Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : TTK Buch: Das Osmanische Heerwesen im 15. und 16. Jahrhundert Organisation, Taktik und Ausrüstung
Der Schakal
29.01.05, 15:59
Also Leute an die "Militäristen"...wie Örfi...für den wäre das wohl was...
Das Osmanische Heerwesen im 15. und 16. Jahrhundert Organisation, Taktik und Ausrüstung , Manfred Pittioni , Monografiler - Melanjlar (VII. Dizi)
İçindekiler:
INHALTSVERZEICHNIS
I. Einleitung
II. Das Entstehen des Osmanischen Heeres-Von Stammeskriegern zu Soldaten
III. Bewaffnung und Ausrüstung
IV. Strategie und Taktik
V. Logistik, Mobilisierung und Finanzierung
VI. Ideologischer Überbau der osmanischen Militärpolitik
VII. Beginn von "Verfallserscheinungen" Ende des 16. Jahrhunderts?
VIII. Schlußbemerkungen
IX. Zur Wiedergabe osmanisch-türkischer Eigennamen und Wörter
X. Literaturliste
XI. Index
Orjinal Dili:
Almanca
Fiziksel Özellikleri:
1. Hamur.
103 Sayfa.
ISBN:
975-16-1700-6
Baskı:
1. Baskı.
Diğer:
1. Hamur.
103 Sayfa.
http://e-magaza.ttk.org.tr/switch.php?file=ProductInfo&cat_id=84&product_id=858
Der Schakal
29.01.05, 15:59
Also Leute an die "Militäristen"...wie Örfi...für den wäre das wohl was...
Das Osmanische Heerwesen im 15. und 16. Jahrhundert Organisation, Taktik und Ausrüstung , Manfred Pittioni , Monografiler - Melanjlar (VII. Dizi)
İçindekiler:
INHALTSVERZEICHNIS
I. Einleitung
II. Das Entstehen des Osmanischen Heeres-Von Stammeskriegern zu Soldaten
III. Bewaffnung und Ausrüstung
IV. Strategie und Taktik
V. Logistik, Mobilisierung und Finanzierung
VI. Ideologischer Überbau der osmanischen Militärpolitik
VII. Beginn von "Verfallserscheinungen" Ende des 16. Jahrhunderts?
VIII. Schlußbemerkungen
IX. Zur Wiedergabe osmanisch-türkischer Eigennamen und Wörter
X. Literaturliste
XI. Index
Orjinal Dili:
Almanca
Fiziksel Özellikleri:
1. Hamur.
103 Sayfa.
ISBN:
975-16-1700-6
Baskı:
1. Baskı.
Diğer:
1. Hamur.
103 Sayfa.
http://e-magaza.ttk.org.tr/switch.php?file=ProductInfo&cat_id=84&product_id=858
Die Taktik der Osmanen war sehr demütigend für ihre Gegner.
Man muss sich das mal verstellen. Die Osmanen kämpften immer aus der Verteidigung herreus also ließen sich angreifen. Dabei täuschten sie Rückzüge vor und sorgten dafür das die Gegner den Fehler machten das sie mit der schwerern Kavalerie angriff. Die wurde dann auf die Sultansschanze gelenkt und so war ihr schicksal besiegelt, denn da warteten die Janitscharen auf sie die den Sultan beschützen. Im siegestaumel dachten sie sie würden gewinnen aber es kam 300 Jahre lang anders.
Sie konstruierten die Schlacht. Perfekt sage ich dazu Perfekt. :-)
<span class='smallblacktext'>[ Bearbeitet Sam Jan 29 2005, 07:15 ]</span>
Die Taktik der Osmanen war sehr demütigend für ihre Gegner.
Man muss sich das mal verstellen. Die Osmanen kämpften immer aus der Verteidigung herreus also ließen sich angreifen. Dabei täuschten sie Rückzüge vor und sorgten dafür das die Gegner den Fehler machten das sie mit der schwerern Kavalerie angriff. Die wurde dann auf die Sultansschanze gelenkt und so war ihr schicksal besiegelt, denn da warteten die Janitscharen auf sie die den Sultan beschützen. Im siegestaumel dachten sie sie würden gewinnen aber es kam 300 Jahre lang anders.
Sie konstruierten die Schlacht. Perfekt sage ich dazu Perfekt. :-)
<span class='smallblacktext'>[ Bearbeitet Sam Jan 29 2005, 07:15 ]</span>
Der Schakal
29.01.05, 19:25
Da hast du recht...
