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stolzer-Deutscher
17.03.05, 01:52
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Deutsche Offiziere, die 1915 in t&uuml;rkischen F&uuml;hrungspositionen standen oder
zur Unterst&uuml;tzung eingesetzt waren
(sehr unvollständig)

General der Kavallerie (t&uuml;rkischer Marschall)
Liman von Sanders (auch von Liman)
Leiter der deutschen Militärmission; Befehlshaber 1. später 5. Armee

Generalfeldmarschall (Pascha) Freiherr von der Goltz
Befehlshaber der 1. später 6. Armee

Konteradmiral Souchon
Befehlshaber der t&uuml;rkischen Flotte

Admiral von Usedom
Befehlshaber der Meerengen der Dardanellen

Admiral Merten
Oberbefehlshaber der Wasserstrassen

Generalmajor Bronsart von Schellendorf
Chef des t&uuml;rkischen Generalstabes

Generalmajor Weber
Befehlshaber asiatische Seite

Oberst Pötrih
Kommandeur 9. Division

Oberst Havik
Kommandeur 13. Division

Brigadegeneral Trommer
Kommandeur XIV. Korps

Oberstleutnant von Sodenstern
Kommandeur S&uuml;dgruppe

Kapitänleutnant Firle
Kommandant t&uuml;rkisches Torpedoboot

Kapitän zur See Pieper
Chef Waffeninspektion Konstantinopel

Oberstleutnant Hans Kannengiesser
Kommandeur 9. Division

Major Willmer
Kommandant K&uuml;stenschutzgruppe Suvla-Bucht

Oberstabsarzt Ernst Rodenwaldt
Armeearzt 5. Armee

Leutnant Hans-Joachim B&uuml;ddecke
Staffelkapitän deutsche Flugzeugstaffel

Oberst Wehrle
Kommandeur 8. K&uuml;stenschutz-Artillerie-Regiment

Hauptmann Wilhelmi
Kommandeur eines schweren Artilleriebataillons

Kapitänleutnant Hersing
Kommandant U 21


Generalmajor Fritz Bronsart von Schellendorf -- Bronsart Paşa

Gewiß war mit Enver Pascha auch der Kriegsminister ein T&uuml;rke. Aber faktischer Herr &uuml;ber die Truppen war - als Chef des Generalstabs des ottomanischen Feldheeres von 1914 bis 1917 - Generalmajor Fritz Bronsart von Schellendorf. Als Mitglied der deutschen Militärmission und preußischer Offizier unterstand er direkt dem Kaiserreich. Er war es, der am 25. Juli 1915 die Deportation der noch verbliebenen und längst entwaffneten Armenier aus den östlichen Provinzen der T&uuml;rkei befahl und damit die Todesmärsche in die syrische W&uuml;ste mit zu verantworten hat.
Selbst nach dem Kriege hat der - &uuml;berdies antisemitische - General die armenischen Opfer „als blutsaugende Parasiten&quot; diffamiert, die hassenswerter als „die schlimmsten Juden&quot; seien.




Lebenslauf General Liman von Sanders
Otto Liman von Sanders (1855-1929), ein deutscher Offizier, war verantwortlich f&uuml;r Erneuerung der Ottomanischen Armee in den Monaten vor Ausbruch des Esten Weltkrieges.
Geboren am 17. Februar 1855 in Stolp, Pommern, begann Liman seine militärische Laufbahn 1874. Bis zur Beförderung zum Generalleutnant bekleidete der unpopuläre Liman zahlreiche Dienstposten in Stabs- und Divisionsverwendungen bis er 1913 zum Leiter der Deutschen Militärmission in der T&uuml;rkei beordert wurde und damit verantwortlich f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung der Neuorganisaton der Ottomanischen Armee wurde.
Limans Ernennung brachte einen Sturm des Protestes aus Russland, das den wachsenden deutschen Einfluss auf die ottomanische Hauptstadt f&uuml;rchtete. Daraufhin wurde ein Kompromiss gefunden, indem Liman 1914 zu dem weniger bedeutenden und damit weniger einflussreichen Posten eines Generalinspekteurs ernannt wurde.
In den Monaten vor dem Ausbruch des Krieges im August 1914 arbeitete Liman daran die Kampfkraft der t&uuml;rkischen Armee zu verbessern. Er f&uuml;hlte sich jedoch stets unwohl in der doppelten Rolle des Soldaten und Diplomaten. Sein Einfluss auf die t&uuml;rkische Politik war jedoch stark begrenzt, da sein Drang, deutsche Interessen bei jeder Gelegenheit geltend zu machen, stark ausgeprägt war. Als ein Beispiel f&uuml;r seine diese Interessen ist der Versuch zu werten, bereits kurz nach seiner Ankunft die t&uuml;rkische Regierung zu einer militärischen Allianz mit den Mittelmächten zu drängen. Sein Misslingen die t&uuml;rkische Beteiligung bereits kurz nach Kriegsbeginn zu erreichen enttäuschte nicht nur ihn, sondern auch die deutsche Regierung.
Im August 1914 akzeptierte er das Kommando &uuml;ber die Erste t&uuml;rkische Armee am Bosporus. Im folgenden März wurde ihm die F&uuml;nfte Armee bei Gallipoli unterstellt und ihm wird größtenteils die erfolgreiche Verteidigung gegen die alliierten Landung unter Sir Ian Hamilton zugeschrieben.
Trotz seiner verbreiteten Popularität in Deutschland änderte Liman&#39;s Erfolg nur kaum seinen Einfluss in der T&uuml;rkei. Er war nicht erfolgreich das Massaker an den Armeniern zu verhindern oder den Kriegsminister Enver Pascha dazu zu bewegen die militärischen Operationen im Kaukasus 1916 zu beenden.
Im Februar 1918 war Liman Befehlshaber einer t&uuml;rkisch-deutschen Streitmacht an der Palästinafront. Er wurde jedoch von den wesentlich größeren britischen Kräften unter Edmund Allenby bei Schlacht von Megiddo im September 1918 &uuml;berrannt und entging nur knapp der Gefangennahme.
Nach dem Waffenstillstand kehrte Liman zur&uuml;ck nach Konstantinopel und &uuml;berwachte die R&uuml;ckf&uuml;hrung der deutschen Kräfte. Er wurde kurz durch die Engländer im Februar 1919 gefangengenommen, wegen angeblicher Kriegsverbrechen angeklagt aber im August wieder freigelassen. Er erklärte daraufhin seine Zuruhesetzung.
Er starb am 22. August 1929 in M&uuml;nchen im Alter von 74 Jahren.

Lebenslauf Generalfeldmarschall Colmar von der Goltz
Chef des Ingenieur- und Pionierkorps und Generalinspekteur der Festungen
Wilhelm Leopold Colmar Freiherr von der Goltz wurde am 12. August 1843 als zweiter Sohn eines verarmten Gutsbesitzers und vormaligen Offiziers geboren.
Bevor er die Kadettenhäuser in Kulm und Berlin besuchte, hatte er die Burg-Realschule in Königsberg besucht.
Mit 17 erhielt er das Leutnantspatent.
Der junge Offizier war kein bequemer Geist, trotzdem wurde er 1864 zur Kriegsakademie berufen. Als er 1866 bei Trautenau an der linken Schulter schwer verwundet wurde, kam er ins Privatlazarett der Tochter Bettina von Arnims. Nach der Genesung setzte er die Studien auf der Kriegsakademie bis 1867 fort und kam als Jahrgangsbester in den Großen Generalstab. Den deutsch-französischen Krieg erlebte der Generalstabsoffizier an vorderster Front.
Als Hauptmann wurde er Lehrer an der Kriegsschule Potsdam. Er schrieb u. a. ein Buch &uuml;ber die Operationen der 2. Armee in Frankreich, aber auch die heute noch lesenswerten B&uuml;cher &quot;Roßbach und Jena&quot; und &quot;Das Volk in Waffen&quot;.
Unbequem blieb der Offizier, der inzwischen zum Major befördert worden war. 1883 schob man den Offizier in die T&uuml;rkei ab. 1895 kehrte er als kaiserlich-osmanischer Marschall in die Heimat zur&uuml;ck und &uuml;bernahm als Generalleutnant das Kommando &uuml;ber die 5. Division in Frankfurt/Oder. 1898 wurde von der Goltz zum Chef des Ingenieur- und Pionierkorps und Generalinspekteur der Festungen ernannt.
Er baute die fällige Verstärkung der Pioniertruppe auf und schuf aus uniformierten Handwerkern den Kampfpionier. 1900 legte er eine Denkschrift vor, in der er den Waffengang mit England als kaum vermeidbar voraussetzte und stellte die Forderung, Armee und Marine taktisch und materiell auf Landungsoperationen an freier K&uuml;ste vorzubereiten.
Doch der Mahner wurde angefeindet und schließlich als Kommandierender General des I. Armeekorps in die Provinz Ostpreußen abgeschoben. Es hätte nicht viel gefehlt, und er wäre Schlieffens Nachfolger an der Spitze des Generalstabs geworden. Stattdessen wurde er zum Generalinspekteur der 6. Armee-Inspektion in Königsberg berufen und war gleichzeitig Oberbefehlshaber der in Ostpreußen stehenden Truppen im Kriegsfall.
Am 19. Dezember trifft von der Goltz in Istanbul ein. Seine Mission ist ihm zunächst unklar und es heißt, dass er einerseits, dass er alle in der T&uuml;rkei befindlichen deutschen Truppen kommandieren soll und andererseits, dass er zwischen dem deutschen Botschafter und dem Chef der deutschen Militärmission Streit schlichten sollen. Schließlich wurde ihm das Oberkommando der 1. Armee angeboten.15
Danach &uuml;bernahm er im Oktober 1915 das Kommando &uuml;ber die 6. Armee im Irak.
Von der Goltz starb als Generalfeldmarschall am 19. April 1916 an Flecktyphus in Bagdad.


----------------------------. Das Heer zählte 13 Korps und 2 selbständige Divisionen, die aber nach Zusammensetzung und Kampfwert recht verschieden und an Gefechtsstärke erheblich schwächer als gleiche deutsche Verbände waren. Sechs der am besten ausgebildeten und ausger&uuml;steten Korps wurden in Stärke von rund 200 000 Mann bei Konstantinopel versammelt. Aus ihnen wurden die 1. und 2. Armee gebildet, erstere unter dem Befehl des deutschen Generals Liman von Sanders, die letztere unter dem Befehl von General Djemal Pascha. Beiden Armeen oblag der Schutz der Hauptstadt gegen Landungen auf den Dardanellen und am Bosporus, aber auch gegen einen etwaigen Angriff Bulgariens.
Die schwierige Lage im Westen und Osten veranlasste die Mittelmächte um Mitte September 1914 auf baldiges Losschlagen der T&uuml;rkei zu drängen. Deren R&uuml;stungen, vor allem die Verteidigungsanlagen an Dardanellen und Bosporus, waren soweit fortgeschritten, dass Enver Pascha glaubte, den Eintritt in den Krieg verantworten zu können. Ende September wurden die Dardanellen f&uuml;r jeden Schiffsverkehr gesperrt, nachdem ein auslaufendes t&uuml;rkisches Torpedoboot vor den Meerengen durch ein englisches Kriegsschiff angehalten worden war. Erst Ende Oktober f&uuml;hlte sich Enver Pascha stark genug, der unter dem deutschen Konteradmiral Souchon ins Schwarze Meer auslaufenden Flotte die Eröffnung der Feindseligkeiten gegen Russland zu befehlen.

Der Zusammenstoss mit russischen Seestreitkräften und die Beschießung russischer K&uuml;stenplätze am 29. Oktober stellen das Kabinett vor vollzogene Tatsachen. Diesem Beginn der Feindseligkeiten und dem Abbruch der russisch-t&uuml;rkischen Beziehungen folgten in den ersten Novembertagen die Kriegserklärungen Englands und Frankreichs. Am 15. November wurde in Konstantinopel der &quot;Heilige Krieg&quot; ausgerufen2.


2 Der Kampf um die Dardanellen

Die Dardanellen mit einer Länge von etwa 66 km öffnen den Zugang zur Konstantinopel und waren am Westausgang befestigt. An der Einfahrt, bei Sedd ul Bahr auf dem europäischen und bei Kum Kale auf dem asiatischen Ufer, lagen Außenwerke. Sie hatten, abgesehen von zwei modernen, weittragenden langen 24 cm Kanonen, nur geringen militärischen Wert. Das Hauptwiderstandszentrum, die Festung genannt, befand sich beiderseits der Fahrstrasse bei Tschanak. Hier standen rund 80 schwere Flachfeuergesch&uuml;tze, davon f&uuml;nf 35,5 cm, die mit Schussweiten von fast 17000 Metern den Feuerkampf auf weite Entfernungen f&uuml;hren konnten. Dazu kamen als bewegliche schwere Artillerie sechs 15 cm Haubitz-Batterien unter deutschem Befehl. Die &uuml;brigen Gesch&uuml;tze und die Anlagen selbst waren größtenteils veraltet, die Munitionsausstattung besonders der schwersten Kaliber knapp. Gegen Beschießung von r&uuml;ckwärts oder vom Lande aus waren Batterien und Werke wehrlos. Die artilleristische Verteidigung wurde durch Minensperren ergänzt. Oberbefehlshaber der Meerengen war der deutsche Admiral von Usedom, Flottenchef Konteradmiral Souchon, der die Verteidigung nach Kräften unterst&uuml;tzte. Deutsche Matrosenartilleristen bedienten zusammen mit T&uuml;rken die wichtigsten Gesch&uuml;tze.


3 Die Ereignisse bis Ende April 1915 - Der Flottenangriff

Am 19. Februar 1915 beschoss die vor den Dardanellen liegende englisch-französische Flotte zum erstenmal wieder die am Eingang gelegenen Festungen und setzte diese Beschießung in den nächsten Tagen und Wochen fort. Die Außenwerke waren bald zerstört und mussten aufgegeben werden. Die dann einsetzende Bekämpfung der inneren Verteidigungswerke machte dagegen nur geringe Fortschritte. Die Flotte musste hierzu in die Dardanellen selbst einlaufen und b&uuml;ßte damit an Bewegungsfreiheit ein. Zur Gegenwehr der Festung und zur Minengefahr trat f&uuml;r die Angreifer noch die Bedrohung durch die beweglichen 15 cm Haubitz-Batterien; die Schiffe waren gezwungen, in schneller Bewegung zu bleiben, worunter wieder ihre Treffsicherheit litt. So gl&uuml;ckte ihnen weder das Niederkämpfen der t&uuml;rkischen Batterien noch die Beseitigung der zahlreichen Minensperren.


Es war daher ein gewagtes Unternehmen, als die englisch-französische Flotte am 18. März zu dem entscheidenden Durchbruchsversuch ansetzte. 16 meist ältere Linienschiffe und eine große Anzahl anderer Kriegsfahrzeuge unter dem englischen Vizeadmiral de Robeck liefen in die Dardanellen ein und &uuml;bersch&uuml;tteten, in Höhe von Erenköj Kreise fahrend, die Batterien mit einem Geschosshagel. Das Ergebnis war ein ausgesprochener Misserfolg. Schwere Schiffsverluste waren vornehmlich durch Minen eingetreten, drei Panzerkreuzer gesunken, drei andere schwer beschädigt. Der Verteidiger hatte nur geringe Verluste, Sorge machte nur der stark zusammengeschmolzene Munitionsbestand. Der Oberbefehlshaber der Meerengen-Front, Admiral von Usedom, hatte die moderne Munition der Bosporus-Batterien nach den Dardanellen &uuml;berf&uuml;hren lassen, während auch Munition aus den Beständen der Flotte f&uuml;r die an den Meerengen stehenden Kaliber umgearbeitet wurde. Minen wurden aus Trapezunt und Smyrna, obwohl dort selbst schwer entbehrlich, herangezogen. Allen Schwierigkeiten zum Trotz war man an die Herstellung von Artilleriemunition, selbst f&uuml;r die schweren Kaliber, gegangen. Hilfslieferungen aus Deutschland waren kurzfristig wegen unterbrochener Verbindungen nicht zu erwarten. Was die T&uuml;rkei dagegen im Falle einer Auff&uuml;llung ihrer Kriegsr&uuml;stung durch die deutsche Waffenindustrie w&uuml;rde leisten können, schilderte Enver Pascha3 in einem Schreiben an General von Falkenhayn vom 23. März in lebhaften Farben.

Seitdem hielt sich die englisch-französische Flotte zur&uuml;ck. Aus dem gescheiterten Durchbruchsversuch zog der englische Kriegsrat die Folgerung, dass nunmehr die Dardanellen durch einen Landangriff bezwungen werden sollten. Unter dem Befehl des englischen Generals Sir Jan Hamilton wurde ein englisch-französisches Expeditionskorps von f&uuml;nf Divisionen mit insgesamt 75 000 Mann gebildet. Seine Bereitstellung im östlichen Mittelmeer nahm indessen soviel Zeit in Anspruch, dass es erst Ende April, fast f&uuml;nf Wochen nach dem Flottenangriff, an den Dardanellen kampfbereit war.
Die t&uuml;rkische Heeresleitung war daher in der Lage, Gegenmaßnahmen zu treffen. Bereits am 24. März hatte Enver Pascha die Bildung einer neuen 5. Armee an den Dardanellen verf&uuml;gt; Oberbefehlshaber wurde General Liman von Sanders, der bisherige F&uuml;hrer der 1. Armee, die auch die Masse der Truppen stellte. Die Gesamtstärke der sechs Divisionen starken neuen Armee betrug nach t&uuml;rkischen Angaben rund 80 000 Mann4. Schwere Artillerie, Flugzeuge und andere Sonderformationen fehlten zunächst ganz. Zum Schutze der Hauptstadt standen auch weiterhin die durch Neubildung aufgef&uuml;llte 1. Armee, seit Mitte April unter Generalfeldmarschall Freiherrn von der Goltz, und die 2. Armee bei Konstantinopel und in Thrazien bereit.
Die Aufgabe der 5. Armee, Landungen an den Dardanellen zu verhindern, war schwer. Landungsmöglichkeiten bestanden an vielen Stellen auf dem europäischen wie asiatischen Ufer. Abwehrmaßnahmen gegen Landungen waren außer in der Dardanellen Strasse selbst nur an wenigen Stellen getroffen. Die asiatische K&uuml;ste war, abgesehen von örtlichen Sicherungen der Festung, ohne jede Befestigungsanlage. Die Halbinsel Gallipoli hatte nur auf der Landenge von Bulair einige veraltete Erdschanzen zum Schutze gegen einen aus Thrazien angreifenden Gegner. An der ausgedehnten Nordwestseite der Halbinsel machte an einigen Stellen das Steilufer Landungen unmöglich, an anderen, wo die Strandverhältnisse g&uuml;nstig lagen, erschwerten in geringer Entfernung von der K&uuml;ste schroff aufsteigende und schwer zugängliche Höhenz&uuml;ge schnelles Vorwärtskommen des Angreifers. Die geringsten Geländeschwierigkeiten bot ihm der s&uuml;dliche Teil der Halbinsel. Hier hatte auch die feindliche Flotte g&uuml;nstige Gelegenheit, durch Feuer zu unterst&uuml;tzen. Der Besitz der höchsten Erhebungen entschied bei der Schmalheit der Halbinsel &uuml;ber deren Schicksal und damit &uuml;ber das der Dardanellen, denn sie beherrschten das zum Meer abfallende Gelände und gewährten an vielen Stellen auch Einblick auf die Meerenge selbst und ihre Verteidigung.

An den Dardanellen-Kämpfen war deutsche Kräfte unmittelbar beteiligt. Die Zahl war zwar zunächst gering und stieg erst allmählich, aber die wenigen Deutschen befanden sich meist an hervortretenden Stellen. Vor allem lag die Armeef&uuml;hrung in der Hand des deutschen Generals Liman von Sanders. Andere deutsche Offiziere standen an der Spitze von Korps und Divisionen oder arbeiteten in der Verwaltung, wieder andere waren auf dem Generalstab, die höheren Stäbe und die Artillerie verteilt oder als Flieger tätig. Deutsche Pioniere und Maschinengewehrsch&uuml;tzen standen in vorderster Linie der Kampffronten. Bestes Einvernehmen herrschte zwischen den Deutschen und den T&uuml;rken.

Die Dardanellen-Verteidigung beabsichtigte General Liman von Sanders aktiv zu f&uuml;hren. Diese Taktik wurde zunächst von der t&uuml;rkischen Seite abgelehnt, da man vor dem Eintreffen Liman von Sanders eine weit vorne vorbereitete Verteidigung geplant hatte. Notgedrungen hatte man sich dann jedoch den deutschen Plänen gef&uuml;gt5. Im K&uuml;stenschutz, f&uuml;r den Befestigungen und Hindernisse angelegt wurden, beließ er nur schwache Abteilungen, das Gros der Kräfte hielt er im Hintergelände zum Gegenstoß bereit. Vier Divisionen standen auf der Halbinsel Gallipoli, je zwei im s&uuml;dlichen Teil und im Raume Bulair, die verstärkte 1. Kavallerie-Brigade am Nordufer des Golfes von Saros. Zwei Divisionen sch&uuml;tzten die asiatische Seite. Der Armeef&uuml;hrer nahm seinen Sitz in der Stadt Gallipoli. Er war damit der Enge von Bulair nahe, deren Festhalten f&uuml;r das Schicksal der Dardanellen entscheidend sein musste. Fiel Bulair, so war die Landverbindung nach Konstantinopel abgeschnitten und die Zufuhr &uuml;ber See in Frage gestellt.

Voraussetzung f&uuml;r die gewählte Truppenaufstellung war Schnelligkeit des Einsatzes. Umfangreiche Wegeverbindungen mussten durch Arbeiterbataillone neugeschaffen und Übersetzgerät bereitgestellt werden, um die Truppen rasch von einem zum anderen Dardanellenufer &uuml;berf&uuml;hren zu können. Das Nachrichten- und Meldewesen bedurfte der Verbesserung und Vervollständigung; wie &uuml;berall, so fehlte es auch hier an Gerät. Marschgewöhnung der Truppe, die durch die bisherige örtliche Gebundenheit ihre Beweglichkeit eingeb&uuml;ßt hatte, ging Hand in Hand mit ihrer Schulung f&uuml;r Gegenangriff und Nachtgefecht. Die verhältnismäßige Ruhe, die nach dem Flottenangriff bis gegen Ende April anhielt, kam daher dem Armeef&uuml;hrer sehr gelegen6.


