Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Genozid an den Armeniern wird von den Türken verneint. Das liegt an...
Der Schakal
23.02.05, 22:33
Von Regina Mönch
23. Februar 2005 Die CDU/CSU-Fraktion hat beschlossen, in den Bundestag einen Antrag zum Gedenken an die letzten, die furchtbarsten Vertreibungen und die Massaker an der armenischen Bevölkerung des Osmanischen Reiches einzubringen. Fände der Antrag eine Mehrheit, würde dies eine grundsätzliche Wende bedeuten, denn die deutsche Politik glaubte bisher, auf verwunschenen diplomatischen Pfaden wäre die Türkei eines Tages davon abzubringen, sich ihrer Verantwortung für den Genozid an den Armeniern unter jungtürkischer Regierung zu verweigern. Wer schweigt, so der Irrglaube, kann wenig falsch machen.
Die Deportationen und Massaker, denen etwa anderthalb Millionen Armenier zum Opfer fielen, begannen vor neunzig Jahren. Der Antrag, der die historischen Hintergründe, die Fakten und die Rolle des Deutschen Reiches in dieser Katastrophe ungewohnt ausführlich darlegt, vermeidet den Begriff „Völkermord†und nennt sein wichtigstes Ziel gleich im Titel: einen deutschen Beitrag zur Versöhnung zwischen Türken und Armeniern, auch jenen, die mitten unter uns leben. Es handelt sich aber nicht um eine Resolution mit Gesetzeskraft, wie sie vor vier Jahren vom französischen Parlament verabschiedet wurde. Gegen diese Erklärung hatten damals auch deutsche Politiker polemisiert, weil man die Türkei nicht zwingen dürfe, von ihrer Leugnungspolitik abzurücken. Sie müsse selbst zur Erkenntnis kommen, hieß es seinerzeit, und es sei auch nicht die Aufgabe von Parlamenten, historische Ereignisse zu bewerten.
Türkei rigoros
Damit hatten sich jene durchgesetzt, die die Türkei nicht verärgern wollten. Wie sich Armenier dabei fühlten, war ziemlich egal, weil weltpolitisch ohne Bedeutung. Anderthalb Jahre vor der französischen Initiative hatte ein Brief des damaligen amerikanischen Präsidenten Bill Clinton an das Repräsentantenhaus in Washington fast in letzter Minute dessen geplante Resolution zum Genozid an den Armeniern verhindert - wegen „bedeutender nationaler Interessenâ€. Die Türkei hatte zuvor gedroht, ihre Luftwaffenbasis Incirlik für die Vereinigten Staaten zu schließen, und die ehemalige türkische Ministerpräsidentin Ciller forderte sogar, türkische Armenier deportieren zu lassen, weil sie Illegale seien.
Schon im April 2000 hatten sich sechstausend deutsche Armenier, die Würdenträger der armenisch-apostolischen Kirche in Deutschland, aber auch Vereine, darunter kurdische, an den Petitionsausschuß des Deutschen Bundestages mit der Bitte gewandt, die Regierung der Türkei aufzufordern, die historischen Tatsachen der Verbrechen von 1915 anzuerkennen. Ein Jahr später wurde der Vorgang ans Auswärtige Amt überwiesen, verbunden mit der Bitte, „die Angelegenheit im Rahmen der diplomatischen Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland anzusprechenâ€. Seitdem herrscht offiziell wieder Schweigen. Das Verhältnis zwischen der Türkei und der Republik Armenien ist zerrütteter denn je. Die Schuld daran geben einige deutsche Diplomaten und Politiker auch den Armeniern, die zu sehr auf ihre Vergangenheit fixiert seien - so als sei Versöhnung ohne Wahrheit zu haben - und dabei ihre politischen Ziele aus den Augen verlören. Eine abenteuerliche Begründung, vergleicht man sie mit den hierzulande und überhaupt in Europa ansonsten üblichen Standards für Menschenrechte und Erinnerungskultur. Die Hoffnung, im Zuge der türkischen Beitrtittsverhandlungen mit der EU werde sich etwas ändern, hat sich bisher nicht bestätigt.
„Materielle Interessenâ€
Wer das nicht glaubt, studiere die offizielle Website der türkischen Außenpolitik. Ein Gesetz, welches in der Türkei all jene, auch unabhängig arbeitende Historiker, mit Gefängnisstrafe bedrohte, wenn sie den Genozid an den Armeniern einen Genozid nennen, ist zwar geändert worden. Doch macht sich nun strafbar, wer mit „ausländischer Unterstützungâ€, zum Beispiel bei Veranstaltungen von Stiftungen, oder aus „materiellen Interessen†darüber redet. Ein weites Feld für diffuse Willkür.
Im Antrag der Unionsfraktion wird ausdrücklich darauf verwiesen, daß es auch darum geht, Historiker und Verleger in der Türkei zu bestärken, sich mit diesem Teil der nationalen Vergangenheit auseinanderzusetzen, und sie gegebenenfalls vor Strafverfolgung zu schützen. Das ist ein anderer Ton als der lange hierzulande vorherrschende, der sich gern hinter Empfindlichkeiten der großen türkischen Gemeinde in Deutschland verschanzte und nationalistische Entgleisungen in bezug auf die Armeniertragödie kleinzureden versuchte und dabei schon mal die Meinungsfreiheit preisgab.
Türkei verletzt Versöhnungsidee der EU
Das Bestreben der Türkei zu leugnen, daß den Verfolgungen von 1915 Planmäßigkeit zugrunde gelegen habe und Massenmord im staatlichen Auftrag gewesen sei, stehe im Widerspruch zur Versöhnungsidee der EU, heißt es in dem Antrag. Der erwähnt auch, daß zu den Repressionsopfern der jungtürkischen Nationalisten hohe türkische Beamte und osmanische Parlamentarier gehörten, die die Vertreibungen und Massaker damals ablehnten. Zwei Absätze schildern die Verstrickung des Deutschen Reiches in diese Vorgänge und empfehlen die Archive des Auswärtigen Amtes und das Hallenser Lepsius-Archivs zur Überprüfung der haltlosen Ausrede, die nicht nur von der Türkei gern bemüht wird, zuerst einmal müßten sich die Historiker einigen.
Die sind sich nämlich seit Jahren weitgehend einig, denn die Ereignisse sind gut erforscht, wenn auch wenig bekannt. Und weil es sich im Falle des Gedenkens an einen Völkermord nicht um Geschichtsdeutung und auch nicht um einen Historikerstreit handelt, sondern um eine politische Antwort auf die politische Leugnung historischer Tatsachen, kommt der Antrag der Unionsfraktion zur rechten Zeit.
In Deutschland unter Militärzensur
Vor fast neunzig Jahren, im Oktober 1915, also mitten im Ersten Weltkrieg, als Deutschland und die Türkei Verbündete waren, hatte der Theologe Johannes Lepsius auf Einladung der Pressevereinigung im Berliner Reichstagsgebäude eine mutige Rede zu den Deportationen und Morden gehalten und die deutsche Regierung aufgefordert, sofort einzugreifen. Unmittelbar danach wurde das Thema in Deutschland unter Militärzensur gestellt, der auch Lepsius' erste Genozid-Dokumentation zum Opfer fiel, die die Politiker nicht mehr erreichte. Der Bundestag, ließe er sich in diesem Jahr endlich auf ein offizielles Gedenken ein, könnte damit auch eine Debatte aufnehmen, zu der es vor Jahrzehnten wegen „übergeordneter nationaler Interessen†nicht mehr kam.
http://www.faz.net/s/RubF84585048DC8409FBC081C45E7A F3C2E/Doc~EA44ECCC0F64A4112A772F572C 4885060~ATpl~Ecommon~Scontent. html
Kannst Du die email adresse von dieser Regina Mönch herauskriegen?
Dann könnten wir alle diese anschreiben und an die Türkischen opfer erinnern.
mal schaun was sie dazu zu sagen hat?
Und woher sie ihre informationen hat?
Interessant wird, die Erdogan reagiert!
Er meint ja, dass die AKP und CDU eng verwandt sind...
der cdu ist wohl nix zu peinlich... nicht mal die opfer von damals auf beiden seiten, um diese gegen den beitritt zu instrumentalsieren... das ist reinster aktionismus wie gewohnt seitens der CDU
Interessant wird, die Erdogan reagiert!
Er meint ja, dass die AKP und CDU eng verwandt sind...
es ist nicht interressant wie erdogan zwecks der cdu/csu fraktin reagiert..... denn wir wissen, wie die cdu über den beitritt denkt, und dass sie alle mittel um dies zu verhindern ausschöpfen wird..
die frage @delahoya ist: wie reagiert die türkei als gesamtes, auf die deutsche unverschämtheit ausgehend vom deutschen bundestag, wenn dieser antrag eine mehrheit bekommt???
wie wir wissen bisher, wie die türkei reagierte mit ländern, die dieses thema bisher wegen dubiosen Absichten ins parlament brachte ... schweiz + frankreich
Der Schakal
24.02.05, 18:40
Union: Türkei muss Genozid an Armeniern anerkennen
Die Unionsfraktion im Bundestag fordert die Anerkennung des Völkermords an den Armeniern durch die Türkei. Die Bundesregierung müsse alles dafür tun, dass sich die Türkei als Rechtsnachfolgerin des Osmanischen Reiches "mit ihrer Rolle gegenüber dem armenischen Volk in Geschichte und Gegenwart vorbehaltlos auseinandersetzt", heißt es in dem Antrag, der in dieser Woche in den Bundestag eingebracht wurde. Er soll zwischen dem 18. und 22. April im Bundestag debattiert werden.
Die Armenier waren 1915 und 1916 in Ostanatolien unter der Herrschaft des mit Deutschland verbündeten Osmanischen Reiches systematischer Verfolgung ausgesetzt. Nach armenischen Angaben wurden dabei bis zu 1,5 Millionen Armenier ermordet; die Türkei weist den Vorwurf der systematischen Verfolgung zurück und spricht von bis zu 300.000 Toten.