Der Schakal
29.01.05, 19:25
Da hast du recht...
Die Taktik der Osmanen war sehr demütigend für ihre Gegner.
Man muss sich das mal verstellen. Die Osmanen kämpften immer aus der Verteidigung herreus also ließen sich angreifen. Dabei täuschten sie Rückzüge vor und sorgten dafür das die Gegner den Fehler machten das sie mit der schwerern Kavalerie angriff. Die wurde dann auf die Sultansschanze gelenkt und so war ihr schicksal besiegelt, denn da warteten die Janitscharen auf sie die den Sultan beschützen. Im siegestaumel dachten sie sie würden gewinnen aber es kam 300 Jahre lang anders.
Sie konstruierten die Schlacht. Perfekt sage ich dazu Perfekt. :-)
stimmt, das habe ich in dem Buch "Das Osmanische Reich, die Geschichte einer Großmacht" gelesen.
Die Osmanen waren eigentlich keine großen Taktiker, sie kämpften 300 Jahre lang mit der selben Taktik.
Nur die Europäer wussten das, aber sie fielen immer wieder rein %-6
Die Taktik der Osmanen war sehr demütigend für ihre Gegner.
Man muss sich das mal verstellen. Die Osmanen kämpften immer aus der Verteidigung herreus also ließen sich angreifen. Dabei täuschten sie Rückzüge vor und sorgten dafür das die Gegner den Fehler machten das sie mit der schwerern Kavalerie angriff. Die wurde dann auf die Sultansschanze gelenkt und so war ihr schicksal besiegelt, denn da warteten die Janitscharen auf sie die den Sultan beschützen. Im siegestaumel dachten sie sie würden gewinnen aber es kam 300 Jahre lang anders.
Sie konstruierten die Schlacht. Perfekt sage ich dazu Perfekt. :-)
stimmt, das habe ich in dem Buch "Das Osmanische Reich, die Geschichte einer Großmacht" gelesen.
Die Osmanen waren eigentlich keine großen Taktiker, sie kämpften 300 Jahre lang mit der selben Taktik.
Nur die Europäer wussten das, aber sie fielen immer wieder rein %-6
Die Taktik der Osmanen war sehr demütigend für ihre Gegner.
Man muss sich das mal verstellen. Die Osmanen kämpften immer aus der Verteidigung herreus also ließen sich angreifen. Dabei täuschten sie Rückzüge vor und sorgten dafür das die Gegner den Fehler machten das sie mit der schwerern Kavalerie angriff. Die wurde dann auf die Sultansschanze gelenkt und so war ihr schicksal besiegelt, denn da warteten die Janitscharen auf sie die den Sultan beschützen. Im siegestaumel dachten sie sie würden gewinnen aber es kam 300 Jahre lang anders.
Sie konstruierten die Schlacht. Perfekt sage ich dazu Perfekt. :-)
stimmt, das habe ich in dem Buch "Das Osmanische Reich, die Geschichte einer Großmacht" gelesen.
Die Osmanen waren eigentlich keine großen Taktiker, sie kämpften 300 Jahre lang mit der selben Taktik.
Nur die Europäer wussten das, aber sie fielen immer wieder rein %-6
Sie haben halt nicht die Ordnung und Diziplin gehabt wie die Osmanen sie hatten.
Die Taktik der Osmanen war sehr demütigend für ihre Gegner.
Man muss sich das mal verstellen. Die Osmanen kämpften immer aus der Verteidigung herreus also ließen sich angreifen. Dabei täuschten sie Rückzüge vor und sorgten dafür das die Gegner den Fehler machten das sie mit der schwerern Kavalerie angriff. Die wurde dann auf die Sultansschanze gelenkt und so war ihr schicksal besiegelt, denn da warteten die Janitscharen auf sie die den Sultan beschützen. Im siegestaumel dachten sie sie würden gewinnen aber es kam 300 Jahre lang anders.
Sie konstruierten die Schlacht. Perfekt sage ich dazu Perfekt. :-)
stimmt, das habe ich in dem Buch "Das Osmanische Reich, die Geschichte einer Großmacht" gelesen.
Die Osmanen waren eigentlich keine großen Taktiker, sie kämpften 300 Jahre lang mit der selben Taktik.
Nur die Europäer wussten das, aber sie fielen immer wieder rein %-6
Sie haben halt nicht die Ordnung und Diziplin gehabt wie die Osmanen sie hatten.
