Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Berlin: Türken trauern um Osmanen (Talat Pasa)
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Konservative Berliner Türken wollen morgen mit einer Kranzniederlegung am Charlottenburger Steinplatz einer osmanischen Größe gedenken: Talat Paschas, des letzten osmanischen Innenministers. Er kam im März 1921, im Berliner Exil, durch die Schüsse eines Armeniers um. Armenier warfen ihm vor, den Befehl zur Ausrottung ihres Volkes in Anatolien gegeben zu haben. Eine umstrittene These.
Mit der Gedenkveranstaltung möchte die Türkische Gemeinde auf ein Problem aufmerksam machen, erklärt deren Vorsitzender Taciddin Yatkin: "Talat Pascha wurde ermordet, und sein Mörder für schuldig befunden. Dennoch haben ihn damals die Deutschen freigelassen, unter dem Vorwand, der Mann sei geisteskrank gewesen."
Yatkin will darin eine Ungerechtigkeit erkennen, die heute noch aktuell sei. "Wir sind für eine Debatte über das Thema, aber zunächst müssen die Historiker forschen können. Wenn sie ihre Arbeit beendet haben, können Politiker tun, was zu tun ist."
Eine Anspielung auf den Antrag der CDU/CSU-Bundestagsgruppe, nach dem im kommendem April im Bundestag an die im Jahr 1915 massakrierten Armenier erinnert werden soll und dem sich auch die Grünen angeschlossen haben.
Nicht wenige Berliner Türken glauben, es werde versucht, ihnen in Deutschland einen Maulkorb zu verpassen. In den Teestuben und Sportvereinen Berlins jedenfalls kritisieren türkische Migranten den Umgang mit diesem Thema - und mit ihnen. Sie beschweren sich, dass ihnen Diskussionsunwilligkeit vorgeworfen wird, sich aber umgekehrt niemand für ihre Argumente - und ihre Toten - interessiere.
Die fünf größten türkischen Verbände der Stadt warnen in einer gemeinsamen Erklärung vom vergangenen Freitag: "Eine undifferenzierte Diskussion bringt nicht nur die direkt betroffenen Bevölkerungsteile gegeneinander auf, sondern schürt auch Vorurteile und Ressentiments zwischen Eingewanderten und der Mehrheitsgesellschaft." Nach Meinung der Verbände, darunter der Türkische Bund Berlin-Brandenburg, die Türkisch-Islamische Union und die Türkisch-Deutsche Unternehmervereinigung, gefährdet dies sogar den sozialen Frieden der Bundesrepublik. Dabei artikulieren sie nur das, was die große Mehrheit der Türken in Deutschland denkt: "Diese tragischen Ereignisse, bei denen auf beiden Seiten hohe Verluste an Menschenleben zu beklagen sind, erfüllen keinesfalls die Kriterien eines Völkermords."
Viele türkischstämmige Berliner fühlen sich ohnehin von der öffentlichen Kritik in die Mangel genommen: "Wir werden von einem Thema in das andere hineingeprügelt und nach Meinung der Mehrheitsgesellschaft sind wir, egal welches Thema, pauschal die Schuldigen", beklagt sich Ahmet Iyidirli, Bundesvorsitzender der sozialdemokratischen Partei HDF. Unter diesen Umständen traue man sich oft nicht, sich zu den strittigen Themen zu äußern: "Dann muss man befürchten, zumindest verbal gelyncht zu werden."
http://www.taz.de/pt/2005/03/14/a0264.nf/text.ges,1
Zum Thema noch ein guter Kommentar in der TAZ:
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Die Nachkommen der armenischen Opfer halten das Thema auf der Tagesordnung... Man kann es verstehen.
Genauso könnte man die Türken verstehen, die die Ereignisse von 1915 in ihren kollektiven Erinnerung, in Form von hunderttausenden durch armenische Freischärler ermordeten muslimischen Zivilisten, aufbewahrt haben. In der Tat können viele Türken davon berichten, wie ihre Großeltern während des Ersten Weltkrieges vor "mordenden armenischen Banden" flüchten mussten oder deren Opfer wurden.
Die Deutschen wären deshalb gut beraten, enorm aufzupassen, wenn sie sich zum "Genozid an den Armeniern" äußern. Denn das hört sich in vielen türkischen Ohren wie ein vorgefertigtes Urteil an... Es handelt sich nämlich nicht um ein Massaker, das vor 90 Jahren geschah und heute keinen mehr berührt. Nicht nur die armenischen Nachkommen der Opfer wollen ihren Schmerz endgültig überwinden. Den Türken geht es ähnlich.
Hinzu kommt, dass die Deutschen bei den Migranten hierzulande im Verdacht stehen, pauschal zu urteilen, wenn es um andere Völker geht. Deshalb darf das Ergebnis einer Debatte, die noch stattfinden muss, nicht vorgeschrieben werden, wenn diese Debatte zur Versöhnung zwischen den beiden Völkern beitragen soll. Vielmehr kann in Berlin gezielt eine offene Debatte mit allen Argumenten - also auch gegen die Genozidthese - angeregt werden. Wozu sich die Türken in der Stadt bereit erklären. Das war auch nicht immer so.
http://www.taz.de/pt/2005/03/14/a0268.nf/text.ges,1
Weiß jemand, wann und wo das statt findet und wer das organisiert?
Evtl. nehmen ja ein paar von hier teil!
Find ich sehr gut!
Aber in den Köpfen der meisten Menschen, sind wir Türken eh die Bösewichte. Weil wir Muslime sind und sie Christen. Wer redet heute vom wirklich ersten Völkermord im 20. Jahrhundert, 1912 an Muslimen während des 1. Balkankrieges? Keiner!
mal sehen, ob diese Kranzniederlegungs geschichte weiter in den Medien berichtet wird....
seien wir doch ehrlich... für fast alle aus der Mehrheitsgesellschaft, die sich zu diesem Thema äussern, sind wir die schuldigen, deswegen reden alle auch schon voreingenommen von völkermord.
Ahmet iyirdili sagt den istzustand in Bundesrepublik Deutschland...
weiter so, es müssen sich mehr einflussreiche türken öffentlich äussern, dass eine pauschale verurteilung/voreingenommenheit, die Harmonie in der BRD gefährde.... aber bitte nicht so unüberlegte sätze ala Keskin
Politikforum'da ilginc bir sey okudum:
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Original geschrieben von Abbas Mirza
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Solange unsere Jugendlichen Hip Hop hören und Gangstern nach eifern um schluß endlich im Knast zu landen, und solange armenische Jugendlich brav aufs Gymnasium gehen und dann studieren solange haben wir keine Chance auf diesem Gebiet!
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Der Schakal
14.03.05, 11:18
@DeLaHoya
Wo er recht hat, hat er recht !
Wen ich in Berlin wohnen würde , währe cih als erster dort.
Um Talat Pasha zu ehren.
Wen ich in Berlin wohnen würde , währe cih als erster dort.
Um Talat Pasha zu ehren.
Das dumme ist nur, dass ich im Internet keine Infos zu der Veranstaltung finde konnte!
Scheiß Organisation!
Wen ich in Berlin wohnen würde , währe cih als erster dort.
Um Talat Pasha zu ehren.
Das dumme ist nur, dass ich im Internet keine Infos zu der Veranstaltung finde konnte!
Scheiß Organisation!
JA und unsere Medien schweigen :rolleyes:
Wen ich in Berlin wohnen würde , währe cih als erster dort.
Um Talat Pasha zu ehren.
Das dumme ist nur, dass ich im Internet keine Infos zu der Veranstaltung finde konnte!
Scheiß Organisation!