Die Haltung Ankaras, den Vorwurf des Völkermords zurückzuweisen, stehe "im Widerspruch zu der Idee der Versöhnung, die die Wertegemeinschaft der Europäischen Union leitet, deren Mitgliedschaft die Türkei anstrebt". Am 24. April jähre sich der "Auftakt zu Vertreibungen und Massakern" an den Armeniern zum 90. Mal, heißt es in dem Antrag weiter, in dem das Wort "Völkermord" aber vermieden wird.
Eine Auseinandersetzung mit den historischen Ereignissen habe auch eine "unmittelbare Bedeutung für die Gegenwart". Eine Normalisierung der Beziehungen zwischen der Türkei und Armenien sei für die Zukunft der gesamten Region von Interesse. "So könnte ein Ende der Grenzblockade durch die Türkei die Isolierung Armeniens aufheben. Das Ende der Isolierung Armeniens würde neue Möglichkeiten der friedlichen Lösung des Karabach-Konfliktes zwischen Armenien und Aserbaidschan bieten."
Wegen der Vorwurfs des Völkermordes war es wiederholt zu Verstimmungen zwischen der Türkei und anderen Ländern gekommen, unter anderem mit Frankreich, dessen Nationalversammlung 2001 eine Erklärung dazu verabschiedete. Der französische Außenminister Michel Barnier hatte im Dezember vor der Entscheidung für die Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen erneut gefordert, vor einem Beitritt müsse Ankara das Massaker an den Armeniern eingestehen.
Der Bundestag beschloss 2001 nur eine Petition als Material für die Bundesregierung. Darin wird die Türkei aufgefordert, die Massaker an den Armeniern sowie an assyrischen Christen und Griechen als historische Tatsachen entsprechend der UN-Völkermord-Konvention anzuerkennen.
http://www.cellesche-zeitung.de/afp/story.html?xF=afp/deutsch/journal/pol/050224134607.rpmff6ti.xml
Der Schakal
24.02.05, 18:49
Arkadaslar....ben ermeni sorunu ile ilgili türkiyeyi savunan kitap yazamasam (cünkü belki almanya parlamentodan gecirirze) ozaman almanlara öyle bi gösterecemki....(sucun almanlarin oldugunu etc....) büzürü belgeler var...die können sich auf ws gefasst machen.... :angry: :angry: :angry: :angry: :angry: :angry: :angry:
Mord ohne Sühne
Der Genozid an den Armeniern wird von den Türken verneint. Das liegt an einer nachvollziehbar anderen Geschichtsschreibung und an fehlendem Selbstbewusstsein
Kürzlich stellte ein bekannter türkischer Kolumnist nach einer Rundreise durch diverse europäische Hauptstädte mehr oder weniger resigniert fest: Die Auseinandersetzung um die Ermordung hunderttausender Armenier in den Jahren von 1915 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges ist für die Türkei längst verloren. Weltweit seien sich die Historiker einig, dass sich das damalige Osmanische Reich eines Völkermordes schuldig gemacht habe. Auch wenn türkische Historiker und eine Minderheit in der internationalen Zunft dies nicht so sehen, sollte man doch die Realitäten anerkennen. Er empfahl seiner Regierung deshalb, ein Schuldbekenntnis abzulegen und den Streit um die Zahl der Opfer und die Motive der Täter nicht weiter fortzusetzen.
Davon ist die türkische Regierung noch weit entfernt. Die überwiegende Mehrheit der türkischen Bevölkerung, einschließlich der wissenschaftlichen und politischen Eliten, bestreitet, dass die Armenier Opfer eines Völkermordes wurden. Im Gegenteil: Die damaligen Morde, die Vertreibungen und die Deportationen in die irakische Wüste dienten der berechtigten Abwehr einer armenischen Aggression. Warum ist das so?
Vor allem wegen der unterschiedlichen Geschichtsschreibung über den Untergang des Osmanischen Reiches. Der begann, als die Balkanvölker, allen voran die Griechen, sich als Nation entdeckten. Unter den Osmanen spielten ethnische Prägungen kaum eine Rolle. Macht und Einfluss definierten sich nach der Nähe zum Sultan. Griechen und Armenier spielten herausragende Rollen am Osmanischen Hof. Schon der griechische Unabhängigkeitskampf in den Zwanzigerjahren des 19. Jahrhunderts wurde in Istanbul als Verrat empfunden. Das setzte sich fort mit den Unabhängigkeitskriegen der Serben, Rumänen und Bulgaren. In all diesen Auseinandersetzungen unterstützten England, Frankreich und Russland die nach Unabhängigkeit strebenden Völker des Balkans. Nicht zuletzt deshalb, weil sie die neu entstehenden Staaten dann in ihre Einflusssphäre bringen konnten.
Aus Sicht der Osmanen war diese Unterstützung nichts anderes, als ein Mittel, ihr Imperium zu zerschlagen. Während die alte osmanische Elite diesem Prozess hilflos zusah, entwickelte sich in den verbliebenen europäischen Provinzen - das Zentrum war Saloniki - sehr spät dann doch eine eigene türkische nationalistische Bewegung (die Jungtürken), deren Ziel es war, die Monarchie zu stürzen und eine türkische Republik an die Stelle des multiethnischen Osmanischen Reiches zu setzen. Diese Bewegung arbeitete anfangs noch mit der armenischen nationalen Bewegung gegen das herrschende osmanische Establishment zusammen.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es deshalb eine türkische und eine armenische Nationalbewegung. Beide wollten einen eigenen Staat auf ethnischer Basis. Die Araber kamen erst später unter tätiger Mithilfe der Briten (Lawrence von Arabien) dazu.
In den Aufstand der Jungtürken, die den Sultan Schritt für Schritt entmachtet hatten, fiel der Beginn des Ersten Weltkrieges. Zwar regierte de facto ein jungtürkisches Triumvirat. Die Institutionen des Reiches aber waren noch nicht auf eine neue, gesicherte Basis gestellt. Weder war der Sultan fortgejagt, noch gab es eine allseits anerkannte neue konstitutionelle Monarchie.
Für die armenische Unabhängigkeitsbewegung schien die unsichere Situation in der Hauptstadt bei Ausbruch des Krieges eine goldene Gelegenheit, ihren Traum von einem eigenen Staat durchzusetzen. Mit Unterstützung der russischen Kriegsgegner inszenierten sie einen Aufstand in Van, den die Jungtürken dann zum Vorwand nahmen, gegen die Armenier vorzugehen.
Aus Sicht der türkischen Nationalisten stellte sich die Armenierfrage so dar: Die armenischen Nationalisten verbündeten sich mit dem Kriegsgegner Russland zu einer fünften Kolonne. Die Unterstützung der Christen im Osmanischen Reich durch andere europäische Mächte hatte sich in der Vergangenheit immer als Mittel zum Zweck der Zerschlagung des Reiches herausgestellt. Das hatte zu einer heftigen antichristlichen Stimmung geführt, die genährt wurde von hunderttausenden Muslimen, die nach den nationalen Befreiungskriegen aus dem Balkan vertrieben wurden und nach Anatolien geflüchtet waren. Das sollte sich mit der russisch-armenischen Allianz nicht wiederholen.
Unter Teilen der Jungtürken kam noch ein Motiv hinzu. Da das neue Reich auf ethnischer Basis entstehen sollte, mussten sie sich mit den Turkvölkern Zentralasiens zusammenschließen. Ein neu gegründeter armenischer Staat hätte aber wie eine Barriere zwischen Anatolien auf der einen und Aserbaidschan und Turkmenistan auf der anderen Seite gelegen. Deshalb die Vertreibung der gesamten armenischen Bevölkerung in die Mesopotamische Wüste, deshalb der tödliche Hass auf die Christen als fünfte Kolonne.
Der türkische Unabhängigkeitskrieg gegen die alliierten Besatzungsmächte, an denen Armenier und vor allem Griechen auf der Seite der Sieger teilnahmen, hat die türkischen Nationalisten in ihrer Auffassung bestätigt, dass schon die Vertreibung und Ermordung der Armenier in den Jahren zuvor kein Völkermord, sondern ein legitimer Abwehrkampf gegen die Vernichtung der türkischen Nation war. Die Türken sind, darin den Deutschen nicht ganz unähnlich, eine verspätete Nation. Ihnen fehlt die Gelassenheit anderer, älterer Nationen. Sie fühlen sich nicht sicher genug, um zugeben zu können, dass im Zuge ihrer Nationalstaatsentwicklung ein Völkermord stattgefunden haben könnte. Dass Armenien, insbesondere aber die armenische Diaspora, mit einem Schuldeingeständnis gleichzeitig auch territoriale Forderungen verbindet, verstärkt die türkische Phobie, äußere Mächte könnten die Armenier zur Aufteilung und Zerschlagung ihrer Landes benutzen, wie dies in der Endphase des Osmanischen Reiches geschah.
Für die aktuelle Debatte mit der Türkei gibt es deshalb zwei Möglichkeiten. Man kann sie einmal mit dem Ziel führen, zu zeigen, dass die Türkei keinesfalls ein Land der EU werden kann. Dazu fordert man die Anerkennung eines muslimischen Völkermordes an einer christlichen Nation und verbindet das mit Verständnis für aktuelle armenische Forderungen. Wenn man dann noch die vermeintlich bedrohliche Lage der Christen in der heutigen Türkei mit hinzunimmt, hat man eine perfekte Plattform, mit deren Hilfe die Türkei fast automatisch aus der EU auszuschließen ist.
Die andere Möglichkeit ist, die Debatte mit dem Ziel der Modernisierung des Nationalstaatsbegriffes zu führen. Wenn die Türkei begreift, dass der Nationalstaatsbegriff des 19. Jahrhunderts nicht mehr kompatibel ist mit einem Staat als Teil eines supranationalen Gebildes, dann wird es auch leichter fallen, die historischen Fehler des alten Nationalstaates einzugestehen. Das kann aber nur als Teil des Annäherungsprozesses passieren und als seine Voraussetzung.
JÜRGEN GOTTSCHLICH
http://www.taz.de/pt/2005/03/15/a0179.nf/text.ges,1
Interessant ist auch folgende Feststellung am Schluss:
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Für die aktuelle Debatte mit der Türkei gibt es deshalb zwei Möglichkeiten.
1. Man kann sie einmal mit dem Ziel führen, zu zeigen, dass die Türkei keinesfalls ein Land der EU werden kann. Dazu fordert man die Anerkennung eines muslimischen Völkermordes an einer christlichen Nation und verbindet das mit Verständnis für aktuelle armenische Forderungen (Gebietsansprüche!!!).