4 Die Landungen Ende April

Am fr&uuml;hen Morgen des 25. April k&uuml;ndete starker Kanonendonner wichtige Ereignisse an. Besonders vernehmbar dröhnte er von den nur einige Kilometer von der Stadt Gallipoli entfernten Höhen von Bulair her&uuml;ber. Bald liefen Meldungen von allen Seiten &uuml;ber Landungen und Landungsabsichten des Feindes ein. Nach Alarmierung der bei Gallipoli und östlich von Bulair befindlichen beiden Divisionen begab sich General Liman von Sanders auf die Stadt vorgelagerten Höhen, um sich &uuml;ber die Lage bei Bulair persönlich zu unterrichten. Mehrere Kriegsschiffe feuerten vom Golf von Saros her fast unausgesetzt auf die K&uuml;ste und die befestigten Höhen. Elf große Dampfer, vermutlich mit Truppen an Bord, lagen weiter zur&uuml;ck. Anstalten zum Ausbooten waren zunächst nicht erkennbar. An vielen Stellen waren Landungsvorbereitungen gemeldet worden, so dass der Schwerpunkt noch nicht erkennbar war. An der asiatischen Seite ankerte seit dem fr&uuml;hesten Morgen ein Geschwader in der Besika-Bucht. Unter dem Feuer der Kriegsschiffe schienen hier Transportdampfer Vorbereitungen zum Landen zu treffen. Weiter nördlich lag schweres Schiffsfeuer auf den schon fr&uuml;her zusammengeschossenen Werken von Kum Kale und ihrem Hinterland. Am europäischen Ufer war der Feind an der S&uuml;dspitze bei Sedd ul Bahr, nach heftiger Kanonade an verschiedenen Punkten zu Landungen geschritten; der t&uuml;rkische Widerstand hielt hier an. Aber auch nördlich Kaba Tepe, bei Ariburnu, hatte der Gegner auf den vom Ufer unmittelbar ansteigenden Höhen Fuß gefasst. Hier war er ohne Artilleriefeuer unter dem Schutze der Dunkelheit &uuml;berraschend herangekommen; t&uuml;rkischen Gegenangriffe hatten eingesetzt.
Diese Meldungen und persönliche Wahrnehmungen befreiten den Armeef&uuml;hrer nicht von der Sorge, dass der Hauptangriff des Gegners doch noch bei Bulair stattfinden könnte. Die Landungen im s&uuml;dlichen Teil der Halbinsel bestimmten ihn, dem Kommandierenden General des III. Korps, General Essad Pascha, die Kampfleitung daselbst zu &uuml;bertragen. Auf dem asiatischen Ufer f&uuml;hrte der deutsche Generalmajor Weber den Befehl. Hier hatten, wie sich ergab, französische Truppen bei Kum Kale Fuß gefasst, während die Bewegungen des Feindes in der Besika-Bucht sich als Täuschungsversuch herausgestellt hatten. General Liman von Sanders selbst, der den ganzen Tag auf den Höhen von Bulair verblieb, kam mehr und mehr zu der Auffassung, dass es sich hier nur um Täuschungsunternehmungen handelte. Als der Gegner bis zum Abend nicht zu Landungen geschritten war, dagegen Essad Pascha dringlich Verstärkungen f&uuml;r die in schwerem Kampfe stehenden Truppen im S&uuml;dteil der Halbinsel anforderte, glaubte er die Abgabe von Teilen der bei Bulair bereitgehaltenen Divisionen verantworten zu können. Er selbst blieb aber auch nach Einbruch der Dunkelheit noch auf den dortigen Höhen.
Am 26. April befahl General Liman von Sanders den staffelweisen Abtransport der bei Bulair stehenden Kräfte in den s&uuml;dlichen Teil der Halbinsel und begab sich selbst dorthin zum Gefechtstand des Generals Essad Pascha, knapp f&uuml;nf Kilometer hinter der Kampffront von Ariburnu. Das Ziel, den Feind wieder ins Meer zu werfen, bevor er sich festgesetzt hatte, war an keiner Stelle erreicht. T&uuml;rkische Gegenangriffe unter Leitung des Oberstleutnants Mustafa Kemal Bey hatten zwar dem Vordringen der bei Ariburnu gelandeten Australier und Neuseeländer Halt geboten. Der beherrschende Höhenzug des Sari Bair, dessen Besetzung einen Teil der Meerengen-Werke der feindlichen Sicht ausgeliefert hätte, war fest in t&uuml;rkischer Hand. Aber noch klammerte sich der Gegner an die unmittelbar vom Meer aufsteigenden Hänge und begann sich einzugraben. Die Gegenangriffe hatten viel Blut gekostet. Das Feuer der Schiffsartillerie, die nicht nur die seewärts gelegenen Hänge abstreute, sondern auch das Hintergelände, in dem die t&uuml;rkischen Reserven vorgef&uuml;hrt werden mussten, hatte die Truppe stark mitgenommen. Schwieriger war die Lage an der S&uuml;dspitze. Zwei t&uuml;rkische Bataillone, die hier gegen starke Übermacht7 im Kampfe standen, hatten mehr noch als von dem landenden Gegner von der feindlichen Flotte auszuhalten, die mit schweren und schwersten Kalibern die t&uuml;rkischen Stellungen fast unausgesetzt unter Feuer hielt. Wegen ihrer bedrängten Lage war der größere Teil der in der nacht von Bulair eingetroffenen Verstärkungen dem Gefechtsfeld an der S&uuml;dspitze zugef&uuml;hrt worden.
Auf dem asiatischen Ufer der Dardanellen gingen bei Kum Kale heftige Kämpfe weiter. War die Lage hier auch noch nicht ausreichend geklärt, so sprachen doch viele Anzeichen daf&uuml;r, dass der Feind den Schwerpunkt seines Angriffs auf die europäische Seite, und zwar auf den s&uuml;dlichen Teil der Halbinsel Gallipoli, zu legen gedachte. Von den sechs Divisionen der 5. Armee waren vier in diese Kämpfe verwickelt, da Eintreffen ihrer letzten Teile war in der Nacht zum 28. April zu erwarten. Von den beiden in Asien stehenden Divisionen Kräfte her&uuml;berzuziehen, erschien nicht ratsam, bevor die Kämpfe daselbst zum siegreichen Abschluss gekommen waren. Die schon am 25. April sofort nach der Landung von der Heeresleitung erbetenen Verstärkungen konnten erst in den letzten Apriltagen eintreffen. So blieb die 5. Armee zunächst auf ihre eigene Kraft angewiesen, deren Begrenztheit starke Gegenangriffe ausschloss.
Schon am zweiten Kampftage stellte es sich als notwendig heraus, die beiden räumlich getrennten Kampfzonen auf Gallipoli gesondertem Befehl zu unterstellen. Gegen&uuml;ber Ariburnu behielt Essad Pascha die F&uuml;hrung &uuml;ber die später als Nordgruppe bezeichneten Teile. Die an der S&uuml;dspitze kämpfenden Truppe, später S&uuml;dgruppe, wurde dem deutschen Oberstleutnant von Sodenstern unterstellt. Die entscheidende Frage war, ob die geschwächten Truppen, die seit dem fr&uuml;hen Morgen des 25. April ohne Ablösung den stärksten körperlichen und seelischen Beanspruchungen ausgesetzt waren, sich bis zum Eintreffen der Verstärkungen w&uuml;rden halten können.
Doch auch der Gegner war offenbar erschöpft; seine schon durch die Überfahrt angestrengten Truppen begn&uuml;gten sich mit dem errungenen schmalen K&uuml;stenstreifen. Erst am 28. April machten sie an der S&uuml;dspitze einen neuen starken Angriff, der den Besitz des Dorfes Kirthe bringen sollte. Er schlug fehl. Bei Ariburnu hielt sich der Feind zur&uuml;ck. Inzwischen hatten auf dem asiatischen Ufer in der Nacht zum 27. April die Franzosen Kum Kale wieder geräumt und den rechten Fl&uuml;gel bei Sedd ul Bahr verstärkt. General Liman von Sanders konnte daher den größeren Teil der dort stehenden beider Divisionen nach Gallipoli abrufen.
Der Armeef&uuml;hrer beschloss, sich zuerst dem Feind an der S&uuml;dspitze zuzuwenden, wo der t&uuml;rkische Widerstand so geschwächt zu sein schien, dass rasches Vordringen des Gegners gegen die Festung zu bef&uuml;rchten war. Um die Wirkung der feindlichen Schiffsartillerie in dem offenen Gelände auszuschalten, sollten die T&uuml;rken den Feind durch Nachtangriff ins Meer werfen. In der Nacht zum 2. Mai st&uuml;rmten etwa 21 t&uuml;rkische Bataillone gegen die englischen und französischen Linien bei Sedd ul Bahr mit größter Tapferkeit an. Doch die Erfolge, die beim ersten Angriff gegen den linken französischen Fl&uuml;gel und die englische Mitte erreicht wurden, ließen sich nicht halten. Bei Tagesanbruch sahen sich die teilweise zusammengeballten t&uuml;rkischen Massen on offenem Gelände verheerenden Feuer vom Lande und von See ausgesetzt. Unter schwersten Verlusten mussten sie in ihre Ausgangsstellungen westlich und s&uuml;dwestlich des Dorfes Kirthe zur&uuml;ckgehen. In der Nacht zum 4. Mai vergeblich wiederholte Angriffe kosteten weitere blutige Opfer; die Truppen waren am Ende ihrer Kraft.
General Liman von Sanders musste auf die Fortf&uuml;hrung der Versuche verzichten, den Gegner ins Meer zu werfen. Da aber auch dieser durch die ununterbrochenen Tag- und Nachtkämpfe auf das äußerste erschöpft war, gewannen die Dardanellen-Verteidiger Zeit, sich zur Abwehr einzurichten und neue Kräfte heranzubringen. Erst am 6. Mai griff der Feind an der S&uuml;dspitze, wo inzwischen Generalmajor Weber den Befehl &uuml;bernommen hatte, von neuem mit starker Kraft an und setzte den Angriff in den beiden folgenden Tagen fort. Das Ergebnis war trotz schwerster Opfer f&uuml;r die Engländer nur geringer Bodengewinn, der an keiner Stelle &uuml;ber 600 Meter hinausging; unerreicht wie am ersten Tage lag vor ihnen das Massiv des Eltschi Tepe. Auch Australier und Neuseeländer hatten den Versuch, ihre Linien bei Ariburnu weiter vorzuschieben, unter schwersten Verlusten aufgeben m&uuml;ssen.
Die feindlichen Absichten waren damit zunächst gescheitert. General Hamilton hatte das Schwergewicht der Landungen auf den s&uuml;dlichen Teil der Halbinsel und hier wieder auf deren S&uuml;dspitze gelegt, weil schnelles Vordringen in diesem offenen, von drei Seiten durch die Flotte umfassten am ehesten erreichbar schien. Aber weder die Landungen bei Ariburnu noch die Demonstrationen bei Kum Kale, in der Besika-Bucht und vor Bulair hatten die T&uuml;rken abgehalten, gegen&uuml;ber Sedd ul Bahr kräftigsten Widerstand zu leisten. Überm&uuml;dung der gelandeten Truppen, Munitionsmangel und ungen&uuml;gendes Zusammenwirken untereinander und mit der Flotte waren dem Vordringen in den ersten Tagen hinderlich gewesen.


5 Der Stellungskampf vom Mai bis Anfang August

Beiderseitige Erschöpfung f&uuml;hrte zum Stellungskampf. Anders als an Fronten mit großer Tiefenausdehnung musste die Verteidigung auf Gallipoli jeden Fuß Bodens festhalten, da die Ziele, um die es ging, dicht hinter den Stellungen lagen. Bei Sedd ul Bahr trennten den Gegner knapp 20, bei Ariburnu nur sieben Kilometer von den Hauptforts der Dardanellen-Festung. Um seine gewaltige artilleristische Überlegenheit, die sich auf die Unterst&uuml;tzung der ganzen Flotte gr&uuml;ndete, nicht zur vollen Wirkung kommen zu lassen, suchten die T&uuml;rken ihre vordersten Gräben so dicht wie möglich an die feindlichen Linien zu legen. Die Besetzung musste stark bemessen werden, denn schnelles Vorf&uuml;hren von Reserven war, da das r&uuml;ckwärtige Gelände im feindlichen Artilleriefeuer lag, kaum möglich. Im Laufe des Mai und der folgenden Monate setzte der Feind an der S&uuml;dspitze nach Verstärkung durch drei weitere Divisionen8 immer wieder zu neuen Angriffen unter starker artilleristischer Vorbereitung an. Ende Juli, nach drei Monate dauernden verlustreichen Kämpfen, lagen die englisch-französischen Gräben hier nur etwa einen Kilometer weiter vorwärts als kurz nach der Landung.
Im Laufe der Monate machte der Ausbau der Stellungen große Fortschritte. An einigen Stellen lagen sich die Gräben so nahe gegen&uuml;ber, dass sich ein heftiger unterirdischer Minenkrieg entwickelte. Wertvolle Unterst&uuml;tzung leistete dabei eine zusammengestellte deutsche Pionier-Kompanie, deren Angehörige im Juni als Einzelreisende die neutralen Balkan-Länder durchquert hatten. Urspr&uuml;nglich 200 Mann stark, hatte die Kompanie erschreckende Ausfälle durch Klima und ungewohnte t&uuml;rkische Verpflegung. Im Durchschnitt waren nur einige 40 Mann verf&uuml;gbar, die zur Unterweisung der T&uuml;rken im Minenkrieg auf die Fronten verteilt wurden.

In ihrem schweren Kampfe wurde die 5. Armee von der Festung und der Flotte nach Kräften unterst&uuml;tzt. Die Festung unter Admiral von Usedom nahm vor allem vom asiatischen Ufer her den feindlichen rechten Fl&uuml;gel wie auch die Landestellen bei Sedd ul Bahr unter wirkungsvolles Feuer. Schwere Munition wurden unmittelbar an die Armee abgegeben, die Flieger in ihren Dienst gestellt. Von der Flotte ließ Konteradmiral Souchon zwei deutsche Maschinengewehr-Abteilungen landen, ein willkommener Zuwachs f&uuml;r die damit nicht reichlich ausgestatteten t&uuml;rkischen Truppen; auch gab er schwere Gesch&uuml;tze und Munition ab. Wie schon im Februar und März ließ er feindliche Schiffe vor Ariburnu unter indirektes Feuer nehmen. Am 13. Mai brachte ein t&uuml;rkisches Torpedoboot unter dem deutschen Kapitänleutnant Firle das englische Linienschiff &quot;Goliath&quot; in den Dardanellen zum Sinken. Wenige Tage später traf das deutsche Unterseeboot 21 unter Kapitänleutnant Hersing vor den Dardanellen ein und torpedierte die englischen Linienschiffe &quot;Triumph&quot; und &quot;Majestic&quot;.
Furcht vor weiteren Einbußen zwang die feindliche Flotte f&uuml;r einige Wochen in die gesicherten Häfen von Lemnos und Imbros zur&uuml;ck. Bereits Ende Juni setzten allerdings Abwehrmittel gegen Unterseeboote die feindliche Flotte instand, die Landkämpfe von neuem zu unterst&uuml;tzen. Flachgehende, mit schwerstem Kaliber ausgestattete Monitore leisteten hierbei besondere Dienste. Den an Zahl bald vermehrten deutschen Unterseebooten fielen seitdem nur noch Transportschiffe zur Beute.

Mit berechtigter Sorge verfolgten die t&uuml;rkische Heeresleitung und der F&uuml;hrer an den Dardanellen den sich hinziehenden Stellungskrieg. Die Opfer, die er auferlegte, waren f&uuml;r das t&uuml;rkische Heer schwerer zu tragen als f&uuml;r den Feind, denn die Wehrkraft des Landes war nicht unbegrenzt. Seit Beginn der Kämpfe hatten den Dardanellen infolge der hohen Verluste immer neue Divisionen zugef&uuml;hrt werden m&uuml;ssen. In der ersten Julihälfte wurde sogar die vier Divisionen zählende 2. Armee unter General Wehib Pascha, die in Thrazien zur Verwendung auf dem Balkan bereitstand, dem General Liman von Sanders unterstellt, um abgekämpfte Divisionen der S&uuml;dgruppe abzulösen. Gleichwohl kam die 5. Armee auf nicht mehr als 110 000 Mann Kampftruppen. Ihre Wiederauff&uuml;llung machte wachsende Schwierigkeiten; es fehlte an F&uuml;hrern und Unterf&uuml;hrern, der Ersatz hatte nur &uuml;berst&uuml;rzte, unvollständige Ausbildung erhalten. Der Kampfwert musste daher in zunehmenden Maße sinken.

Die verlustreichen Kämpfe stießen nicht nur auf Kritik seitens der t&uuml;rkischen F&uuml;hrung , sondern auch durch Generalfeldmarschall von der Goltz, dem Befehlshaber der 1. Armee.

Eines Tages erklärte der Feldmarschall, dass der &quot;Knabenmord von Ypern hier nicht wiederholt werden darf&quot;, und setzte ein Schreiben mit der Mahnung auf, dass Infantrieangriffe durch die Artillerie gut vorbereitet werden m&uuml;ssten. Dieses Schreiben wurde dem Marschall Liman von Sanders zugestellt, worauf beim Generalhauptquartier in Istanbul ein Fernschreiben eintraf, mit welchem sich Liman von Sanders &quot;das Gefasel eines Greises&quot; verbat und kurz darauf die aus Istanbul frisch eingetroffene 2. Garde-Infantrie-Division ohne Artillerievorbereitung (es herrschte allerdings großer Mangel an Artillerie-Munition) zum Angriff ansetzen ließ. In wenigen Minuten waren die mit aufgepflanzten Bajonett st&uuml;rmenden Reihen niedergemäht und die 2. Garde-Infantrie-Division war nicht mehr.

Dieses ungl&uuml;ckliche Ergebnis gibt eine Erklärung f&uuml;r das folgende merkw&uuml;rdige Verhalten des Oberkommandierenden der 5. Armee gegen&uuml;ber dem Generalfeldmarschall von der Goltz:

Als sich der Feldmarschall in der zweiten Septemberhälfte bei Seiner Majestät abmeldete, um seinen Frontabschnitt bei Gallipoli zu besichtigen, beauftragte ihn der Sultan, der benachbarten 5. Armee seinen kaiserlichen Gruß zu &uuml;bermitteln. Wir fuhren in das Wäldchen, wo sich das Hauptquartier der 5. Armee befand. Der dort anwesende deutsche Militärattachè Oberst von Leipzig empfing ns und empfahl dem Feldmarschall, die Begegnung zu meiden. Jedoch kurz darauf trat Liman von Sanders aus seinem Zelt; der Feldmarschall ging ihm rasch entgegen und sagte salutierend:&quot; Mein lieber Marschall, ich &uuml;berbringe Ihnen die Gr...&quot; Die letzten Worte blieben ihm im Munde stecken, denn Liman von Sanders schnarrte:&quot; Habe keine Zeit, muss zur Front.&quot; Dann bog er rechts ab und bestieg sein Auto.
Diesen bedauernswerten Vorgang hat Admiral Usedom Pascha, Oberkommandierender der Festungen beider Meerengen, dem deutschen Hauptquartier gemeldet, das empfahl, die Nachbarschaft der beiden deutschen F&uuml;hrer t&uuml;rkischer Armeen zu vermeiden. Der Feldmarschall &uuml;bernahm deshalb das Kommando der 6. Armee im Irak.9

Fast ebenso schwer wie die Menschenverluste litt die Abwehr durch Abnutzung und Verschlechterung des Geräts. Während der Feind &uuml;ber die Hilfsmittel fast der gesamten Welt verf&uuml;gte, war die von den Mittelmächten abgesperrte T&uuml;rkei ausschließlich auf eigene Kraft angewiesen. Diese ging zur Neige. Was von der Flotte und anderen Teilen der Wehrmacht an Kampfmitteln abgegeben werden konnte, war bereits eingesetzt worden. Die Herstellung von Gerät hielt sich in bescheidensten Grenzen. Nur zur Wiederinstandsetzung beschädigter oder abgenutzter Rohre, nicht zur Neuanfertigung von Gesch&uuml;tzen waren die Werkstätten Konstantinopels imstande. So vergrößerte sich ständig das Übergewicht des Gegners an Kampfmitteln. Die schon nach Zahl und Kaliber unterlegene t&uuml;rkische Artillerie konnte aus Munitionsmangel nicht voll ausgenutzt werden; gelegentlich hatte sie schon zu Manöverkartuschen gegriffen, um der Infanterie ihre Unterst&uuml;tzung vorzutäuschen. Bereits im Fr&uuml;hjahr war man in Konstantinopel selbst zu vermehrter Herstellung von Munition &uuml;bergegangen. An die Spitze der im Mai 1915 gegr&uuml;ndeten Waffeninspektion trat der deutsche Kapitän zur See Pieper. Ingenieure und Facharbeiter wurden aus Deutschland herangezogen. Hervorragendes wurde geleistet, aber trotz aller Anpassungen konnten Vergrößerung und Verbesserung des Betriebes nur allmählich vor sich gehen. So war es erklärlich, dass besonders im Anfang die neue Munition nicht &uuml;berall befriedigte und auch nicht in gen&uuml;gender Menge hergestellt werden konnte. Durchgreifende Behebung der Munitionsnot, die auch die leitenden Stellen in Konstantinopel und Deutschland unausgesetzt beschäftigte, war nur zu erwarten, wenn der Weg nach Konstantinopel geöffnet wurde.
Schwierig war auch die Verpflegungslage. Da der Operationsraum gar nichts und das Hinterland so gut wie nichts bot, mussten der gesamte Nachschub der Armee von Konstantinopel herangef&uuml;hrt werden. Der Seeweg war die k&uuml;rzeste Verbindungslinie, Laderau stand gen&uuml;gend zur Verf&uuml;gung. Gleich nach beginn der Kämpfe tauchten aber englische Unterseeboote trotz der in den Meerengen ausgelegten Sperren im Marmara-Meer auf und versenkten eine große Anzahl von Frachtschiffen und geleitenden Kriegsfahrzeugen. Konnten sie den Nachschub &uuml;ber See auch nicht ganz unterbinden, so nötigten sie doch zur Einrichtung einer Landetappe; diese aber war bedeutend länger. Von der Eisenbahn s&uuml;dlich von Adrianopel mussten noch 160 Kilometer, rund sieben Tagemärsche, auf schlechten, von ung&uuml;nstiger Witterung nahezu unpassierbaren Wegen zur&uuml;ckgelegt werden. Transportträger waren Kamelkolonnen und Ochsengespanne, selbst Eselkolonnen mussten trotz geringen Leistungsvermögens aufgestellt werden. Kraftwagen waren erst später verf&uuml;gbar. So kam es, dass die 5. Armee von der Hand in den Mund lebte und der deutsche Armeeintendant nie &uuml;ber volle Magazine verf&uuml;gte.