JA und unsere Medien schweigen :rolleyes:
ach ich merke es jetzt erst. Steht ja am Anfang des Textes. Heute Charlottenburger Steinplatz. Aber um wieviel Uhr? vielleicht hat es ja schon angefangen
die kranziederlegung ist am 15.03. um 10 uhr morgens am Steinpaltz 17 in berlin. organisiert wird das ganze von der türkischen gemeinde zu berlin. gibt allen berliner türken bescheid, damit soviele wie möglich dort sind morgen
wenn jemand von Hamburg fährt, würde ich gerne mit fahren.
die kranziederlegung für TALAT PASA ist (morgen)am 15.03. um 10 uhr morgens am Steinpaltz 17 in berlin- Charlottenburg, nähe ubhf ernst reuter platz in der nähe der UDK. organisiert wird das ganze von der türkischen gemeinde zu berlin. gibt allen berliner türken bescheid, damit soviele wie möglich dort sind morgen. DANKE
Talat Pascha, der letzte Innenminister des Osmanischen Reiches, wurde vor 90 Jahren in Berlin von einem Armenier erschossen. Ausgerechnet ihn ehrten gestern 20 Türken in Charlottenburg. Eine Provokation, findet eine Journalistin
Schwieriges Gedenken gestern in Charlottenburg: Die Veranstaltung in Gedenken an den letzten osmanischen Innenminister Talat Pascha, der nach armenischer Meinung vor 90 Jahren den Befehl zum Völkermord an Armeniern gegeben hat, ist spontan organisiert. Zunächst sind mehr Journalisten am Steinplatz als Demonstranten. Am Ende sind es etwa 20 Menschen, die Talat Paschas gedenken.
Sie lehnen einen schwarz bemalten Kranz an den Gedenkstein der Opfer des Nationalsozialismus und wollen den deutschen Text auf dem Kranz korrigieren. Es fällt ihnen nicht leicht. Am Ende steht es handschriftlich: "Talat Pascha wurde am 15. März 1921 von einem Armenier ERMORDET".
In diesem Moment erregt sich die Korrespondentin einer namhaften konservativen deutschen Zeitung: "Sie können diesen Kranz nicht dorthin stellen!" Sie glaubt offenbar, dass der Kranz für den völkermordverdächtigen Talat Pascha vor dem Gedenkstein für die Opfer des Nationalsozialismus bleiben soll. Die türkischen Demonstranten sind verwirrt. Sie wissen nicht, warum sich die Journalistin aufregt. Sie wird lauter: "Ihre Geschichtskenntnisse hören offenbar da auf, wo es unangenehm wird!"
Tacittin Yatkin, der Vorsitzender der Türkischen Gemeinde und Organisator der Veranstaltung, begreift schließlich, was die Journalistin ärgert. Er lässt zwei junge Türken den Kranz wegtragen. Diese fragen sich immer noch: "Was soll dieser Stein da sein?"
Kameras laufen. Yatkin verliest zwischen zwei türkischen Fahnen und dem Kranz einen türkischen Text. Er berichtet sachlich, wie Talat Pascha an dieser Stelle durch die Schüsse eines Armeniers getötet und wie dieser - obwohl schuldig gesprochen - von deutschen Gerichten freigelassen wurde. Die damals erschienenen deutschen Zeitungen sollen das berichtet und vermutet haben, dass hinter dem Attentat der britische Geheimdienst gestanden habe. Yatkin beendet seine Rede mit den Worten: "Wir trauern um unseren Märtyrer und verurteilen die Mörder!" Dann wird auf Deutsch die Aufstellung eines Gedenksteins "für den ermordeten Staatsmann" gefordert.
Alles überstanden, denken die Demonstranten. Fehlanzeige. Plötzlich stehen weitere fünf Männer am Platz und rollen zwei andere Fahnen auf. Einer von ihnen hält eine revolutionäre Rede. Es sind ehemalige türkische Maoisten der Arbeiterpartei. Ein Aktivist behauptet, dass die USA und die Europäer mit einer Kampagne der Erinnerung an den Völkermord die Türkei zur Aufgabe ihrer nationalen Souveränität zwingen wollen. Es gebe keinen Völkermord, damals sei nur das Land der Türken verteidigt worden - gegen armenische Banden, die von Imperialisten und Russen unterstützt worden seien. Dabei hätten sich Armenier und Türken gegenseitig umgebracht.
Tacittin Yatkin mischt sich ein: "Das ist unsere Veranstaltung. Sie können hier nicht reden." Die Veranstaltung endet in einer Debatte, wer wann und wo reden darf. Die deutsche Journalistin empört sich weiterhin: "Ich habe so viel zu diesem Thema geschrieben. Ich finde das alles unmöglich!" CEM SEY
http://www.taz.de/pt/2005/03/16/a0261.nf/text.ges,1
Ya... bir nevi komik, degil mi?
Ich finde das eine schande, nur 20 Demonstranten.
Nächstes jahr fahre ich mit mindestens 20 Kolegen dort hin.
Ermeni Büyükelçi'den sürpiz çıkış:Türkiye soykırımdan sorumlu tutulamaz
GÜVEN ÖZALP Brüksel
Avrupa Birliği (AB) sürecinde Türkiye'nin önüne son dönemde sıkça çıkarılmaya başlanan "soykırım iddiaları" konusunda Ermeni yetkililerden dikkat çekici bir çıkış geldi. Geçen hafta Strasbourg'da gerçekleştirilen Ermenistan ile Avrupa Parlamentosu (AP) arasındaki Parlamentolararası İşbirliği Komisyonu'nda konuşan AB nezdindeki Ermeni Büyükelçi Viguen Çiteşyan "soykırım" konusunun "Ermeni diasporasının yarattığı bir sorun" olduğunu söyledi. Çiteşyan, "Soykırımdan modern Türkiye sorumlu tutulamaz dedi. Toplantı da bir soruyu cevaplayan Çiteşyan, "Şüphesiz, Jön Türkler tarafından uygulanmış bir soykırımı meselesi var, ancak bu sorundan modern Türkiye ve Türk ulusu sorumlu tutulamaz. Soykırım meselesi, diasporanın yarattığı bir sorundur" diye konuştu. Soykırım konusunun Ermenistan'ın güvenliği açısından önem taşıdığını belirten Büyükelçi, şunları söyledi:
"Sorun Ermeni halkının güvenlik sorunudur. Soykırımının tanınmasını bu nedenle talep ediyoruz. Bu konu dış politikamızda daima mevcut olacaktır. Ancak Türkiye'yle ilişkilerimiz açısından hiçbir zaman ön koşul değildir."
Quelle:
http://www.milliyet.com.tr/2005/03/16/son/sondun13.html
Der Schakal
16.03.05, 15:14
Power Nachricht ! Gibts das auch auf deutsch?
Der Schakal
16.03.05, 15:14
Zudem wäre es gut wenn solche nachrichten übersetzt würden ins deutsche....
Vorgeschichte siehe hier
http://www.politikcity.de/forum_viewtopic.php?2.6449
und
http://www.politikcity.de/forum_viewtopic.php?2.6682
und
http://www.politikcity.de/forum_viewtopic.php?48.6599
und
http://www.politikforum.de/forum/showthread.php?s=&threadid=96738
Historische Aufarbeitung
betr.: "Türken trauern um Osmanen", "Türken und Armenier. Eine offene Debatte ist nötig", Kommentar von Cem Sey, taz vom 14. 3. 05
Was treibt nur die "konservativen Türken" Berlins, sich mit Politikern zu identifizieren, die im eigenen Heimatland für staatlich geplanten und organisierten Massenmord an Minderheiten, in diesem Fall an Armeniern und Griechen, zum Tode verurteilt wurden?