2. Wenn man dann noch die vermeintlich bedrohliche Lage der Christen in der heutigen Türkei mit hinzunimmt (wie damals im Osmanischen Reich!), hat man eine perfekte Plattform, mit deren Hilfe die Türkei fast automatisch aus der EU auszuschließen ist.
schon als ich diesen Bericht über den Link der newsletter laß, stieß mir eine Tatsache sauer auf. Hier habe ich den Bericht abermals gelesen;
eine böse, sehr böse Falle steckt in der allerletzten Zeile. Das Argument nämlich die Türkei auf dem Weg zu einem supranationalen Gebilde als VORAUSSETZUNG ein Völkermord erkennen muss, ist identisch mit dem Argument, wo es denn richtigerweise heißt, wenn man die Türkei automatisch daran hindern möchte.
Also der Verfasser schlägt die Türen zur EU immer zu; wenn keine Akzeptanz zur der Verleumdung.
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...
eine böse, sehr böse Falle steckt in der allerletzten Zeile. Das Argument nämlich die Türkei auf dem Weg zu einem supranationalen Gebilde als VORAUSSETZUNG ein Völkermord erkennen muss, ist identisch mit dem Argument, wo es denn richtigerweise heißt, wenn man die Türkei automatisch daran hindern möchte.
Also der Verfasser schlägt die Türen zur EU immer zu; wenn keine Akzeptanz zur der Verleumdung.
Der Autor war am Schluss mit seinen Gedanken wohl beim Feierabend machen.
DIE UNMENSCHLICHEN, FEIGEN - TERRORANSCHLÄGE der armenischen Terrororganisationen, Armenian Secret Army for the Liberation of Armenia (ASALA), Commandos of Armenien Militants Against Genocide ( JCAG ), ARA.
27. Januar 1973, Santa Barbara (Kalifornien) : Der armenisch-stämmige US-Bürger Gourgen Yanikian lädt den türkischen Generalkonsul Mehmet Baydar und den Konsul Bahadir Demir zum Abendessen ein. Die ahnungslosen Diplomaten nehmen die Einladung an, Gourgen Yanikian ermordet seine beiden Gäste. Er wird zu lebenslanger Haft verurteilt.
22. Oktober 1975, Wien : Der türkische Botschafter Danis Tunaligil wird von drei armenischen Terroristen in seinem Arbeitszimmer getötet. Die ASALA übernimmt die Verantwortung.
24. Oktober 1975, Paris : Der türkische Botschafter Ismail Erez und sein Fahrer Talip Yener werden ermordet. Die beiden armenischen Gruppen ASALA und JCAG erklären sich verantwortlich.
16. Februar 1976, Beirut : Der Hauptsekretär der türkischen Botschaft, Oktar Cirit, wird in einem Restaurant in der Hamra Street erschossen. Die ASALA übernimmt die Verantwortung.
9. Juni 1977, Rom : Der türkische Botschafter im Vatikan, Taha Carim, stirbt kurz nach einem Anschlag auf seine Person. Die Verantwortung für das Attentat übernimmt die ASALA.
2. Juni 1978, Madrid : Anschlag auf das Auto des türkischen Botschafters Zeki Kuneralp. Seine Frau Necla Kuneralp und der pensionierte Botschafter Besir Balcioglu sterben im Kugelhagel. Der spanische Chauffeur Antonio Torres stirbt später im Krankenhaus. ASALA und JCAG erklären beide, der Anschlag gehe auf ihr Konto.
12. Oktober 1979, Den Haag : Ahmet Benler, der Sohn des türkischen Botschafter Özdemir Benler wird von Armeniern erschossen. Die Attentäter können entkommen. Wieder übernehmen sowohl ASALA als auch JCAG die Verantwortung.
22. Dezember 1979, Paris : Yilmaz Çolpan, der Tourismusattache in der türkischen Botschaft, wird erschossen, während er auf dem Champs Elysées spazierengeht. Verschiedene Gruppen, darunter die ASALA, die JCAG und die "Commandos of Armenian Militants Against Genocide" erklären sich verantwortlich.
23. Dezember 1979, Rom : Drei Bombenexplosionen ereignen sich vor den Büros Air France und der TWA und verletzen ein Dutzend Passanten. Die ASALA erklärt, die Bombe sei als Vergeltung für die repressiven Maßnahmen der französischen Behörden gegen Armenier gelegt worden.
10. März 1980, Rom : Zwei Bomben beschädigen ein Büro der Turkish Airlines und ein türkisches Touristenbüro auf der Piazza Della Repubblica. Zwei Personen kommen bei den Explosionen ums Leben, die Armenian Secret Army for the Liberation of Armenia (ASALA) übernimmt die Verantwortung.
31. Juli 1980, Athen : Galip Özmen, der Verwaltungsattache der türkischen Botschaft und seine Familie werden in ihrem Auto von armenischen Terroristen angegriffen. Galip Özmen und seine 14 Jahre alte Tochter Neslihan kommen ums Leben. Seine Frau Sevil und sein 16 Jahre alter Sohn Kaan werden bei dem Anschlag der ASALA verletzt.
5. August 1980, Lyon : Zwei Terroristen stürmen das türkische Generalkonsulat in Lyon und eröffnen das Feuer. Zwei Menschen werden getötet, mehrere Außenstehende werden verletzt. Die Organisation ASALA erklärt sich verantwortlich.
26. September 1980, Paris : Die ASALA schießt auf den Presseberater der türkischen Botschaft, Selçuk Bakkalbasi, kurz bevor er sein Haus betritt. Bakkalbasi wird lebensgefährlich verletzt.
5. Oktober 1980, Madrid : Die ASALA zündet einen Sprengsatz vor den Büros der Alitalia, zwölf Menschen werden verletzt.
10. November 1980, Rom : Die ASALA verübt zwei Anschläge auf ein schweizer Touristenbüro und das Büro der Swissair in Rom. Fünf Menschen werden verletzt.
17. Dezember 1980, Sydney : Zwei Terroristen ermorden den türkischen Generalkonsul Sarik Ariyak und dessen Bodyguard Engin Sever. Die JCAG erklärt sich für verantwortlich.
4. März 1981, Paris : Zwei Männer der ASALA eröffnen das Feuer auf Resat Morali, den Arbeitsattache an der türkischen Botschaft, Tecelli Ari, Religionsattache und auf Ilkay Karakoç, den örtlichen Vertreter der Anadolu Bank. Morali und Ari werden erschossen, Karakoç gelingt die Flucht.
12. März 1981, Teheran : Eine Gruppe von ASALA-Terroristen versucht, die türkische Botschaft zu besetzen. Zwei Wächter werden bei dem Versuch erschossen. Zwei Täter werden festegenommen und später hingerichtet.
9. Juni 1981, Genf : Mehmet Savas Yergüz, Sekretär in der türkischen Botschaft, wird von dem armenischen Terroristen Mardiros Jamgotchian erschossen. Die Festnahme des ASALA-Mannes führt zur Gründung eines neuen ASALA-Armes, die Organisation nennt sich "Ninth of June Organization" und wird für eine ganze Serie von Anschlägen verantwortlich sein.
24. September 1981, Paris : Vier Armenier, die der ASALA angehören, besetzen das türkische Generalkonsulat in Paris. Während sie das Gebäude stürmen, erschießen sie Cemal Özen, einen Sicherheitsbeamten, und verletzen den Konsul Kaya Inal schwer. Die Terroristen nehmen sich zwischenzeitlich 56 Geiseln.
28. Januar 1982, Los Angeles : Kemal Arikan, der türkische Generalkonsul in Los Angeles, wird von zwei ASALA Terroristen auf dem Weg zur Arbeit erschossen. Der 19-jährige Hampig Sassounian wird verhaftet und zu lebenslanger Haft verurteilt.
26. März 1982, Beirut : In einem Kino in Beirut explodiert eine Bombe, die zwei Menschen tötet und 16 weitere verletzt. Die ASALA erklärt, der Anschlag gehe auf ihr Konto.
8. April 1982, Ottawa : Kani Güngör, der Wirtschaftsattache der türkischen Botschaft in Ottawa, wird in der Garage seines Appartments von ASALA-Terroristen angeschossen und schwer verletzt.
4. Mai 1982, Cambridge (Massachusetts) : Orhan Gündüz, der türkische Honorarkonsul in Boston wird von einem Unbekannten erschossen. Die ASALA übernimmt die Verantwortung .
7. Juni 1982, Lissabon : Der Verwaltungsattache der türkischen Botschaft, Erkut Akbay, und seine Frau Nadide Akbay werden vor ihrem Haus von Terroristen der JCAG erschossen.
21. Juli 1982, Paris : 16 Menschen werden bei einer Bombenexplosion vor einem Cafe am Place Saint-Severin verletzt. Die Orly Organisation erklärt sich verantwortlich, und verweist darauf, dass Frankreich armenische Gefangene nicht als politische Gefangene, sondern als gewöhnliche Kriminelle behandelt.
7. August 1982, Ankara : Zwei Terroristen der Armenian Secret Army for the Liberation of Armenia (ASALA) zünden auf dem Flughafen Esenboga eine Bombe und schießen anschließend mit Maschinengewehren in die Menge in einem Warteraum für Passagiere. Neun Personen sterben bei dem Angriff, 82 werden verletzt. Der überlebende Terrorist, Levon Ekmekjian wird verhaftet und zu lebenslanger Haft verurteilt.
27. August 1982, Ottawa : Colonel Atilla Altikat, der Militärattache der türkischen Botschaft, wird in seinem Auto von der Organisation JCAG ermordet.
9. September 1982, Burgas (Bulgarien) : Bora Süelkan, der Verwaltungsattache des türkischen Generalkonsulats in Burgas, wird vor seiner Wohnung erschossen. Verschiedene armenische Organisationen übernehmen die Verantwortung.
28. Februar 1983, Paris : Eine von der ASALA gelegte Bombe detoniert in einem Büro der Marmara Travel Agency und tötet eine Sekretärin. Vier Personen werden verletzt.
