der geplante Ilisu-Staudamm
Von Susanne Güsten
Der Ilisu-Staudamm in Südostanatolien wird gebaut - mit oder ohne europäische Unterstützung. Das bekräftigte unlängst die Türkei. Denn sie muss ihren steigenden Energiebedarf decken und benötigt dazu den Damm samt eines Wasserkraftwerks. Der Widerstand gegen das Projekt ist jedoch groß.
Der Tigris: Dunkelgrün und träge wälzt sich der Fluss durch die Biegung unterhalb des Dorfes Ilisu in Südostanatolien. Ungehemmt fließt er noch durch das Tal, das demnächst von einem riesigen Staudamm abgesperrt werden soll. 135 Meter hoch und fast zwei Kilometer breit soll er werden, eine Betonwand so hoch wie ein vierziggeschossiges Hochhaus. Vielleicht nicht schön, aber richtig und wichtig, sagt Nihat Üstündag vom staatlichen Wasserbauamt, dem Bauherrn des Staudamms:
"Der Ilisu-Staudamm ist notwendig für den künftigen Energiebedarf der Türkei, für den steigenden Wasserbedarf der Bevölkerung, für die Landwirtschaft der Region, für Beschäftigung und für die Volkswirtschaft. Dieses Projekt ist ein Beitrag zu Wachstum und Entwicklung unseres Landes."
...
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/993580/
06.07.2009
Mit einer Sprengfalle haben Terroristen im Südosten der Türkei drei Arbeiter getötet. Neun weitere Männer seien verletzt, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu aus der Provinz Sirnak. Die Mine sei auf einer Strecke von Sirnak nach Uludere gelegt und von den Arbeiter ausgelöst worden. Diese waren dort mit dem Bau eines Staudamms und einer Straße beschäftigt. Zunächst war unklar, wer den Sprengkörper gelegt hat. Die Provinz Sirnak ist ein Brennpunkt im Konflikt zwischen der türkischen Armee und der verbotenen Kurdischen Terroristenpartei PKK.
http://www.bild.de/BILD/news/telegramm/news-ticker,rendertext=8925688.html
Die Türkei hat angekündigt den ilisu-Staudamm auf jeden Fall zu bauen.
Und schon kriechen die PKK-Terroristen aus ihren Höhlen heraus und bringen Zivilisten um.
Wartet nur ab ihr wird alle in euren Höhlen ertrinken.
PRO Ilisu-Staudamm
Die Türkei hat angekündigt den ilisu-Staudamm auf jeden Fall zu bauen.
Und schon kriechen die PKK-Terroristen aus ihren Höhlen heraus und bringen Zivilisten um.
Wartet nur ab ihr wird alle in euren Höhlen ertrinken.
PRO Ilisu-Staudamm
Oh, deine Einstellung lässt mir wirklich zu wünschen übrig. Du scheinst mir sehr sensibel zu sein, auch sehr Naiv. Die PKK-Terroristen haben zwar unschuldige Mitarbeiter getötet- aber die Gefahr bestand doch schon vorher und diese waren auch nicht die ersten. Es ist auch eine schande, dass die Türkei einen Staudamm in dieser Region baut und auf historische Gebiete wie Hasankeyf verzichtet. Wie würde es aussehen, wenn man Pamukkale in Denizli zerstört- oder teile Kappadokiens. Auch türkische Prominente, wie Tarkan setzen widerstand. Mir schein es so, dass der Osten für euch nicht wirklich Türkei zu scheinen mag...
Oh, deine Einstellung lässt mir wirklich zu wünschen übrig. Du scheinst mir sehr sensibel zu sein, auch sehr Naiv. Die PKK-Terroristen haben zwar unschuldige Mitarbeiter getötet- aber die Gefahr bestand doch schon vorher und diese waren auch nicht die ersten. Es ist auch eine schande, dass die Türkei einen Staudamm in dieser Region baut und auf historische Gebiete wie Hasankeyf verzichtet. Wie würde es aussehen, wenn man Pamukkale in Denizli zerstört- oder teile Kappadokiens. Auch türkische Prominente, wie Tarkan setzen widerstand. Mir schein es so, dass der Osten für euch nicht wirklich Türkei zu scheinen mag...