Mehmet Ali Talaat war als damaliger Innenminister für die Todesmärsche und Massaker unmittelbar verantwortlich, denen nach Schätzung der deutschen Botschaft Konstantinopel vom 4. Oktober 1916 anderthalb Millionen Armenier zum Opfer fielen, von 2,5 Millionen im Jahr 1914. Am 5. Juli 1919 verurteilte ein osmanisch-türkischer Militär-Sondergerichtshof in Konstantinopel Talaat dafür zum Tode.
Talaat war freilich zu diesem Zeitpunkt, ebenso wie andere hochrangige Vertreter des jungtürkischen Komitees "Einheit und Fortschritt", bereits ins Ausland geflüchtet und hatte, mit Wissen und Billigung deutscher Behörden, in Berlin-Charlottenburg Unterschlupf gefunden. Auslieferungsanträge der türkischen Regierung lehnte der damalige deutsche Außenminister Dr. Solf unter anderem mit Hinweis auf die "Bündnistreue" Talaats im Ersten Weltkrieg ab - Deutschland verhinderte auf diese Weise ein türkisches "Nürnberg".
Es ist heuchlerisch, wenn türkische Sprecher den Anschein erwecken, als habe es in 90 Jahren seit dem Genozid an den armenischen Bürgern des Osmanischen Reiches keine wissenschaftliche, politische und juristische Aufarbeitung dieses Staatsverbrechens gegeben. Es ist weiterhin heuchlerisch, wenn sie den Anschein erwecken, als sprächen sie in dieser Sache für alle TürkInnen. Zum Glück ist dem nicht so. Der türkische Nationalismus hat sein Deutungsmonopol verloren.
Aber es kann in demokratischen Gesellschaften nicht hingenommen werden, dass solche Sprecher öffentlich ihre Sympathie mit Staatsverbrechern im Range eines Himmlers bekunden und uns über leicht nachprüfbare historische Tatsachen hinters Licht zu führen versuchen.
TESSA HOFMANN, Vorsitzende der Arbeitsgruppe Anerkennung Gegen Genozid, für Völkerverständigung e. V
Es ist schon erstaunlich, wie ein Blatt, das aus einem linken, emanzipatorischen Kontext heraus gegründet wurde, heute der Genozidrelativierung beziehungsweise -leugnung ein Forum bietet.
Wenn Herr Sey in seinem "Kommentar" von "hunderttausenden ermordeten muslimischen Zivilisten" 1915 und "mordenden armenischen Banden" spricht, dann ist das nicht nur eine absurde Geschichtsfälschung, sondern auch ein Instrument, um die türkischen Taten abzuschwächen, da dadurch das Bild entsteht, es hätten zwei Völker oder Länder gegeneinander Krieg geführt, in dem es auf beiden Seiten tragischerweise viele Opfer gab. Genau wie diese perfide Erklärung türkischer Verbände Berlins es ja deklariert, die hier genauso unkommentiert abgedruckt wird wie die Forderung nach historischer Aufarbeitung von der Türkischen Gemeinde Berlin, der Herr Sey hätte entgegensetzen müssen, dass dies längst getan wurde und dutzende Parlamente weltweit, darunter UNO und EU, dies auch als Genozid anerkannt haben. Das ist dasselbe, als würden Nazis eine historische Aufarbeitung des Holocausts fordern und dies würde unkritisch als bloße Nachricht verbreitet werden.
Aus dieser Causa nun auch noch ein türkisches Opfermärchen zu kreieren, wonach Berliner Türken deshalb nun in der öffentlichen Meinung am Pranger stehen würden, ist absolut heuchlerisch. Diejenigen, die den Genozid beim Namen nennen, kriegen nicht mehr nur in der Türkei, in der es unter Strafe steht (siehe jüngstes Beispiel Orhan Pamuk), sondern auch in anderen Ländern den Druck türkischer Behörden und Vereine zu spüren, wie diverse Beispiele zeigen (Lepsius-Haus in Potsdam, Brandenburger Schulbuchaffäre, Streichung des Genozidstücks "beast on the moon" von türkischen Kulturtagen in Karlsruhe, Abziehen des türkischen Botschafters aus Frankreich etc.).
Dem Ganzen wird ja noch mit der Behauptung, von türkischer Seite wäre man doch gesprächsbereit, die Krone aufgesetzt. Das Opfer soll sich also mal nicht so haben, wenn der Täter schon die Hand ausstreckt. Sollen vielleicht die Armenier am Ende noch die Türken um Verzeihung bitten, dass sie sich von ihnen haben abschlachten lassen?!
HENRI GRIGORJAN
Man stelle sich das vor: Mitten in Berlin marschieren die Unbelehrbaren auf und trauern um Heinrich Himmler, oder sie legen einen Kranz nieder für Adolf Eichmann. Unvorstellbar? Vorstellbar! Türkische Organisationen in Berlin, von denen wir nur hoffen wollen, dass sie nicht wirklich die Mehrheit repräsentieren, machen sich stark für das Gedenken an Mehmet Ali Talaat, besser bekannt als Talaat Pascha. Das ist der Mann, der für den Völkermord an den Armeniern verantwortlich zeichnete. Das ist der Mann, der vor genau 90 Jahren anderthalb Millionen Menschen hat abschlachten oder in die Wüste treiben lassen.
Wirrköpfe, die einen solchen Mann heute ehren wollen? Wohl kaum - sie stehen in der Tradition türkischer Staatsräson und hängen offensichtlich am Gängelband der türkischen Auslandsvertretungen, die sich nicht scheuen, deutsche Bundestagsabgeordnete zu beleidigen, weil die sich endlich des Völkermords an den Armeniern annehmen wollen. Die Völkermordlüge ist die offizielle Politik Ankaras, die der türkische Botschafter in Berlin ohne Wenn und Aber zu vertreten hat. Dieses Land will in die EU. Es würde zweifellos die europäische Wertegemeinschaft sprengen. Tatsächlich gibt es nur einen gangbaren Weg der Türkei nach Europa: Den öffentlichen Diskurs über diesen Schandfleck türkischer Geschichte in der Türkei selbst zu eröffnen und endlich den schmerzhaften soziokulturellen Prozess der historischen Aufarbeitung zu beginnen.
Wird die Türkei diese Kraft aufbringen? Nichts spricht zur Zeit dafür. Merkwürdig übrigens, dass der deutsche Außenminister den türkischen Botschafter wegen seiner beleidigenden Äußerungen über deutsche Parlamentarier nicht zum Rapport einbestellt hat.
JOCHEN MANGELSEN, Bremen
http://www.taz.de/pt/2005/03/18/a0311.nf/text.ges,1
Unglaublich, wie arrogant und aggressiv die Leute die türkischen Opfer einfach ignorieren und sich darüber aufregen, wenn die TAZ auch die türkischen Verluste erwähnt.
Im Artikel kann man unten rechts auf "LeserInnenbrief" klicken und denen was schicken.
Der Schakal
17.03.05, 23:47
@DeLAHoya
bizim TIC altinda bir leserbrief yaz göster ondansonra göndeririz...
@DeLAHoya
bizim TIC altinda bir leserbrief yaz göster ondansonra göndeririz...
Kendi adimda bir seyler yazdim.
hallo neben Reaktionen mit Leserbriefen, müssen wir auch in Sachen armenische Verleumdung endlich aus der Defensive rauskommen.
Wenn wir wieder in Ruhe leben wollen, müssen wir die Politik - hier also Medienberichterstattung mitbestimmen. Wie das geht, haben selbst dieser zugegeben wenigen 20 Personen vorgemacht, warum können wir denn nicht, an die durch ASALA ermordeten genauso erinnern?
DIE UNMENSCHLICHEN, FEIGEN - TERRORANSCHLÄGE der armenischen Terrororganisationen, Armenian Secret Army for the Liberation of Armenia (ASALA), Commandos of Armenien Militants Against Genocide ( JCAG ), ARA.