6 Neue Landungen und Nachlassen der Kämpfe

Seit Mitte Juli verdichteten sich die Nachrichten, dass der Feind Verstärkungen heranziehe und neue große Landungen an den Dardanellen plane. Schon jetzt waren fast alle Machtmittel der T&uuml;rkei durch die Dardanellen-Kämpfe gebunden. Ende Juli kämpften von den 45 Divisionen des t&uuml;rkischen Heeres 16 an den Dardanellen, 7 Divisionen, die als 1. Armee bei Konstantinopel standen, dienten in der Hauptsache als Reserve f&uuml;r die Meerenge. Der Rest, der Zahl nach 22 Divisionen, der Kampfkraft nach aber sehr viel weniger, verteilte sich auf die asiatischen Kriegsschauplätze.
Ebenso wenig wie im April ließ sich jetzt vorhersehen, wo der neue Feind landen w&uuml;rde. Die f&uuml;r die Verteidigung der Halbinsel Gallipoli gefährlichsten Stellen schienen der Raum von Bulair und die L&uuml;cke zwischen der Nord- und S&uuml;dgruppe zu sein. Aber auch die asiatische Seite bedurfte der Sicherung. Hier standen Anfang August drei abgekämpfte Divisionen. Da bei der S&uuml;dgruppe sechs, bei der Nordgruppe vier Divisionen eingesetzt waren, verf&uuml;gte General Liman von Sanders noch &uuml;ber eine Armeereserve von drei Divisionen, davon zwei bei Bulair, eine zwischen der Nord- und S&uuml;dgruppe.
Am Nachmittag des 6. August griff der Feind mit starken Kräften die S&uuml;dgruppe an. Gegen Abend legte sich schweres Feuer auf das Hintergelände der Nordgruppe, bald folgte ein Angriff gegen deren linken Fl&uuml;gel. Nach Einbruch der Dunkelheit kamen die ersten Meldungen von Landungen und Truppenbewegungen im Raume nördlich Ariburnu bis zur Suvla-Bucht. Offensichtlich wollte der Gegner die rechte Flanke der Nordgruppe umfassen. Schnelles Vordringen konnte ihn in den Besitz des beherrschenden Höhenzuges Sari Bair und des nördlich anschließenden Geländes setzen, womit ihm ein Teil der Meerengenbefestigungen preisgegeben war. Die auf die S&uuml;dgruppe und den linken Fl&uuml;gel der Nordgruppe angesetzten Angriffe waren mehr als Ablenkungsversuche anzusprechen. General Liman von Sanders war in schwieriger Lage, denn gerade da, wo der Gegner jetzt gelandet war, standen gar keine oder nur schwache t&uuml;rkische Truppen. Sofort setzte er dorthin die beiden bei Bulair stehenden Divisionen und entbehrliche Kräfte der S&uuml;dgruppe in Marsch, auch vom asiatischen Ufer wurden Teile herangezogen. Aber die Wege waren weit und beschwerlich. Es war fraglich, ob die Truppen zur Zeit kommen w&uuml;rden.

Tatkräftiges Eingreifen eines deutschen Offiziers rettete m fr&uuml;hen Morgen des 7. August die Lage auf dem Sari Bair f&uuml;r die T&uuml;rken. Oberstleutnant Kannengiesser, der Kommandeur der im K&uuml;stenschutz zwischen der Nord- und S&uuml;dgruppe stehenden 9. Division, hatte gegen 0430 morgens den Befehl erhalten, diesen beherrschenden Höhenzug zu besetzen. Seiner Division voraus traf er gerade zur rechten Zeit ein, um mit schnell zusammengerafften schwachen Kräften den anr&uuml;ckenden Feind in Schach zu halten, bis die Division selbst herankam.


Oberstleutnant Kannengieser war seinen Männern weit voraus und um auf die steile Anhöhe des Chunuk Bair zu steigen, musste er vom Pferd steigen und auf allen Vieren nach vorne kriechen. Er erreichte die Anhöhe kurz bevor 07:00 morgens und fand eine t&uuml;rkische Batterie (wahrscheinlich zwei Gebirgskanonen) in Position wobei die Besatzungen und der Kommandant alle schliefen obwohl es deutlich war, dass weniger als 3500 yards im Norden feindliche Truppen bei Suvla Bay landeten. Er weckte sie auf und befahl ihnen das Feuer auf die britischen Truppen in der Gegend bei Salt Lake zu eröffnen. Danach schaute er den H&uuml;gel hinab und sah, dass in einer Entfernung von 500 yards etliche britische Truppen angriffen. Er hatte keine eigenen Truppen außer einer Gruppe von 20 T&uuml;rken, die er fand und vermutlich zur Unterst&uuml;tzung der Gebirgsbatterie eingesetzt waren. Nach einigen Schwierigkeiten, diese zum Handeln zu bewegen (sie akzeptierten nur Befehle von ihrem nächsten Vorgesetzten), konnte er sie &uuml;berzeugen auf die Engländer zu schießen. Im Moment dieser plötzlichen Gegenwehr gingen die Briten in Deckung und stellten den Angriff ein. Wenig später trafen dann die angeforderten Verstärkungskräfte ein.10

So vergingen die kritischen Morgenstunden des 7. August, ohne dass die Engländer, die auf nächste Entfernung gegen&uuml;berlagen, ernsthafte Versuche gemacht hätten, sich des Höhenkammes zu bemächtigen. Erst am 8. August und in den folgenden Tagen setzten sie zum entscheidenden Angriff an. Mittlerweile waren aber die t&uuml;rkischen Reserven zur Stelle. Im Kampf Mann gegen Mann wechselte die Höhe mehrfach den Besitzer, um schließlich endg&uuml;ltig den T&uuml;rken zu verbleiben.
Nicht weniger bedrohlich war die Lage am 7. August östlich der Suvla-Bucht. Das flache K&uuml;stenland umsäumt hier eine H&uuml;gelkette, die sich von den Ausläufern des Sari Bair nach dem steil aufragenden Kiresch Tepe spannt. Hier sollten die von Bulair in Marsch gesetzten Divisionen dem landenden Gegner Halt gebieten; sie hatten 40 bis 50 Kilometer Anmarsch. Auf die vom asiatischen Ufer abgerufenen Kräfte war erst in 48 Stunden zu rechnen, auf die inzwischen auch vom t&uuml;rkischen Großen Hauptquartier erbetenen Verstärkungen vorerst &uuml;berhaupt nicht. So blieb zur Abwehr nur ein schwacher K&uuml;stenschutz von einigen wenigen Bataillonen und Batterien, die dem Befehl des deutschen Majors Willmer unterstellt waren, im ganzen 1800 Mann mit 19 Gesch&uuml;tzen. Alles kam darauf an, das feindliche Vordringen zu verzögern.
Am 7. August um 06:00 Uhr sendete Major Willmer die folgende Meldung an General Liman von Sanders:
&quot;Der Feind ist gegen 21:30 letzte Nacht bei Nibrunesi gelandet. Die vorgeschobenen Kompanien sind von Lala Baba vor &uuml;berlegenem Feind ausgewichen und sind nun dem 1. Bataillon des 31. Regiments bei Chokolate Höhe unterstellt. Die Höhe Kiretch Tepe - Chokolate sind fest in eigener Hand. Gut gesch&uuml;tzt setzt der Feind die Anlandungen fort. Ich halte die Stellung wie befohlen aber erbitte dringend Verstärkung.&quot;11

General Liman von Sanders zog trotz des Widerstrebens mancher Stellen aus dem ganzen Armeebereich alle irgendwie entbehrlichen Kräfte mit dem Marschziel der Suvla-Bucht heraus und ergänzte persönlich die bereits getroffenen Maßnahmen zur Abwehr. Gl&uuml;cklicherweise machten die Engländer keine Anstalten, die Gunst der Lage auszunutzen, sondern begn&uuml;gten sich, das Vorfeld der neuen Landungsstelle in Besitz zu nehmen. Allerdings konnten die als Reserve erwarteten Divisionen erst am 9. August angriffsbereit sein. Der Feind hatte abermals einen Tag gewonnen, um den vor ihm stehenden d&uuml;nnen Schleier der T&uuml;rken zur&uuml;ckzudr&uuml;cken und in der Richtung auf die Festung durchzustoßen. Nur 15 Kilometer trennten ihn von der Wasserstrasse. Eine Übermacht von etwa 80.000 Mann stand hierzu am 8. August bereit, der Major Willmer nach den Verlusten des 7. August nur noch etwas &uuml;ber 1000 Gewehre entgegenzustellen hatte. Dem Armeef&uuml;hrer aber, der sich am Morgen des 8. August auf das Gefechtsfeld östlich der Suvla-Bucht begeben hatte, bot sich ein unfassbares Bild. Während vom benachbarten Massiv des Sari Bair ununterbrochener Kanonendonner her&uuml;berdröhnte und der ganze Höhenkamm in Rauch und Dunst geh&uuml;llt war, spielte sich im K&uuml;stenland ein höchst friedliches Leben ab: weite Biwaks, aus denen Rauch aufstieg, vor ihnen fl&uuml;chtig aufgeworfene Gräben, auf deren Rändern die Besatzung plaudernd und rauchend saß; am Strande lebhaftes Kommen und Gehen und ausgedehnter Badebetrieb. Hatte schon die geringe Unternehmungslust des Gegners am 7. August Staunen erregt, so noch mehr die jetzige nahezu völlige Untätigkeit.
Als sich die Engländer sich endlich am 9. August zum Vorgehen anschickten, stießen sie auf den Gegenangriff der von Bulair eingetroffenen beiden t&uuml;rkischen Divisionen. In schweren Kämpfen warfen die T&uuml;rken unter Oberst Mustafa Kemal Bey am 9. und 10. August den Feind auf seine Ausgangsstellungen im Flachland zur&uuml;ck. Alle die K&uuml;stenzone beherrschenden Höhenstellungen blieben in ihrer Hand. Versuche der Engländer, sich aus dieser unhaltbaren Lage durch neue Angriffe zu befreien, scheiterten am 15. und 21. August.
Der mit f&uuml;nf Divisionen12 unternommene neue Versuch, die Dardanellen zu Fall zu bringen, war fehlgeschlagen. Obgleich die Entente-Armee jetzt elf britische und zwei französische Divisionen zählte, hatte sie nichts weiter gewonnen als eine Frontverlängerung um etwa zwölf Kilometer. Nicht mehr nördlich von Ariburnu, sondern nordöstlich der Suvla-Bucht endete der von ihr besetzte schmale K&uuml;stenstrich. Ob sie sich in dem flachen Vorgelände der Buht auf die Dauer w&uuml;rde halten können, erschien fraglich. Die in dem neuen Kampfabschnitt nach und nach zusammengezogenen sechs t&uuml;rkischen Divisionen wurden als &quot;Anaforta-Gruppe&quot; unter Oberst Mustafa Kemal Bey zusammengefasst. Seit Ende August bestand somit die t&uuml;rkische 5. Armee aus der S&uuml;d-, Nord- und Anaforta-Gruppe. Auf asiatischer Seite blieben nur schwache Kräfte. Die Armee umfasste vor&uuml;bergehend 22, später 17 Divisionen, zählte aber selbst zur Zeit ihrer größten Stärke infolge hoher Abgänge nicht mehr als 120.000 Mann. Um sie von der Sorge im R&uuml;cken zu entlasten, wurde die Sicherung der Landenge von Bulair der 1. Armee &uuml;bertragen.
Ende August flauten die Kämpfe ab. Wieder wie vor dem 6. August nahm der Krieg die Form des Stellungskampfes an. Mit dem Herannahen der kälteren Jahreszeit steigerten sich die Schwierigkeiten des t&uuml;rkischen Ersatzes und Nachschubes. Schutz gegen Nässe und Kälte verlangte bessere Unterbringung, Verpflegung und warme Bekleidung, ohne dass bei der Erschöpfung der Hilfsmittel das Notwendige geliefert werden konnte. Wenn trotzdem die Armee von Seuchen, die t&uuml;rkischen Truppen in fr&uuml;heren Kriegen häufig heimgesucht hatten, verschont blieb, so war das dem Sanitätsdienst und dem deutschen Armeearzt, Ernst Rodenwaldt, zu danken. Erfreulich war auch, dass sich inzwischen die Munitionserzeugung in Konstantinopel wesentlich verbessert hatte. Was dort nicht hergestellt werden konnte, brachten Anfang September in begrenzten Mengen deutsche Unterseeboote. Zudem erhöhte sich die Ausstattung mit schwerer Artillerie beträchtlich durch Abgabe aller an anderen Stellen verf&uuml;gbaren Gesch&uuml;tze; vom Sommer ab waren auch f&uuml;r die Armee einige deutsche Flieger mit Kampffugzeugen eingetroffen13.
In dieser Zeit machten sich auch die ersten Anzeichen bemerkbar, dass der Angreifer sich an den Dardanellen mit Räumungsabsichten trug. Auffällig war, dass er seit Ende August keine größeren Angriffe mehr unternahm.
Obschon verschiedener Ansicht in der Frage, ob der Feind sich zum Abzug oder zu neuem Angriff entschließen werde, stimmten Heeresleitung und Armeef&uuml;hrer &uuml;berein, dass der große Gegenangriff möglichst bald zu f&uuml;hren sei. Auch General von Falkenhayn bezeichnete, als er am 24. November in Orsova mit Enver Pascha zusammentraf, die Säuberung von Gallipoli als nächste und dringendste Aufgabe. Die Vorbereitungen hatte festere Formen angenommen, seit am 2. November die deutsche Heeresleitung wegen der erforderlichen Kampfmittel angefragt hatte. Technische Truppenteile und 20 schwere Batterien wurden neben erheblichen Munitionsmengen f&uuml;r die schon eingesetzte Artillerie angefordert und zugesagt. Auch die österreichisch-ungarische Heeresleitung stellte Unterst&uuml;tzung in Aussicht. Höhere Befehlshaber der Artillerie und Pioniere waren aus Deutschland schon vorausgeeilt, um sich mit den Besonderheiten des Kriegsschauplatzes vertraut zu machen. Mitte November und Anfang Dezember langten als erste zwei österreichisch-ungarische schwere Batterien an. Auch die ersten deutschen Munitionslieferungen begannen in Konstantinopel einzutreffen14. Noch aber mussten bei der schwierigen Verbindung durch Serbien Wochen vergehen, ehe alle angeforderten Formationen zur Stelle waren. Inzwischen wurden die besten Divisionen der t&uuml;rkischen 5. Armee nacheinander aus der Front gezogen, um f&uuml;r ihre neue Aufgabe besonders geschult zu werden. Alle Maßnahmen wurden getroffen, um beim ersten Anzeichen einer Räumung zum Angriff &uuml;berzugehen. Tags&uuml;ber spielte sich in den vom Gegner besetzten Abschnitten das gewohnte Leben und Treiben ab; was aber in den langen Nächten geschah, entzog sich dem Auge der Beobachter.


7 Der Abzug des Gegners

Der ung&uuml;nstige Verlauf der Kämpfe auf Gallipoli beschäftigte unausgesetzt die leitenden Stellen in England und Frankreich. Da das Unternehmen weit mehr Kräfte verzehrte, als man zunächst angenommen hatte, und damit auf Kosten der Kriegf&uuml;hrung in Frankreich ging, hatten sich die Gegensätze wegen der Kräfteverteilung auf beiden Kriegsschauplätzen ergeben. Erschwerend kam hinzu, dass die englische Kriegf&uuml;hrung in ihren Entscheidungen nicht frei war, sondern auf den französischen verb&uuml;ndeten weitgehende R&uuml;cksicht nehmen musste, dessen Auffassungen &uuml;ber die Zweckmäßigkeit von Kriegshandlungen im östlichen Mittelmeer aber mehrfach wechselten.
Seit Anfang August waren auf Gallipoli insgesamt 13 Divisionen eingesetzt, und seitdem hatte General Hamilton nahezu 100.000 Mann neu angefordert, die aber der englische Kriegsrat in Anbetracht der Gesamtlage nicht bewilligte. Lord Kitchener erwog bereits Ende August die Räumung des mit so schweren Opfern erstrittenen Bodens. Von einem französischen Vorschlage, mit sechs französischen Divisionen den entscheidenden Angriff auf der asiatischen Seite der Dardanellen vorzutragen, wurde bald wieder Abstand genommen da alle Kräfte f&uuml;r die neue Offensive in Frankreich selbst gebraucht wurden.
Als Frankreich Ende Oktober durchsetzte, dass der Gallipoli-Armee keine Verstärkungen mehr zufließen sollten, war damit das strategische Ziel des Dardanellen-Angriffs, die Inbesitznahme Konstantinopels, aufgegeben. Nur Räumung oder Behauptung des bisher Erreichten standen seitdem noch in Frage. Als sich die Engländer und Franzosen am 8. Dezember grundsätzlich zur Räumung entschlossen, wollten die Engländer ihre Stellung an der so wichtigen Seeverkehrsstrasse doch nicht ganz aufgeben; die den Eingang beherrschende und unter den Kanonen der Flotte liegende S&uuml;dspitze w&uuml;nschten sie auch weiterhin besetzt zu halten.
In der Nacht zum 20. Dezember wurde die Räumung der Anaforta- und Ariburnu-Front durchgef&uuml;hrt. Dichter Nebel, der in den ersten Morgenstunden einsetzte, kam den Engländern zustatten. Gut vorbereitet und durchgef&uuml;hrt, gelang der Abzug ohne Verluste.
Schärfer noch hielten die T&uuml;rken seitdem den Gegner an der S&uuml;dspitze unter Beobachtung. In den ersten Tagen des Jahres 1916 mehrten sich die Anzeichen, dass auch hier die Räumung bevorstehe. F&uuml;r den 7. Januar ordnete General Liman von Sanders eine gewaltsame Erkundung an, die aber nur unvollkommen durchgef&uuml;hrt wurde; die artilleristische Gegenwehr am Lande zeigte sich erheblich schwächer als bisher, die Tätigkeit der Schiffsartillerie hatte dagegen zugenommen. Tatsächlich war die Räumung, zu der sich die Engländer am 27. Dezember doch noch entschlossen hatten, bereits in vollem Gange. In der Nacht zum 9. Januar schifften sie ihre letzten Truppen bei Sedd ul Bahr ein. Hindernisse und Artilleriefeuer von den Schiffen hielten die nachdrängenden T&uuml;rken auf. Große Mengen an Gerät hatte der Gegner bei der ersten wie jetzt bei der zweiten Räumung zur&uuml;ckgelassen, darunter aber nur 16 meist veraltete und unbrauchbar gemachte Gesch&uuml;tze.
Mit dem Abzug der Engländer und Franzosen hörten die Dardanellen auf, Kriegschauplatz zu sein. Die f&uuml;r den Gegenangriff bestimmten deutschen Transporte wurden zur&uuml;ckgerufen.


8 Schlußbetrachtung

Das Dardanellen-Unternehmen hatte im Sommer und Herbst 1915 starke feindliche Kräfte gebunden und damit den Kämpfen an anderer Stelle, vor allem im Westen, ferngehalten, während die zur Abwehr ihnen entgegengestellten deutschen Kräfte zahlenmäßig &uuml;berhaupt kaum ins Gewicht fielen. Die T&uuml;rkei hatte die deutsche Westfront wesentlich entlastet. Fast eine halbe Million Soldaten, 410.000 Engländer und 79.000 Franzosen, hatte die Entente allein an Landstreitkräften nach und nach in Gallipoli eingesetzt. Auf mehr als 252.000 Mann waren im Laufe der acht Monate währenden Kämpfe ihre Gesamtverluste gestiegen, davon 142.000 Gefechtsverluste (115.000 Engländer und 27.000 Franzosen). Die Gefechtsverluste der T&uuml;rken stellten sich nach ihren eigenen amtlichen Angaben mit etwa 165.000 Mann allerdings noch um einiges höher.

Die Räumung der Halbinsel Gallipoli beendete ein Unternehmen, das die Entente mit größten Erwartungen begonnen hatte. Das Ziel war gewesen, die T&uuml;rkei niederzuringen, eine leistungsfähige Verbindung nach Russland herzustellen und die neutralen Balkan-Staaten als Bundesgenossen gegen die Mittelmächte zu gewinnen. Diese Gefahr abgewendet zu haben, ist das Verdienst der Dardanellen-Verteidiger.
Der Erfolg ist der t&uuml;rkischen Truppe zu danken, die ungeachtet größter Entbehrungen und trotz gewaltiger Überlegenheit des Gegners an Kampfmitteln in ihren Gräben bis zum letzten aushielt. Was die t&uuml;rkische Armee auf Gallipoli vollbracht hat, gehört unbestritten zu den Ruhmestaten des Krieges. Großen Anteil an dem Erfolg hat auch die zielsichere F&uuml;hrung des Generals Liman von Sanders. 500 deutsche Offiziere und Beamte, Unteroffiziere und Mannschaften haben ihn dabei an Land unterst&uuml;tzt, andere auf die Besatzungen der Festung und der Flotte verteilt, haben mitgewirkt. Unendlich schwer war die Aufgabe, vor die sich der deutsche General und t&uuml;rkische Marschall gestellt sah. Der Gegner hatte den Vorteil der Initiative und der Überraschung, die von ihm erstrebten Ziele lagen fast in Greifweite. Der Dardanellen-Verteidiger dagegen musste sich zum Kampfe stellen, wo immer es dem Feinde beliebte. Um jeden Fuß Boden musste er bis zum äußersten kämpfen, denn hinter den Meerengen lag ungesch&uuml;tzt das Herz des Reiches: Konstantinopel.
Groß war die Bedeutung des Dardanellen-Sieges f&uuml;r die weitere Entwicklung der Kriegslage im Nahen Orient und auf dem Balkan. Die erfolgreiche Abwehr der T&uuml;rken trug dazu bei, dass die Balkan-Staaten die Gesamtlage in einem f&uuml;r die Mittelmächte g&uuml;nstigen Lichte sahen. Ohne die Behauptung der Dardanellen wäre Bulgarien kaum gewonnen worden, Griechenland und Rumänien wären vielleicht schon 1915 zum Feinde &uuml;bergegangen. Andererseits war das Aufgeben des Dardanellen-Unternehmens seitens der Entente die Voraussetzung f&uuml;r deren stärkeres militärisches Eingreifen in Saloniki. Gleichzeitig wurden auch die Kräfte der T&uuml;rkei wieder frei f&uuml;r andere Aufgaben. Da der Landweg zu den Mittelmächten inzwischen geöffnet war, konnte sie in verstärktem Maße darangehen, die englische und russische Stellung in Ägypten, Persien und Kaukasien zu bedrohen.