9. März 1983, Belgrad : Galip Balkar, der türkische Botschafter in Jugoslawien, wird in der Innenstadt von Belgrad ermordet. Sein Chauffeur Necati Kayar erleidet einen Bauchschuss. Als die Terroristen zu fliehen versuchen, verletzen sie zuerst einen jugoslawischen Colonel, anschließend erschießt ein Terrorist eine Studentin. Die beiden Armenier Kirkor Levonian und Raffi Elbekian werden verhaftet.
16. Juni 1983, Istanbul : Armenische Terroristen der ASALA verüben einen Anschlag mit Handgranaten und Maschinengewehren auf den Basar von Istanbul. Zwei Personen werden getötet, 21 verletzt.
14. Juli 1983, Brüssel : Der türkische Diplomat Dursun Aksoy, Verwaltungsattache in Belgien wird von einer armenischen Untergrundorganisation erschossen.
15. Juli 1983, Paris : Auf dem Pariser Flughafen Orly explodiert eine Bombe vor dem Schalter der türkischen Fluggesellschaft THY, die acht Menschen tötet und mehr als 60 verletzt. Der 29-jährige syrische Armenier VaradjianGarbidjian gesteht die Tat und erklärt, die Bombe sollte erst an Bord eines Flugzeugs explodieren. Die armenische Organisation ASALA bekennt sich zu dem Anschlag.
27. Juli 1983, Lissabon : Bei einem Attentat auf die türkische Botschaft in Lissabon kommen sieben Menschen ums Leben. Die Terroristen ASALA hatten das Gebäude zuvor besetzt.
25. August 1983, Berlin : Bei einem Sprengstoffanschlag auf das Maison de France, ein französisches Kulturzentrum und das Generalkonsulat, stirbt ein Mensch, 23 weitere werden verletzt. Eine ASALA bekennt sich, jedoch wird die Carlos-Gruppe für den Anschlag verantwortlich gemacht.
1. Oktober 1983, Marseille : Eine Bombenexplosion zerstört den amerikanischen, sowjetischen und algerischen Pavillon auf einem internationalen Jahrmarkt. Eine Person wird durch den Anschlag der ASALA getötet, 26 werden verletzt.
28. April 1984, Teheran : Zwei auf einem Motorrad fahrende ASALA-Terroristen eröffnen das Feuer auf Isik Yönder, als er seine Frau Sadiye Yönder zur türkischen Botschaft fährt, wo sie arbeitet. Isik Yönder wird getötet.
20. Juni 1984, Wien : Eine Bombe explodiert in dem Auto, das Erdogan Özen gehört, einem Berater der türkischen Botschaft. Özen wird getötet, fünf andere Personen verletzt. ASALA-Terroristen erklären sich für die Tat verantwortlich.
14. August 1984, Los Angeles : Am 14. August wird im Bus der türkischen Olympiamannschaft vor dem Flughafen von Los Angeles eine tickende Bombe unbekannter Herkunft entdeckt. Der Sprengsatz kann von Spezialisten der örtlichen Flughafenpolizei entschärft werden. Ein anonymer Anrufer übernimmt die Verantwortung des versuchten Anschlags im Namen der armenischen Untergrundorganisation Asala.
19. November 1984, Wien : Evner Ergun, der stellvertretende Direktor für soziale Entwicklung der Vereinten Nationen, wird in Wien erschossen, als er zur Arbeit fährt. Die Mörder hinterlassen auf der Leiche des Opfers eine Flagge mit den Initialen ARA.
12. März 1985, Ottawa : Drei schwerbewaffnete ARA-Terroristen stürmen die türkische Botschaft und töten einen kanadischen Sicherheitsbeamten. Nach der Sprengung der Eingangstür gelangen die Täter ins Gebäude. Dem Botschafter Coskun Kirca gelingt trotz schwerer Verletzungen die Flucht. Die Täter nehmen seine Frau und seine Tochter zeitweise als Geiseln, lassen diese aber später frei und ergeben sich.
VERZEICHNIS DES VÖLKERMORDES DER ARMENIER AN TÜRKEN
ZWISCHEN 1906 UND 1922 IM KAUKASUS UND IN ANATOLIEN
Quelle: Staatsarchiv
Band, Datum, Ort, Tote,
1 / 2 1914-2-21 Kars, Ardahan 30 000
1 / 3 1916-5-8 Pasinler 2 000
1 / 3 1916-5-8 Tercan 563
1 / 3 1916-5-8 Van, Tatvan 1 600
1 / 3 1915-5-9 Bitlis 40 000
1 / 3 1916-5-8 Bitlis 10 000
1 / 3 1915-5-9 Bitlis 123
1 / 4 1915 Van 44
1 / 4 1916-5-22 Van 1 000
1 / 4 1916-5-22 Köprüköy / Van 200
1 / 4 I 916-5-22 Van 15 000
1 / 4 1916-5-22 Van 8
1 / 4 1916-5-22 Van 8 000
1 / 4 1916-5-22 Van 80 000
1 / 4 1916-5-22 Van 15 000
1 / 5 1916-5-23 Of 5
1 / 6 1916-5-23 Trabzon 2 086
1 / 6 1916-5-23 Van 300
1 / 6 1916-5-11 Van 44 233
1 / 6 1916-5-11 Malazgirt 20 000
1 / 7 1916-6-11 Bitlis 12
1 / 8 1916-4-1 Van, Resadiye 15
1 / 9 1916-6 Van, Abbasaga 14
1 / 9 1916-6 Edremid, Vastan 15 000
1 / 10 1915-4 Bitlis 29
1 / 10 1915-4 Muradiye 10 000
1 / 11 1915-5 Van 20 000
1 / 11 1915-2 Haskay 200
1 / 11 1915-2 Dutak 3
1 / 12 1915-4 Van 120
1 / 12 1915 Van 150
1 / 11 1915 Bitlis 16 000
1 / 11 1916-5 Mus 500
1 / 12 1916-5-25 Bayezid 14 000
1 / 13 l 915 Mus 800
1 / 13 1915 - 8 Müküs 126
1 / 13 1916-6-7 Müküs, Sehan 121
1 / 13 1915-7 Mus Akçan 19
1 / 13 1329 Mus 10
1 / 14 1915 Bitlis Hizan 113
1 / 15 1915 Van 5 200
1 / 16 1916-8-14 Bitlis 311
1 / 19 1916-6-6 Satak Serir 45
1 / 19 1916-6-6 Satak 1 150
1 / 23 1916-1-15 Terme 9
2 / 2 1919-1-25 Kars 9
2 / 3 19 19-1-21 Kilis 2
2 / 4 1919-2-26 Adana, Pozanti 4
2 / 5 1919-5-18 Osmaniye 1
2 / 7 1919-6-13 Pasinler 3
2 / 10 1919-6-3 Igdir 8
2 / 11 1919-7-7 Kars,_Göle 9
2 / 12 1919-7-9 Kagizman 6
2 / 13 1919-7-9 Kurudere 8
2 / 16 1919-7-8 Mescidli 4
2 / 16 1919-7-8 Gülyantepe 10
2 / 22 1919-7-1 1 Mescidli 20
2 / 26 1919-7-19 Bulakli 2
2 / 31 1919-7-24 Kars, Kagizman 9
2 / 36 1919-7 Sankamis 803
2 / 37 1919-7 Sarikamis 695
2 / 38 1919/8 Verschiedene Dörfer 2 502
3 / 1 1919-7-5 Kagizman 4
3 / 1 1919 Tiknis, Agadeve 5
3 / 1 1919-7-19 Pasinler 2
3 / 1 1919 Nahçivan 4 000
3 / 6 1919-7 Kurudere 8
3 / 6 1919-7-4 Akçakale 180
3 / 6 1919 Sarikarnis 9
3 / 7 1919-8-15 Erzurum 153
3 / 7 1919-8-15 Erzurum 426
3 / 14 1919-9 Allahüekber 3
3 / 16 1919-9-14 Sarikamis 2
3 / 18 1919-11-11 Maras 2
3 / 19 1919-11 Adana 4
3 / 19 1919-11-6 Ulukisla 7
3 / 22 1919-12-7 Adana 4
3 / 26 1920-1-22 Antep 1
3 / 27 1919-9 Ünye 12
3 / 28 1920-2-28 Pozanti 40
3 / 29 1920-2-10 Çildir 100
3 / 32 1920-3-9 Zarusat 400
3 / 33 1920-2-2 Suregel 1 350
3 / 35 1338-3 Maras 4
3 / 36 1920-3-22 Suregel, Zarusat 2 000
3 / 37 1920-3-9 Zarusat 120
3 / 37 1920-3-16 Kagizman 720
3 / 39 1920-4-6 Gümrü 500
3 / 40 1920-4-28 Kars 2
3 / 41 1920-5-5 Kars 1 774
3 / 46 1920-5-22 Kars 10
3 / 47 1920-7-2 Kars, Erzurum 408
3 / 47 1920-7-2 Zengibasar 1 500
3 / 49 1920-7-27 Erzurum 69
3 / 50 1920-2-1 Zarusat 2 150
3 / 50 1920-5 Kars, Erzurum 27
3 / 50 1920-8 Oltu 650
3 / 50 1920-8 Kars, Erzurum 1 8
3 / 51 1920-10-15 Bayburt 1 387
3 / 52 1920-10-20 Göle 100
3 / 53 1920-10-17 Pasinler 9 287
3 / 54 1920-10-18 Tortum 3 700
3 / 55 1920-10-19 Erzurum 8 439
4 / 2 1920-10-26 Kars civari 10 693
4 / 3 1920-10-?8 Askale 889
4 / 4 1919-1-6 Zarusat 86
4 / 5 1920-12-1 Kosor 69
4 / 6 1920-12-3 Göle 508
4 / 7 1920-12-4 Kosor 122
4 / 9 1920-12-4 Kars, Zeytun 28
4 / 10 1920-12-4 Sarikamis 1 975
4 / 12 1920-12-6 Göle 194
4 / 14 1920-12-7 Kars, Digor 14 620
4 / 16 1920-12-14 Sarikamis 5 337
4 / 17 1920 Göle 600
4 / 17 1920 Kars 3 945
4 / 18 1920 Haramivartan 138
4 / 19 1920 Nahçivan 64 408
4 / 20 1920-11-29 Zarcisat 1 026
4 / 21 1921-2 Zenibasar 18
4 / 23 1920 Nahçivan 5307
4 / 24 1920-2 Kars civari 561
4 / 26 1920-12 Erivan 192
4 / 27 1921 Karakilise 6 000
4 / 29 1921-11-21 Pasinler 53
4 / 29 1921-11-21 Erzurum 1 215
4 / 30 1918 Hinis 870
4 / 31 1918 Tercan 580
4 / 32 1921 Nahçivan 12
4 / 33 1921 Bayburt 580
4 / 34 1921 Arpaçay l48
GESAMT : 517 955 ermordete TÜRKEN
Massenmorde mit unbekannten Totenzahlen