27. Januar 1973, Santa Barbara (Kalifornien) : Der armenisch-stämmige US-Bürger Gourgen Yanikian lädt den türkischen Generalkonsul Mehmet Baydar und den Konsul Bahadir Demir zum Abendessen ein. Die ahnungslosen Diplomaten nehmen die Einladung an, Gourgen Yanikian ermordet seine beiden Gäste. Er wird zu lebenslanger Haft verurteilt.
22. Oktober 1975, Wien : Der türkische Botschafter Danis Tunaligil wird von drei armenischen Terroristen in seinem Arbeitszimmer getötet. Die ASALA übernimmt die Verantwortung.
24. Oktober 1975, Paris : Der türkische Botschafter Ismail Erez und sein Fahrer Talip Yener werden ermordet. Die beiden armenischen Gruppen ASALA und JCAG erklären sich verantwortlich.
16. Februar 1976, Beirut : Der Hauptsekretär der türkischen Botschaft, Oktar Cirit, wird in einem Restaurant in der Hamra Street erschossen. Die ASALA übernimmt die Verantwortung.
9. Juni 1977, Rom : Der türkische Botschafter im Vatikan, Taha Carim, stirbt kurz nach einem Anschlag auf seine Person. Die Verantwortung für das Attentat übernimmt die ASALA.
2. Juni 1978, Madrid : Anschlag auf das Auto des türkischen Botschafters Zeki Kuneralp. Seine Frau Necla Kuneralp und der pensionierte Botschafter Besir Balcioglu sterben im Kugelhagel. Der spanische Chauffeur Antonio Torres stirbt später im Krankenhaus. ASALA und JCAG erklären beide, der Anschlag gehe auf ihr Konto.
12. Oktober 1979, Den Haag : Ahmet Benler, der Sohn des türkischen Botschafter Özdemir Benler wird von Armeniern erschossen. Die Attentäter können entkommen. Wieder übernehmen sowohl ASALA als auch JCAG die Verantwortung.
22. Dezember 1979, Paris : Yilmaz Çolpan, der Tourismusattache in der türkischen Botschaft, wird erschossen, während er auf dem Champs Elysées spazierengeht. Verschiedene Gruppen, darunter die ASALA, die JCAG und die "Commandos of Armenian Militants Against Genocide" erklären sich verantwortlich.
23. Dezember 1979, Rom : Drei Bombenexplosionen ereignen sich vor den Büros Air France und der TWA und verletzen ein Dutzend Passanten. Die ASALA erklärt, die Bombe sei als Vergeltung für die repressiven Maßnahmen der französischen Behörden gegen Armenier gelegt worden.
10. März 1980, Rom : Zwei Bomben beschädigen ein Büro der Turkish Airlines und ein türkisches Touristenbüro auf der Piazza Della Repubblica. Zwei Personen kommen bei den Explosionen ums Leben, die Armenian Secret Army for the Liberation of Armenia (ASALA) übernimmt die Verantwortung.
31. Juli 1980, Athen : Galip Özmen, der Verwaltungsattache der türkischen Botschaft und seine Familie werden in ihrem Auto von armenischen Terroristen angegriffen. Galip Özmen und seine 14 Jahre alte Tochter Neslihan kommen ums Leben. Seine Frau Sevil und sein 16 Jahre alter Sohn Kaan werden bei dem Anschlag der ASALA verletzt.
5. August 1980, Lyon : Zwei Terroristen stürmen das türkische Generalkonsulat in Lyon und eröffnen das Feuer. Zwei Menschen werden getötet, mehrere Außenstehende werden verletzt. Die Organisation ASALA erklärt sich verantwortlich.
26. September 1980, Paris : Die ASALA schießt auf den Presseberater der türkischen Botschaft, Selçuk Bakkalbasi, kurz bevor er sein Haus betritt. Bakkalbasi wird lebensgefährlich verletzt.
5. Oktober 1980, Madrid : Die ASALA zündet einen Sprengsatz vor den Büros der Alitalia, zwölf Menschen werden verletzt.
10. November 1980, Rom : Die ASALA verübt zwei Anschläge auf ein schweizer Touristenbüro und das Büro der Swissair in Rom. Fünf Menschen werden verletzt.
17. Dezember 1980, Sydney : Zwei Terroristen ermorden den türkischen Generalkonsul Sarik Ariyak und dessen Bodyguard Engin Sever. Die JCAG erklärt sich für verantwortlich.
4. März 1981, Paris : Zwei Männer der ASALA eröffnen das Feuer auf Resat Morali, den Arbeitsattache an der türkischen Botschaft, Tecelli Ari, Religionsattache und auf Ilkay Karakoç, den örtlichen Vertreter der Anadolu Bank. Morali und Ari werden erschossen, Karakoç gelingt die Flucht.
12. März 1981, Teheran : Eine Gruppe von ASALA-Terroristen versucht, die türkische Botschaft zu besetzen. Zwei Wächter werden bei dem Versuch erschossen. Zwei Täter werden festegenommen und später hingerichtet.
9. Juni 1981, Genf : Mehmet Savas Yergüz, Sekretär in der türkischen Botschaft, wird von dem armenischen Terroristen Mardiros Jamgotchian erschossen. Die Festnahme des ASALA-Mannes führt zur Gründung eines neuen ASALA-Armes, die Organisation nennt sich "Ninth of June Organization" und wird für eine ganze Serie von Anschlägen verantwortlich sein.
24. September 1981, Paris : Vier Armenier, die der ASALA angehören, besetzen das türkische Generalkonsulat in Paris. Während sie das Gebäude stürmen, erschießen sie Cemal Özen, einen Sicherheitsbeamten, und verletzen den Konsul Kaya Inal schwer. Die Terroristen nehmen sich zwischenzeitlich 56 Geiseln.
28. Januar 1982, Los Angeles : Kemal Arikan, der türkische Generalkonsul in Los Angeles, wird von zwei ASALA Terroristen auf dem Weg zur Arbeit erschossen. Der 19-jährige Hampig Sassounian wird verhaftet und zu lebenslanger Haft verurteilt.
26. März 1982, Beirut : In einem Kino in Beirut explodiert eine Bombe, die zwei Menschen tötet und 16 weitere verletzt. Die ASALA erklärt, der Anschlag gehe auf ihr Konto.
8. April 1982, Ottawa : Kani Güngör, der Wirtschaftsattache der türkischen Botschaft in Ottawa, wird in der Garage seines Appartments von ASALA-Terroristen angeschossen und schwer verletzt.
4. Mai 1982, Cambridge (Massachusetts) : Orhan Gündüz, der türkische Honorarkonsul in Boston wird von einem Unbekannten erschossen. Die ASALA übernimmt die Verantwortung .
7. Juni 1982, Lissabon : Der Verwaltungsattache der türkischen Botschaft, Erkut Akbay, und seine Frau Nadide Akbay werden vor ihrem Haus von Terroristen der JCAG erschossen.
21. Juli 1982, Paris : 16 Menschen werden bei einer Bombenexplosion vor einem Cafe am Place Saint-Severin verletzt. Die Orly Organisation erklärt sich verantwortlich, und verweist darauf, dass Frankreich armenische Gefangene nicht als politische Gefangene, sondern als gewöhnliche Kriminelle behandelt.
7. August 1982, Ankara : Zwei Terroristen der Armenian Secret Army for the Liberation of Armenia (ASALA) zünden auf dem Flughafen Esenboga eine Bombe und schießen anschließend mit Maschinengewehren in die Menge in einem Warteraum für Passagiere. Neun Personen sterben bei dem Angriff, 82 werden verletzt. Der überlebende Terrorist, Levon Ekmekjian wird verhaftet und zu lebenslanger Haft verurteilt.
27. August 1982, Ottawa : Colonel Atilla Altikat, der Militärattache der türkischen Botschaft, wird in seinem Auto von der Organisation JCAG ermordet.