Überall in der Türkei gibt es historische Gebiete, Anatolien ist ein historisches Gebiet. Wenn man irgendwo anfängt ein Tunnel oä zu bauen, entdeckt man jedesmal tausende jahre alte Schätze, doch deshalb kann die Türkei doch nicht auf solch große projekte verzichten, wie würde es denn sonst in der Türkei aussehen? der Staudamm ist wichtig für die Türkei.
Der Atatürk-Staudamm war genauso umstritten und damals wurden auch Arbeiter von terroristen umgebracht, doch heute sind die Menschen in der Region mehr als zufrieden. So wird es auch mit Illusu.
(92 wurden die Terroristen von Syrien bezahlt, damit sie die Bauarbeiten sabotieren, ich kann mir schon vorstellen von welchen Ländern sie dieses mal bezahlt werden. keiner soll denken das diese missgeburten von alleine sowas machen würden, sie tun nur was man ihnen sagt)
Überall in der Türkei gibt es historische Gebiete, Anatolien ist ein historisches Gebiet. Wenn man irgendwo anfängt ein Tunnel oä zu bauen, entdeckt man jedesmal tausende jahre alte Schätze, doch deshalb kann die Türkei doch nicht auf solch große projekte verzichten, wie würde es denn sonst in der Türkei aussehen? der Staudamm ist wichtig für die Türkei.
Der Atatürk-Staudamm war genauso umstritten und damals wurden auch Arbeiter von terroristen umgebracht, doch heute sind die Menschen in der Region mehr als zufrieden. So wird es auch mit Illusu.
(92 wurden die Terroristen von Syrien bezahlt, damit sie die Bauarbeiten sabotieren, ich kann mir schon vorstellen von welchen Ländern sie dieses mal bezahlt werden. keiner soll denken das diese missgeburten von alleine sowas machen würden, sie tun nur was man ihnen sagt)
Sicherlich spielen die Milliardäre Barzani und Talabani eine wichtige Rolle zur Aufhaltung des Illsu-Damm´s- keine Frage- aber nichts desto trotz- sollte man solche Bauten nicht immer begrüßen. Sie geben Nährboden für diese Terroristen und gar Anerkennung, wenn sie mal die Bauarbeiter morden. Ich glaube auch nicht das Tarkan von den Terroristen bezahlt wird.
Für eine demokratische Türkei :türkiye:
Keine Garantien für umstrittenen Ilisu-Damm
Schweiz, Deutschland und Österreich sichern beteiligte Firmen nicht ab
Die Schweiz stoppt die Exportrisikoversicherung für das umstrittene türkische Staudamm-Projekt Ilisu. Wie Deutschland und Österreich gewährt sie den beteiligten Firmen keine Bürgschaften für die Arbeiten in der Türkei mehr. Das Projekt erfülle die Auflagen für den Umwelt- und Kulturgüterschutz nicht vollumfänglich.
chs. Die Finanzierung des umstrittenen Ilisu-Staudamms in der Türkei ist gescheitert. Deutschland, Österreich und die Schweiz stoppen die Exportrisikoversicherungen für das türkische Ilisu-Staudammprojekt. Die Voraussetzungen für Exportrisikogarantien der drei Länder seien nicht erfüllt, teilt die Schweizerische Exportrisikoversicherung mit.
http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/ilisu_staudamm_tuerkei_exportr isikogarantie_1.2936350.html
nun ja, wäre die Region vorher schon befriedet durch den Tourismus erschlossen, hätte sich kein Politiker getraut, dort ein Kulturerbe untergehen zu lassen. Doch die PKK hat da derart gewütet, das nicht einmal der Obsthändler dort irgend ein Geschäft aufbauen würde. Was auch immer vorgefallen ist, wenn das Volk in der Region nicht zwischen Wohlstand und Nationalismus in Verbindung mit einer Neuschaffung einer Identität durch Terror unterscheiden kann, werden die noch lange Bauern und Knechte bleiben. Hätte man sich früh genug von jenen PKK´lern gelöst, wäre die Sachlage jetzt wohl ganz anders. Was man säet, das erntet man, sprichwörtlich.