Die Frage, warum Liman von Sanders zum Befehlshaber der 5. Armee und damit zur Schl&uuml;sselperson der Verteidigung von Gallipoli ernannt worden war, kann einerseits aus einem innerstaatlichen Machtkampf in Konstantinopel und den großen deutschen Interessen erklärt werden.
Es wird &uuml;berliefert, dass es bereits von Beginn zwischen Liman von Sanders und Enver Pascha kein gutes Einvernehmen herrschte. Liman von Sanders meinte, dass er als Militärberater des Sultans dem t&uuml;rkischen Kriegsminister und Oberbefehlshaber vorgesetzt wäre, wobei jedoch genau das Gegenteil der Fall war. Unter diesen Umständen wollte Enver Pascha offensichtlich Liman von Sanders &quot;entfernen&quot;. Bevor der Krieg begann wollte die t&uuml;rkische Militärf&uuml;hrung von Sanders offensichtlich zur&uuml;ck nach Deutschland entsenden und stattdessen von der Goltz einsetzen. Von der Goltz kam aber die Stellung von Sanders änderte sich nicht. Aus t&uuml;rkischer Sicht war von der Goltz geschickt worden, um von Sanders wegen seiner schwierigen Art abzulösen.





Der Wortlaut der Fatwa
Konstantinopel, 15. November. (W. B.)
Die Fatwa &uuml;ber den Krieg, die nach den Vorschriften des Islam in der Form von Frage und Antwort abgefaßt ist, hat folgenden Wortlaut:
Erste Frage: Wenn Länder des Islams Angriffen der Feinde preisgegeben sind, wenn dem Islam Gefahr droht, m&uuml;ssen dann jung und alt. Fußvolk und Reiter in allen von Mohammedanern bewohnten Teilen der Erde an dem Heiligen Krieg mit Gut und Blut teilnehmen, falls der Padischah allen Mohammedanern den Krieg erklärt? Antwort: Ja.
Zweite Frage: Da Rußland, England und Frankreich und andere Staaten, die diese drei Mächte unterst&uuml;tzen, gegen das islamitische Kalifat, das ottomanische Reich, durch ihre Kriegsschiffe und Landtruppen die Feindseligkeiten eröffnet haben, ist es nötig, daß auch die Mohammed

canavar
17.03.05, 02:03
hui hhui stolzer-deutscher


starker Tobak von diesem

Generalmajor Fritz Bronsart von Schellendorf -- Bronsart Paşa

Als Mitglied der deutschen Militärmission und preußischer Offizier unterstand er direkt dem Kaiserreich. Er war es, der am 25. Juli 1915 die Deportation der noch verbliebenen und längst entwaffneten Armenier aus den östlichen Provinzen der T&uuml;rkei befahl und damit die Todesmärsche in die syrische W&uuml;ste mit zu verantworten hat.
Selbst nach dem Kriege hat der - &uuml;berdies antisemitische - General die armenischen Opfer „als blutsaugende Parasiten&quot; diffamiert, die hassenswerter als „die schlimmsten Juden&quot; seien.



nunja, wären dies keine historischen Sätze, sondern aus deinem Munde, m&uuml;sste man diese stellen nun editieren und dir eine verwarnung geben... da aber diese Sätze von einem deutschen general, um den es u.a. in diesem thread geht, kann man dies als geschichtsdokument so stehen lassen...

vorausgesetzt, du schickst uns noch den link, wo er dieses explizit sagt....

stolzer-Deutscher
17.03.05, 02:10
kein Problem, hier ist der Link, nach dem du verlangtest...

http://www.deutsch-armenische-gesellschaft.de/dag/rgenhein.htm

DeLaHoya
17.03.05, 09:09
Helmuth (Carl Bernhard) Graf von Moltke

Geboren am 26.10.1800 in Parchim/Mecklenburg; gestorben am 24.4.1891 in Berlin

Moltke entstammte einer mecklenburgischen Familie. Er wuchs im dänischen Holstein auf; 1811 bis 1817 besuchte er die Kadettenakademie in Kopenhagen, 1818 wurde er Page am Königshof, von 1819 bis 1822 war er Leutnant in dänischen Diensten und trat 1823 in die preußische Armee ein. 1832 wurde er in den Großen Generalstab versetzt. 1835 erhielt er Urlaub zu einer Bildungsreise in den S&uuml;dosten Europas; auf Wunsch des Sultans wurde er von 1836 bis 1839 als Instrukteur der t&uuml;rkischen Truppen abkommandiert. 1845/46 war er Adjutant des Prinzen Heinrich von Preußen in Rom, 1855 bis 1857 Adjutant des Prinzen Friedrich Wilhelm von Preußen, des späteren Friedrich III. Von 1858 bis 1888 war er Chef des Generalstabs.

Seine &quot;Briefen &uuml;ber Zustände und Begebenheiten in der T&uuml;rkei aus den Jahren 1835 bis 1839&quot; kann man hier online lesen:

http://gutenberg.spiegel.de/moltke/halbmond/halbmond.htm

admin
17.03.05, 13:24
Hat jemand vielicht noch andere Quellen &uuml;ber &quot;Deutsche Genärele&quot; bei den Osmanen?
Ich finde es höchst interessant.

kanuni
01.04.05, 23:47
30.000 Osmanische Soldaten sind wegen der Sturrheit eines Deutschen Generals in Edirne gestorben, da sie sich gegenseitig bekämpft haben.

Wolf
02.04.05, 00:00
Der Enkel von L. van Sanders ist Rechtsanwalt in New York und ist Istanbul- und Türkei-Fan.

Vor Jahren habe ich neben meinem Studium als Cocktailmixer in Bonn in einem Hotel gearbeitet. Da sass er an der Bar und hatte mit einem Kollegen über die Schönheiten der Türkei geredet. Da habe ich ihn gefragt, woher er denn die Türkei und die Geschichte so gut kennt.

Da sagte er: Der Name wird Ihnen zwar nichts sagen, aber ich bin der Enkel von Liman van Sanders. :-O :-O :-O

canavar
02.04.05, 03:49
nette geschichte Wolf,

es ist noch bis heute sehr sehr fragwürdig, was uns im endeffekt unsere loyalität zu den deutschen gebracht hat.

http://www.politikcity.de/forum_viewtopic.php?48.9811

interressant geschrieben

stolzer-Deutscher
02.04.05, 03:53
Ihr Tökken hättet doch nie alleine etwas auf die reihe gebracht...

unser beistand für die Tökken war ein segen für euch...

Örfman
02.04.05, 11:24
;) naja das ist übertrieben, auch ohne Deutsche Offiziere haben wir schon 100te schlachten gewonnen.

Aber die Deutsche Disziplin, war zu diesem Zeitpunkt wohl die beste auf der Erde... wir haben sicherlich viel von ihnen gelernt... es haben bestimmt 100 000de überlebt wegen der Guten führung.

Wolf
02.04.05, 11:50
Ihr Tökken hättet doch nie alleine etwas auf die reihe gebracht...

unser beistand für die Tökken war ein segen für euch...

Naja, ganz so schlimm war es auch wieder nicht! ;) Das Osmanische Reich hatte schon so einiges an - durchaus erfolgreicher - Militärhistorie hinter sich.

Aber was Taktik und Organisation angeht, kann man von Euch immer noch lernen.

kanki
02.04.05, 13:59
30.000 Osmanische Soldaten sind wegen der Sturrheit eines Deutschen Generals in Edirne gestorben, da sie sich gegenseitig bekämpft haben.

das passiert manchmal im Krieg , in Zypern Krieg haben wir eigenes Schlachtschiff versenkt .Wir dachten es waren die Griechen

Sir Victor
22.08.05, 21:35
Du bist Stolzer-Deutscher
Ich bin Victor,
Du bist Verlierer
Ich bin Victor.
Lieber Waffenkamarad Stolzer-Deutscher, Das war nur ein Witzt under Waffenkamaraden. Du hast einige sehr wightige Namen von Deutschen Offizieren vergessen zu schreiben. Von der Golzt Pascha und Franz von Papen.
Alle anderen deurschen Offizere waren hochnaesig uınd arrogant und wurden niemals von der Turken geliebt.Nur Von der Golzt Pascha und von Papen. Golz pascha lebte wie einen Tuerken. Zu Hause hat er wie einen Turke gekleidet. Alle Turkische Offiziere haben viele von Ihn gelernt und hatten viel respect an Ihn.Er war der Held von Kut-ul- Amara in Irak. Durch seine kampffaehigkeit und taktics hat die Turkische Armee in Irak eine Britische Division unter kommant von General Tawnsend gefangengenommen. Er war damals 75 Jahre alt. Leider ist er duch Tipfhus im Feld gestorben. Seine letzte worten waren "Meine Mehmet's, meine Soehne"
Er schlaft im Garten der alt deutchen Botschaft in Istanbul. Die anderen generale waren nur null, nix, unfaehig und unqualifiziert. Die Deutschen Generale haben zwei Weltkrieg verloren. Die deutsche Generale haben Hitler toleriert. Aber Tuerkische Soltaten unter Kommand der Turkischen Offizieren gegen 7 Welt siegreich geworden. Darum sagte ich oben Du bist verlierer, ıch bin Victor.
Mit Kamaradschaftsgruesse.

Gök Türk
22.08.05, 22:00
Dieser Thread ist ziemlich alt und der User "Stolzer-Deutscher" ist auch nicht mehr hier ;)

Achja, und die Schlacht von Canakkale haben wir durch diesen Mann hier gewonnen:

http://www.tlfq.ulaval.ca/axl/asie/images/turquie-ataturkc.jpg

Der Schakal
22.08.05, 22:01
Dieser Thread ist ziemlich alt und der User "Stolzer-Deutscher" ist auch nicht mehr hier ;)

Achja, und die Schlacht von Canakkale haben wir durch diesen Mann hier gewonnen:

http://www.tlfq.ulaval.ca/axl/asie/images/turquie-ataturkc.jpg


Und Otto Liman von Sanders ;)

Sir Victor
23.08.05, 11:30
Dieser Thread ist ziemlich alt und der User "Stolzer-Deutscher" ist auch nicht mehr hier ;)

Achja, und die Schlacht von Canakkale haben wir durch diesen Mann hier gewonnen:

http://www.tlfq.ulaval.ca/axl/asie/images/turquie-ataturkc.jpg
Lieber Goek Tuerk, Mein Lieber Bruther, "diesen Mann" passt nich gut. Du soltest lieber "diesen Herr" oder "diesen Held" "diesen ueber Mench" schreiben.
"Onu ancak ebediyetler eder istihap"
"Mann" kelimesi yersiz kullanilmis. Kusura bakma. Goezlerinden oeperim.

Sir Victor
23.08.05, 11:46
Und Otto Liman von Sanders ;)
Otto Liman von Sanders war ein unfaehiger General. Alle seine Entschiedungen waren falsch. Er hat immer eine Landung ans Bolayir Gebiet erwartet. Darum hat er die Turkische Kraefte beim Bolayir reserved. Diese Entscheidung konnte beinahe eine Disaster verursachten. Die Briten landeten ans Ari Burnu. (Siehe meine Gelibolu seite)
http://members.virtualtourist.com/m/tt/674f5/#TL
Unterricht: Der Turkische Soldat, der Mehmet, verliert und gewinnt nur unter Tuerkischen Kommand.

DeLaHoya
23.08.05, 13:49
Otto Liman von Sanders war ein unfaehiger General. Alle seine Entschiedungen waren falsch. Er hat immer eine Landung ans Bolayir Gebiet erwartet. Darum hat er die Turkische Kraefte beim Bolayir reserved. Diese Entscheidung konnte beinahe eine Disaster verursachten. Die Briten landeten ans Ari Burnu. (Siehe meine Gelibolu seite)
http://members.virtualtourist.com/m/tt/674f5/#TL
Unterricht: Der Turkische Soldat, der Mehmet, verliert und gewinnt nur unter Tuerkischen Kommand.

Ja, ich kann mich jetzt nicht ganz daran erinnern aber Atatürk war wohl ständig im Streit mit ihm.

Atatürk hat jedoch recht behalten.

KingTurek
23.08.05, 14:01
Und Otto Liman von Sanders ;)
Das ist nicht so ganz richtig.
Atatürk war der kommandeur der 19. Division und Sanders der oberkommandierender im Gallipoli-Krieg. Es herrschten immer Spannungen zwischen den beiden und erst als Atatürk.
Erst als die 5. osmanische Armee unter dem Befehl von Atatürk war zogen die Mittelmächte ab.

Gök Türk
23.08.05, 14:16
Lieber Goek Tuerk, Mein Lieber Bruther, "diesen Mann" passt nich gut. Du soltest lieber "diesen Herr" oder "diesen Held" "diesen ueber Mench" schreiben.
"Onu ancak ebediyetler eder istihap"
"Mann" kelimesi yersiz kullanilmis. Kusura bakma. Goezlerinden oeperim.

Haklısın Sir Victor. Atatürk için basitçe “adam” kelimesini kullanmam doğru değildi…

european
31.01.06, 22:16
Guten Abend,

der Onkel meiner Großmutter, mein Urgroßonkel, war Admiral Merten, einer der kommandierenden Offiziere in der Dardanellen-Kampagne. Ich bitte die Fachleute dieses Forums mir mitzuteilen, ob sie Berichte oder Reflektionen über seinen Einsatz aus dieser Zeit kennen oder sogar selbst darüber berichten können.

Vielen Dank, teserkülar
:europe:

Erkan
31.01.06, 22:30
Guten Abend,

der Onkel meiner Großmutter, mein Urgroßonkel, war Admiral Merten, einer der kommandierenden Offiziere in der Dardanellen-Kampagne. Ich bitte die Fachleute dieses Forums mir mitzuteilen, ob sie Berichte oder Reflektionen über seinen Einsatz aus dieser Zeit kennen oder sogar selbst darüber berichten können.

Vielen Dank, teserkülar
:europe:

in welcher Kaiserlichen Armee war der in der Marine beim Heer oder wo sollte mann wissen

Chutluck
31.01.06, 22:31
in welcher Kaiserlichen Armee war der in der Marine beim Heer oder wo sollte mann wissen
Merten Paşa: Koramiral Merten , 1914-1918 yılları arasında Çanakkale Boğazı Müstahkem Mevki Kumandanlığı yapmıştır.

http://www.kultur.gov.tr/canakkale.asp?belgeno=52437

Başkomutanlık, Çanakkale Müstahkem Mevkii Komutanlığının görevini hafifletmek için 4 Şubat 1914'de su üstü gözetleme ve mayın hizmetlerini Başkomutanlık delegesinin ( General Merten ) emrine verdi.

http://www.kultur.gov.tr/canakkale.asp?belgeno=52439

Sema
31.01.06, 22:36
ich glaube der herr european hätte das gerne in der deutschen sprache.
oder habe ich das falsch verstanden

Erkan
31.01.06, 22:37
Merten Paşa: Koramiral Merten , 1914-1918 yılları arasında Çanakkale Boğazı Müstahkem Mevki Kumandanlığı yapmıştır.

http://www.kultur.gov.tr/canakkale.asp?belgeno=52437

Başkomutanlık, Çanakkale Müstahkem Mevkii Komutanlığının görevini hafifletmek için 4 Şubat 1914'de su üstü gözetleme ve mayın hizmetlerini Başkomutanlık delegesinin ( General Merten ) emrine verdi.

http://www.kultur.gov.tr/canakkale.asp?belgeno=52439

Chutluck yardim et lütfen bu Denizkuvetlerine mi calisiyordu yoksa tam olarak anlayamadim Müstahkem Mevkii Komutanlığının

KingTurek
31.01.06, 22:42
in welcher Kaiserlichen Armee war der in der Marine beim Heer oder wo sollte mann wissen
Am 29. August trifft eine Sonderkommission der Kaiserlichen Marine in Konstantinopel ein mit zwei Admiralen, sieben Offizieren und 521 Mann. Admiral v. Usedom erhält den Oberbefehl über die Küsten-befestigungen, Admiral Merten wird deutscher Vertreter des türkischen Hauptquartiers.

Chutluck
31.01.06, 22:43
Chutluck yardim et lütfen bu Denizkuvetlerine mi calisiyordu yoksa tam olarak anlayamadim Müstahkem Mevkii Komutanlığının


So wie ich das verstanden habe waren seine Aufgaben: Seeaufklärung und Mienenräumung in den Dardanellen.

Chutluck
31.01.06, 22:44
ich glaube der herr european hätte das gerne in der deutschen sprache.
oder habe ich das falsch verstanden

Schon klar.
Habe eben auf teamarbeit gehofft...

Erkan
31.01.06, 22:44
Am 29. August trifft eine Sonderkommission der Kaiserlichen Marine in Konstantinopel ein mit zwei Admiralen, sieben Offizieren und 521 Mann. Admiral v. Usedom erhält den Oberbefehl über die Küsten-befestigungen, Admiral Merten wird deutscher Vertreter des türkischen Hauptquartiers.

Tesekkür ediyorum das war eine 1a Übersetzung wird auch unserem Deutschen Freund helfen hoffe ich yetzt weis er ya wo er suchen kann:türkiye: :german:

DeLaHoya
31.01.06, 22:45
Ich kann dir den Heeresbericht der osmanischen Armee von 1915 empfehlen:

http://www.armenianquestion.org/page.php?modul=Downloads&op=show_download&did=77&order=2&sort=ASC

Chutluck
31.01.06, 22:47
Amiral hakkinda bilgi ararken cok ilginc bir arastirmaya rastladim.

Su yaziyi okumanizi tavsiye ederim.

"ÇANAKKALE" DE ALMANLARIN NİYETİ
Yrd. Doç. Dr. İsmet GÖRGÜLÜ
Başkent Üniversitesi

http://www.geltag.com/turkish/z_savas/sv_gen_yor_an06.htm

Erkan
31.01.06, 22:57
Amiral hakkinda bilgi ararken cok ilginc bir arastirmaya rastladim.

Su yaziyi okumanizi tavsiye ederim.

"ÇANAKKALE" DE ALMANLARIN NİYETİ
Yrd. Doç. Dr. İsmet GÖRGÜLÜ
Başkent Üniversitesi

http://www.geltag.com/turkish/z_savas/sv_gen_yor_an06.htm

evet cok ilgicekici bir haber bu is de cok arastirma gerektiriyor ama Tarihin akisindan belli zaten Almanlar neden bizi Rus Limanlarini atese tutturdugunu
SMSGoeben ve SMSBreslau ile basladi ondan önceki anlasmalar arastirma gerektiriyor

european
01.02.06, 20:18
Vielen Dank für die zahlreichen Hinweise! Tatsächlich waren mir die hier genannten türkischen Quellen noch nicht bekannt. Die Übersetzung wird sicher einige Zeit in Anspruch nehmen, eine sehr intersessante Entwicklung!!
:europe:

Der Schakal
01.02.06, 20:46
Vielen Dank für die zahlreichen Hinweise! Tatsächlich waren mir die hier genannten türkischen Quellen noch nicht bekannt. Die Übersetzung wird sicher einige Zeit in Anspruch nehmen, eine sehr intersessante Entwicklung!!
:europe:

Wow! Tag european ... es freut mich deine Bekanntschaft zu machen wirklich sehr interessant ... jemand meinte mal zu mir das er den Enkel von Liman von Sanders getoffen hätte der das Osmanische Reich etc. liebt und ein sehr netter Mensch ist.

Sir Victor
18.03.06, 10:39
In Gallipoli Kampffeld gibt es ein Grabe von einen deutschen Krankenschwester Erika. Ich konnte keine Auskunf über diesen Krankenschwester Erika in der Türkei gefunden. Kann jemand aus Dutschland mir um Auskunft, photo usw zu helfen?:europe: :türk:

european
27.03.06, 17:48
Vielleicht kann die Kriegsgräberfürsorge helfen, sie sind im allgemeinen sehr gut orientiert und erreichbar unter

http://www.volksbund.de/

Wolf59
05.09.06, 15:56
Das ist nicht so ganz richtig.
Atatürk war der kommandeur der 19. Division und Sanders der oberkommandierender im Gallipoli-Krieg. Es herrschten immer Spannungen zwischen den beiden und erst als Atatürk.
Erst als die 5. osmanische Armee unter dem Befehl von Atatürk war zogen die Mittelmächte ab.

King Turek - ich muss Dich leider etwas korrigieren. Die V. Armee stand niemals unter dem Befehl von Mustafa Kemal, sondern vom Zeitpunkt ihrer Aufstellung (24.3.1915) bis nach dem Abzug aus Gallipoli 24.2.1918 unter dem Kommando von General Liman von Sanders. Oberst Mustafa Kemal befehligte bis Ende 1915 die Anafarta Gruppe, die unter dem Kommando der V. Armee stand und Kemal verliess Gallipoli bevor die Alliierten ab Dezember 1915 die Truppen wieder abzogen.

deryatulga
05.09.06, 16:03
Guten Abend,

der Onkel meiner Großmutter, mein Urgroßonkel, war Admiral Merten, einer der kommandierenden Offiziere in der Dardanellen-Kampagne. Ich bitte die Fachleute dieses Forums mir mitzuteilen, ob sie Berichte oder Reflektionen über seinen Einsatz aus dieser Zeit kennen oder sogar selbst darüber berichten können.

Vielen Dank, teserkülar
:europe:

Hin und wieder trifft man Notizen über seinen Einsatz. Künftig werde ich sie
gesondert behandeln. Er war bestimmt keiner, der Hassgefühle bei den Türken erweckt hat.

Wolf59
05.09.06, 16:05
Guten Abend,

der Onkel meiner Großmutter, mein Urgroßonkel, war Admiral Merten, einer der kommandierenden Offiziere in der Dardanellen-Kampagne. Ich bitte die Fachleute dieses Forums mir mitzuteilen, ob sie Berichte oder Reflektionen über seinen Einsatz aus dieser Zeit kennen oder sogar selbst darüber berichten können.

Vielen Dank, teserkülar
:europe:

Ich habe einige Informationen ueber Admiral Merten aber hier kommt zunaechst mal eine Liste von Offizieren, die bis Ende des Ersten Weltkrieges in der Osmanischen Armee Dienst geleistet haben. Es beginnt im 18. Jahrhundet aber die meisten waren waehrend des Krieges dort. Die Liste ist noch nicht vollstaendig und wenn jemand noch einen Namen weiss, oder andere Informationen hat, bin ich sehr dankbar. Ich habe von den meisten hier angegeben Offizieren noch eine kurze taetigkeitsbeschreibung und von vielen auch ein Bild.