9. September 1982, Burgas (Bulgarien) : Bora Süelkan, der Verwaltungsattache des türkischen Generalkonsulats in Burgas, wird vor seiner Wohnung erschossen. Verschiedene armenische Organisationen übernehmen die Verantwortung.
28. Februar 1983, Paris : Eine von der ASALA gelegte Bombe detoniert in einem Büro der Marmara Travel Agency und tötet eine Sekretärin. Vier Personen werden verletzt.
9. März 1983, Belgrad : Galip Balkar, der türkische Botschafter in Jugoslawien, wird in der Innenstadt von Belgrad ermordet. Sein Chauffeur Necati Kayar erleidet einen Bauchschuss. Als die Terroristen zu fliehen versuchen, verletzen sie zuerst einen jugoslawischen Colonel, anschließend erschießt ein Terrorist eine Studentin. Die beiden Armenier Kirkor Levonian und Raffi Elbekian werden verhaftet.
16. Juni 1983, Istanbul : Armenische Terroristen der ASALA verüben einen Anschlag mit Handgranaten und Maschinengewehren auf den Basar von Istanbul. Zwei Personen werden getötet, 21 verletzt.
14. Juli 1983, Brüssel : Der türkische Diplomat Dursun Aksoy, Verwaltungsattache in Belgien wird von einer armenischen Untergrundorganisation erschossen.
15. Juli 1983, Paris : Auf dem Pariser Flughafen Orly explodiert eine Bombe vor dem Schalter der türkischen Fluggesellschaft THY, die acht Menschen tötet und mehr als 60 verletzt. Der 29-jährige syrische Armenier VaradjianGarbidjian gesteht die Tat und erklärt, die Bombe sollte erst an Bord eines Flugzeugs explodieren. Die armenische Organisation ASALA bekennt sich zu dem Anschlag.
27. Juli 1983, Lissabon : Bei einem Attentat auf die türkische Botschaft in Lissabon kommen sieben Menschen ums Leben. Die Terroristen ASALA hatten das Gebäude zuvor besetzt.
25. August 1983, Berlin : Bei einem Sprengstoffanschlag auf das Maison de France, ein französisches Kulturzentrum und das Generalkonsulat, stirbt ein Mensch, 23 weitere werden verletzt. Eine ASALA bekennt sich, jedoch wird die Carlos-Gruppe für den Anschlag verantwortlich gemacht.
1. Oktober 1983, Marseille : Eine Bombenexplosion zerstört den amerikanischen, sowjetischen und algerischen Pavillon auf einem internationalen Jahrmarkt. Eine Person wird durch den Anschlag der ASALA getötet, 26 werden verletzt.
28. April 1984, Teheran : Zwei auf einem Motorrad fahrende ASALA-Terroristen eröffnen das Feuer auf Isik Yönder, als er seine Frau Sadiye Yönder zur türkischen Botschaft fährt, wo sie arbeitet. Isik Yönder wird getötet.
20. Juni 1984, Wien : Eine Bombe explodiert in dem Auto, das Erdogan Özen gehört, einem Berater der türkischen Botschaft. Özen wird getötet, fünf andere Personen verletzt. ASALA-Terroristen erklären sich für die Tat verantwortlich.
14. August 1984, Los Angeles : Am 14. August wird im Bus der türkischen Olympiamannschaft vor dem Flughafen von Los Angeles eine tickende Bombe unbekannter Herkunft entdeckt. Der Sprengsatz kann von Spezialisten der örtlichen Flughafenpolizei entschärft werden. Ein anonymer Anrufer übernimmt die Verantwortung des versuchten Anschlags im Namen der armenischen Untergrundorganisation Asala.
19. November 1984, Wien : Evner Ergun, der stellvertretende Direktor für soziale Entwicklung der Vereinten Nationen, wird in Wien erschossen, als er zur Arbeit fährt. Die Mörder hinterlassen auf der Leiche des Opfers eine Flagge mit den Initialen ARA.
12. März 1985, Ottawa : Drei schwerbewaffnete ARA-Terroristen stürmen die türkische Botschaft und töten einen kanadischen Sicherheitsbeamten. Nach der Sprengung der Eingangstür gelangen die Täter ins Gebäude. Dem Botschafter Coskun Kirca gelingt trotz schwerer Verletzungen die Flucht. Die Täter nehmen seine Frau und seine Tochter zeitweise als Geiseln, lassen diese aber später frei und ergeben sich.
wir könnten an all diesen Terminen - ein symbolischen Akt zur Erinnerung etablieren.
Ideen?
wir könnten an all diesen Terminen - ein symbolischen Akt zur Erinnerung etablieren.
Ideen?
Klingt jetzt etwas übertrieben aber bei solchen sachen müsste man eingentlich geld haben um (auf für anschläge wie in Solingen) in zeitungen auf solche geschehenisse hinzuweisen oder türkische Vereine bzw Unternehmen oder Läden bitten Plakate oder Schwarze Tücher oder so ein die Fenster zu hängen soowas in der art das die ermordeten Türkischen landsleute nicht vergessen werden.
Abbas Mirza
23.03.05, 08:19
Verdammt! Warum hört man sowas nicht!?
Hoffentlich gibt es das nächstes Jahr auch, ich geh dann auch mit Freunden und Aserbaidschanischer Fahne dahin.
Weiß einer was davon ob es nächstes Jahr wieder statt findet?
Abbas Mirza
23.03.05, 08:42
Wer ist dieser Jochen Mangelesen?
Steht er in einem zusammhang zur Deutsch-Armenischen Gesellschaft?
Die ARD Moskau Redaktion arbeitet ja für die armenische Diaspora ich habe letztens einen Beitrag über "Armenien als Reiseland" gesehen.
Haben nicht ein Wort davon erwähnt das der Kharbakh Krieg Völkerrechtswiedrig war statt dessen haben die armenische "Opfer" gezeigt.
Erstaunt mich immer wieder zu sehen welchen Einfluß man selbst bei den Öffentlichrechtlichen nehmen kann.
Verdammt! Warum hört man sowas nicht!?
Hoffentlich gibt es das nächstes Jahr auch, ich geh dann auch mit Freunden und Aserbaidschanischer Fahne dahin.
Weiß einer was davon ob es nächstes Jahr wieder statt findet?
Ich habe auch nur per Zufall davon erfahren.
Die Jungtürken hatten 1908 die Macht durch einen Umsturz übernommen und setzten Sultan Abdulhamid ab. Nachfolgend einige Auszüge zu den Jungtürken aus dem Buch von Wolfgang Gust (Seite 146-150, Kapitel "Die Jungtürken"):
Zitat:
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"Künftig gibt es keine Bulgaren mehr, keine Griechen, Walachen, Juden oder Moslems. Wir sind alle Brüder, alle gleich und stolz darauf, Osmanen zu sein." "Eines der Ziele der Jungtürken", so hatte Mitstreiter Kolagasi Niyazi Bey nach dem unverhofft schnellen Sieg über den Sultan verkündet, sei es, "allen Nationalitäten und Religionen im Reich die Freiheit zu geben."