Die Taktik der Osmanen war sehr demütigend für ihre Gegner.
Man muss sich das mal verstellen. Die Osmanen kämpften immer aus der Verteidigung herreus also ließen sich angreifen. Dabei täuschten sie Rückzüge vor und sorgten dafür das die Gegner den Fehler machten das sie mit der schwerern Kavalerie angriff. Die wurde dann auf die Sultansschanze gelenkt und so war ihr schicksal besiegelt, denn da warteten die Janitscharen auf sie die den Sultan beschützen. Im siegestaumel dachten sie sie würden gewinnen aber es kam 300 Jahre lang anders.
Sie konstruierten die Schlacht. Perfekt sage ich dazu Perfekt. :-)
Nicht nur das. Als die gegnerische Kavellerie, kam feuerte die osmanische Artillerie aus der Deckung. Und zwar immer von beiden Seiten. Die osmanische Artillerie galt als die beste der damaligen Welt. ;)
Die Taktik der Osmanen war sehr demütigend für ihre Gegner.
Man muss sich das mal verstellen. Die Osmanen kämpften immer aus der Verteidigung herreus also ließen sich angreifen. Dabei täuschten sie Rückzüge vor und sorgten dafür das die Gegner den Fehler machten das sie mit der schwerern Kavalerie angriff. Die wurde dann auf die Sultansschanze gelenkt und so war ihr schicksal besiegelt, denn da warteten die Janitscharen auf sie die den Sultan beschützen. Im siegestaumel dachten sie sie würden gewinnen aber es kam 300 Jahre lang anders.
Sie konstruierten die Schlacht. Perfekt sage ich dazu Perfekt. :-)
Nicht nur das. Als die gegnerische Kavellerie, kam feuerte die osmanische Artillerie aus der Deckung. Und zwar immer von beiden Seiten. Die osmanische Artillerie galt als die beste der damaligen Welt. ;)
leider ist das Buch nur zum Kauf angeboten, dass du hier verlinkst....
möchte daher freie Informationen einfügen....
Das osmanische Heerwesen
Zur Zeit der Reichsgründung unter Sultan Osman Gazi (13. bis 14. Jahrhundert) gab es reine Reiterheere, jedoch keine Infanterie und Artillerie. Diese Kampfeinheiten bestanden aus türkischen Lehnsreitern, den Sipahi und den Streifscharen, den Akinci , die anfangs aus Angehörigen halbnomadischer Stämme und später auch aus konvertierten Christen zusammengesetzt waren .
Seit der Regierungszeit Sultan Orhan Gazis (1326 - 1359) hatte die Familie Mihaloglu das Erbrecht für das Oberkommando über die Akinci. Diese Reitereien lebten von Raubzügen und Sklavenhandel, weshalb sie in Europa als "Renner und Brenner" gefürchtet waren. Die Akinci hatten in Kriegs- sowie in Friedenszeiten zahlreiche Aufgaben zu erfüllen. Wenn der Sultan einen großen Feldzug unternahm, bildeten die Akinci die Vorhut, ritten weit voraus und verwüsteten das Feindesland. Sie waren immer im Grenzgebiet stationiert und unternahmen Streifzüge, um die Bevölkerung zu verunsichern, ihre Besitztümer zu brandschatzen und sie selbst zu töten. Durch ihre Einfälle sollten die Akinci auch die Mobilität und Kampfbereitschaft des feindlichen Heeres prüfen. Meist entkamen die türkischen Reiter, nur mit Säbel, Pfeil und Bogen bewaffnet, noch bevor geeignete Gegenmaßnahmen getroffen werden konnten.
Die Reitertruppe der Akinci wurde im Jahre 1595, da sie unter der schlechten Führung des Großwesir Sinan Pasa im Kampf gegen die Österreicher stark dezimiert wurde und sich dann nicht mehr erholen konnte, aufgelöst. Später bestand die leichte Kavallerie der Osmanen aus der wenig erfolgreichen Reitertruppe der Deli und den Tataren.
Das osmanische Heer war in drei Gruppen gegliedert:
* Das stehende Heer: Es setzte sich aus den Janitscharen, den Sipahi, der Artillerie, den Waffenschmieden, der Kanonen - Beförderungseinheit und den Mineuren zusammen.