Name Dienstgrad Zeit
Abel, von Preuß. Rittmeister 1917/1918
Ackermann, Richard Kapitän z. S. 1914/1918
Adam, Hans Korvettenkapitän 1918
Adle Leutnant 1914/1918
Albrecht Preuß. Major z. D. 1914/1916
Albrecht Leutnant 1915/1917
Alten, von Preuß. Major des Generalstabes 1905/1910
Althaus Preuß. Hauptmann 1915/1916
Anderten, von Preuß. Major z. D. 1909/1912
Anderten, von Preuß. Leutnant 1916/1918
Andreae Leutnant z. S. 1914/1915
Andriano, Alfred Kapitänleutnant 1916/1918
Anschütz, Oskar Oberleutnant 1915/1918
Apfel Hauptmann 1916/1918
Arnim, Joachim von Korvettenkapitän 1914/1915
Arnold Korvettenkapitän 1915/1918
Aschenbrenner Leutnant 1916/1918
Aschenbrenner, Dr. Stabsarzt 1914/1918
Aubert Preuß. Haupmann z. D. 1909/1912
Auler (Pascha) Preuß. Oberstleutnant z. D. 1901/1908
Baare Preuß. Hauptmann im Gen.-Stab 1915/1918
Back (Pascha) Preuß. Major z. D. 1910/1917
Bader Leutnant d. Luftwaffe 1916/1918
Baring Sächs. Leutnant a. D. 1911/1913
Bauer, Cäsar Kapitänleutnant 1916
Becke, Freiherr von der Preuß. Oberleutnant a. D. 1850/1856
Becker, Franz Oberleutnant z. S. 1916/1917
Beckert Preuß. Major im Gen.-Stab 1917/1918
Behrend Leutnant 1916/1918
Behrends Hauptmann 1917/1918
Bentheim, Egon von Kapitänleutnant 1915/1917
Bentheim, von Preuß. Leutnant a. D. 1911/1914
Bergius Major 1917/1917
Berthold, Fritz Oberleutnant 1917/1918
Bettaque, Rudolf Offizierstellvertreter 1915/1916
Bielefeld, Max Stabsingenieur 1918
Bieler, Max Oberleutnant z. S. 1914/1915
Bieneck Preuß. Hauptmann 1917/1918
Binhold Preuß. Hauptmann z. D. 1909/19121914/1915
Birkner Sächs. Oberleutnant 1912/1913
Bischof (Pascha) Preuß. Oberstleutnant z. D. 1910/1918
Bischoff Preuß. Major 1912/1916
Blankenburg, Hans-Heinrich von Oberleutnant 1917/1918
Blell Preuß. Hauptmann 1916/1917
Blücher, Wipert von Hauptmann 1916/1917
Bluhm (Pascha) Preuß. Pionier Leutnant a. D. 1851/1887
Bock von Wülfingen (Pascha) Sächs. Oberst 1918
Bodenstein Leutnant z. S. 1915/1916
Böhm Leutnant 1917/1918
Böhme Preuß. Oberstleutnant 1917/1918
Böhn, von Preuß. Leutnant a. D. 1852/1857
Boltz Oberleutnant z. S. 1914/1918
Bonberg Major 1915
Bopp Württemberg. Oberstleutnant z. D. 1909/19121915/1916
Böse, Dr. Marian-Gen.-Oberarzt 1918
Bothmer, Freiherr von Kapitänleutnant 1917
Böttrich Preuß. Major z. D. 1914/1917
Bötzow Preuß. Rittmeister 1916/1918
Boxhammer, Alexander Leutnant 1918
Brasch Oberleutnant z. S. d. Res. 1914/1915
Breitenbach Oberleutnant 1917/1918
Breuer Marine-Oberstabs-Ingenieur 1915/1917
Brimberg Preuß. Zahlmeister 1914/1918
Brockdorff, Freiherr von (Pascha) Preuß. Oberstleutnant a. D. 1879/1900
Broecker, C.G. von Oberleutnant 1917/1918
Büchsel, Ernst Korvettenkapitän 1914/1918
Buddecke, Hans Joachim Oberleutnant 1915/1917
Bülow, von Leutnant 1916/1918
Bülowius Oberleutnant 1918
Burchardi Preuß. Intendanturrat z. D. 1914/1918
Busse, von Preuß. Rittmeister 1915/1916
Busse, Wilhelm Korvettenkapitän 1914/1915
Byern, von Preuß. Major z. D. 1909/1912
Calliebe Leutnant 1917/1918
Callissen, Friedrich Korvettenkapitän 1918
Canitz u. Dallwitz, Freiherr von Preuß. Oberstleutnant des Generalstabes 1828/1829
Cappeln, Martin von Korvettenkapitän 1917/1918
Carls Oberleutnant z. S. 1914/1916
Castner Preuß. Oberleutnant d. L. 1911/1913
Cederholm, Swen Kapitänleutnant d. Res. 1914
Collin, Prof. Dr. Preuß. Oberstabsarzt 1915/1918
Conn, Bruno Kapitänleutnant 1914/1916
Cordemann Preuß. Hauptmann im Gen.-Stab 1918
Cramer, Graf von Preuß. Major a. D. 1915/1916
Cretius Preuß. Hauptmann 1909/1912
Croneiss, Theodor Jakob Oberleutnant 1915/1918
Croneiss, Carl Oberleutnant 1915/1918
Cummerow Preuß. Hauptmann 1915/1916
Dalwig, Freiherr von Preuß. Leutnant a. D. 1911/1912
Daum Leutnant 1916/1918
Deckert Kapitän z. S. 1916/1918
Dehme Oberleutnant 1917/1918
Detleffsen Hauptmann 1915
Detten, von Preuß. Hauptmann 1915/1916
Dewitz, von Oberleutnant z. S. 1915/1916
Diesinger Oberleutnant 1915
Diest, von Preuß. Major 1892
Ditfurth, von (Pascha) Preuß. Oberstleutnant z. D. 1901/1909
Dittmar Leutnant 1916/1918
Dommes, Wilhelm von Preuß. Oberst im Gen.-Stab 1917/1918
Dönitz, Karl Leutnant z. S. 1914/1916
Dove (Pascha) Preuß. Oberstleutnant 1918
Drigalski, von (Pascha) Preuß. Leutnant a. D. 1853/1885
Dungern, Freiherr von Preuß. Rittmeister a. D. 1917/1918
Dunst Preuß. Major im Gen.-Stab 1917/1918
Effnert Preuß. Hauptmann z. D. 1914/1918
Eggeling, von Preuß. Oberstleutnant 1918
Eggert Preuß. Hauptmann z. D. 1914/1918
Ehrke (Pascha) Württemb. Oberst 1917/1918
Eicke, Franz Oberleutnant 1917/1918
Elias Hauptmann 1918
Endres, Franz Carl Bayr. Hauptmann z. D. 1912/1918
Endruck Bayr. Oberleutnant 1915/1917
Engelking Kapitänleutnant a. D. 1915/1916
Erdmann, Hans Oberleutnant 1914/1915
Ernert Leutnant 1917
Eschwege, Rudolf von Oberleutnant 1917/1918
Faber, Wilhelm Leutnant 1918
Falk Preuß. Pionier-Leutnant a. D. 1841
Falke Oberleutnant 1915/1918
Falkenberg, Werner von Preuß. Major im Gen.-Stab 1914/1915
Falkenhausen, Alexander von Preuß. Major im Gen.-Stab 1916/1918
Falkenhayn, Erich Georg Anton Sebastian von (Pascha) Preuß. General der Infantrie 1917/1918
Falkenhayn, von Major 1917/1918
Faller Leutnant 1915/1916
Feldmann, Otto von Preuß. Major z. D. 1913/1918
Felmy, Hellmuth Preuß. Hauptmann 19171918
Fensky Major
Firle, Rudolph Kapitänleutnant 1914/1915
Fischer Württemberg. Oberleutnant z. D. 1914/1918
Fischer Preuß. Hauptmann 1914/1916
Fischer Preuß. Hauptmann des Generalstabes 1837/1839
Fischer, Rudolf Oberleutnant
Fitzau Preuß. Oberleutnant a. D. 1876
Fleischer (Pascha) Preuß. Intendanturrat a. D. 1899/1909
Fleischmann, Dr. Oberarzt 1916/1918
Flottwell, von Preuß. Oberleutnant 1893
Frankenberg und Proschlitz, von Preuß. Oberstleutnant z. D. 1914/19161917/1918
Frege Oberleutnant z. S.
Frese, von Preuß. Rittmeister z. D. 1909/1918
Frey, Waldemar Oberstleutnant 1917/1918
Fricks, Freiherr von Kapitänleutnant 1914/1915
Fünfhausen Oberleutnant 1916/1918
Fürer Oberleutnant d. Res. 1916/1918
Gaffron Preuß. Oberleutnant 1893
Gansser Kapitänleutnant 1914/1917
Garke, Rudolf Preuß. Hauptmann 1916/1917
Geehl Torpedo-Kapitän a. D. 1915/1918
Géné Hauptmann 1917/1918
Gerdts, Johannes Oberleutnant z. S. 1914/1915
Gerlach Preuß. Oberleutnant z. D. 1914/1918
Geßler Preuß. Oberleutnant der Artillerie a. D. 1851/1867
Gienanth, Freiherr von Preuß. Major im Gen.-Stab 1917/1918
Giese Preuß. Major 1917/1918
Gleich, Gerold von (Pascha) Württemberg. Oberst 1916
Godlewski Preuß. Brigade-Roßarzt 1842/1849
Goerke Preuß. Hauptmann 1916/1918
Goetze, von Preuß. Oberst im Quartiermeisterstab 1789/1793
Goetzen, Graf von Preuß. Leutnant 1892
Goltz, Konrad Korvettenkapitän a. D. 1917/1918
Goltz, Colmar Freiherr von der (Pascha) Preuß. OberstleutnantPreuß. Generaloberst u. Generalfeldmarschall 1883/18931903/19131915/1916
Goltz, Freiherr von der Preuß. Oberstleutnant im Gen.-Stab 1916
Gottschalk Preuß. Hauptmann z. D. 1910/19131915
Graach Preuß. Leutnant d. Artillerie a.D. 1841/1849 u.1850/1856
Grabau, Karl August Kapitänleutnant 1914/1915
Grabe Marine-Stabs-Ingenieur 1915/1918
Grätz Major 1916/1918
Graßmann Preuß. Hauptmann 1917/1918
Greßmann (Pascha) Preuß. Oberst 1915/1917
Grancy, von Korvettenkapitän 1917/1918
Groeben, von der Preuß. Rittmeister 1917/1918
Gronewald Hauptmann 1917/1918
Grumbckow, von (Pascha) Preuß. Oberstleutnant z. D. 1892/1901
Grunwald (Pascha) Preuß. Leutnant der Artillerie a. D. 1851/1888
Guhr, Hans Preuß. Major 1916/1918
Gülich, von Preuß. Oberleutnant 1912/1913
Gülpen, van Preuß. Rittmeister 1915/1916
Gumppenberg, Freiherr von Preuß. Leutnant a. D. 1911/1912
Günther Preuß. Major 1916/1917
Gürtner Hauptmann d. Res. 1917/1918
Guse, Felix Preuß. Major z. D. 1914/1918
Haaring, Kurt Offizierstellvertreter 1915/1918
Haas, von Kapitän z.S. 1914/1915
Haehnert Hauptmann
Hagen, von der Preuß. Oberleutnant z. D. 1914/1915
Hagen, von der Preuß. Major im Gen.-Stab 1917/1918
Hammerstein-Gesmold, Freiherr von Preuß. Oberstleutnant 1917/1918
Harbuval-Charmare, Archibald Graf von Kapitänleutnant 1915
Harde, de Oberleutnant 1918
Hartung Hauptmann 1916/1918
Hauschild Preuß. Hauptmann a. D. 1896/1903
Hausmann, Otto Lazarettinspektor 1918
Havik Oberst 1915
Hecker Preuß. Rittmeister a. D. 1918
Heemskerck, Hans Eduard von Preuß. Rittmeister 1916/19171918
Heibey Preuß. Oberleutnant z. D. 1914/1918
Heilingbrunner Bayr. Oberleutnant 1915/1917
Heilingbrunner, Otto Ritter von Bayr. Hauptmann 1916/1918
Heimburg, Heino von Oberleutnant z. S. 1915
Heinrich Preuß. Hauptmann 1916/1917
Heintze, Baron von Preuß. Major d. L. 1916/1917
Heller, Hans Leutnant 1915
Henkel Leutnant 1915/1916
Henkelmann Leutnant 1916/1918
Henninges, von Hauptmann 1917/1918
Hermann, Peter Kapitänleutnant 1914
Herrgott, Adolf (Pascha) Bayr. Oberstleutnant 1917/1918
Hersing, Otto Kapitänleutnant 1915/1918
Hesler, von Leutnant 1915/1918
Heuck (Pascha) Preuß. Oberstleutnant z. D. 1914/1918
Heuser, von (Pascha) Preuß. Major a. D. 1882/1903
Heydebreck, Kurt von Kapitänleutnant 1916/1918
Heymann Hauptmann 1917/1918
Hild, Rudolf Leutnant 1918
Hilgendorf, Fritz Kapitänleutnant 1914/1915
Hintersatz, Wilhelm Hauptmann 1916/1918
Hippel, Georg von Fregattenkapitän 1917/1918
Hobe, von (Pascha) Preuß. Major z. D. 1882/1892
Hochwächter, von Preuß. Oberleutnant a. D. 1909/1914
Hofmann Hauptmann 1917/1918
Homeyer Kapitänleutnant 1916/1918
Homeyer, von Stabsarzt 1916/1918
Hopffgarten, Graf von Preuß. Major z. D. 1914/1915
Hopp, Wilhelm Oberingenieur 1917
Huber Bayr. Artillerie-Offizier 1887/1889
Huber Bayr. Hauptmann 1916/1918
Hülst, von Preuß. Hauptmann 1916/1918
Humann Korvettenkapitän 1814/1917
Hunger Preuß. Hauptmann z. D. 1914/1918
Huttner, Dr. Bayr. Stabsapotheker 1914/1918
Imhoff (Pascha) Preuß. Oberstleutnant z. D. 1902/1909
Jacobs, Dr. 1917/1918
Jaenicke Preuß. Feuerwerkerleutnant 1914/1918
Jagow, von Oberleutnant 1917/1918
Jahr Oberleutnant 1917/1918
Jancke Oberleutnant 1915/1918
Janson, von Korvettenkapitän 1914/1916
Jeschonnek Leutnant 1915/1918
John Leutnant 1917/1918
Jordan Oberleutnant 1917/1918
Jungels, Dr. Preuß. Stabsarzt 1916/1918
Jungmann Preuß. Leutnant a. D. 1847/1849
Justi Württemb. Hauptmann im Gen.-Stab 1918

Wolf59
05.09.06, 16:07
Und hier die Fortsetzung...