VERBRECHEN DER ARMENIER AN DER ZIVILBEVÖLKERUNG
Band und Urkunde Nr. Datum Ort Tote
1/2 1906-2-11 Revan Einwohner von
25 Dörfern
1/3 1915-5-9 Bitlis Einwohner von
1 Dorf
1/3 1915-5-9 Bitlis Zahl unbekannt
1/4 1916-5-22 Van Zahl unbekannt
1/6 1916-5-23 Van Zahl unbekannt
1/6 1915-5-11 Trabzon Zahl unbekannt
1/7 1916-6-11 Bitlis Zahl unbekannt
1/7 1916-6-11 Van Zahl unbekannt
1/7 1916-6-11 Baskala Zahl unbekannt
1/10 1915-6-11 Van 180 Familien
1/11 1915-6 Bitlis 100 Familien
1/11 1915-5 Van Zahl unbekannt
1/11 1915-6-10 Maçka Zahl unbekannt
1/13 1914-12-17 Eleskird Zahl unbekannt
1/13 1916-5-23 Hinis Zahl unbekannt
1/13 1915-12 Mus Zahl unbekannt
1/13 1915-1 Mus Anwohner von
2 Dörfern
1/13 1915 Elaziz Zahl unbekannt
1/13 1915-8 Gevas Zahl unbekannt
1/13 1915-2 Satak 9 Dörfer
1/14 1915 Hizan Zahl unbekannt
1/18 1916-6-3 Diyarbakir 55
1/20 1916-5 Tercan 30 Dörfer
2/2 1919-1-25 Ardahan Zahl unbekannt
2/15 1919-7-8 Gülantab 2 Dörfer
2/20 1919-7-16 Büyük Vedi Zahl unbekannt
2/32 1919-7-25 Gümrü Zahl unbekannt
2/35 1919-7-12 Kars 1 Familie
3/1 1919-7 Artvin Viele
3/1 1919-7 Bavezid Einige
3/4 1919-8 Nahçivan Einwohner von
3 Dörfern
3/6 1919 Kars, Sarikamis Viele
3/6 1919 Kars, Sarikamis 1 Dorf
3/6 1919 Kars, Sarikamis Zahl unbekannt
3/6 1919-8-15 Erzurum 30 Familien
3/8 1919-7-12 Kars 2 Familien
3/9 1919-8-12 Kars Zahl unbekannt
3/9 1919-8-12 Kars Alle Männer
3/9 1919-8-12 Kars Die gesamten Einwohner
3/9 1922-8-18 Kars Alle Männer
3/12 1919-8-31 Sarikamis Die gesamten Einwohner
3/12 1919-8-31 Kagizman Zahl unbekannt
3/13 1919-8-18 Kagizman Zahl unbekannt
3/14 1919-9 Karaurgan Zahl unbekannt
3/16 1919-9-14 Kars, Sarikamis Zahl unbekannt
3/31 1920-3-3 Kozan Viele
3/33 1920 Suragel Zahl unbekannt
3/37 1920-3-9 Zarusad Zahl unbekannt
3/37 1920-3-16 Kagizman Zahl unbekannt
3/47 1920-5-24 Kars und Umgebung Zahl unbekannt
3/49 1920-7-27 Oltu-Göle Alle Männer
3/50 1920-5-24 Kars und Umgebung Die gesamten Einwohner
4/8 1920-12-3 Kars Zahl unbekannt
4/23 1919 Kars und Umgebung Einige Zelte
4/23 1919-3 Kars und Umgebung 85 Familien
4/23 1919-3 Sararikamis Einwohner von
1 Dorf
4/23 1919-2 Igdir Hunderte
4/23 1920 Kars und Umgebung Zahl unbekannt
4/26 1920-11 Erivan-Kars Zahl unbekannt
4/30 1918 Tekman Zahl unbekannt
Dem türkischen Volk richteten die Armenier den größten Schaden mit ihrem Massaker im Ersten Weltkrieg. Die Aufständischen Armenier wurden von den osmanischen sicherheitskräften niedergeschlagen; aber dies wurde der Weltöffentlichkeit in der Form : " Die Türken richten den Armeniern ein Massaker an" zur Kenntniss gebracht !!
In dieser Zeit spionierten die Armenier für die Russen. Sie hörten nicht auf den Mobilmachungsbefehl und begangen Fahnenflucht. Diejenigen, die eingerückt waren, gingen samt ihren Waffen zur russischen Seite über und begangen somit alle zusammen "Landesverrat". Schon zu Beginn der Mobilmachung griffen armenische Partisanengruppen die türkischen Dörfer an und richteten der Zivilbevölkerung großen Schaden an. z.B. alle Bewohner des Dorfes Zeve bei Van wurden von den aufständischen Armeniern getötet, ohne einen Unterschied zwischen Frauen, Kindern und älteren Menschen gemacht zu haben !!
Wenn sich die Täter ( Armenier) als Opfer ausgeben, ist es nichts weiter als die Zuflucht aus der Tatsache des unendlichen religiösen Hasses der Armenier !!
Wir Werden die OPFER der VERGANGENHEIT und ihre TÄTER Niemals VERGESSEN !!
mehr infos unter :
http://www.ermenisorunu.gen.tr/deutsch/einleitung/index.html
Hier können wir uns dran erinneren was wir úns seit Jahrhunderten immerwieder von den Armeniern gefallen lassen mussten.
Fotos der Ermordungen aus dem Jahr 1992.
http://www.azerigenocide.org/photos.htm
Ich habe einen Traum
Charles Aznavour, 80, Sänger, Komponist, Schauspieler, Schriftsteller, wurde als Sohn armenischer Flüchtlinge in Paris geboren. Entdeckt von Edith Piaf, schrieb Aznavour rund tausend Chansons und spielte in mehr als sechzig Filmen. Er engagierte sich immer wieder für die Heimat seiner Eltern – auch als Sonderbotschafter der Unesco. Vor kurzem ist seine Autobiografie (»Le temps des avants – Der einzige Zufall in meinem Leben bin ich«) in Deutschland erschienen. Charles Aznavour träumt davon, dass die Türkei den Völkermord an den Armeniern während des Ersten Weltkriegs anerkennt
Vielleicht mit 40 oder 50 Jahren habe ich das letzte Mal geträumt. Seitdem nicht mehr. Ich lebe in der Realität. Aber ich habe einen großen Traum: die Aussöhnung zwischen Armenien und der Türkei. Es wird Zeit, dass die Regierung in Ankara die Massenvernichtung des armenischen Volkes zugibt. Ich bin kein Freund von Denkmälern. Mir sind Taten wichtiger als Steine.
Mit Taten meine ich: das Geschehene verständlich zu machen. Die Regierung in Ankara zur Einsicht zu bringen, dass sie das, was sie uns antut, auch der türkischen Jugend aufbürdet. Die Türkei kann nicht von Generation zu Generation mit diesem Makel leben. Ich glaube, die türkische Regierung schuldet es ihrem eigenen Volk, zu diesem Verbrechen zu stehen. Atatürk hat die Schuld angenommen. Aber nachfolgende Regierungen haben die Geschichte umgeschrieben.
Es wäre auch an der Zeit, dass Deutschland dieses Verbrechen völkerrechtlich anerkennt, so wie es bereits Frankreich und die Schweiz getan haben. Deutschland, das mit Verantwortung daran trägt. Nicht weil seine Politiker die Ausrottung der Armenier befohlen, sondern weil sie zugeschaut haben. Weil sie ihren damaligen Verbündeten, den Türken, sagten: Tut, was ihr für richtig haltet. Dass die Deutschen diesen Völkermord anerkennen, wäre ein großer Schritt. Dann würden auch seine Alliierten dazu genötigt. Das waren die Türken damals, und vielleicht sind sie es auch heute.
Es wäre auch an der Zeit, dass Deutschland dieses Verbrechen völkerrechtlich anerkennt, so wie es bereits Frankreich und die Schweiz getan haben. Deutschland, das mit Verantwortung daran trägt. Nicht weil seine Politiker die Ausrottung der Armenier befohlen, sondern weil sie zugeschaut haben. Weil sie ihren damaligen Verbündeten, den Türken, sagten: Tut, was ihr für richtig haltet. Dass die Deutschen diesen Völkermord anerkennen, wäre ein großer Schritt. Dann würden auch seine Alliierten dazu genötigt. Das waren die Türken damals, und vielleicht sind sie es auch heute.
Wie ich höre, wollte vor kurzem das brandenburgische Bildungsministerium den Völkermord in den Lehrplan seiner Schulen aufnehmen. Ein türkischer Diplomat intervenierte und verlangte, das Thema vom Lehrplan zu streichen. Als Frankreich den Genozid anerkannte, wollte die Türkei angeblich die Beziehungen abbrechen. Ein großer Irrtum! Frankreich ist der größte Fürsprecher für den EU-Beitritt der Türkei. Darin besteht überhaupt kein Widerspruch. Man kann sehr wohl die Vergangenheit akzeptieren und zugleich an die Zukunft denken. Die französisch-türkischen Beziehungen sind übrigens trotz allem ungetrübt. Ebenso verhält es sich in der Schweiz. Das wird bei jedem Land so sein. Die Botschafter kommen und trampeln mit den Füßen, aber das bedeutet überhaupt nichts. Die türkische Politik kann nicht ewig weiter im Rückwärtsgang fahren und sagen: Dann reden wir nicht mehr mit euch. Es ist Zeit für eine ehrliche Debatte.