* Die Provinz- oder Feudaltruppen: Sie bestanden aus den europäischen (Rumeli) und asiatischen (Anadolu) Streitkräften. Diese wurden von dem jeweiligen Rumeli und Anadolu Beylerbey vor jedem Feldzug ausgehoben und bildeten den zahlenmäßig größten Teil des osmanischen Heeres. Die beiden Beylerbeys hatten auch während eines Feldzuges den Oberbefehl über ihre Truppen. Somit mußte sich die Zentralregierung in Istanbul nicht um die Ausrüstung und Verpflegung der Provinztruppen während eines militärischen Unternehmens kümmern.
* Die Seestreitmacht: Seit der Entstehung des Reiches dehnten die Türken ihr Herrschaftsgebiet auch zur See aus. Die osmanische Seeflotte kontrollierte zur Zeit Süleymans des Prächigten, während des 16. Jahrhunderts, bereits das ganze östliche und Teile des westlichen Mittelmeeres, nicht zuletzt durch die Verdienste des Turgut Reis und Hayrettin Barbarossa , eines Piraten, der im Auftrag des Sultans stand. Barbarossa war Oberbefehlshaber der osmanischen Seestreitmacht und Generalgouverneur von Algerien. Die Osmanen tyrannisierten zahlreiche europäische Küstenstädte, darunter das italienische Otranto und die französischen Küstenstädte Nizza und Toulon. Allerdings ging nach der Seeschlacht bei Lepanto im Jahre 1571, welche die Osmanen gegen eine christliche Allianzflotte unter Don Juan d’Austria verloren, ihr Einfluss im Mittelmeer stetig zurück.
Die Janitscharen:
Die legendäre Truppe der Janitscharen (Yeni Ceri = neue Truppe), ein Teil des stehenden Heeres, wurde im Jahre 1362 unter Sultan Murad I (1360-1389) gegründet, als man für die Eroberungen in Europa eine organisierte Streitmacht benötigte. Man rekrutierte die Angehörigen dieser Einheit aus jungen Kriegsgefangenen, die in Anatolien zu Lehnsherren geschickt wurden um dort Religion, Sprache und Sitten zu erlernen. Dann wurden sie in einer militärischen Schule für den Dienst im Palast und im Heer ausgebildet. Später mussten christliche Knaben aus den Balkanländern zur Ergänzung herbeiholte werden. Diese Knabenlese nannte man "Devsirme". Die 10-15 jährigen wurden von anatolischen Familien im Sinne der islmanischen Lebensführung erzogen und kamen dann in Gelibolu in die Janitscharenschule, wo sie bis zum 18 Lebensjahr ausgebildet wurden. So erzog man eine Soldateneinheit, die dem Sultan als einzigen Herren bedingungslos ergeben war.
Die Janitscharen waren eine Infanterietruppe, die in Kasernen wohnte. Den Soldaten war es verboten einen anderen Beruf auszuüben und zu heiraten. Durch die eiserne Disziplin und harte Ausbildung, die sie genossen hatten, waren die Janitscharen ihren Gegnern am Schlachtfeld überlegen. Anfangs bestand ihre Ausrüstung aus einem kurzen Säbel, einem Dolchmesser, einer Streitaxt und später auch aus einer Pistole oder einer Luntenmuskete.
Die kleinste Einheit im Janitscharenkorps war ein "Oda", bestehend aus 10 Mann, einem Zelt, einem Packpferd und einem Kochkessel. 10-12 "Odas" bildeten eine Kompanie. Während einer Belagerung waren die Janitscharen rund um das Zelt des Sultan postiert und die besten Krieger gehörten zur persönlichen Leibgarde des Herrschers.
Ab dem Ende des 16.Jahrhunderts durften die Janitscharen heiraten, einem Handwerk nachgehen und in eigenen Häusern wohnen. Die Knabenlese wurde nicht mehr durchgeführt und die Söhne von Janitscharen waren im Korps zugelassen. All dies führte zu einem Verfall der Truppendisziplin und der Kampfmoral. Während des 18. Jahrhunderts gab es zahlreiche Janitscharenaufstände, da die Sultane den Forderungen nach mehr Macht und Einfluss der ehemaligen Elitetruppe nicht nachkommen wollten. Zeitweise kam es dazu, dass die Janitscharen Herrscher stürzten und einen neuen Sultan einsetzten. Bei einer Janitscharenrevolte im Jahre 1826 ließ Sultan Mahmud II alle Angehörigen des Korps liquidieren. Zur Zeit der Gründung der Kampftruppe im Jahre 1362 gab es nur ca. 1.000 Janitscharen während es zur Zeit Sultan Mahmud II bereits 140.000 waren. Durch das Auslöschen des Janitscharenkorps wurde die ehemals tragende Säule des Reiches zum Einsturz gebracht und der Untergang des Imperiums beschleunigt.