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Für die Armenier war die Revolution von 1908 erst einmal ein Fest der Freude. Sie glaubten an die Freiheitsbeteuerungen der Jungtürken. In Konstantinopel hatten die Kadetten der Militärschule dazu aufgerufen, sich am armenischen Friedhof von Feriköy zu treffen. Vor dem Hügel, unter dem die Opfer der letzten Massaker begraben lagen, fiel die Menge auf die Knie. "Mit orientalischem überschwang", schrieb der deutsche Missionar Ernst J. Christoffel, der sich gerade in der Türkei aufhielt, "lag man sich in den Armen und gab sich den Bruderkuß." Im fernen Musch habe der türkische Militärkommandant Sani Pascha sogar einige armenische Revolutionäre "öffentlich umarmt", wie die deutsche Botschaft fast entrüstet meldete. Es kam erst einmal zu "einer regelrechten Trunkenheit der Freiheit", wie der französische Historiker Francois Georgeon schreibt. In den Jahren zwischen 1908 und 1909 erschienen 359 Zeitungen und Zeitschriften. Türkische Frauen kleideten sich nach europäischer Mode und gingen wie ihre griechischen und armenischen Schwestern unverschleiert, was um so revolutionärer war, als erst 1901 eine kaiserliche Verordnung nicht nur den Schleier vorgeschrieben hatte, sondern auch seine Länge und Dicke. Die Jungtürkinnen gründeten Klubs mit dem Ziel, ihre Bildung voranzutreiben, und 1911 wurde in Istanbul das erste Lyzeum eröffnet.
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Am 12. April 1909 kam es zu einem Aufstand von zumeist albanischen Soldaten, den Ulemas und Schüler der geistlichen Lehranstalten geschürt hatten. "Reaktionärer Charakter der Militärrevolte zweifellos", meldete die deutsche Presseagentur Wolffs Telegraphisches Büro, und für den deutschen Botschafter in Konstantinopel "accentuiert sich der Eindruck, daß es sich um eine islamische, reaktionäre Bewegung handelt". Tags darauf besetzten die Aufständischen das Parlament, und die Jungtürken flüchteten oder versteckten sich - oft bei ihren armenischen Freunden. So kam der spätere Außenminister Halil Bey zwei Wochen lang bei seinem Freund Sohrab unter, auch Talaat und Mahmud Schefket Bey (ein Araber) fanden bei Armeniern Unterschlupf, andere Jungtürken versteckten sich in der Redaktionsräumen der armenischen Zeitung Asatamart. In Erzurum brachten die Armenier die Jungtürken in ausländischen Konsulaten unter oder eskortierten jungtürkische Gefangene, um sie zu beschützen.
Es ist doch höchst interessant, dass die angeblichen Rassisten (so wie es jedenfalls von manchen Armeniern heute vereinzelt behauptet wird) wie Talaat Pascha und andere Jungtürken soviele Freundschaften mit den Armeniern pflegten, dass sie sogar in Zeiten ihres höchsten Notes Unterschlupf bei ihren armenischen Freunden suchten.
Na ja, der osmanische Nationalismus war ein Griff ins Klo...besser war später der turkvölkische Nationalismus
cCcDontWorrycCc
29.05.05, 19:59
Na ja, der osmanische Nationalismus war ein Griff ins Klo...besser war später der turkvölkische Nationalismus
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Wenn einige 1/10 Ehre der Türken vom Osmanischenrecih heute hätten würde ich hier nicht diskutieren
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Sen Onlarin Tirnagi bile olamazsin
Lieber LAZ, abgesehen davon, dass augenscheinlich Talaat Pascha und andere Jungtürken viele Freunde unter den Armeniern hatten, sticht doch ein bestimmter Nebensatz einem sofort ins Auge:
Vor dem Hügel, unter dem die Opfer der letzten Massaker begraben lagen, fiel die Menge auf die Knie. "Mit orientalischem Überschwang", schrieb der deutsche Missionar Ernst J. Christoffel, der sich gerade in der Türkei aufhielt, "lag man sich in den Armen und gab sich den Bruderkuß." Im fernen Musch habe der türkische Militärkommandant Sani Pascha sogar einige armenische Revolutionäre "öffentlich umarmt", wie die deutsche Botschaft fast entrüstet meldete.
go
Na ja, der osmanische Nationalismus war ein Griff ins Klo...besser war später der turkvölkische Nationalismus
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Wenn einige 1/10 Ehre der Türken vom Osmanischenrecih heute hätten würde ich hier nicht diskutieren
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Sen Onlarin Tirnagi bile olamazsinOglum der Osmanische Nationalismus ist grandios gescheitert, weil Griechen, Armenier, Bulgaren keine Osmanen sein werden wollten und da hat Atatürk auf türkvölkischen Nationalismus umgesattelt(wie ich richtig finde)...du bist nur ein Träumer mein Freund, sag mal einem Griechen er ist ein Osmane und du wirst sehen was ich meine:D
Interessante Hintergrundinformationen, Laudazio.
Das beweist wieder einmal, so wie von einigen Armeniern gestützte Theorie, Talat Pascha wäre ein Rassist, nicht zu halten ist.
@Laudazio: Ihr beschäftigt Euch mit dem Thema intensiver. Warum glaubt ihr, finden Historiker und entsprechende Werke, die auch von türkischen Opfern sprechen, keinen Gehör finden? Liegt es an "uns" Türken? Liegt es dass wir "Moslems" und die "vermeintlichen Opfer" Christen gewesen sein sollen?
Oder liegt es einfach daran, dass wir Türken das Thema nicht nachhaltig begleitet haben, inkl. der Öffentlichkeitsarbeit, Lobbyarbeit, etc.
Ich erinnere mich zum Beispiel an die historischen Werke von Justin McCarthy.
Lieber LAZ, abgesehen davon, dass augenscheinlich Talaat Pascha und andere Jungtürken viele Freunde unter den Armeniern hatten, sticht doch ein bestimmter Nebensatz einem sofort ins Auge:
Warum waren die Deutschen entrüstet? Welche Interessen haben die Deutschen dort weiter verfolgt? Welchen deutschen Interessen haben diese Geschehnisse nicht im Einklang gestanden?
Interessante Hintergrundinformationen, Laudazio.
Das beweist wieder einmal, so wie von einigen Armeniern gestützte Theorie, Talat Pascha wäre ein Rassist, nicht zu halten ist.
Nicht nur die Talaat-Pascha Rassismustheorie kann damit endgültig ad akta gelegt werden, sondern auch die angebliche Ausrottungsthese.
Gegen die sog. Ausrottungsthese spricht u.a. auch, dass zwischen 150.000-200.000 Armenier im Westen der Türkei nicht deportiert wurden und weitere 300.000 Armenier durch den Übertritt zum Islam (Alevitentum) von den Deportationen ausgenommen wurden.
@Laudazio: Ihr beschäftigt Euch mit dem Thema intensiver. Warum glaubt ihr, finden Historiker und entsprechende Werke, die auch von türkischen Opfern sprechen, keinen Gehör finden? Liegt es an "uns" Türken? Liegt es dass wir "Moslems" und die "vermeintlichen Opfer" Christen gewesen sein sollen?
Oder liegt es einfach daran, dass wir Türken das Thema nicht nachhaltig begleitet haben, inkl. der Öffentlichkeitsarbeit, Lobbyarbeit, etc.
Sie haben die Antworten darauf selbst geliefert. Es gibt natürlich noch weitere Gründe, warum man im Westen nicht besonders an der Wahrheit interessiert ist. Die Armenier-Frage wird früher wie heute politisch intrumentalisiert.
Ich erinnere mich zum Beispiel an die historischen Werke von Justin McCarthy.
Justin McCarthy ist auch bei den Armeniern ein Standardwerk. Insbesondere bei seinen Arbeiten zur ethnischen Zusammensetzung der damaligen Türkei hat er ein wissenschaftlichen Meilenstein geschaffen, das noch heute seinesgleichen sucht. Daher kommen auch armenische Historiker an McCarthy nicht vorbei.
Warum waren die Deutschen entrüstet? Welche Interessen haben die Deutschen dort weiter verfolgt? Welchen deutschen Interessen haben diese Geschehnisse nicht im Einklang gestanden?
Bei den Deutschen galten die Armenier als die inneren Feinde der Türkei.