nun ja, wäre die Region vorher schon befriedet durch den Tourismus erschlossen, hätte sich kein Politiker getraut, dort ein Kulturerbe untergehen zu lassen. Doch die PKK hat da derart gewütet, das nicht einmal der Obsthändler dort irgend ein Geschäft aufbauen würde. Was auch immer vorgefallen ist, wenn das Volk in der Region nicht zwischen Wohlstand und Nationalismus in Verbindung mit einer Neuschaffung einer Identität durch Terror unterscheiden kann, werden die noch lange Bauern und Knechte bleiben. Hätte man sich früh genug von jenen PKK´lern gelöst, wäre die Sachlage jetzt wohl ganz anders. Was man säet, das erntet man, sprichwörtlich.
Genau, so ist das. Wäre dort der selbe Wohlstand wie der im Westen, dann wäre dort selbst ein Militärstützpunkt denkbar und sogar mit Davul und Zurna begrüsst worden. Es wurden viele Fehler gemacht und das traurige ist, mal lernt nicht aus diesen Fehlern.
http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/ilisu_staudamm_tuerkei_exportr isikogarantie_1.2936350.html
http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/ilisu_staudamm_tuerkei_exportr isikogarantie_1.2936350.html
das projekt wird dennoch angefangen und zuende geführt!
Staudamm-Pläne: Berlin steigt aus
Die Bundesregierung bürgt nicht mehr für das umstrittene Tigris-Staudammprojekt im Südosten der Türkei. Es war in die Kritik geraten, weil die Rechte von 65.000 Menschen, die umgesiedelt werden sollen, nicht gewahrt und Kulturgüter gefährdet seien.
Weiter (http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1246895306839.shtml)
Sicherlich spielen die Milliardäre Barzani und Talabani eine wichtige Rolle zur Aufhaltung des Illsu-Damm´s- keine Frage-
Ja, ich meinte auch Talabani und Barzani:rolleyes:
PKK'nın Çabaları İşe Yaradı !
Ilısu Barajı'nın yapımında finansör 3 ülke projeden resmen çekildi..
http://www.haberdokuz.com/images/stories/pkk-nin-cabalari-ise-yaradi-.jpg
Almanya, Avusturya ve İsviçre Ilısu Barajı'na olan kredi garanti desteğini geri dönüşsüz olarak çektiğini açıkladı.
Bugün saat 10:00'da üç ülke adına yapılan yazılı açıklamada Türkiye'nin kredi koşullarını sağlamakta kısmi gelişme kaydetmekle birlikte, bu gelişmenin kredi vermek için yeterli olmadığı belirtildi.
Üç ülke daha önce Aralık ayında Türkiye'nin gerekli koşulları sağlamadığı gerekçesiyle krediyi askıya alarak Türkiye'ye 180 günlük süre tanımıştı. Bu süre 6 Temmuz 2009 itibari ile doldu. Bu süreye kadar yapılan bağımsız bir komitenin bilimsel raporları, Türkiye'nin başta doğanın ve kültürün korunması ile ilgili kriterler olmak üzere pek çok koşulu yerine getirmekten uzak olduğunu, bu nedenle Ilısu Barajı'nın bölgeye yarardan çok zarar getireceğini ortaya koydu. Sonuç olarak üç ülke iki yıl önce imzaladıkları kredi anlaşmasını tek taraflı olarak feshetti.
Weiter (http://www.haberdokuz.com/son-haberler/pkknin-cabalari-ise-yaradi.html)
PKK'nın Çabaları İşe Yaradı !
Was hat den das mit PKK zu tun? Wer Verträge nicht einhält, braucht sich danach nicht zu wundern wenn der Deal platzt.
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