Die Sipahi:
Die Sipahi waren die gepanzerte Kavallerie der Osmanen. Die Reiter wurden aus dem Janitscharenkorps ausgewählt und erhielten für ihre Verdienste im Schlachtfeld vom Sultan Lehnsgüter in den eroberten Gebieten. Somit wurden sie Grundbesitzer, die im Kriegsfalle zum Kampf verpflichtet waren. Die Sipahi waren ausgebildet zu Ross im Galopp mit der Lanze anzugreifen und dann den Kampf Mann gegen Mann mit dem Säbel zu führen. Die Streitkräfte der Sipahi wurden in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts gegründet und hatten im 16. Jahrhundert 300 Einheiten zu je ca. 30 Mann, wobei die ersten 6 Schwadronen für die Sicherheit des Sultans sorgten.
Die Artillerie:
Die türkische Artillerie wurde erstmals bei der Schlacht am Amselfeld (1389) unter Sultan Yildirim Bayazid I eingesetzt. Man erkannte den kriegerischen Nutzen dieser neuen Waffengattung rasch und kaufte die Kanonen anfangs im Ausland ein. Bald wurden die Geschütze auch von den Osmanen, unter Anleitung europäischer Kanonenbauer, selbst hergestellt. Bei der Belagerung von Konstantinopel (1453) wurden die ersten Riesenkanonen (8m Länge) durch den ungarischen Geschützgießer Urban hergestellt. Die türkischen Mörser und Kanonen waren sehr wirksam bei Belagerungen und auch bei Feldschlachten. Bei den beiden Wiener Belagerungen konnten wegen der schlechten Witterung nur kleine und mittlere Geschützkaliber mitgeführt werden, was den geringen Erfolg der Artillerie erklärt. Die schweren aus Bronze - Eisen Legierungen gegossenen Kanonen wurden durch eine eigene Kanonen - Beförderungseinheit an den Ort der Kampfhandlungen gebracht. Diese Einheit musste sich auch um die Herstellung der Kanonenkugeln und um den Schießpulvervorrat kümmern. Gelegentlich wurden auch Kanonengießereien vor dem Belagerungsort eingerichtet.
Bei jedem Feldzug waren die Waffenschmiede für die Instandhaltung von Rüstungen und Waffen verantwortlich.
Wenn bei einer Belagerung die Artillerie keinen Erfolg hatte, war es die Aufgabe der Mineure Tunnels unter die Stadtmauern zu graben, Sprengladungen darin anzubringen und sie zur Explosion zu bringen. Diese Taktik der Kriegführung kam bei den Wiener Belagerungen zu tragen. So schlug man meist große Breschen in die Verteidigungsanlagen der Gegner.
Zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert war die osmanische Artillerie ihren Gegnern meist überlegen. Allerdings waren die Europäer im 17. und 18. Jahrhundert, nicht zuletzt durch die im 30 jährigen Krieg gesammelte Erfahrung, den Türken voraus. Folglich mussten die Osmanen moderne Geschütze aus Europa kaufen und Fachleute anstellen, um diese bedienen zu können. Trotz der Erneuerungen gelang es nicht den militärtechnischen Rückstand im gesamten Heerwesen aufzuholen.
http://www.unet.univie.ac.at/~a9801394/Heereswesen.html
leider ist das Buch nur zum Kauf angeboten, dass du hier verlinkst....
möchte daher freie Informationen einfügen....
Das osmanische Heerwesen
Zur Zeit der Reichsgründung unter Sultan Osman Gazi (13. bis 14. Jahrhundert) gab es reine Reiterheere, jedoch keine Infanterie und Artillerie. Diese Kampfeinheiten bestanden aus türkischen Lehnsreitern, den Sipahi und den Streifscharen, den Akinci , die anfangs aus Angehörigen halbnomadischer Stämme und später auch aus konvertierten Christen zusammengesetzt waren .