Wie ich höre, wollte vor kurzem das brandenburgische Bildungsministerium den Völkermord in den Lehrplan seiner Schulen aufnehmen. Ein türkischer Diplomat intervenierte und verlangte, das Thema vom Lehrplan zu streichen. Als Frankreich den Genozid anerkannte, wollte die Türkei angeblich die Beziehungen abbrechen. Ein großer Irrtum! Frankreich ist der größte Fürsprecher für den EU-Beitritt der Türkei. Darin besteht überhaupt kein Widerspruch. Man kann sehr wohl die Vergangenheit akzeptieren und zugleich an die Zukunft denken. Die französisch-türkischen Beziehungen sind übrigens trotz allem ungetrübt. Ebenso verhält es sich in der Schweiz. Das wird bei jedem Land so sein. Die Botschafter kommen und trampeln mit den Füßen, aber das bedeutet überhaupt nichts. Die türkische Politik kann nicht ewig weiter im Rückwärtsgang fahren und sagen: Dann reden wir nicht mehr mit euch. Es ist Zeit für eine ehrliche Debatte.
Deir-es-Zor. Das ist der Name der Wüste, die die Türkei mit Syrien verbindet. Dorthin wurden meine Vorfahren deportiert. Allein dort starben mehr als eine Million Armenier. Bislang erlaubt die syrische Regierung uns nicht, diesen Ort zu besuchen. Noch heute gibt es riesige Ebenen, wo man die Gebeine meiner Vorfahren findet. Wer das sieht, kann nicht mehr leugnen, was geschehen ist. Es gibt Bücher von Zeitzeugen, zum Beispiel von dem deutschen Pfarrer Johannes Lepsius oder von Henry Morgenthau, dem damaligen Botschafter der USA. Man kann diese Leute nicht der Lüge bezichtigen.
Deir-es-Zor. Das ist der Name der Wüste, die die Türkei mit Syrien verbindet. Dorthin wurden meine Vorfahren deportiert. Allein dort starben mehr als eine Million Armenier. Bislang erlaubt die syrische Regierung uns nicht, diesen Ort zu besuchen. Noch heute gibt es riesige Ebenen, wo man die Gebeine meiner Vorfahren findet. Wer das sieht, kann nicht mehr leugnen, was geschehen ist. Es gibt Bücher von Zeitzeugen, zum Beispiel von dem deutschen Pfarrer Johannes Lepsius oder von Henry Morgenthau, dem damaligen Botschafter der USA. Man kann diese Leute nicht der Lüge bezichtigen.
Auf der anderen Seite gab es nicht nur Türken, die Armenier massakrierten. Es gab auch viele, die sie retteten. Viele Kinder wurden adoptiert und islamisiert. Heute suchen nicht wenige junge Türken der dritten Generation ihre Wurzeln und finden sie in Armenien. Mancher Bürgermeister eines kleinen türkischen Dorfes sagt, es werde Zeit, sich diesen Fragen zu stellen, damit endlich Frieden einkehrt.
Es geht schließlich nicht um aktuelle Verfehlungen, sondern um die Geschichte. Es ist lächerlich, aus falschem Stolz an der Verdrängung festzuhalten. Sie beweist nur eines: Ein Türke, der immer Türke sein will, wird kein Europäer sein. Wenn wir die Türken in unserer Gemeinschaft annehmen – und warum sollten wir das nicht tun? –, dann wollen wir sie als Europäer akzeptieren.
Wo war Gott in Deir-es-Zor? Wo war er in Bosnien, in Auschwitz? Glaube ich an Gott? Einen Tag ja, am anderen nein. Ich gestehe, manchmal habe ich enorme Zweifel. Ich bin Agnostiker – wie viele Menschen. Zuallererst scheinen mir die Religionen eine Plage der Menschheit zu sein.
Zu viele Kriege beginnen mit der Religion. Man glaubt immer, es ginge um Territorien, aber im Grunde sind fast immer religiöse Fragen die entscheidenden Ursachen. Ich habe nichts gegen Muslime. Ich habe nichts gegen Juden. Ich habe nichts gegen Protestanten. Ich glaube, wir können alle in guter Gemeinschaft leben. Wir lesen alle aus dem gleichen Buch.
Ich bin kein Politiker. Ich halte mich fern von der Politik, ich möchte weder ein Amt übernehmen noch Wahlkampf machen. Ich bin auf Politiker angewiesen, um das Möglichste für das Land meiner Eltern zu tun. Ich habe zwei Arten von Wurzeln. Die einen liegen weit in der Ferne und in der Fremde, wie ein weit zurückliegender Traum. Meine Eltern haben mir so gut wie nichts von ihrer Heimat erzählt. Und dann habe ich Wurzeln, die konkret in der Erde eines Landes stecken. Das sind meine französischen Wurzeln. Frankreich ist meine Heimat.
Ich bin kein Politiker. Ich halte mich fern von der Politik, ich möchte weder ein Amt übernehmen noch Wahlkampf machen. Ich bin auf Politiker angewiesen, um das Möglichste für das Land meiner Eltern zu tun. Ich habe zwei Arten von Wurzeln. Die einen liegen weit in der Ferne und in der Fremde, wie ein weit zurückliegender Traum. Meine Eltern haben mir so gut wie nichts von ihrer Heimat erzählt. Und dann habe ich Wurzeln, die konkret in der Erde eines Landes stecken. Das sind meine französischen Wurzeln. Frankreich ist meine Heimat.
Als Sohn staatenloser Eltern, von Menschen, die keine Arbeit, die überhaupt nichts hatten, braucht man einen starken Willen. Wenn man als Fremder sein muss wie die Mehrheit der Bevölkerung, dann ist man irgendwann besser als sie. Man muss Erfolg haben, um seinen Verhältnissen zu entrinnen. Einwanderer haben keine andere Wahl. Deshalb sind sie oft so nützlich für ein Land. Sie bringen das Land nach vorn.
Alle Völker, die von der Reinheit der Rasse sprechen und keine Mischungen dulden, sind dem Schwachsinn verfallen. Seit der Heiligen Jungfrau – wenn ich Christ wäre, könnte ich es vielleicht so ausdrücken – gibt es keine reinen Rassen mehr. Es gibt überall nur Mischungen. Auch in der Türkei. Slawen, Armenier, Iraner, Chinesen, Araber, daraus ist ein sehr starker Menschenschlag entstanden. Vielleicht haben sie vergessen, woher sie kamen. Die Armenier hingegen werden das, wie die Juden, niemals vergessen können.
Alle Völker, die von der Reinheit der Rasse sprechen und keine Mischungen dulden, sind dem Schwachsinn verfallen. Seit der Heiligen Jungfrau – wenn ich Christ wäre, könnte ich es vielleicht so ausdrücken – gibt es keine reinen Rassen mehr. Es gibt überall nur Mischungen. Auch in der Türkei. Slawen, Armenier, Iraner, Chinesen, Araber, daraus ist ein sehr starker Menschenschlag entstanden. Vielleicht haben sie vergessen, woher sie kamen. Die Armenier hingegen werden das, wie die Juden, niemals vergessen können.
Die türkische Gemeinschaft in Frankreich verhält sich tadellos. Ich glaube, ein großer Teil von ihnen hat verstanden, was es bedeutet, in einem europäischen Land zu leben. Ich habe ein Lied geschrieben mit dem Titel: »Mein türkischer Freund«. Ich habe viele türkische Freunde. Aber dieses Lied war für einen sehr engen Vertrauten, der bei einem Verkehrsunfall starb. Ich habe ihn oft vermisst. Als ich den Text schrieb, war es, als würde ich ihm einen Brief schreiben. Als ich es ins Englische übersetzte, lautete das erste Wort: »Bruder«.
http://www.zeit.de/2005/14/Traum_2fAznavour_14
Aussöhnung: ja
aber die Türkei darf nix zugeben was Sie nicht getan hat!!!
Ich habe einen Traum
Charles Aznavour, 80, Sänger, Komponist, Schauspieler, Schriftsteller, wurde als Sohn armenischer Flüchtlinge in Paris geboren. Entdeckt von Edith Piaf, schrieb Aznavour rund tausend Chansons und spielte in mehr als sechzig Filmen. Er engagierte sich immer wieder für die Heimat seiner Eltern – auch als Sonderbotschafter der Unesco. Vor kurzem ist seine Autobiografie (»Le temps des avants – Der einzige Zufall in meinem Leben bin ich«) in Deutschland erschienen. Charles Aznavour träumt davon, dass die Türkei den Völkermord an den Armeniern während des Ersten Weltkriegs anerkennt
Vielleicht mit 40 oder 50 Jahren habe ich das letzte Mal geträumt. Seitdem nicht mehr. Ich lebe in der Realität. Aber ich habe einen großen Traum: die Aussöhnung zwischen Armenien und der Türkei. Es wird Zeit, dass die Regierung in Ankara die Massenvernichtung des armenischen Volkes zugibt. Ich bin kein Freund von Denkmälern. Mir sind Taten wichtiger als Steine.
Mit Taten meine ich: das Geschehene verständlich zu machen. Die Regierung in Ankara zur Einsicht zu bringen, dass sie das, was sie uns antut, auch der türkischen Jugend aufbürdet. Die Türkei kann nicht von Generation zu Generation mit diesem Makel leben. Ich glaube, die türkische Regierung schuldet es ihrem eigenen Volk, zu diesem Verbrechen zu stehen. Atatürk hat die Schuld angenommen. Aber nachfolgende Regierungen haben die Geschichte umgeschrieben.
Es wäre auch an der Zeit, dass Deutschland dieses Verbrechen völkerrechtlich anerkennt, so wie es bereits Frankreich und die Schweiz getan haben. Deutschland, das mit Verantwortung daran trägt. Nicht weil seine Politiker die Ausrottung der Armenier befohlen, sondern weil sie zugeschaut haben. Weil sie ihren damaligen Verbündeten, den Türken, sagten: Tut, was ihr für richtig haltet. Dass die Deutschen diesen Völkermord anerkennen, wäre ein großer Schritt. Dann würden auch seine Alliierten dazu genötigt. Das waren die Türken damals, und vielleicht sind sie es auch heute.