Kagerah, Alfred Kapitänleutnant 1915
Kahl Preuß. Major 1917/1918
Kähler, Otto August Johannes (Pascha) Preuß. Generalmajor a. D. 1882/1885
Kalau vom Hofe (Pascha) Korvettenkapitän a. D. 1892/1898
Kamphövener, von (Pascha) Preuß. Major 1882/1909
Kanitz, Konrad Graf von Rittmeister 1915/1916
Kannenberg Preuß. Oberleutnant 1893
Kannengiesser, Hans (Pascha) Preuß. Major z. D. 1914/1918
Kayserlingk, von Oberleutnant z. S. 1914/1915
Kettembeil, Karl Oberleutnant 1915/191(
Kettner, Paul Korvettenkapitän 1914/19151917/1918
Kiehl Bayr. Hauptmann 1916/1917
Kieser Hauptmann 1917/1918
Kiesling auf Kieslingstein, Edler Hans von Bayr. Major im Gen.-Stab 1915/1918
Kirsten Sächs. Major z. D. 1914/1916
Kittel Oberleutnant 1917/1918
Klein Hauptmann 1914/1915
Klein Oberleutnant 1915
Klingenbeil Oberleutnant 1916/1918
Klitzing, Lebrecht von Kapitän z. S. 1915
Knab Hauptmann
Knickmeyer Oberleutnant 1917/1918
Knispel Korvettenkapitän 1914/1915
Knobelsdorff, Freiherr von Preuß. Generalmajor, 1790/1805
Knorr, Wolfram von Korvettenkapitän 1915/1917
Koebke Preuß. Leutnant der Artillerie a.D. 1837
Koeppen Preuß. Major im Gen.-Stab 1916
Köhler Leutnant d. Res 1915/1916
König, von Preuß. Hauptmann z. D. 1914/1917
Körner, Martin Oberleutnant 1915/1918
Koop Leutnant d. Res. 1917/1918
Kophamel Kapitänleutnant 1915/1916
Koslick Leutnant 1918
Köstring Preuß. Rittmeister 1917/1918
Kottwitz, Egon Freiherr von Korvettenkapitän 1914/1916
Kraft, Werner Leutnant 1915
Kress von Kressenstein, Freiherr (Pascha) Bayr. Major z. D. 1914/1918
Kretschmer, Hans-Wilhelm Sächs. Major 1916/1917
Kreuzberg Hauptmann 1918/1918
Krüger, Bernhard Korvettenkapitän 1917
Krülls, Eduard Kapitänleutnant d. Res. 1915/1917
Kübel, Theodor Bay. Major 1914
Kuczkowski, von Preuß. Oberleutnant a.D. 1838/1849
Kügler, Dr. Stabsarzt 1917/1918
Kühlwetter, von (Pascha) Kapitän z. S. 1914/1915
Kukat, Heinrich Oberleutnant z. S. 1918
Kümpel Korvettenkapitän 1914/1917
Laffert, von Preuß. Major d. Gen.-Stabes 1914/1915
Lampe Korvettenkapitän 1915/1918
Landsberg Kapitänleutnant 1915/1918
Lange Hauptmann 1915
Lange Preuß. Hauptmann z. D. 1914/1915
Langenn-Steinkeller, von Oberleutnant 1915/1918
Langenstraß (Pascha) Preuß. Oberst 1917/1918
Langfeld Kapitänleutnant 1916/1917
Laue, von Preuß. Hauptmann a.D. 1837/1841
Lauffer Württemberg. Major z. D. 1914/1918
Lawetzky Stabsarzt 1917/1918
Legat, Wilhelm von Preuß. Major z. D. 1914
Lehmann Preuß. Hauptmann a. D. 1911/1918
Lehmann (Pascha) Preuß. Oberfeuerwerker 1851/1877
Leipzig, Erich von Preuß. Major des Generalstabes 1901/19081915
Lenartz Leutnant d. Res. 1917/1918
Lenthe, von Preuß. Oberst 1917/1918
Liebermann, Ernst Kapitänleutnant 1915/1918
Liebeskind, Hans Albrecht Leutnant z. S. 1914/1915
Lierau Preuß. Major 1914/1918
Lindenau, Friedrich Wilhelm Kurt von Oberleutnant 1916/1918
Loeben, von Sächs. Hauptmann im Gen.-Stab 1916/1917
Lorenz Preuß. Hauptmann 1915/1918
Lorey, Hermann Korvettenkapitän 1915/1918
Loschebrand-Horn, von Preuß. Major im Gen.-Stab 1916/1918
Lossow, von Bayr. Major z. D.Bay. Oberst im Gen.-Stab 1910/19131915/1918
Ludloff Preuß. Major 1917/1918
Lührs, Hans Leutnant 1914/1915
Lüling Preuß. Feuerwerks-Leutnant a. D. 1838/1849 u.1850/1869
Lüttichau, Graf von Feldgeistlicher 1915/1918
Lütz Oberleutnant 1917/1918
Lyncker Preuß. Major im Gen.-Stab 1917/1918
Mack, Erich Oberstleutnant 1918/1919
Madlung, Rudolf Korvettenkapitän 1914/1915
Majewski, Georg Preuß. Hauptmann 1916/1918
Malbrandt Preuß. Major 1917/1918
Malinowski, von (Pascha) Preuß. Hauptmann a. D. 1846/1859
Manerer Leutnant d. Res. 1917/1918
Märker Sächs. Oberleutnant 1893
Matthies Preuß. Major z. D. 1910/1913
Mayer Major 1916/1917
Mayer, Prof. Dr. Bayr. Oberstabsarzt z. D. 1913/19161917/1918
Mecklenburg, Adolf Friedrich Herzog zu Preuß. Oberstleutnant 1916
Meerscheidt-Hüllessen, Wilhelm von Kapitän z. S. 1914
Meier Preuß. Feuerwerkerleutnant 1914/1918
Meineke, Emil Leutnant 1915/1918
Meinke Preuß. Festungsbau-Leutnant 1914/1918
Meis, Albert Kapitänleutnant d. Res. 1914/1917
Mellenthin, Hans von Oberleutnant z. S. 1914/1915
Menges, von Preuß. Oberstleutnant 1917/1918
Merkel Preuß. Hauptmann 1916/1918
Merten (Pascha) Vizeadmiral a.D. 1914/1918
Mesmer-Saldern, von Preuß. Hauptmann z. D. 1899/1902
Meyer, Georg Stabsapotheker 1916
Michael Preuß. Intendanturrat a. D. 1909/1910
Michaelis Major 1917/1918
Mikusch-Buchberg, von Preuß. Hauptmann a. D. 1915/19161917/1918
Mielenz Leutnant d. Res. 1916/1918
Modrow Preuß. Major 1915/1917
Mohl, Hans von Kapitänleutnant 1915/1916
Mohr Oberleutnant 1917/1918
Moldzio Preuß. Major im Gen.-Stab 1918
Molsen Preuß. Major d. Res. 1917/1918
Moltke, Helmuth Freiherr von Preuß. Hauptmann des Generalstabes 1835/1839
Morgen, Prinz Karl von Preuß. Hauptmann des Generalstabes 1897/1901
Mücke, Hellmuth von Kapitänleutnant 1914/19161917
Müffling gen. Weiß, Freiherr von Preuß. General der Infantrie 1829
Mühlbach, von Preuß. Hauptmann des Ing. Korps 1837/1839
Mühlmann, Dr. Carl Preuß. Oberleutnant z. D. 1913/1918
Muhra, Erich Leutnant 1915/1918
Müller, Erich von Korvettenkapitän 1914/19151917
Müller, Vincenz Pionierleutnant 1917
Müller, Dr. Stabsarzt 1916/1918
Muth, J.F. Preuß. Hauptmann z. D. 1909/1912
Muther Preuß. Major 1918
Nathusius, von Preuß. Hauptmann 1916/1917
Natz Leutnant d. Res. 1914/1918
Neiling, Peter Leutnant 1916
Ney Kapitänleutnant 19151916
Nicolai (Pascha) Sächs. Oberstleutnant z. D. 1913/1918
Nicolaus, Karl Korvettenkapitän 1914/1915
Nida, von Preuß. Hauptmann im Gen.-Stab 1917/1918
Niedermayer, Oskar Ritter von Bayr. Hauptmann 1914/1917
Niemann Preuß. Major im Gen.-Stab 1917
Niemöller Hautmann d. Res. 1915/1918
Nöldeke Oberleutnant d. Marineinf. 1916
Nordeck, von Oberleutnant z. See 1917/1918
Obering Leutnant z. S. 1915/1916
Öhringen, Prinz Hohenlohe von Oberleutnant 1915/1918
Olshausen, Dr. Stabsarzt 1915
Opel, von Leutnant 1916/1918
Oppen, von Preuß. Oberst 1918
Orthmann Leutnant
Ostrowski, von Major 1917/1918
Palis Kapitänleutnant 1915/1916
Papen, Franz von Preuß. Major im Gen.-Stab 1917/1918
Paqué Leutnant 1916/1918
Paraquin, Ernst Preuß. Major im Gen.-Stab 1917/1918
Paulke Preuß. Hauptmann 1915/1916
Perrinet von Thauvenay Preuß. Major z. D. 1913/1916
Petri Hauptmann 1916/1918
Pfannenstiel Preuß. Major im Gen.-Stab 1916/1918
Pfeffer-Wildenbruch, Karl von Preuß. Oberleutnant 1915/1917
Pfeiffer, Adolf Korvettenkapitän 1914/1917
Pfundt Sächs. Rittmeister 1916/1918
Pieper, Waldemar (Pascha) Kapitän z. S. 1914/1917
Platz Preuß. Major 1917/1918
Pohkmanr Preuß. Major 1915/1916
Pohl Preuß. Oberleutnant z. D. 1914/1917
Poncet, von Leutnant 1917/1918
Posseldt (Pascha) Preuß. Oberstleutnant z. D. 1909/1915
Pötrih Oberst
Potschernik Preuß. Major z. D. 1914/1918
Pramann Sächs. Major im Gen.-Stab 1916/1917
Prätorius Preuß. Hauptmann z. D. 1909/1910
Preussen, Prinz August von Preu. General der Artillerie und Gen.-Insp. der preuß. Artillerie 1837
Preussner, Ludwig Oberleutnant 1915/1916
Preysing, Graf von Bayr. Oberleutnant 1912/1913
Prigge, E. R. Preuß. Rittmeister z. D. 1913/1918
Prittwitz, von Preuß. Oberleutant 1893
Putzer Kapitänleutnant 191771918
Rabback Preuß. Oberfeuerwerker 1841/1844
Rabe Preuß. Major z. D. 1909/1918
Rabenau, von Leutnant z. S. 1914/1915
Raith Preuß. HauptmannMajor 1915/19161917/1918
Range, Dr. Preuß. Hauptmann d. Res. 1915/1918
Raspel Oberleutnant z. S. 19161918
Raumann Hauptmann 1916/1918
Raydt, Hermann Oberleutnant z. S. 1914/1915
Rebeur-Paschwitz, von (Pascha) Vizeadmiral a. D. 1917/1918
Rechtern Preuß. Major 1917/1918
Reck Oberleutnant 1917/1918
Reclam (Pascha) Kapitän z. S. 1914/1916
Reeder
Reegs Hauptmann 1917/1918
Reiße Hautmann 1917/1918
Restorff, von Hauptmann 1915/1918
Retzlaff Major 1917/1918
Ribbentrop, Joachim von Oberleutnant 1915
Richter Kapitän z. S. 1915/1918
Riedlich Hautmann 1917/1918
Riefs Leutnant 1916/1918
Rietzsch Preuß. Major 1917/1918
Ristow (Pascha) Preuß. Major z. D. 1882/1890
Röchling Oberleutnant 1917/1918
Rodenwaldt, Ernst Oberstabsarzt 1915/1918
Rodig Leutnant 1917/1918
Rodowizc, Theodor Holstein. Major
Roell, Freiherr von Preuß. Rittmeister 1917/1918
Rogister, Ritter u. Edler von Preuß. Major z. D. 1909/1912
Rohde Preuß. Leutnant a. D. 1910/1913
Rohde, Karl Nikolaus Korvettenkapitän 1914/1916
Rohdewald (Pascha) Preuß. Oberst 1916/1918
Röhlfing, Hans Preuß. Hauptmann 1915/1916
Rohrscheidt, Erik Freiherr von Kapitänleutnant 1918
Rohrscheidt, von Preuß. Hauptmann 1917/1918
Rosentreter, Fedor Kapitänleutnant 1914/1915
Roßkothen Leutnant 1916/1918
Ruedgisch, von (Pascha) Preuß. Major z. D. 1899/1909
Rümann, Wilhelm Kapitänleutnant 1914/1918
Ruwert Oberleutnant 1918
Sachse Hauptmann 1917/1918
Sanders, Otto Liman von (Pascha) Preuß. General der Kavallerie (türkischer Marschall) 1913/1918
Sandrock, Dr. Stabarzt d.Res. 1915/1916
Saradeth, Max Leutnant 1917/1918
Sauer Preuß. Intendanturrat a. D. 1910/1913
Schack Vizeadmiral 1914
Schade Kapitänleutnant 1914/1918
Schäfer Leutnant 1916/1918
Schäfer, Rupert Leutnant z. S. d. Res. 1917
Schäffer Preuß. OberleutnantPreuß. Major z. D. 18941911/1914
Scharnweber Stabsarzt 1918/1918
Schätzlein, Dr. Paul Leutnant 1917
Schaumburg-Lippe, Prinz Moritz zu Rittmeister 1915/1917
Schellendorf, Bronsart von (Pascha) Preuß. Oberst 1913/1917
Schelling, Karl Kapitänleutnant 1915
Schetelig Leutnant d. Res. 1917/1917
Schierholz Sächs. Hauptmann z. D. 1914/1917
Schierstädt, von Preuß. Oberstleutnant 1915/1918
Schilgen, von (Pascha) Preuß. Kriegsrat a. D. 1882/1892
Schlee (Pascha) Württemberg. Major z. D. 1914/1918
Schlee Major 1915/1918
Schlichting, von Oberstleutnant 1911
Schliephack Leutnant 1916
Schlotheim, von Preuß. Oberleutnant 1907/1908
Schlubach, Erich Korvettenkapitän 1915/1917
Schmidt Preuß. Oberleutnant a. D. 1850/1855
Schmidt Oberleutnant 1918
Schmidt, Siegfried Oberleutnant z. S. 1914/1915
Schmidt, von Preuß. Leutnant der Artillerie 1791/1792
Schmidt-Altherr, Rudolf Leutnant 1918
Schmidt-Kolbow Preuß. Major 1915/1919
Schmude Oberleutnant 1916/1918
Schneider Marinebaurat 1914/1918
Schneider, Karl Kapitänleutnant 1915/1918
Scholten, von Preuß. Leutnant der Infantrie 1791/1792
Schrader, Otto von Oberleutnant z. S. 1914/1915
Schraudenbach Bayr. Major 1916/1917
Schrecker Stabsarzt 1916/1918
Schreiber Leutnant 1917/1918
Schrenck, von Bay. Hauptmann 1917
Schroeder Preuß. Rittmeister z. D. 1914/1917
Schrömbgens Preuß. Major 1916/1918
Schuch Preuß. Rechnungsrat 1914/1915
Schueler von Krieken, Max Major 1915/1918
Schulbach Korvettenkapitän 1915/1918
Schultheiß Oberleutnant 1915/1918
Schulz Leutnant 1915
Schulze Preuß. Oberstleutnant 1917
Schumburg Hauptmann 1918
Schütze Korvettenkapitän 1918
Schüz, Hans Oberleutnant 1916/1917
Schwab Leutnant z. S. 1915/1916
Schwarz Oberleutnant z. S. 1916
Schwenzfeuer Preuß. Feuerwerks-Leutnant a.D. 1838/1841u.1850/1873
Sebelin, Erwin Oberleutnant z. S. 1914/1915
Seeckt, Hans von (Pascha) Preuß. Generalmajor 1917/1918
Seger Leutnant 1916/1918
Seibey Hauptmann
Seidler, Frank Leutnant 1915/1917
Seiler Stabsarzt 1917/1918
Semmler Leutnant z. S. d. Res. 1916/1918
Senarclens-Grancy, Freiherr von Korvettenkapitän 1917/1918
Senftleben Preuß. Hauptmann 1915/1917
Serno, Erich Preuß. Oberleutnant z. D. 1914/1918
Siegert Major 1915
Sievert Preuß. Major 1916/1918
Simon Hauptmann 1917/1918
Simon-Eberhard Hauptmann 1918
Sodenstern, von (Pascha) Preuß. Oberstleutnant z. D. 1914/1916
Solger Preuß. Major im Gen.-Stab 1917/1918
Sommer Leutnant z. S. 1914/1915
Souchon, Wilhelm (Pascha) Vizeadmiral 1914/1917
Soyter Oberleutnant 1915/1916
Speich Preuß. Hauptmann im Gen.-Stab 1918
Staczewski, von Preuß. Hauptmann z. D. 1914/1918
Stahl, Gotthard Leutnant 1916/1918
Stange Preuß. Hauptmann z. D. 1914/1918
Stange Preuß. Major z. D. 1914/1917
Starke (Pascha) Korvettenkapitän 1885/1891
Staubwasser, Oskar Bayr. Major 1917/1918
Staudinger Preuß. Hauptmann im Gen.-Stab 1916
Steffen (Pascha) Preuß. Oberstleutnant z. D. 1891
Steiger Leutnant 1916/1918
Stein Stabsarzt 1917/1918
Sterke Preuß. Intendantur-Sekretär 1914/1918
Sternberg Hauptmann 1918
Sternheim Hauptmann d. Res. 1917/1918
Steuber, Dr.Werner Obergeneralarzt 1917/1918
Stiller Leutnant 1916/1918
Stolpe (Pascha) Preuß. Offizier 1865
Stöltzel, Albert Kapitän z. S. 1918
Stotzingen, Othmar von Major d. Res 1916
Strauch Leutnant 1916/1918
Strecker (Pascha) Preuß. Leutnant der Artillerie a. D. 1854/1890
Strempel, von (Pascha) Preuß. Major des Generalstabes 1906/1914
Strube, von Preuß. Major 1918
Sydow, von Oberleutnant d. Res. 1917/1918
Tägert, Wilhelm Kapitän z. S. 1915
Thieme, Dr. Preuß. Oberveterinär z. D. 1914/1918
Thierry Preuß. Oberstleutnant im Gen.-Stab 1915/1916
Thomsen Leutnant z. S.
Thüna, von Leutnant 1917/1918
Tiller Preuß. Hauptmann 1916/1918
Todenwarth, Freiherr von Oberleutnant 1916
Töpfer, August Oberingenieur 1916
Treitz, Adolf Leutnant 1917/1918
Trembur, Dr. Marine-Gen.-Oberarzt a. D. 1914/1918
Trippelskirchen, Ulrich von Kapitänleutnant 1915/1916
Trommer (Pascha) Preuß. Oberstleutnant z. D. 1914/1918
Trützschler, von Falkenstein Major 1915
Tschunke Preuß. Hautmann 1917/1918
Tschuschowski Leutnant 1916/1918
Tupschoewski Preuß. Major z. D. 1910/1911
Tzschirner Preuß. Rittmeister 1916/1917
Ullrich Leutnant 1917/1918
Ulrich Oberleutnant z. S. 1917
Usedom, von Guido(Pascha) Admiral 1914/1918
Valentiner, Max Kapitänleutnant 1917
Varennes, von Preuß. Hauptmann u. Flügeladjudant des Königs 1756
Veit Preuß. Major z. D. 1909/1913
Vietinghoff-Scheel, Freiherr von Preuß. Leutnant a. D. 1879/1888
Vincke, Baron von Preuß. Hauptmann des Generalstabes 1837/1839
Vogel, Karl Oberarzt 1916/1917
Voigt, von Oberleutnant z. S. 1915
Vollbrecht, Dr. Preuß. Generaloberarzt z. D. 1910/19131917
Vollmer Hauptmann
Vonberg Preuß. Hauptmann z. D. 1914/1916
Wagemann Preuß. Leutnant der Artillerie 1851/1867
Wagner Sächs. Oberleutnant 1910/1913
Wagner Fähnrich
Wagner, Curt Oberleutnant z. S. 1916/1917
Walz, Franz Preuß. Hauptmann 1917/1918
Weber (Pascha) Preuß. Oberst 1913/1917
Wegener, Carl August Leutnant d. Res. 1917/1918
Wegner Oberleutnant z. . 1915
Wehrle Leutnant 1914/1915
Wehrle (Pascha) Preuß. Major z. D. 1914/1918
Weichbrodt, Ernst Torpedo-Ober-Ingenieur 1915
Weickmann, Ludwig Prof. 1915/1918
Weidtmann (Pascha) Preuß. Oberst z. D. 1909/1917
Weis Preuß. Festungsbauleutnant 1914/1916
Weiz Preuß. Major z. D. 1911/1914
Welsch Bayr. Rittmeister z. D. 1914/1917
Welsch Major
Wendlandt Oberleutnant z. S. 1915
Wendt Preuß. Leutnant d. Artillerie a. D. 1838/1843 u.1850/1890
Werner Oberleutnant z. S. 1915
Wernicke Kapitänleutnant 1916/1917
Westernhagen, von Hauptmann 1915
Westphal Hauptmann 1917/1918
Wichelhausen Oberleutnant z. S. 1916
Wiegand, Theodor Hauptmann 1916/1918
Wiesenthal Preuß. Feuerwerks-Leutnant a.D. 1837/1847
Wilhelmi Preuß. Hauptmann z. D. 1914/1916
Willmer Bayr. Major 1915/1918
Winkler, Max Major 1915/1916
Wodarz Kapitän z. S. 1914/1918
Woermann, Hans Leutnant z. S. 1914/1915
Wolfskeel, von Reichenberg Graf Preuß. Hauptmann 1915/1917
Wolpmann Preuß. Major im Gen.-Stab 1916
Wossidlo Fregattenkapitän 1914/1918
Wrangel, Graf von Preuß. Generalfeldmarschall 1852
Wrochem Preuß. Oberleutnant z. D. 1914/1916
Würth von Würthenau Preuß. Hauptmann 1915/1918
Zachariae Preuß. Major 1915/1918
Zegelin, von Major 1765/1775
Zetlmeyer Leutnant 1917/1918
Zinke gen. Sommer, Otto Oberleutnant z. S. 1914/1915
Zitzow, Edgar Leutnant 1874
Zwirner Oberleutnant z. S. 1917/1918

deryatulga
05.09.06, 16:08
Amiral hakkinda bilgi ararken cok ilginc bir arastirmaya rastladim.

Su yaziyi okumanizi tavsiye ederim.

"ÇANAKKALE" DE ALMANLARIN NİYETİ
Yrd. Doç. Dr. İsmet GÖRGÜLÜ
Başkent Üniversitesi

http://www.geltag.com/turkish/z_savas/sv_gen_yor_an06.htm

Du auch Chutluck? Diese Typen sind Schlachtenbummler, keine Historiker!
Was wäre passiert, wenn wir die Dardanellen nicht verteidigt hätten? Armenien wäre bereits 1915 entstanden! Sevres wäre bereits da wahr geworden, und zwar ohne darauffolgenden Lausanne!

deryatulga
05.09.06, 16:11
Merten Paşa: Koramiral Merten , 1914-1918 yılları arasında Çanakkale Boğazı Müstahkem Mevki Kumandanlığı yapmıştır.

http://www.kultur.gov.tr/canakkale.asp?belgeno=52437

Başkomutanlık, Çanakkale Müstahkem Mevkii Komutanlığının görevini hafifletmek için 4 Şubat 1914'de su üstü gözetleme ve mayın hizmetlerini Başkomutanlık delegesinin ( General Merten ) emrine verdi.

http://www.kultur.gov.tr/canakkale.asp?belgeno=52439

Yani 18 Mart öncesi Nusrat Mayin gemisinin baskomutani olan zat. Tarihi tersten yazarken bunlari da unutmayin.

deryatulga
05.09.06, 16:17
Das ist nicht so ganz richtig.
Atatürk war der kommandeur der 19. Division und Sanders der oberkommandierender im Gallipoli-Krieg. Es herrschten immer Spannungen zwischen den beiden und erst als Atatürk.
Erst als die 5. osmanische Armee unter dem Befehl von Atatürk war zogen die Mittelmächte ab.

Mustafa Kemal konnte in Anafartalar nur zum Zuge kommen, weil ein anderer
Kommandeur, Fevzi Bey, schlicht und ergreifend den Gehorsam verweigert hatte. Er ist einer der wenigstens türkischen Kommandeure, über die Liman von Sanders sich nicht beschwert.

zübeyde
05.09.06, 18:00
Mustafa Kemal konnte in Anafartalar nur zum Zuge kommen, weil ein anderer
Kommandeur, Fevzi Bey, schlicht und ergreifend den Gehorsam verweigert hatte. Er ist einer der wenigstens türkischen Kommandeure, über die Liman von Sanders sich nicht beschwert.


Ein wohl sehr disziplinierter Soldat. Die "Ungehorsamkeit" Mustafa Kemal Paschas sollte später ganz anders zum Ausdruck kommen.
Der Thread-Titel heißt ja: "Deutsche Generäle im Dienste des Osmanischen Reiches". Oder wars anders ?

zübeyde
05.09.06, 18:06
Sevres wäre bereits da wahr geworden, und zwar ohne darauffolgenden Lausanne!

Also war es doch so ein gravierender Unterschied, ob wir unsere Unterschrift unter Sevr- oder Lausanne-Abkommen gesetz haben. Ich sage es war so ein Unterschied wie Sterben oder Weiterleben.
Warum sonst dieser Widerstand, wie Sie ganz zu Recht hier auch aussagen ?

Neulich im "Lausanne" Thread anläßlich der Feierlichkeiten, hatten sie mir aber erklärt, der Unterschied wäre nur 5 % gewesen. Für 5 % hätten wir wohl nicht "Leben oder Sterben" gerufen.

Richtig: Armenien und sonst noch auf "türkischem Boden" hätte Sevr bedeutet. Viel mehr als 5 %. Und deshalb der besondere Nachruf zu dieser Schlacht.

deryatulga
05.09.06, 18:16
Also war es doch so ein gravierender Unterschied, ob wir unsere Unterschrift unter Sevr- oder Lausanne-Abkommen gesetz haben. Ich sage es war so ein Unterschied wie Sterben oder Weiterleben.
Warum sonst dieser Widerstand, wie Sie ganz zu Recht hier auch aussagen ?

Neulich im "Lausanne" Thread anläßlich der Feierlichkeiten, hatten sie mir aber erklärt, der Unterschied wäre nur 5 % gewesen. Für 5 % hätten wir wohl nicht "Leben oder Sterben" gerufen.

Richtig: Armenien und sonst noch auf "türkischem Boden" hätte Sevr bedeutet. Viel mehr als 5 . Und deshalb der besondere Nachruf zu dieser Schlacht.

Zübeyde, überlass historische Diskussionen den Historikern! Hat jemand behauptet Sevres und Lausann seien identisch gewesen? Wir haben hier die beiden Vertragstexte zur Verfügung gestellt. Schluss, Punkt!

deryatulga
05.09.06, 18:18
Ein wohl sehr disziplinierter Soldat. Die "Ungehorsamkeit" Mustafa Kemal Paschas sollte später ganz anders zum Ausdruck kommen.
Der Thread-Titel heißt ja: "Deutsche Generäle im Dienste des Osmanischen Reiches". Oder wars anders ?

Es wurde behauptet, Mustafa Kemal hätte sich mit Liman von Sanders zerstritten. Ich habe gezeigt, dass es sich um eine Legende handelt. Nicht mehr und nicht weniger!

zübeyde
05.09.06, 19:12
Zübeyde, überlass historische Diskussionen den Historikern! Hat jemand behauptet Sevres und Lausann seien identisch gewesen? Wir haben hier die beiden Vertragstexte zur Verfügung gestellt. Schluss, Punkt!


Lieber Herr Tulga,

ich sehe Sie hier als den Historiker, den ich sehr schätze, sonst erstmal niemanden. Viele aber haben sicher mehr Ahnung als ich, hält mich aber trotzdem nicht davon ab, falls mir Gutes dazu einfällt und mich ein Thema sehr interessiert, mich auch einzubringen. Ich bin weiß Gott keine Historikerin, allerdings wäre es schade, wenn wir uns als nicht-Historiker diesem Themen nicht widmen würden, wo auch manch ein anderer Beitrag nützlich wäre, auch wenn es nur eine Frage wäre Herr Tulga und zur weiteren Diskussion oder Ergänzung ganz sicher nützlich sein könnte.

In diesem Thread haben sich viele eingebracht und sehr wertvolle Beiträge, wie ich finde, geleistet. Es ist ja nicht ausschließlich nur "Historikern" vorbehalten ?

Im übrigen haben wir im Forum sehr viele "historische Threads", wo bitte soll ich mich überall raushalten ? Nur da, wo ich wirklich nichts zu sagen habe. Das tue ich dann auch.

Ich wollte Ihre Diskussion mit Herrn Wolf59 (Historiker ?) nicht negativ beeinflussen, nur einige für mich besondere Gedanken formulieren.

Gruß

PS: Nur zur Erinnerung, lesen Sie doch bitte unsere Diskussionen im Thread "Lausanne" durch. Da hatten wir bereits über die 5 % Differenz sehr eingehend diskuttiert. Ich nahm lediglich Bezug darauf.

Sir Victor
05.09.06, 19:26
Mustafa Kemal konnte in Anafartalar nur zum Zuge kommen, weil ein anderer
Kommandeur, Fevzi Bey, schlicht und ergreifend den Gehorsam verweigert hatte. Er ist einer der wenigstens türkischen Kommandeure, über die Liman von Sanders sich nicht beschwert.
Derya Tulga Ich möchte glauben dass Du das Buch von Ergün Göze gelesen. "Komutanlar Savaşı". Oberst Fevzi Bey hat den befehl von sanders verwigert weil seine soldaten müde waren. Von Sanders woltte einen gegen attack an Englander in der Nacht. Fevzi Bey wolte einen gegenattack am Morgen grauen leisten. Er sagte seine Soldaten müde seien. Er sagte seine soltaten ein tag lang unterwegs waren. Er sagte seine divizion kannte die Lage nicht genaue. Er sagte im dunkel der nacht siene soldaten werden vernichtet. Er verweigerte Sanders. darum ist er entlassen. Mustafa Kemal wurde kommandant. Er hat Kriegs plan von Fevzi bey akceptiert und mit nicht müde soldaten attaciert. Alle Turkishe Officere sind helden. Oberst Fevzi Bey (nich Fieldmarchal Cakmak) hat seinen Report an Kriegs Ministerium gesendet. Sein report wurde von Enver Pasha recht akzeptiert. Er wurde als Militaerattache nach Wien akkreditiert. Nach Meiner Meinung der liebe God Allah hat uns Türken geholfen einen Helden aus dem Blutbad zu erschaffen. Mit diesem Ruhm Mustafa Kemal konnte das Türkisches Volk organizieren und einen sekularen freien demokratischen Republic zu gründen. Danke Oberst Fevzi Bey, schlafe im Licht, mit deiner Verweigerung haben wir uns auf dem Weg ins civilization orientaliert.:türkiye: :aferin:

deryatulga
05.09.06, 19:39
Derya Tulga Ich möchte glauben dass Du das Buch von Ergün Göze gelesen. "Komutanlar Savaşı". Oberst Fevzi Bey hat den befehl von sanders verwigert weil seine soldaten müde waren. Von Sanders woltte einen gegen attack an Englander. Fevzi Bey wolte einen gegenattack am Morgen grauen leisten. darum ist er entlassen. Mustafa Kemal wurde kommandant. Er hat Kriegs plan von Fevzi bey akceptiert und mit nicht müde sodaten attaciert. Alle Turkishe Officere sind heldemOberst Fevzi Bey (nich Fieldmarchal Cakmak) hat seinen Report an Kriegs Ministerim gesendet. Sein report wurde von Enver Pasha recht akzeptiert.