Seit der Regierungszeit Sultan Orhan Gazis (1326 - 1359) hatte die Familie Mihaloglu das Erbrecht für das Oberkommando über die Akinci. Diese Reitereien lebten von Raubzügen und Sklavenhandel, weshalb sie in Europa als "Renner und Brenner" gefürchtet waren. Die Akinci hatten in Kriegs- sowie in Friedenszeiten zahlreiche Aufgaben zu erfüllen. Wenn der Sultan einen großen Feldzug unternahm, bildeten die Akinci die Vorhut, ritten weit voraus und verwüsteten das Feindesland. Sie waren immer im Grenzgebiet stationiert und unternahmen Streifzüge, um die Bevölkerung zu verunsichern, ihre Besitztümer zu brandschatzen und sie selbst zu töten. Durch ihre Einfälle sollten die Akinci auch die Mobilität und Kampfbereitschaft des feindlichen Heeres prüfen. Meist entkamen die türkischen Reiter, nur mit Säbel, Pfeil und Bogen bewaffnet, noch bevor geeignete Gegenmaßnahmen getroffen werden konnten.
Die Reitertruppe der Akinci wurde im Jahre 1595, da sie unter der schlechten Führung des Großwesir Sinan Pasa im Kampf gegen die Österreicher stark dezimiert wurde und sich dann nicht mehr erholen konnte, aufgelöst. Später bestand die leichte Kavallerie der Osmanen aus der wenig erfolgreichen Reitertruppe der Deli und den Tataren.
Das osmanische Heer war in drei Gruppen gegliedert:
* Das stehende Heer: Es setzte sich aus den Janitscharen, den Sipahi, der Artillerie, den Waffenschmieden, der Kanonen - Beförderungseinheit und den Mineuren zusammen.
* Die Provinz- oder Feudaltruppen: Sie bestanden aus den europäischen (Rumeli) und asiatischen (Anadolu) Streitkräften. Diese wurden von dem jeweiligen Rumeli und Anadolu Beylerbey vor jedem Feldzug ausgehoben und bildeten den zahlenmäßig größten Teil des osmanischen Heeres. Die beiden Beylerbeys hatten auch während eines Feldzuges den Oberbefehl über ihre Truppen. Somit mußte sich die Zentralregierung in Istanbul nicht um die Ausrüstung und Verpflegung der Provinztruppen während eines militärischen Unternehmens kümmern.
* Die Seestreitmacht: Seit der Entstehung des Reiches dehnten die Türken ihr Herrschaftsgebiet auch zur See aus. Die osmanische Seeflotte kontrollierte zur Zeit Süleymans des Prächigten, während des 16. Jahrhunderts, bereits das ganze östliche und Teile des westlichen Mittelmeeres, nicht zuletzt durch die Verdienste des Turgut Reis und Hayrettin Barbarossa , eines Piraten, der im Auftrag des Sultans stand. Barbarossa war Oberbefehlshaber der osmanischen Seestreitmacht und Generalgouverneur von Algerien. Die Osmanen tyrannisierten zahlreiche europäische Küstenstädte, darunter das italienische Otranto und die französischen Küstenstädte Nizza und Toulon. Allerdings ging nach der Seeschlacht bei Lepanto im Jahre 1571, welche die Osmanen gegen eine christliche Allianzflotte unter Don Juan d’Austria verloren, ihr Einfluss im Mittelmeer stetig zurück.
Die Janitscharen:
Die legendäre Truppe der Janitscharen (Yeni Ceri = neue Truppe), ein Teil des stehenden Heeres, wurde im Jahre 1362 unter Sultan Murad I (1360-1389) gegründet, als man für die Eroberungen in Europa eine organisierte Streitmacht benötigte. Man rekrutierte die Angehörigen dieser Einheit aus jungen Kriegsgefangenen, die in Anatolien zu Lehnsherren geschickt wurden um dort Religion, Sprache und Sitten zu erlernen. Dann wurden sie in einer militärischen Schule für den Dienst im Palast und im Heer ausgebildet. Später mussten christliche Knaben aus den Balkanländern zur Ergänzung herbeiholte werden. Diese Knabenlese nannte man "Devsirme". Die 10-15 jährigen wurden von anatolischen Familien im Sinne der islmanischen Lebensführung erzogen und kamen dann in Gelibolu in die Janitscharenschule, wo sie bis zum 18 Lebensjahr ausgebildet wurden. So erzog man eine Soldateneinheit, die dem Sultan als einzigen Herren bedingungslos ergeben war.