Es wäre auch an der Zeit, dass Deutschland dieses Verbrechen völkerrechtlich anerkennt, so wie es bereits Frankreich und die Schweiz getan haben. Deutschland, das mit Verantwortung daran trägt. Nicht weil seine Politiker die Ausrottung der Armenier befohlen, sondern weil sie zugeschaut haben. Weil sie ihren damaligen Verbündeten, den Türken, sagten: Tut, was ihr für richtig haltet. Dass die Deutschen diesen Völkermord anerkennen, wäre ein großer Schritt. Dann würden auch seine Alliierten dazu genötigt. Das waren die Türken damals, und vielleicht sind sie es auch heute.
Wie ich höre, wollte vor kurzem das brandenburgische Bildungsministerium den Völkermord in den Lehrplan seiner Schulen aufnehmen. Ein türkischer Diplomat intervenierte und verlangte, das Thema vom Lehrplan zu streichen. Als Frankreich den Genozid anerkannte, wollte die Türkei angeblich die Beziehungen abbrechen. Ein großer Irrtum! Frankreich ist der größte Fürsprecher für den EU-Beitritt der Türkei. Darin besteht überhaupt kein Widerspruch. Man kann sehr wohl die Vergangenheit akzeptieren und zugleich an die Zukunft denken. Die französisch-türkischen Beziehungen sind übrigens trotz allem ungetrübt. Ebenso verhält es sich in der Schweiz. Das wird bei jedem Land so sein. Die Botschafter kommen und trampeln mit den Füßen, aber das bedeutet überhaupt nichts. Die türkische Politik kann nicht ewig weiter im Rückwärtsgang fahren und sagen: Dann reden wir nicht mehr mit euch. Es ist Zeit für eine ehrliche Debatte.
Wie ich höre, wollte vor kurzem das brandenburgische Bildungsministerium den Völkermord in den Lehrplan seiner Schulen aufnehmen. Ein türkischer Diplomat intervenierte und verlangte, das Thema vom Lehrplan zu streichen. Als Frankreich den Genozid anerkannte, wollte die Türkei angeblich die Beziehungen abbrechen. Ein großer Irrtum! Frankreich ist der größte Fürsprecher für den EU-Beitritt der Türkei. Darin besteht überhaupt kein Widerspruch. Man kann sehr wohl die Vergangenheit akzeptieren und zugleich an die Zukunft denken. Die französisch-türkischen Beziehungen sind übrigens trotz allem ungetrübt. Ebenso verhält es sich in der Schweiz. Das wird bei jedem Land so sein. Die Botschafter kommen und trampeln mit den Füßen, aber das bedeutet überhaupt nichts. Die türkische Politik kann nicht ewig weiter im Rückwärtsgang fahren und sagen: Dann reden wir nicht mehr mit euch. Es ist Zeit für eine ehrliche Debatte.
Deir-es-Zor. Das ist der Name der Wüste, die die Türkei mit Syrien verbindet. Dorthin wurden meine Vorfahren deportiert. Allein dort starben mehr als eine Million Armenier. Bislang erlaubt die syrische Regierung uns nicht, diesen Ort zu besuchen. Noch heute gibt es riesige Ebenen, wo man die Gebeine meiner Vorfahren findet. Wer das sieht, kann nicht mehr leugnen, was geschehen ist. Es gibt Bücher von Zeitzeugen, zum Beispiel von dem deutschen Pfarrer Johannes Lepsius oder von Henry Morgenthau, dem damaligen Botschafter der USA. Man kann diese Leute nicht der Lüge bezichtigen.
Deir-es-Zor. Das ist der Name der Wüste, die die Türkei mit Syrien verbindet. Dorthin wurden meine Vorfahren deportiert. Allein dort starben mehr als eine Million Armenier. Bislang erlaubt die syrische Regierung uns nicht, diesen Ort zu besuchen. Noch heute gibt es riesige Ebenen, wo man die Gebeine meiner Vorfahren findet. Wer das sieht, kann nicht mehr leugnen, was geschehen ist. Es gibt Bücher von Zeitzeugen, zum Beispiel von dem deutschen Pfarrer Johannes Lepsius oder von Henry Morgenthau, dem damaligen Botschafter der USA. Man kann diese Leute nicht der Lüge bezichtigen.
Auf der anderen Seite gab es nicht nur Türken, die Armenier massakrierten. Es gab auch viele, die sie retteten. Viele Kinder wurden adoptiert und islamisiert. Heute suchen nicht wenige junge Türken der dritten Generation ihre Wurzeln und finden sie in Armenien. Mancher Bürgermeister eines kleinen türkischen Dorfes sagt, es werde Zeit, sich diesen Fragen zu stellen, damit endlich Frieden einkehrt.
Es geht schließlich nicht um aktuelle Verfehlungen, sondern um die Geschichte. Es ist lächerlich, aus falschem Stolz an der Verdrängung festzuhalten. Sie beweist nur eines: Ein Türke, der immer Türke sein will, wird kein Europäer sein. Wenn wir die Türken in unserer Gemeinschaft annehmen – und warum sollten wir das nicht tun? –, dann wollen wir sie als Europäer akzeptieren.
Wo war Gott in Deir-es-Zor? Wo war er in Bosnien, in Auschwitz? Glaube ich an Gott? Einen Tag ja, am anderen nein. Ich gestehe, manchmal habe ich enorme Zweifel. Ich bin Agnostiker – wie viele Menschen. Zuallererst scheinen mir die Religionen eine Plage der Menschheit zu sein.
Zu viele Kriege beginnen mit der Religion. Man glaubt immer, es ginge um Territorien, aber im Grunde sind fast immer religiöse Fragen die entscheidenden Ursachen. Ich habe nichts gegen Muslime. Ich habe nichts gegen Juden. Ich habe nichts gegen Protestanten. Ich glaube, wir können alle in guter Gemeinschaft leben. Wir lesen alle aus dem gleichen Buch.
Ich bin kein Politiker. Ich halte mich fern von der Politik, ich möchte weder ein Amt übernehmen noch Wahlkampf machen. Ich bin auf Politiker angewiesen, um das Möglichste für das Land meiner Eltern zu tun. Ich habe zwei Arten von Wurzeln. Die einen liegen weit in der Ferne und in der Fremde, wie ein weit zurückliegender Traum. Meine Eltern haben mir so gut wie nichts von ihrer Heimat erzählt. Und dann habe ich Wurzeln, die konkret in der Erde eines Landes stecken. Das sind meine französischen Wurzeln. Frankreich ist meine Heimat.
Ich bin kein Politiker. Ich halte mich fern von der Politik, ich möchte weder ein Amt übernehmen noch Wahlkampf machen. Ich bin auf Politiker angewiesen, um das Möglichste für das Land meiner Eltern zu tun. Ich habe zwei Arten von Wurzeln. Die einen liegen weit in der Ferne und in der Fremde, wie ein weit zurückliegender Traum. Meine Eltern haben mir so gut wie nichts von ihrer Heimat erzählt. Und dann habe ich Wurzeln, die konkret in der Erde eines Landes stecken. Das sind meine französischen Wurzeln. Frankreich ist meine Heimat.
Als Sohn staatenloser Eltern, von Menschen, die keine Arbeit, die überhaupt nichts hatten, braucht man einen starken Willen. Wenn man als Fremder sein muss wie die Mehrheit der Bevölkerung, dann ist man irgendwann besser als sie. Man muss Erfolg haben, um seinen Verhältnissen zu entrinnen. Einwanderer haben keine andere Wahl. Deshalb sind sie oft so nützlich für ein Land. Sie bringen das Land nach vorn.
Alle Völker, die von der Reinheit der Rasse sprechen und keine Mischungen dulden, sind dem Schwachsinn verfallen. Seit der Heiligen Jungfrau – wenn ich Christ wäre, könnte ich es vielleicht so ausdrücken – gibt es keine reinen Rassen mehr. Es gibt überall nur Mischungen. Auch in der Türkei. Slawen, Armenier, Iraner, Chinesen, Araber, daraus ist ein sehr starker Menschenschlag entstanden. Vielleicht haben sie vergessen, woher sie kamen. Die Armenier hingegen werden das, wie die Juden, niemals vergessen können.
Alle Völker, die von der Reinheit der Rasse sprechen und keine Mischungen dulden, sind dem Schwachsinn verfallen. Seit der Heiligen Jungfrau – wenn ich Christ wäre, könnte ich es vielleicht so ausdrücken – gibt es keine reinen Rassen mehr. Es gibt überall nur Mischungen. Auch in der Türkei. Slawen, Armenier, Iraner, Chinesen, Araber, daraus ist ein sehr starker Menschenschlag entstanden. Vielleicht haben sie vergessen, woher sie kamen. Die Armenier hingegen werden das, wie die Juden, niemals vergessen können.
Die türkische Gemeinschaft in Frankreich verhält sich tadellos. Ich glaube, ein großer Teil von ihnen hat verstanden, was es bedeutet, in einem europäischen Land zu leben. Ich habe ein Lied geschrieben mit dem Titel: »Mein türkischer Freund«. Ich habe viele türkische Freunde. Aber dieses Lied war für einen sehr engen Vertrauten, der bei einem Verkehrsunfall starb. Ich habe ihn oft vermisst. Als ich den Text schrieb, war es, als würde ich ihm einen Brief schreiben. Als ich es ins Englische übersetzte, lautete das erste Wort: »Bruder«.
http://www.zeit.de/2005/14/Traum_2fAznavour_14
Der redet aber viel Mist. Man merkt richtig wie falsch diese Schlange ist. Nach Dar az sawr(tiefstes Syrien), soll er nicht gedurft haben, angeblich. Diese Phantasie bekräftigt er noch, in dem er sagt das Dar az Saur die Wüste zwischen der Türkei und Syrien wäre, was natürlich völliger Schwachsinn ist. Gerade Syrien ist ein guter Freund der Franzosen, wiso sollte es diesem Alten Mann nicht erlauben, die Knochen seiner Vorfahren zu finden?
Dann labert er weiter, Frankreich ist ein Freund, die Schweiz ist ein Freund, Deutschland sollte es auch werden, bla blub.
Dann ist er Agnostika! Ja, alter mann, wenn du Agnostiker bist, was interessieren dich dann die gebeine deiner Vorfahren?
Aber das alles ist wieder einmal typisch.