Ergun Göze's Buch ist voll mit Seitenhieben gegen Mustafa Kemal und und vor allem gegen seinen Stabschef Izzettin Calislar. Fevzi Cakmak war damals bereits General und führte einen Armeekorps. Der Befehlsverweigerer Ahmed Fevzi Bey wäre unter normalen Umständen kriegsrechtlich erschossen, was wohl eine Rebellion der Truppen nach sich gezogen hätte, denn er war im Recht. Mustafa Kemal's Soldaten hatten sich natürlich ausgerucht, gerade während der Zeit, die Liman von Sanders als verloren betrachtet. Trotzdem war von einer offenen Meinungsverschiedenheit zwischen Liman und Mustafa Kemal nie die Rede. Er schwärzte Liman zwar bei Enver und legte ihm nach, wohl lange nach Sarikamis, das Kommando zu übernehmen. Das hinderte ihn jedoch nicht, seine berühmte angeschossene
Uhr Liman persönlich zu schenken!

Sir Victor
05.09.06, 23:33
Mustafa Kemal hat seine berühmte angeschossene Uhr an Liman geschenk weil Er zeigen wollte dass kein feindlicher Kugel ihn töten kann weil er vom God erwaelt ist.Er ist vom God Allah um seit 1683 immer verloorene Türkisches Volk zu retten geschickt. Man muss dieser grosse Philosophie begreifen. Mustafa Kemal war ein Sondermensch. Bevor er seine Soldaten um einen attack gegen Englaender sandte. Sagte er an Soldaten. "Ich gehe erst vorne. Warte bis ich mit meiner Peische den Befehl gebe." Können Sie vorstellen? Kein Englander hat einen Kugel geschossen. Er stand auf No mans land aleine. kein Englander geschossen. Warum soll er Sanders streiten. Sanders war für Ihn ein insect.

deryatulga
05.09.06, 23:44
Mustafa Kemal hat seine berühmte angeschossene Uhr an Liman geschenk weil Er zeigen wollte dass kein feindlicher Kugel ihn töten kann weil er vom God erwaelt ist.Er ist vom God Allah um seit 1683 immer verloorene Türkisches Volk zu retten geschickt. Man muss dieser grosse Philosophie begreifen. Mustafa Kemal war ein Sondermensch. Bevor er seine Soldaten um einen attack gegen Englaender sandte. Sagte er an Soldaten. "Ich gehe erst vorne. Warte bis ich mit meiner Peische den Befehl gebe." Können Sie vorstellen? Kein Englander hat einen Kugel geschossen. Er stand auf No mans land aleine. kein Englander geschossen. Warum soll er Sanders streiten. Sanders war für Ihn ein insect.

Wenn Sie es so meinen!

Wolf59
06.09.06, 11:18
Mustafa Kemal hat seine berühmte angeschossene Uhr an Liman geschenk weil Er zeigen wollte dass kein feindlicher Kugel ihn töten kann weil er vom God erwaelt ist.Er ist vom God Allah um seit 1683 immer verloorene Türkisches Volk zu retten geschickt. Man muss dieser grosse Philosophie begreifen. Mustafa Kemal war ein Sondermensch. Bevor er seine Soldaten um einen attack gegen Englaender sandte. Sagte er an Soldaten. "Ich gehe erst vorne. Warte bis ich mit meiner Peische den Befehl gebe." Können Sie vorstellen? Kein Englander hat einen Kugel geschossen. Er stand auf No mans land aleine. kein Englander geschossen. Warum soll er Sanders streiten. Sanders war für Ihn ein insect.

Sehr geehrter Sir Victor,

ich respektiere Ihre Auffassungen und vor allem die Leistungen der tuerkischen Soldaten und Offiziere im Ersten Weltkrieg. Trotzdem gebietet sich ein wenig mehr Respekt, den ich bei Ihnen vermisse. Zu behaupten, dass der kommandierende General Liman von Sanders fuer Mustafa Kemal ein "Insekt" war, ist entweder eine einfaeltige Behauptung (was ich hoffe) oder wirft ein sehr schales Licht auf Mustafa Kemal. Es liegt mir fern die Leistungen von Mustafa Kemal zu schmaelern, insbesondere nicht das, was er nach dem Krieg fuer die Tuerkei getan hat. Aber eines ist sicher, ohne das Einwirken des Deutschen Reiches waere die Tuerkei nicht in den Ersten Weltkrieg hineingezogen worden aber ohne die Deutschen haette die Tuerkei die Schlacht bei Gallipoli verloren. Die Verteidigung der Dardanellen war so gut wie nicht organisiert bis die Deutschen kamen. Was glauben Sie haben wohl die hunderten von deutschen Soldaten auf der Halbinsel gemacht? Nur die tuerkischen Anstrengungen sabotiert? Die tuerkische Armee war nach dem Balkankrieg ein Truemmerhaufen und wurde erst durch die Hilfe der Militaermission wieder einigermassen aufgepaeppelt. Ich zitiere:

Admiral Souchon urteilte, nachdem sich die Gerüchte über einen alliierten Flottenangriff Ende 1914 verdichteten: „Dass die Engländer und Franzosen die Dardanellen forcieren werden, glaube ich nicht, weil sie sich nicht einen können, wer mit Dreadnoughts die Zeche bezahlen soll. Es liegen so viel gute Minen in der langen, gewundenen, schmalen Durchfahrt und es stehen so viel Kanonen und Soldaten an beiden Ufern, dass der Angreifer mit einem großen Einsatz unter allen Umständen rechnen muss. Kommt er dann nach entsprechenden Verlusten mit einigen Schiffen ins Marmarameer durch, so kann er nichts Ernstliches mehr unternehmen, wenn er nicht mit Hilfe starker Landungsabteilungen sich am Ufer festsetzen kann...“ und stimmte damit mit der Einschätzung von General von Sanders überein, der ähnlich feststelle: „Ein durchschlagender Erfolg konnte daher vom Feinde nur erzielt werden, wenn eine große Truppenlandung an den Dardanellen zeitlich mit dem Durchbruch der Flotte zusammenfiel oder diesem vorausging. Eine dem Durchbruch erst folgende Truppenlandung hätte auf die artilleristische Unterstützung der bereits durchgebrochenen Flotte, der andere Aufgaben entgegentraten, verzichten müssen.“
Bis zur Übernahme der Verantwortung durch deutsche Offiziere hatte man bis 1914 die Dardanellenbefestigungen und Artillerie von türkischer Sicht vernachlässigt. Admiral Souchon vermerkte am 27. August 1914 im Kriegstagebuch der MMD :“ Die Forts haben zum größten Teil noch niemals geschossen. Über die Feuerleitung herrschen völlig unklare Begriffe. Die ausgelegten Minen liegen zum größten Teil mit 70 und 80 Meter Abstand und sollen nicht länger als vier Wochen mit Sicherheit an derselben Stelle liegen können,...“.

Über den Zustand der Geschützmannschaften und des Geräts schreibt Wehrle: „Bald nach seiner Einrichtung schoß das Lehrbataillon in Gegenwart des Marschalls aus verdeckter Stellung gegen eine treibende Scheibe. Bei dem Mangel an Übung und geeigneten Richtverfahren war das Ergebnis überaus kläglich. Ich setzte dem sehr enttäuschten und ärgerlichen Oberbefehlshaber die Gründe auseinander und gab ihm die Versicherung, ein Schießverfahren einüben zu wollen, das solchen Misserfolg ausschließe. Ich war fest entschlossen, alle Batterien gegen bewegliche Ziele direkt feuern zu lassen, fehlte doch alles, um auch in einfacher Form ein auf genauen Messungen beruhendes Verfahren, wie es das Küstenschießen bedingt, durchzuführen.“
Oberstleutnant Wehrle versuchte daraufhin mit provisorischen Richthilfen aus Eichenholz Abhilfe zu schaffen und ließ vor allem das Schiessen auf bewegliche Ziele sowie den raschen Stellungswechsel der leichten Geschütze üben. Er schrieb darüber: „Ich kann die folgende Zeit, die für das Regiment und mich gleich anstrengend war, kurz streifen. Jeder Tag brachte neue Enttäuschungen und allmählich erkannte ich, dass eigentlich ganz von unten angefangen werden musste. Alle deutschen Begriffe von der Selbständigkeit der Unterführer schmolzen dahin, vom Richtkanonier angefangen bis zum Bataillonskommandeur gab es keine Dienstverrichtung, die nicht eigenhändig vorgemacht werden musste. Der unausgesetzte Kampf gegen die Unpünktlichkeit, Trägheit, Verschleierung, Missbrauch der Dienstgewalt konnte schließlich nur mit dem Mittel strengster Bestrafung geführt werden.“

Ich bin keineswegs stolz auf das deutsche Engagement in der Tuerkei in jener Zeit aber mich nervt es, dass die damaliger Realitaeten immer wieder geschoent und verdreht werden. Im niegel-nagel neuen "Informationszentrum" am Eingang zu den Schlachtfeldern in Gallipoli werden alle Kommandeure bis auf Regimentsebene in grossen Bronzeplatten dargestellt. Weder dort noch irgendwo anders wird auch nur mit einem Wort die Beteiligung der Deutschen erwaehnt. Auf dem Schlachtfeld, wo in diesem Jahr 41 neue tuerkische Kriegsgraeber angelegt wurden, bzw. werden gibt es nicht einen einzigen Gedenkstein fuer die ueber 40 deutschen Gefallen, die 331 toten Seeleute der Midilli, die am 20.1.1918 fast in Sichtweite gesunken ist. Die deutschen graeber wurden geschliffen und nur noch einige Grabsteine konnten nach Istanbul-Tarabya auf den dortigen Soldatenfriedhof gerettet werden. Ist das die Behandlung, die ein ehemaliger Verbuendeter erfahren sollte? Hier wird systematisch die Geschichte verfaelscht und dieses das Ergebnis dieser Geschichtsverdrehung merkt man eben leider auch manchmal hier. ich schreibe das als historisch interessierter und nicht als studierter Historiker!

zübeyde
06.09.06, 11:31
Aber eines ist sicher, ohne das Einwirken des Deutschen Reiches waere die Tuerkei nicht in den Ersten Weltkrieg hineingezogen worden aber ohne die Deutschen haette die Tuerkei die Schlacht bei Gallipoli verloren.
Dieser Satz gibt mir zu denken Wolf59. Was soll ich nun besser finden ? Den ersten oder den zweiten Teil.


Ich bin keineswegs stolz auf das deutsche Engagement in der Tuerkei in jener Zeit aber mich nervt es, dass die damaliger realitaeten immer wieder geschoent und verdreht werden.
Ja, da haben Sie recht. Die Realitäten werden immer wieder verdreht. Da sollten Sie nicht so mal den Finger auf die türkische Geschichtsschreibung zeigen.


Hier wird systematisch die Geschichte verfaelscht und dieses das Ergebnis dieser Geschichtsverdrehung merkt man eben leider auch manchmal hier. ich schreibe das als historisch interessierter und nicht als studierter Historiker!

Wissen Sie, haargenau diesen Satz pflege ich auch immer wieder an die deutsche Presse zu richten. Wissen Sie da gibt es ja immer wieder "Jahrestage" ! Sie sprechen mir ja so aus der Seele.

Respekt ist ein großes Wort und jeder möchte auch so groß behandelt werden.

zübeyde
06.09.06, 11:44
Und noch eins:

Das Wort "Respekt" sollte tatsächlich unter Waffenbrüdern ganz groß stehen. Das gebietet die "Ehre". Aber wissen Sie was, wenn diese Worte uns ins Gesicht geschleudert werden, dann krieg ich einen ganz dicken Hals.

Meine Wut ist nicht persönlich an Sie gerichtet, aber nehmen Sie es bitter zur Kenntnis:

Während Sie sich drumm bemühen, daß Ihre Generäle von Gallipoli ehrwürdig bedacht werden mit Bronze-Statuen, dann werden unsere Paschas und auch Kemal Atatürk hier zu Lande zu Mördern und Faschisten deklariert. Unsere Kinder - die Nachkommen der ehrwürdigen Paschas - werden in den Schulen lernen, daß ihre Ahnen "Völker vernichtet haben". Ich bitte Sie, wer verdreht hier, wer beklagt sich ?

Wir dürfen nicht einmal unsere Paschas auf Plakaten nennen. Es gibt Gesetze, die das verbieten. Ich bitte Sie, welche Waffenbrüder, welche Ehre. Wir schreiben heute 2006 ! Und so benimmt man sich unter Waffenbrüdern heute.

Und ich Ehre in meinem Land meine "türkischen" Generäle. Daß deutsche unsere Verbündeten waren, haben wir stets gelernt und sie geachtet. Sprechen Sie sich mal lieber hier für Achtung aus. Dies fehlt hier zu Lande.

Gruß

Wolf
06.09.06, 11:56
Der unausgesetzte Kampf gegen die Unpünktlichkeit, Trägheit, Verschleierung, Missbrauch der Dienstgewalt konnte schließlich nur mit dem Mittel strengster Bestrafung geführt werden.“

Hmmm..... so richtig "unglaubwürdig" klingt das ja eigentlich nicht. :(

Es gibt einen hervorragenden türkischen Roman über diese Zeit vom Schriftsteller Ilhan Selcuk "Yüzbasi Selahaddin'in romani". Ob dieser jemals übersetzt wurde, entzieht sich leider meiner Kenntnis.

In diesem Buch wird auf die Zusammenarbeit zwischen den Militärs durchaus eingegangen. Da wurde z.B. jeden Morgen ein "Fortrag" (in dieser Buchstabenkombination) gehalten. Jedoch wird auch auf arrogantes Verhalten der deutschen Offze eingegangen.

Ich weiss leider nicht, wie gut Dein Türkisch ist.

P.S. Du hast Post..... bzw gleich!

sunx1569
06.09.06, 12:17
....
Der unausgesetzte Kampf gegen die Unpünktlichkeit, Trägheit, Verschleierung, Missbrauch der Dienstgewalt konnte schließlich nur mit dem Mittel strengster Bestrafung geführt werden.
ist das nicht auch ein Beweiss dafür dass die deutschen kommandeure sogar von den Soldaten nicht ernstgenommen wurden.? :D

Komiker
06.09.06, 15:36
als interessierter Leser ohne die entsprechenden Geschichtskenntnisse kann ich mir leider kein tatsächliches Bild über die Lage zu dieser Zeit machen, d.h. ich muß alle Aussagen hier offenlassen und nicht als gesichertes Wissen ablegen, aber


ich weiß, daß die Türkei im 2. Weltkrieg nicht mithineingezogen wurde obwohl ihrer strategisch extrem wichtigen Lage, auch nicht durch einen wie Hitler, dies wiederum läßt Schlüsse zu, die das Verhältnis in dieser Zeit Teil-Definieren können.....ich schätze mal das rettete bis zu 10 Millionen Türken das Leben, wenn nicht noch mehr....

es gibt eigentlich nur einen Namen, der dieses Leid dem türkischen Volk ersparte

Atatürk

noch Fragen? :lach:

Cengizhan
06.09.06, 16:02
Ist das die Behandlung, die ein ehemaliger Verbuendeter erfahren sollte? Hier wird systematisch die Geschichte verfaelscht
Talat Pascha lässt grüssen, der hatte den deutschen respekt gegenüber verbündeten an leib und leben erfahren dürfen.

systematische geschichtsverfälschungen? welch ein dilemma, dass dies gerade von einem deutschen historiker, den türken vorgeworfen wird.

Wolf59
06.09.06, 16:16
Tja, da scheine ich je wirklich einen wunden Punkt getroffen zu haben.
Nur eines zur Erinnerung:
Liman von Sanders sagte Folgendes ueber Mustafa Kemal:
"...er ist ein verantwortungsvoller und geborener Fuehrer...er ist initiativ, kuehl und ungewoehnlich energisch. Ich traue immer auf seine Energie und Fuehrungskraft..."

Mustafa Kemal sagte ueber General Liman von Sanders:
"...er hat alle Attribute fuer einen guten General. Wir teilen nicht oft die gleiche Meinung aber wenn er Befehle erteilt, laesst er mir immer die Freiheit diese nach meinem Ideen auszufuehren..."

Wenn wir hier also den Begriff "Respekt" so strapazieren, sollten wir vielleicht auf diese beiden Offiziere hoeren und merken, dass sie sich in diesen Aussagen gegenseitig Respekt gezollt haben. Davon zu sprechen, dass Mustafa Kemal ueber Sanders wie ueber ein "Insekt" gedacht haette, ist daraus zumindest nicht zu schliessen und ich wuerde mich schon dafuer interessieren, aus welcher Quelle hier zitiert wurde.

Wolf59
06.09.06, 16:29
Und noch eins:

Das Wort "Respekt" sollte tatsächlich unter Waffenbrüdern ganz groß stehen. Das gebietet die "Ehre". Aber wissen Sie was, wenn diese Worte uns ins Gesicht geschleudert werden, dann krieg ich einen ganz dicken Hals.

Meine Wut ist nicht persönlich an Sie gerichtet, aber nehmen Sie es bitter zur Kenntnis:

Während Sie sich drumm bemühen, daß Ihre Generäle von Gallipoli ehrwürdig bedacht werden mit Bronze-Statuen, dann werden unsere Paschas und auch Kemal Atatürk hier zu Lande zu Mördern und Faschisten deklariert. Unsere Kinder - die Nachkommen der ehrwürdigen Paschas - werden in den Schulen lernen, daß ihre Ahnen "Völker vernichtet haben". Ich bitte Sie, wer verdreht hier, wer beklagt sich ?

Wir dürfen nicht einmal unsere Paschas auf Plakaten nennen. Es gibt Gesetze, die das verbieten. Ich bitte Sie, welche Waffenbrüder, welche Ehre. Wir schreiben heute 2006 ! Und so benimmt man sich unter Waffenbrüdern heute.

Und ich Ehre in meinem Land meine "türkischen" Generäle. Daß deutsche unsere Verbündeten waren, haben wir stets gelernt und sie geachtet. Sprechen Sie sich mal lieber hier für Achtung aus. Dies fehlt hier zu Lande.

Gruß

Ich vermute, dass Sie in Deutschland leben und die Diskussion um die Armenier meinen, oder sehe ich das falsch. Hier in der Tuerkei zumindest wird das tuerkische Militaer hoch geehrt und braucht sich keineswegs fuer irgendetwas zu schaemen. Was auch immer frueher passiert ist - wir haben heute kaum das recht einen moralischen Spiegel vorzuhalten - wer weiss, was wir damals gemacht haette.
Aber das eine Unrecht rechtfertigt einen voellig anderen Fehler nicht.
Ausserdem habe ich nirgendwo gefordert, dass deutsche Generale in Bronze gegossen hier ausgestellt werden. Ich denke nur, dass es angemessen waere, zumindest irgendwo zu erwaehnen, wie viele Deutsche Seite an Seite mit den tuerkischen Truppen gekaempft haben und gemeinsam gefallen sind. Von rund 500 deutschen Beteiligten bei den Kaempfen in Gallipoli gab es fast 300, die gefallen, verwundet oder erkrankt sind und somit als Verluste gezaehlt werden.

Wenn ich alljaehrlich in unserem Stab am 18. Maerz im Rahmen der Gedenkfeierlichkeiten meinen Kurzvortrag ueber die Beteiligung der Deutschen halte, erlebe ich jedes Mal, dass mir tuerkische Offiziere sagen, dass sie das noch nie gehoert haetten. Sorry, die Geschichtsunterrichtung in der Tuerkei ist nicht nur in dieser Hinsicht einseitig.
Mir ist auch nicht wichtig, dass dieser Umstand von jedem Kind gewusst wird. In Deutschland weiss ohnehin kaum jemand was mit dem Begriff Gallipoli anzufangen - die tuerkischen Mitbuerger mal ausgeschlossen. Aber wenn es schon Museen und Gedenkstaetten gibt, sollten die schon ehrlich mit der geschichte umgehen.
Und zu guter Letzt muss ich noch eine deutliche Lanze fuer die deutsche Geschichtsehrlichkeit brechen. Ich moechte mal das Land sehen, dass derart schonungslos und offen mit seiner Geschichte umgeht wie Deutschland. Zu behaupten, dass in Deutschland offizielle Geschichtsfaelschung vorgenommen wird, ist absoluter Unfug. dass es immer Einzelne gibt, die die Geschichte nicht akzeptieren wollen iwie sie nunmal war, ist deren Geisteszustand zuzuschreiben aber nicht Deutschland.

deryatulga
06.09.06, 16:30
[quote=Wolf59; Die tuerkische Armee war nach dem Balkankrieg ein Truemmerhaufen und wurde erst durch die Hilfe der Militaermission wieder einigermassen aufgepaeppelt.

[/quote]

Zunächst zu dieser unseligen Insektendiskussion: Mustafa Kemal war ein Positivist, ein Pragmatiker, aber dennoch ein überaus höflicher Mensch. Sein Wortschatz verrät niemals derartige pubärtere Ausfälle.

Die neueste Geschichtverdrehung, die die Dardanellenschlacht betrifft, ist politisch bedingt. Ich brauche hier solche Reaktionen nicht auf den Grund zu gehen, sie sind nicht nur peinlich, sondern im Endeffekt nutzlos, gar schädlich. Sie unterminieren nämlich an viel wichtigeren Ecken die Glaubwürdigkeit.

Ihre Behauptung, die Türken hätten ohne die Deutschen, die Schlacht in Gallipoli verloren, ist mit Verlaub nichts anders als hehre Spekulation. So gesehen, darf ich sagen, wenn statt Deutschen, die Engländer dabei behilflich gewesen wären, hätten die türkischen Verluste nicht einmal die Hälfte der tatsächlichen Zahl betragen.