Die Janitscharen waren eine Infanterietruppe, die in Kasernen wohnte. Den Soldaten war es verboten einen anderen Beruf auszuüben und zu heiraten. Durch die eiserne Disziplin und harte Ausbildung, die sie genossen hatten, waren die Janitscharen ihren Gegnern am Schlachtfeld überlegen. Anfangs bestand ihre Ausrüstung aus einem kurzen Säbel, einem Dolchmesser, einer Streitaxt und später auch aus einer Pistole oder einer Luntenmuskete.
Die kleinste Einheit im Janitscharenkorps war ein "Oda", bestehend aus 10 Mann, einem Zelt, einem Packpferd und einem Kochkessel. 10-12 "Odas" bildeten eine Kompanie. Während einer Belagerung waren die Janitscharen rund um das Zelt des Sultan postiert und die besten Krieger gehörten zur persönlichen Leibgarde des Herrschers.
Ab dem Ende des 16.Jahrhunderts durften die Janitscharen heiraten, einem Handwerk nachgehen und in eigenen Häusern wohnen. Die Knabenlese wurde nicht mehr durchgeführt und die Söhne von Janitscharen waren im Korps zugelassen. All dies führte zu einem Verfall der Truppendisziplin und der Kampfmoral. Während des 18. Jahrhunderts gab es zahlreiche Janitscharenaufstände, da die Sultane den Forderungen nach mehr Macht und Einfluss der ehemaligen Elitetruppe nicht nachkommen wollten. Zeitweise kam es dazu, dass die Janitscharen Herrscher stürzten und einen neuen Sultan einsetzten. Bei einer Janitscharenrevolte im Jahre 1826 ließ Sultan Mahmud II alle Angehörigen des Korps liquidieren. Zur Zeit der Gründung der Kampftruppe im Jahre 1362 gab es nur ca. 1.000 Janitscharen während es zur Zeit Sultan Mahmud II bereits 140.000 waren. Durch das Auslöschen des Janitscharenkorps wurde die ehemals tragende Säule des Reiches zum Einsturz gebracht und der Untergang des Imperiums beschleunigt.
Die Sipahi:
Die Sipahi waren die gepanzerte Kavallerie der Osmanen. Die Reiter wurden aus dem Janitscharenkorps ausgewählt und erhielten für ihre Verdienste im Schlachtfeld vom Sultan Lehnsgüter in den eroberten Gebieten. Somit wurden sie Grundbesitzer, die im Kriegsfalle zum Kampf verpflichtet waren. Die Sipahi waren ausgebildet zu Ross im Galopp mit der Lanze anzugreifen und dann den Kampf Mann gegen Mann mit dem Säbel zu führen. Die Streitkräfte der Sipahi wurden in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts gegründet und hatten im 16. Jahrhundert 300 Einheiten zu je ca. 30 Mann, wobei die ersten 6 Schwadronen für die Sicherheit des Sultans sorgten.
Die Artillerie:
Die türkische Artillerie wurde erstmals bei der Schlacht am Amselfeld (1389) unter Sultan Yildirim Bayazid I eingesetzt. Man erkannte den kriegerischen Nutzen dieser neuen Waffengattung rasch und kaufte die Kanonen anfangs im Ausland ein. Bald wurden die Geschütze auch von den Osmanen, unter Anleitung europäischer Kanonenbauer, selbst hergestellt. Bei der Belagerung von Konstantinopel (1453) wurden die ersten Riesenkanonen (8m Länge) durch den ungarischen Geschützgießer Urban hergestellt. Die türkischen Mörser und Kanonen waren sehr wirksam bei Belagerungen und auch bei Feldschlachten. Bei den beiden Wiener Belagerungen konnten wegen der schlechten Witterung nur kleine und mittlere Geschützkaliber mitgeführt werden, was den geringen Erfolg der Artillerie erklärt. Die schweren aus Bronze - Eisen Legierungen gegossenen Kanonen wurden durch eine eigene Kanonen - Beförderungseinheit an den Ort der Kampfhandlungen gebracht. Diese Einheit musste sich auch um die Herstellung der Kanonenkugeln und um den Schießpulvervorrat kümmern. Gelegentlich wurden auch Kanonengießereien vor dem Belagerungsort eingerichtet.
Bei jedem Feldzug waren die Waffenschmiede für die Instandhaltung von Rüstungen und Waffen verantwortlich.
Wenn bei einer Belagerung die Artillerie keinen Erfolg hatte, war es die Aufgabe der Mineure Tunnels unter die Stadtmauern zu graben, Sprengladungen darin anzubringen und sie zur Explosion zu bringen. Diese Taktik der Kriegführung kam bei den Wiener Belagerungen zu tragen. So schlug man meist große Breschen in die Verteidigungsanlagen der Gegner.
Zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert war die osmanische Artillerie ihren Gegnern meist überlegen. Allerdings waren die Europäer im 17. und 18. Jahrhundert, nicht zuletzt durch die im 30 jährigen Krieg gesammelte Erfahrung, den Türken voraus. Folglich mussten die Osmanen moderne Geschütze aus Europa kaufen und Fachleute anstellen, um diese bedienen zu können. Trotz der Erneuerungen gelang es nicht den militärtechnischen Rückstand im gesamten Heerwesen aufzuholen.
http://www.unet.univie.ac.at/~a9801394/Heereswesen.html
Die Taktik der Osmanen war sehr demütigend für ihre Gegner.
Man muss sich das mal verstellen. Die Osmanen kämpften immer aus der Verteidigung herreus also ließen sich angreifen. Dabei täuschten sie Rückzüge vor und sorgten dafür das die Gegner den Fehler machten das sie mit der schwerern Kavalerie angriff. Die wurde dann auf die Sultansschanze gelenkt und so war ihr schicksal besiegelt, denn da warteten die Janitscharen auf sie die den Sultan beschützen. Im siegestaumel dachten sie sie würden gewinnen aber es kam 300 Jahre lang anders.
Sie konstruierten die Schlacht. Perfekt sage ich dazu Perfekt. :-)
Nicht nur das. Als die gegnerische Kavellerie, kam feuerte die osmanische Artillerie aus der Deckung. Und zwar immer von beiden Seiten. Die osmanische Artillerie galt als die beste der damaligen Welt. ;)
Die Türken waren die ersten die den Wert dieser Waffe erkannten. Selbst als die Artellerie der "Abendländer" überlegen war konnten die Türken dank ihres Drills mithalten. !amazed
Die Taktik der Osmanen war sehr demütigend für ihre Gegner.
Man muss sich das mal verstellen. Die Osmanen kämpften immer aus der Verteidigung herreus also ließen sich angreifen. Dabei täuschten sie Rückzüge vor und sorgten dafür das die Gegner den Fehler machten das sie mit der schwerern Kavalerie angriff. Die wurde dann auf die Sultansschanze gelenkt und so war ihr schicksal besiegelt, denn da warteten die Janitscharen auf sie die den Sultan beschützen. Im siegestaumel dachten sie sie würden gewinnen aber es kam 300 Jahre lang anders.
Sie konstruierten die Schlacht. Perfekt sage ich dazu Perfekt. :-)
Nicht nur das. Als die gegnerische Kavellerie, kam feuerte die osmanische Artillerie aus der Deckung. Und zwar immer von beiden Seiten. Die osmanische Artillerie galt als die beste der damaligen Welt. ;)
Die Türken waren die ersten die den Wert dieser Waffe erkannten. Selbst als die Artellerie der "Abendländer" überlegen war konnten die Türken dank ihres Drills mithalten. !amazed
Der Schakal
30.01.05, 12:12
wie konnten wir nur so absinken...
Der Schakal
30.01.05, 12:12
wie konnten wir nur so absinken...
Meiner Meinung nach waren sie zu Tolerant und haben sich von den Imperialistischen Kräften blenden lassen.
Meiner Meinung nach waren sie zu Tolerant und haben sich von den Imperialistischen Kräften blenden lassen.
Der Schakal
30.01.05, 14:13
Ja. Dem stimme ich zu. Zudem haben sie leider nicht so viel in die Wissenschaft und Industrialisation investiert...
Der Schakal
30.01.05, 14:13
Ja. Dem stimme ich zu. Zudem haben sie leider nicht so viel in die Wissenschaft und Industrialisation investiert...
Ja. Dem stimme ich zu. Zudem haben sie leider nicht so viel in die Wissenschaft und Industrialisation investiert...
Das auch.
Ja. Dem stimme ich zu. Zudem haben sie leider nicht so viel in die Wissenschaft und Industrialisation investiert...
Das auch.
Für mich sind die vielen Machtkämpfe zwischen den Großwesiren und Adligen mit den Janitscharen und die beabsichtigte schlechte Bildung der Sultane schuld für den Untergang.
Für mich sind die vielen Machtkämpfe zwischen den Großwesiren und Adligen mit den Janitscharen und die beabsichtigte schlechte Bildung der Sultane schuld für den Untergang.
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