Armenien
Antrag auf Anerkennung des Völkermords
Ö1 Mittagsjournal - Elisa Vass
Am 24. April, gilt es einen traurigen Jahrestag zu begehen. Genau vor 90 Jahren nämlich begann der Völkermord an den Armeniern in der Türkei. Während des ersten Weltkriegs wurden die vorwiegend im Osten der Türkei lebenden Armenier systematisch vertrieben. Es wurde ihnen vorgeworfen, mit dem verfeindeten Russland zu kollaborieren. Wer nicht ermordet wurde, wurde auf Todesmärschen in die syrische Wüste geschickt. Bis zu eineinhalb Millionen Armenier, so die Schätzung des offiziellen Armeniens, sind damals ums Leben gekommen.
Eindeutig Völkermord
Es war eindeutig Völkermord, sagen auch die allermeisten Historiker. Doch die Türkei ist bis heute weit davon entfernt, das anzuerkennen. Und reagiert auch äußerst verschnupft, wenn andere Länder von Völkermord sprechen. Zahlreiche europäische Parlamente, zum Beispiel das französische, das belgische, das slowakische oder auch das Schweizer Parlament, haben die blutigen Ereignisse von damals bereits als Völkermord anerkannt.
Erste Anläufe gescheitert
In Österreich sind bereits zwei entsprechende Anläufe gescheitert. Möglicherweise aber wird es im Nationalrat nun doch einen Beschluss zu diesem Thema geben. Vor 5 Jahren, zum 85. Jahrestag der Massaker an den Armeniern, haben die Grünen einen Antrag zur Anerkennung des Völkermords eingebracht und haben sich damals eine Abfuhr von den Regierungsparteien ÖVP und FPÖ geholt.
"Drohenden" Beitrittsverhandlungen
Doch heute kann der außenpolitische Sprecher der Freiheitlichen Herbert Scheibner der Idee eines Entschließungsantrags in der Armenien-Frage durchaus etwas abgewinnen. Gerade im Hinblick auf die "drohenden" Beitrittsverhandlungen mit der Türkei sei es angebracht dieses Thema auf die Tagesordnung zu bringen, meint Scheibner.
Grüne sind jetzt dagegen
Doch genau hier wollen die Grünen nicht mitmachen, sagt deren Außenpolitische Sprecherin Ulrike Lunacek. Auf die Frage, ob sie einen Antrag der Freiheitlichen zum Thema Türkei und Armenien unterstützen würden, sagt sie, dass es von der Formulierung abhängen.
Vom Wort Völkermord nicht begeistert
Die Grünen können sich einen Antrag vorstellen, in dem etwa die türkische Regierung aufgefordert wird, die Archive zu öffnen und Vergangenheitsbewältigung aktiv zu fördern. Vor 5 Jahren wollten die Grünen, dass das österreichische Parlament ähnlich wie andere europäische Parlamente explizit den Völkermord an den Armeniern anerkennt. Heute sind sie von einer Verwendung des Wortes Völkermord nicht mehr so begeistert.
Keine Holzhammer-Methode
In der Türkei, so Lunacek, habe eine zaghafte Debatte über die Ereignisse von damals begonnen. Und die solle nicht mit dem Holzhammer zerstört werden. In eine ganz ähnliche Richtung gehen auch die Bedenken der SPÖ, die den Antrag der Grünen vor 5 Jahren übrigens unterstützt hat. Der außenpolitische Sprecher des SPÖ Klubs Peter Schieder, stellt klar, dass das was 1915 geschehen ist war eindeutig ein Völkermord. Die Opfer waren die Armenier.
Auch SPÖ will Formulierung abwarten
Sollte ein entsprechender Antrag auf den Tisch kommen, würde man sich aber die Formulierung genau ansehen, sagt Schieder. Selber stellen will in die SPÖ nicht.
Juristisch nicht möglich
Der außenpolitische Sprecher des ÖVP-Klubs, Michael Spindelegger, steht auf dem Standpunkt, dass der Nationalrat, anders als andere europäische Parlamente, die Ereignisse von damals gar nicht als Völkermord im juristischen Sinn anerkennen kann. Denn die Aufgabe des Parlaments sei es, so Spindelegger, sich nicht mit der Vergangenheit, sondern mit der Zukunft zu befassen.
Einen Entschließungsantrag unterstützen
Doch auch Spindelegger schließt nicht aus, einen eventuellen Entschließungsantrag, der etwa Ankara zu einer aktiveren Vergangenheitsbewältigung auffordert, zu unterstützen, wenngleich er auf dem Standpunkt steht, dass jeder Druck von außen eine endenwollende Wirkung habe.
Nicht vor Jahrestag
Ob und wann es im österreichischen Parlament zu einem entsprechenden Antrag kommen wird, ist noch unklar. Vor dem 90. Jahrestag des Völkermordes am 24. April wird es sich aber wohl nicht mehr ausgehen. Und ob sich die Regierungsparteien wirklich, anders als vor 5 Jahren, zu einem entsprechenden Antrag durchringen können, darf auch mit Spannung erwartet werden.
http://oe1.orf.at/inforadio/50093.html
Lest bzw. hört euch den Artikel mal an!
Wegen "drohenden" Beitrittsverhandlungen sei es angebracht, das Thema auf die Tagesordnung zu bringen!
Ein Artikel, wie wir ihn kennen.
1,5 Millionen Opfer
Keine Beweise werden angezeigt!
Kein Wort vom armenischem Terrorismus und 500.000 ermordeten Türken
"Gerade im Hinblick auf die "drohenden" Beitrittsverhandlungen mit der Türkei sei es angebracht dieses Thema auf die Tagesordnung zu bringen, meint Scheibner."
Hmm irre ich mich oder verkünden die Österreicher ganz offen und ehrlich, dass sie den Völkermord ausnutzen wollen um einen türkischen EU-Beitritt zu verhindern? JA, das tun sie wirklich!
Frage: Warum sind Österreicher so Braun?
Antwort: Hast Du schonmal ein weisses A....loch gesehen?
Frage: Warum sind Österreicher so Braun?
Antwort: Hast Du schonmal ein weisses A....loch gesehen?
:oP
Ein Leserbrief:
http://www.politikcity.de/forum/showthread.php?t=2171
Psila Vuna
07.05.05, 19:34
Hiha
Ich wusste gar nicht dass die Schweiz das Völkermords Vorwurf anerkannt haben sollen. Soweit ich informiert bin, ist es noch in der Beratung, ob wie oder überhaupt.
Wisst ihr was näheres darüber?
Tata.
Hiha
Ich wusste gar nicht dass die Schweiz das Völkermords Vorwurf anerkannt haben sollen. Soweit ich informiert bin, ist es noch in der Beratung, ob wie oder überhaupt.
Wisst ihr was näheres darüber?
Tata.
İsviçre Ceza Yasası'nın 261-ek maddesi "her kim ki bir topluluğu, ırkı, milliyeti, ya da dini nedeniyle insanlığa sığmayacak bir şekilde aşağılar veya ayrımcılık yaparsa veya insanlığa karşı işlenmiş soykırım veya diğer suçları inkar eder, önemini azımsarsa ya da aksini savunursa, hapis veya para cezasıyla cezalandırılır" deniliyor.
bu kanuna dayanarak, isvicrede ki ermeniler, isvicrede yasayan 17 türk hakkinda mahkemeye basvurmuslardi..
dosyayi inceleyen mahkeme, ermenilerin actigi davayi, "tarihi olaylarla ilgili kararlar, siyasiler tarafindan verilemez..mahkemeler de bu konuda karar veremez" gerekcesiyle reddetmisti.
Hiha
Ich wusste gar nicht dass die Schweiz das Völkermords Vorwurf anerkannt haben sollen. Soweit ich informiert bin, ist es noch in der Beratung, ob wie oder überhaupt.
Wisst ihr was näheres darüber?
Tata.
im 2003 haben sie anerkannt,yanilmiyorsam
Psila Vuna
07.05.05, 20:27
Die Ablehnung als solches war mir bekannt, aber dass das Land Schweiz dieses nicht anerkannt hat, und deswegen die Armenier eher verzweiflet sind, lese ich immer wieder in ihren Foren durch.
Immer wieder pauken sie dass Schweiz "ES" anerkennen soll.
Erst vor kurzem haben sie einen Antrag gestellt.
Aber anerkannt?:confused:
Die Ablehnung als solches war mir bekannt, aber dass das Land Schweiz dieses nicht anerkannt hat, und deswegen die Armenier eher verzweiflet sind, lese ich immer wieder in ihren Foren durch.
Immer wieder pauken sie dass Schweiz "ES" anerkennen soll.
Erst vor kurzem haben sie einen Antrag gestellt.
Aber anerkannt?:confused:
Sen Türkce biliyordun demi? Bak burda, soykirimi kabul eden ülkeler ve kurumlarin listesi var:
Uruguay, Kıbrıs Rum Kesimi, Rusya, Yunanistan, Lübnan, Belçika, İsveç, Fransa, İsviçre, Arjantin, Kanada, Slovakya, Hollanda, Polonya ile Avrupa Parlamentosu ve Avrupa Konseyi.
Die Schweiz hat den "Völkermord" anerkannt!
Psila Vuna
07.05.05, 20:49
Hiha
Dann war ich wohl irgendwie kurz eingeschlafen. Wusste schon von vielen der anderen Länder, aber die Schweiz? War immer ein Brennpunkt der Armenier.
Tata.
Der redet aber viel Mist. Man merkt richtig wie falsch diese Schlange ist. Nach Dar az sawr(tiefstes Syrien), soll er nicht gedurft haben, angeblich. Diese Phantasie bekräftigt er noch, in dem er sagt das Dar az Saur die Wüste zwischen der Türkei und Syrien wäre, was natürlich völliger Schwachsinn ist. Gerade Syrien ist ein guter Freund der Franzosen, wiso sollte es diesem Alten Mann nicht erlauben, die Knochen seiner Vorfahren zu finden?
Dann labert er weiter, Frankreich ist ein Freund, die Schweiz ist ein Freund, Deutschland sollte es auch werden, bla blub.
Dann ist er Agnostika! Ja, alter mann, wenn du Agnostiker bist, was interessieren dich dann die gebeine deiner Vorfahren?
Aber das alles ist wieder einmal typisch.
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