Die Deutschen haben aktiv zur Eskalation beigetragen (aber nicht nur die Deutschen, sondern auch die Franzosen, Engländer und Russen mit ihren illegalen Waffenlieferungen an die türkischen Christen). So drängte man von Deutscher Seite beispielsweise Talaat Pascha den Dschihad gegen die Christen auszusprechen, aber Talaat zögerte zunächst, weil er wusste, was das bedeutet (geht ebenfalls aus dem Buch von Wolfgang Gust hervor). Schliesslich konnten die Deutschen Talaat doch noch überreden, den heiligen Krieg gegen die Christen auszurufen.
Die Deutschen sind die Erfinder des Dschihads:
http://www.ndrtv.de/panorama/archiv/2005/0512/kaiserdjihad.html
Deutschen Bali, Madrid, New York: Anschläge im Zeichen des Djihad, des heiligen Krieges der Muslime gegen die Ungläubigen. Eine mörderische Ideologie, die besonders mit einem Namen verbunden ist: Osama bin Laden. Aber der moderne Djihad wurde in Deutschland erfunden – während des Ersten Weltkriegs. Ausgerechnet ein aus muslimischer Sicht „Ungläubiger“, Max Freiherr von Oppenheim, deutscher Diplomat und oberster Orientstratege von Kaiser Wilhelm II., fordert wörtlich den Djihad als deutsche Kriegsstrategie im Orient.
In Propagandaflugblättern, tausendfach aus Berlin verschickt in die muslimische Welt, ist zu lesen: „Oh Volk der Schawia, zieht in den Djihad gegen die Ungläubigen“. Mit deutschen Waffen und in deutschem Auftrag wurden Putsche und Attentate, sogar Sprengstoffanschläge verübt – gegen die britischen, französischen und russischen Kolonialherren, gleichzeitig Deutschlands Kriegsgegner. Doch am Ende ging der Berliner Djihad-Plan nicht auf. Die große Mehrheit der Muslime wollte mit dem heiligen Krieg made in Germany nichts zu tun haben. Aber die Idee des Djihad als globale Kriegswaffe war geboren: in Deutschland.
Höchst interessante Informationen, Laudazio.
Ich würde dich bitten, die Namen anderer bedeutenden Werke, insbesondere Werke die den Genozid als Lüge entlarven und die Wahrheit wiedergeben uns zu nennen.
Vielen Dank!
Na ja, der osmanische Nationalismus war ein Griff ins Klo...besser war später der turkvölkische Nationalismus
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Wenn einige 1/10 Ehre der Türken vom Osmanischenrecih heute hätten würde ich hier nicht diskutieren
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Sen Onlarin Tirnagi bile olamazsin
Kollege,
ich würde dich bitten, deine Umgangssprache wieder einzurücken. ;)
Höchst interessante Informationen, Laudazio.
Ich würde dich bitten, die Namen anderer bedeutenden Werke, insbesondere Werke die den Genozid als Lüge entlarven und die Wahrheit wiedergeben uns zu nennen.
Vielen Dank!
Ich kann als Einstieg das Buch "Die andere Seite der Medaille" von Sahin Ali Söylemezoglu empfehlen.
Die armenischen Geschichtsverfälschungen lassen sich mit armenischen als auch westlichen Quellen sehr leicht widerlegen. Bücher hierzu sind auf türkischer Seite bereits erschienen. Die Übersetzungen werden alsbald folgen und müssten in naher Zeit zur Verfügung stehen. Leider hat sich die türkische Seite sehr lange mit dem Problem nicht ernsthaft befasst.
Prof. Dr. Otto Luchterhandt von der Universität Hamburg zu dem Ausrufen des heiligen Krieges in der Türkei:
"Eine andere und meist völlig unbeachtet gelassene schwere Verantwortung hat das Deutsche Reich in politischer Hinsicht ferner dadurch auf sich geladen, dass es im November 1914 den türkischen Verbündeten nachdrücklich und im Ergebnis auch erfolgreich dazu drängte, bei seinem Eintritt in den Weltkrieg den „Heiligen Krieg" (Dschihad) auszurufen. Die Reichsregierung versprach sich davon, die unter alliierter Herrschaft in Asien und Nordafrika stehenden moslemische Bevölkerungsgruppen für eine kriegerische Unterstützung der Mittelmächte zu gewinnen. Die Folge war aber eine Mobilisierung des islamischen Christenhasses, der sich alsbald – wie immer – gegen Armenier (und Griechen) richtete."
Ich kann als Einstieg das Buch "Die andere Seite der Medaille" von Sahin Ali Söylemezoglu empfehlen.
Die armenischen Geschichtsverfälschungen lassen sich mit armenischen als auch westlichen Quellen sehr leicht widerlegen. Bücher hierzu sind auf türkischer Seite bereits erschienen. Die Übersetzungen werden alsbald folgen und müssten in naher Zeit zur Verfügung stehen. Leider hat sich die türkische Seite sehr lange mit dem Problem nicht ernsthaft befasst.
Prof. Dr. Otto Luchterhandt von der Universität Hamburg zu dem Ausrufen des heiligen Krieges in der Türkei:
Glaubst Du dass die neuerlichen - auf den ersten Blick ernsthaften- Vorstösse der Türkei, sich endlich dem Thema anzunehmen, den "Vorsprung" der Armenier wieder wett machen kann? Die Wahrheit ist sicherlich auf unserer Seite, da mache ich mir keine Sorgen. Doch wie können wir die "Instrumentalisierung" aufbrechen? Durch Versachlichung des Themas? Durch energische Informationspolitik?
Die Deutschen sind die Erfinder des Dschihads:
endlich höre ich diese "feststellung" noch jemannden..
naturlich "Dchihad in Islam" und "sogenannte Dschiad in 17-18-19 Jahrhundert praktiziert" sind zwei verschiedene sache...
Der Schakal
30.05.05, 19:07
goOglum der Osmanische Nationalismus ist grandios gescheitert, weil Griechen, Armenier, Bulgaren keine Osmanen sein werden wollten und da hat Atatürk auf türkvölkischen Nationalismus umgesattelt(wie ich richtig finde)...du bist nur ein Träumer mein Freund, sag mal einem Griechen er ist ein Osmane und du wirst sehen was ich meine:D
Falsch. Mustafa Kemal Atatürk hat keinen "türkvölkischen Nationalismus" durchgeführt. Die Befreiungsbewegung unter Atatürk ähnelt dem Osmanischen Nationalismus. Denn Türke ist derjenige der sich als Türke bezeichnet...Ne Mutlu Türküm Diyene "
Die Deutschen haben aktiv zur Eskalation beigetragen.. So drängte man von Deutscher Seite beispielsweise Talaat Pascha den Dschihad gegen die Christen auszusprechen Weisst du was über die genauerer Pläne des damaligen deutschen Kaisierreichs oder der OHL bezüglich Sarikamiş und Azerbaycan? (Soweit ich mich noch waage errinern kann, sollten deutsche und türkische Verbände nach, oder zum Ende des 1. Wk. militärische Ausseinandersetzungen in Azerbaidschan gehabt haben?) ich Hatte das mal in einem Buch eines Militärs des deutschen Kaiserreichs gelesen.) Ich denke, das das Deutsche Kaiserreich im Nahem Osten und am kaspischen Meer (strategisch aber auch wegen der Ölvorkommen) Interesse hatte, sollte bekannt sein. Hinsichtlich scheinen mir bei den damaligen deutschen Verbündeten einige Aspekte suspekt und verlogen, (sowie auch die von dir genannte Eskalation zur Ausrufung des Dschihad.) Im folgenden Text ist eine Hypothese-Annahme, die mir persönlich zu verstehen gibt, das deutsche Militärs an einem Vormarsch der Türken Richtung Osten und Azerbaidschan, vielleicht kein Interesse hatten. Ich haben bezüglich folgende Textpassage aus der Textmitte Fett markiert. Was denkst du und andere User über diese Hypothese?
Enver Paşa, boş hayaller peşinde mi koşuyordu?
Vurulmuş tertemiz alnından, uzanmış yatıyor.
Bir hilâl uğruna Yarab, ne güneşler batıyor.
Mehmet Akif ERSOY.
SEBEBİ nedir bilinmez ama, ‘Sarıkamışâ€™, 90 yıllık bir aradan sonra, ilk defa ‘ciddi manada’ devletin gündemine geldi!..
Sarıkamış ismini her duyduğumda, üzerimde soğuk bir rüzgarın estiğini hisseder, tüylerim diken diken olur, ‘eksi 40 dereceyi bulan’ soğukta ‘tipi’, ‘kar’, ‘ayaz’ ve ‘açlık’ ile boğuşurken, “Allaaahuekber!†diye haykıran, son bir kez ‘güçlükle kımıldatabildikleri’ parmakları ile ‘tüfeklerinin tetiğine basmaya hazırlandıkları anda’ donarak ‘buz adam’ haline gelen şehitlerin son nefeslerini verişleri canlanır gözlerimin önünde!..
Ve tabii ki Enver Paşa’nın ‘Allahüekber’ ve ‘Soğanlı’ dağlarında bir başka yüzyıla doğru uçup giden hayalleri!..
Yani ‘Turan’ ideali ve ‘İslam’ birliği!..
Enver Paşa, Türk tarihinin ortaya çıkardığı ender kahramanlardan birisidir!..
O, ‘müthiş bir direncin’, ‘bitip tükenmeyen enerjinin’, ‘asla yenilgi kabul etmeyen idealin’, ‘şartlar her ne olursa olursa olsun geleceğe hep olumlu bakan umudun’ sembolüdür!..
‘Çanakkale’yi savunan’ ordulara da başkumandanlık eden Enver Paşa, girdiği hiçbir mücadeleden yılmadı, her sonu ‘yeni bir başlangıç’ yapmayı bildi!..
İmparatorluk çöktüğünde, mütareke imzalandığında dahi, mücadeleyi elden bırakmadı!..
Anadolu’yu bir başka komutana bırakarak, ‘yüksek ideallerini’ gerçekleştirmek üzere, ‘atalarının binlerce yıl önce terkettikleri yere’, Orta Asya steplerine ‘Türkistan İslam Orduları Başkumandanı’ olarak geri döndü!..
Hayalleri, ancak, 4 Ağustos 1922 tarihinde Pamir eteklerindeki Çegan tepesinde atının üzerinde ve ‘en önde saflarda’ Rus Ordusu ile çarpışırken, ‘alnına yediği bir kurşun ile’, cansız bedeninin ‘kara toprağın bağrına’ düşmesi üzerine son buldu!..
Naaşı, ‘aradan 80 yıl geçtikten sonra’ anavatan Türkiye ile kucaklaşabildi!..
Bazıları Enver Paşa’yı ‘boş hayaller uğruna’ Osmanlı İmparatorluğu’nu savaşa sokarak parçalanmasına sebep olmakla suçlarlar!..
Oysa Birinci Dünya Savaşı’nı tetikleyen ‘müttefiklerin’, öncelikli hedeflerinden birisi ‘hasta adam’ diye ilan ettikleri Osmanlı İmparatorluğu’nun hükmettiği ‘zengin petrol yataklarıyla’ dolu olan coğrafyayı ele geçirmekti!..
Denize düşen, ‘yılana’ sarılır derler!..
İmparatorluğun parçalanacağını anlayan Enver Paşa da son bir umut olarak ‘Almanlar’ ile ittifak yapmayı denemiştir!..
Ancak, en büyük darbeyi de yine ‘Osmanlı’nın hükmettiği coğrafyayı iyi tanımayan’ Alman generallerinden yemiştir!..
Eğer, Yemen’e gitmesi gereken ‘yazlık’ kıyafetler Sarıkamışâ€™a, Sarıkamışâ€™a gitmesi gereken ‘kışlık’ kıyafetler ise Yemen’e gönderilmemiş olsaydı, belki de Enver Paşa komutasındaki 3’ncü Ordu’ya bağlı 9’ncu ve 10’ncu kolordu, ‘beklenmedik bir anda’ ani bir baskın ile Rus Ordusu’nu Sarıkamışâ€™a gömecekti!..
Rusların Sarıkamışâ€™ta alacakları beklenmedik darbe, hem Birinci Dünya Savaşı’nın seyrini değiştirecek, hem de 60 yıl boyunca dünyanın başına musallat olan ‘komünizm’ belası, daha ana rahminde iken boğulmuş olacaktı!..
Ancak, tabiatın getirdiği felaket, herşeyi altüst etti!..
Osmanlı Ordusu’nun ‘Şark Cephesi’nde ‘başarılı olmamasını’ belki de Almanlar istedi!..
Kim bilir?..
Tam 14 yıl askerlik yapan ve ‘Sarıkamış Harekatı’ndan da sağ kurtulmayı başaran’ dedelerimden Mehmet Çavuşâ€™un anlattığı rivayetlerden birisi, zannedersem birçok kişi tarafından hala bilinmememektir!..
Ordusunun başında kızakla Sarıkamışâ€™a doğru ilerleyen Enver Paşa, ‘diğer askerler gibi’ bir ara donma tehlikesi ile karşı karşıya kalır!..
Öbür askerler ile birlikte ‘yarı baygın’ bir vaziyette Erzurum’a getirilir!..
Donma tehlikesini atlatmaları için birkaç at kesilir, karınları boşaltılır ve içlerine Enver Paşa ile beraberindekiler yerleştirilir!..
Kendisini tanımayan komutanlardan biri, yanındakilere “Gelenler arasında Enver Paşa da vardı!..
O nerede?..†diye sorarken, atın cesedinden yayılan ısı ile ancak kendisine gelebilen Enver Paşa, cevap verir:.
“Aradığınız kişi benim!..†Harekatın 90’ncı yılında Sarıkamış ile ilgili bir mesaj yayınlayan Genelkurmay Başkanı Orgeneral Hilmi Özkök şöyle diyor:.
“Sarıkamış, hayal ile gerçek ve yönetilemeyen risk ile yönetilebilir riskin ne anlama geldiğini gösteren en çarpıcı örnektir!..†Enver Paşa, sıcacık odalarında ayak ayak üstüne atıp, bir elinde kağıt, bir elinde sopa, “Şuraya gidin, buraya gidin!..†diye hiçbir zaman uzaktan emir vermedi!..
Her zaman ‘cephede’ ve ‘en ön saflarda’ oldu!..
Nerede Enver Paşa, nerede ‘onun bıraktığı emaneti’ omuzlarında taşıyanlar?..
http://www.yenicaggazetesi.com.tr/yazar.asp?id=14&altid=1300
saygilar
saygilar
Turan
kardesim.
buraya aldigin yaziyi önceden okumustum..cok degerli bir yazarimizin makalesidir.
türk tarihinde, komutanlik makamina gelip,memleketine ihanet eden komutan yoktur..olmamistir.
yanlislik yapanlar, hatali davrananlar olmustur, amma, hicbir türk subayi, orduya, devlete zarar vermeyi istememistir.
bazen, yeni yetme entel/libos takimi, türk tarihinin vatansever insanlari hakkinda yazip ciziyorlar.onlari gözden cikarabileceklerini zannediyorlar.
ama her defasinda , agizlarinin payini aliyorlar..
TC ordusu, talat ve cemal pasalarin mezarlarini . anavatana, istanbula tasimis ve hürriyet sehitleri olarak abidelestirmistir.
en son, enver pasanin cenazesi, istanbula nakledilerek, silah arkadaslarinin yanina defnedilmistir..
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