Sie vergessen wohl, dass bereits 1911 die italienische Marine an diesen Befestigungen gescheitert war. 1912 hat die nicht zu vernachlässigende griechische Marine es nicht einmal versucht, die Durchfahrt zu forcieren.
Es bleibt dann die Landoperation: Bei aller Dankbarkeit bei Namen wie Wimmer und Kannengiesser, haben die Deutschen hier weder taaktisch noch strategisch die Welt bewegt. Mir genügt eigentlich die Bewertung von Liman von Sanders, er mag ein schlechter Truppenkommandeur gewesen sein, ein Ehrenmann blieb er immer. Ich fragte mich rein spekulativ, was wäre denn eigentlich, wenn an seiner Stelle Falkenhayn fungiert hätte? In der Wahrheit wollte man ihn mit Lossow ersetzen, das wäre wirklich eine Riesenkatastrophe.

Die Militärmission kam in die Türkei nicht als Heilsarmee. Deren Angehörige wurden bestens bezahlt und bekamen höhere Dienstgrade. Dafür waren sie eine Gegenleistung schuldig. Sie können mir glauben, dass darunter auch genügend beschämende Figuren und absolute Nieten die Runde machten.

So einen arroganten Affen wie Souchon hätte ich sogar nicht respektiert. Dass er mit seiner Vermutung daneben lag ist köstlich. Meine Frage ist, wie konnte er sich bereits Ende 1914 auf die Befestigungen mit solcher Inbrust verlassen? Einiges muss schon vorhanden gewesen sein, oder? Wenn ich feststellen muss, wie Sie so ein Liman Bewunderer sind, frage ich mich, ob Sie mindestens "Anatomie einer Militärhilfe" von Wallach gelesen hätten. Liman war in den Augen des deutschen Generalstabes keine Leuchte und wurde entsprechend kritisiert. Betreiben Sie jetzt nicht selbst Geschichtsklitterung?

Wehrles Einsatz der Feldartillerie gegen Schiffe war revolutionär, mindestens war er nicht sehr gewöhnlich. Dass die türkischen Soldaten sehr schnell lernen konnten, bewiesen sie am 18 März oder bei anderen Gelegenheiten. Und wenn Liman nach 2 Jahren Dienst immer noch nicht kapierte, dass die osmanische Armee keine preussische war, war er allein deshalb als Truppenführer untauglich.

"Alle deutschen Begriffe von der Selbständigkeit der Unterführer" wären auch in vielen europäischen Armeen dahingeschmolzen. Die Franzosen verloren 1870 nicht zuletzt deshalb und 1914 waren sie meilenweit entfernt solche Defizite auszugleichen. Im Infanteriebereich hätte Wehrle mucksmäuschen Still sein müssen, denn die Landung selbst wurde von den Leutnants abwärts gehalten, öfters von Sergeanten, kein Unteroffizier wohlbemerkt, wie Yahya Cavus. Wie der türkische Soldat improvisieren konnte, bewies er vorher in Tripolis gegen die Italiener. So einfach wie Sie es haben wollen, war die Geschichte nicht.

Es ist nicht schön und eines Soldaten nicht würdig, die Waffenbrüder von damals wegen politischer Berechnungen der Gegenwart einfach zu ignorieren. Das hat übrigens auch keinen Sinn, denn der türkische Historiker ist auch in diesem glorreichen Bereich eine Lusche. Wer etwas darüber lernen will, muss zum Feind überlaufen. Leider!

Was Kriegsgräber anbelangt, denke ich, dass es die Aufgabe Deutschlands ist. Ich erzählte bereits, wie wir bis vor kurzem mit unseren eigenen Gefallenen umgesprungen sind. Wer an seine eigenen Kinder jahrelang nicht gedacht hat, tut dies mit fremden Völkern schon gar nicht.

Cengizhan
06.09.06, 16:56
Talat Pasa
und das gerichtsverfahren? in wie weit war es seriös?
oder wie herr wolf betonte, wurde in dem prozess, talat pascha den gebührten respekt gezollt?

@insekt
die bezeichnung "Insekt" bezüglich Liman v. Sanders war die persönliche meinung des users sirvictor.

@
welche unbestreitbaren erfolge und nur seinem können zu danken, hatte liman v. sanders zu verbuchen?


behaupten, dass in Deutschland offizielle Geschichtsfaelschung vorgenommen wird, ist absoluter Unfug. dass es immer Einzelne onun icinmi alman meclisine belirli kisiler tarafindan tarihi olaylari tam yansitmayan tasarilar getirilmek istenilmektedir. meclisi bireylerimi yoksa alman halki dolayisiyla devletinimi temsil eder.

deryatulga
06.09.06, 17:06
und das gerichtsverfahren? inwie weit war es seriös?
oder wie herr wolf betonte, wurde in dem prozess, talat pascha den gebührten respekt gezollt?

@insekt
die bezeichnung "Insekt" bezüglich Liman v. Sanders war die persönliche meinung des users sirvictor.

@
welche unbestreitbaren erfolge und nur seinem können zu danken, hatte liman v. sanders zu verbuchen?

Das Gerichtsverfahren war von A-Z seriös und eines Rechtsstattes würdig.
In einem Mordprozess wird einem Opfer immer Respekt gezollt, so geschah es auch mit Talat Pasa. Man hätte aber wegen dieses Respektes das Recht auf die Verteidigung des Mörders nicht beschränken dürfen. Man tat dies sogar insofern, dass man die Verlängerung der armenischen Propaganda im Gerichtssaal nicht zuliess. Wohlgemerkt, Talas Pasa wurde nicht aus Rachegelüsten ermordet, sondern nur zur Eroberung des Gerichtssaals als Propagandaplattform.

zübeyde
06.09.06, 17:08
Tja, da scheine ich je wirklich einen wunden Punkt getroffen zu haben.
Nur eines zur Erinnerung:
Liman von Sanders sagte Folgendes ueber Mustafa Kemal:
"...er ist ein verantwortungsvoller und geborener Fuehrer...er ist initiativ, kuehl und ungewoehnlich energisch. Ich traue immer auf seine Energie und Fuehrungskraft..."

Mustafa Kemal sagte ueber General Liman von Sanders:
"...er hat alle Attribute fuer einen guten General. Wir teilen nicht oft die gleiche Meinung aber wenn er Befehle erteilt, laesst er mir immer die Freiheit diese nach meinem Ideen auszufuehren..."

Wenn wir hier also den Begriff "Respekt" so strapazieren, sollten wir vielleicht auf diese beiden Offiziere hoeren und merken, dass sie sich in diesen Aussagen gegenseitig Respekt gezollt haben. Davon zu sprechen, dass Mustafa Kemal ueber Sanders wie ueber ein "Insekt" gedacht haette, ist daraus zumindest nicht zu schliessen und ich wuerde mich schon dafuer interessieren, aus welcher Quelle hier zitiert wurde.


Nein, Sie haben keinen wunden Punkt getroffen. Es gibt auch keinen "wunden Punkt". Unverständnis eher.

1) Sie stellen sich vor, als einen bei der türkischen Armee Dienst tuenden deutschen Staatsangehörigen.

- Das fand ich toll und interessant und hab mich auf Ihre Beiträge gefreut über geschichtliche Ereignisse etc.

2)Sie hätten Zugang zu Archiven und hätten bereits viel an Sammlung und würden darüber erst berichten, wenn Ihr Dienst dort zu Ende wäre. Vorher nicht, naja wir sollten diesen Umstand halt verstehen.

- Und warum ? habe ich mich da gefragt ? Aber keine Antwort.

3)Sie sprechen die gefallenen deutschen Soldaten an, das respektvolle Miteinander etc., wollen aber uns über unsere "Geschichtsfehler" und "Manipulationen" belehren. Sie kündigen an, daß sich da manch einer wundern würde.

Das mocht ich nicht. Was bringen Sie da miteinander zusammen und wen wollen Sie belehren ?

..............

1) Ich freue mich, daß Sie in der Türkei Ihren Dienst leisten.

2) Freue mich, daß Sie sich für einen Teil unserer gemeinsamen Geschichte sich interessieren und Zugang zu Archiven haben.
Verstehe aber Ihre "Vorankündigungen" nicht.

3)Kann Ihren Unmut bezüglich Gräber, Andenken verstehen. Ich würde auch fragen, wenn ich Sie wäre. Mir sind Andenken und Gedenken sehr wichtig, ob türkischer Soldat oder ein in der Türkei gefallener fremder Soldat.

Nur "Ihren Zeigefinger" auf unsere Geschichtsschreibung kann ich nicht akzeptieren. Belehrungen und Vorwürfe über unsere Geschichte will ich und werde ich so nicht akzeptieren.

Ist es nicht besser, Wissen auszutauschen, anstatt den anderen "Manipulation" und "falsche Geschichtsschreibung" vorzuwerfen ? Deshalb kann ich dann, wenn Sie so auftreten, Ihr Anliegen nicht ernst nehmen, obwohl ich das gerne tun würde. Nur ich weiß nicht, was Ihnen eigentlich wichtiger ist. Ihre Soldatengräber oder unsere eigene türkische Geschichtsbetrachtung ?

Man sollte sich da doch auf Augenhöhe begegnen.

Die deutschen Kommandeure gaben einem türkischen Mustafa Kemal "Befehle". Da fängt also unser Verhältnis an ? Nun, dann war der Umstand so, wie sie war. Und warum der Umstand so war, darüber können wir gerne weiter diskutieren.

Daß Sir Victor den Begriff "Insekt" benutzt hat, können Sie eigentlich nur verstehen, wenn Sie die Bedeutung im türkischen verstehen. Mit Insekt meint man wohl eher eine Mücke, also eine "leicht zu bewältigende Sache". Er hat ihn sicher nicht als einen "Ungeziefer" oder so beschreiben wollen. Er meinte eher " was war das denn schon für Mustafa Kemal, halt nur eine "einfache Sache". Das ist das, was ich sinngemäß daraus entnahm. Aber er wird Ihnen sicher noch selber antworten. Ich wollt nur mein Verständnis über diesen Begriff in diesem speziellen Zusammenhang erklären.

Wenn es um die gefallenen Soldaten geht, und um eine friedliche Ruhestätte, so kann ich Sie verstehen. Da können Sie sicherlich sich dafür einsetzen. Hätt ich auch gemacht.

Nur überlassen Sie mir, wen ich in meiner Geschichte ehre und wessen Namen ich hochhalte.

Sie haben Ihre Geschichte, ich habe meine. Und wie ich die damaligen Zustände für mich bewerte, bleibt auch mir überlassen.

Ich kenne in meiner Geschichte den einen General, der so manch einen Befehl auführte, aber wußte, wohin die Türkei ging. Die Gedanken sind ja frei. Und er wußte tatsächlich wo die Reise ging, und wie die Geschichte zum Schluß geschrieben werden würde. Mustafa Kemal kannte sein Volk, "das Volk der Türken". Er war einer aus ihen. Vielleicht doch einige Unterschiede, die nicht nur eine Kriegstaktik ausmachen, sondern noch vielmehr. Wir habens ja gesehen, nicht wahr ?

Mein großes Respekt für die gefallenen deutschen Soldaten und mein Respekt gegenüber den damaligen deutschen Kommandeuren. Aber dann auch der Punkt hier.

Gruß

Wolf59
06.09.06, 17:17
Nein, Sie haben keinen wunden Punkt getroffen. Es gibt auch keinen "wunden Punkt". Unverständnis eher.

1) Sie stellen sich vor, als einen bei der türkischen Armee Dienst tuenden deutschen Staatsangehörigen.

- Das fand ich toll und interessant und hab mich auf Ihre Beiträge gefreut über geschichtliche Ereignisse etc.

2)Sie hätten Zugang zu Archiven und hätten bereits viel an Sammlung und würden darüber erst berichten, wenn Ihr Dienst dort zu Ende wäre. Vorher nicht, naja wir sollten diesen Umstand halt verstehen.

- Und warum ? habe ich mich da gefragt ? Aber keine Antwort.

3)Sie sprechen die gefallenen deutschen Soldaten an, das respektvolle Miteinander etc., wollen aber uns über unsere "Geschichtsfehler" und "Manipulationen" belehren. Sie kündigen an, daß sich da manch einer wundern würde.

Das mocht ich nicht. Was bringen Sie da miteinander zusammen und wen wollen Sie belehren ?

..............

1) Ich freue mich, daß Sie in der Türkei Ihren Dienst leisten.

2) Freue mich, daß Sie sich für einen Teil unserer gemeinsamen Geschichte sich interessieren und Zugang zu Archiven haben.
Verstehe aber Ihre "Vorankündigungen" nicht.

3)Kann Ihren Unmut bezüglich Gräber, Andenken verstehen. Ich würde auch fragen, wenn ich Sie wäre. Mir sind Andenken und Gedenken sehr wichtig, ob türkischer Soldat oder ein in der Türkei gefallener fremder Soldat.

Nur "Ihren Zeigefinger" auf unsere Geschichtsschreibung kann ich nicht akzeptieren. Belehrungen und Vorwürfe über unsere Geschichte will ich und werde ich so nicht akzeptieren.

Ist es nicht besser, Wissen auszutauschen, anstatt den anderen "Manipulation" und "falsche Geschichtsschreibung" vorzuwerfen ? Deshalb kann ich dann, wenn Sie so auftreten, Ihr Anliegen nicht ernst nehmen, obwohl ich das gerne tun würde. Nur ich weiß nicht, was Ihnen eigentlich wichtiger ist. Ihre Soldatengräber oder unsere eigene türkische Geschichtsbetrachtung ?

Man sollte sich da doch auf Augenhöhe begegnen.

Die deutschen Kommandeure gaben einem türkischen Mustafa Kemal "Befehle". Da fängt also unser Verhältnis an ? Nun, dann war der Umstand so, wie sie war. Und warum der Umstand so war, darüber können wir gerne weiter diskutieren.

Daß Sir Victor den Begriff "Insekt" benutzt hat, können Sie eigentlich nur verstehen, wenn Sie die Bedeutung im türkischen verstehen. Mit Insekt meint man wohl eher eine Mücke, also eine "leicht zu bewältigende Sache". Er hat ihn sicher nicht als einen "Ungeziefer" oder so beschreiben wollen. Er meinte eher " was war das denn schon für Mustafa Kemal, halt nur eine "einfache Sache". Das ist das, was ich sinngemäß daraus entnahm. Aber er wird Ihnen sicher noch selber antworten. Ich wollt nur mein Verständnis über diesen Begriff in diesem speziellen Zusammenhang erklären.

Wenn es um die gefallenen Soldaten geht, und um eine friedliche Ruhestätte, so kann ich Sie verstehen. Da können Sie sicherlich sich dafür einsetzen. Hätt ich auch gemacht.

Nur überlassen Sie mir, wen ich in meiner Geschichte ehre und wessen Namen ich hochhalte.

Sie haben Ihre Geschichte, ich habe meine. Und wie ich die damaligen Zustände für mich bewerte, bleibt auch mir überlassen.

Ich kenne in meiner Geschichte den einen General, der so manch einen Befehl auführte, aber wußte, wohin die Türkei ging. Die Gedanken sind ja frei. Und er wußte tatsächlich wo die Reise ging, und wie die Geschichte zum Schluß geschrieben werden würde. Mustafa Kemal kannte sein Volk, "das Volk der Türken". Er war einer aus ihen. Vielleicht doch einige Unterschiede, die nicht nur eine Kriegstaktik ausmachen, sondern noch vielmehr. Wir habens ja gesehen, nicht wahr ?

Mein großes Respekt für die gefallenen deutschen Soldaten und mein Respekt gegenüber den damaligen deutschen Kommandeuren. Aber dann auch der Punkt hier.

Gruß


Sorry, wenn ich belehrend geklungen habe oder gar gedroht haben sollte. Niemand wird sich ueber irgendetwas wundern - ich kenne keine Geheimnisse, die andere nicht auch kennen. Und ich sehe es genauso wie Sie, dass man alles auf den Tisch legen sollte und dann darueber offen sprechen.
Die Antwort auf Ihre Frage nach einer Geschichtsklaerung nach meiner Dienstzeit, bei ich mir nicht klar war, das sie nicht offen war, ist wie folgt:
Es gibt einfach Dinge, von denen man hier in der Tuerkei nicht sprechen sollte. Es hilft niemanden oder man kommt ins Rampenlicht. Wenn ein Orhan Pamuk meint, dass es wichtig und richtig ist, darueber zu schreiben, soll er es tun. Ich aber lebe und arbeite mit tuerkischen Kameraden zusammen, die Respekt vor ihren Gefuehlen und Geschichte haben. Die moechte ich wahren und daher tut es mir besonders leid, dass ich von Ihnen so missverstanden worden bin. Sorry - keine Belehrung. Trotzdem seien mir aber Beobachtungen, die ich mache, erlaubt.
Im uebrigen Dank fuer die Erlaeuterung mit dem Insekt und der Muecke. Ich war aber auch nicht persoenlich angefasst deswegen, sondern es ging mir mehr um den Stil der verbalen Auseinandersetzung.

Wolf59
06.09.06, 17:22
[QUOTE=deryatulga;212374]Zunächst zu dieser unseligen Insektendiskussion: Mustafa Kemal war ein Positivist, ein Pragmatiker, aber dennoch ein überaus höflicher Mensch. Sein Wortschatz verrät niemals derartige pubärtere Ausfälle.

Ich gebe Ihen wieder einmal in fast allen Punkten Recht. Ich hatte allerdings gehofft mich unmissverstaendlich ausgedrueckt zu haben. Ich wollte und will keine deutschen Heldentaten beschwoeren, sondern nur eine kleine Facette der Geschichte geraderuecken.

Natuerlich habe ich Wallachs Werk ausgiebig studiert und ich gebe gerne zu, dass es viele Absahner und Unfaehige in den Reihen der deutschen Offiziere gab. Es zog immer mehr Abenteurer nach der Tuerkei und selbst von Sanders kritisierte diesen Umstand deutlich.
Mühlmann meinte, man hätte mit der Entsendung so zahlreicher deutscher Offiziere „des Guten zu viel getan“. Er sagte ganz unverblümt, dass „...bei dem was auf dem Spiel stand“, nämlich der »Ausbau der deutschen Machtstellung auf allen Gebieten« im Nahen Orient, man nicht sorgfältig genug hätte sein können bei der Auswahl der deutschen Offiziere. Wenn die Achtung vor der Persönlichkeit des deutschen Offiziers verloren ginge, meinte Mühlmann, dann bliebe auch seiner Tätigkeit der Erfolg versagt. Im türkischen Offizierskorps hätte sich eine steigende Missstimmung gegen die „Überflutung“ durch deutsche Offiziere bemerkbar gemacht. Tüchtige türkische Offiziere fühlten sich in ihrem Vorwärtskommen benachteiligt. Nicht immer wurde von den Deutschen der Beweis erbracht, dass sie es besser machten als die Türken.
Als einer der Gründe für die Spannungen zwischen Deutschen und Türken während des Krieges erkannte Mühlmann die „falsche Grundlage der gemeinsamen Arbeit“ und meinte damit, dass der für friedliche Zeiten gedachte Vertrag der Militärmission nicht für die Verhältnisse des Krieges passte. Je mehr sich im Kriegsverlauf das türkische National- und Selbstbewusstsein hob, „um so drückender wurden die Vertragsfesseln empfunden“, dessen Anpassung an die veränderten Umstände Liman von Sanders sich energisch widersetzte. Türkische Offiziere mussten es hart empfinden, dass eine Anzahl deutscher Stabsoffiziere 1915 und in den Folgejahren türkische Divisions- und Korpskommandeure wurden.
Ich denke, dass Kannengiesser es aus seiner Sicht treffend beschreibt:
„Die so zahlreich im Laufe des Krieges eintreffenden Deutschen hätten vorher entsprechend belehrt werden müssen. So schadeten sie der Sache und sich selber sehr häufig dadurch, dass sie in falsch verstandenem Schneid und Eifer glaubten, türkische Offiziere und Mannschaften nach deutschem Schema behandeln zu müssen. Es ist ein großer Fehler anzunehmen, dass deutscher Maßstab und deutsche Anordnungen ohne weiteres auf türkische Verhältnisse übertragen werden können.“

Das Souchon ein arroganter Mann war – vielleicht – aber man muss sehen, dass er aus der damailigen Sicht und deutschen Interessenlage sehr erfolgreich war. Er hat sicher massgeblichen Anteil am provozierten Kriegseintritt der Tuerkei. Allerdings war es die unguenstige Konstellation von ihm, Botschafter von Wangenheim, der ebenfalls von diesem gedanken wie bessessen war, sowei Enver Pascha. Enver verfolgte seine eigenen Machtinteressen, war eher ein Hoefling von Wilhelm II. und tat seinem Land keine guten Dienste. Die anderen Mitwisser des politischen Coup, sei es Talat oder Cemal Pascha, versuchten im nachhinein die Mitschuld abzustreiten aber aus heutiger Sicht steckten sie mit unter der Decke der Kriegstreiber.
Die deutschen Offiziere kamen allesamt aus dem preussischen Militarismus und hatten den frischen Wind des Imperialismusses in ihren geistigen Segeln. Erst China, Afrika und nun die Tuerkei – ist doch verstaendlich, dass sich dann derartiger Groessenwahnsinn oder zumindest Ueberheblichkeit entwickelt. Wir koennen das heute nicht verstehen aber damals war es leider normal. Wer nicht gedient hatte in Deutschland, stand im gesellschaftlichen Abseits.

Wie auch immer, ich moechte auf jeden Fall sagen, wie sehr ich diese Diskussion hier schaetze. Sie ist offen aber nicht beleidigend und jeder kann dabei lernen. Genau das habe ich mir davon erhofft.

zübeyde
06.09.06, 17:32
Sorry, wenn ich belehrend geklungen habe oder gar gedroht haben sollte. Niemand wird sich ueber irgendetwas wundern - ich kenne keine Geheimnisse, die andere nicht auch kennen. Und ich sehe es genauso wie Sie, dass man alles auf den Tisch legen sollte und dann darueber offen sprechen.
Die Antwort auf Ihre Frage nach einer geschichtsklaerung nach meiner Dienstzeit, bei ich mir nicht klar war, das sie nicht offen war, ist wie folgt:
Es gibt einfach Dinge, von denen man hier in der Tuerkei nicht sprechen sollte. Es hilft niemanden oder man kommt ins Rampenlicht. Wenn ein Orhan Pamuk meint, dass es wichtig und richtig ist, darueber zu schreiben, soll er es tun. Aber lebe und arbeite mit tuerkischen Kameraden zusammen, die Respekt vor ihren gefuehlen und Geschichte haben. Die moechte ich wahren und daher tut es mir besonders leid, dass ich von Ihnen so missverstanden worden bin. Sorry - keine Belehrung. Trotzdem seien mir aber Beobachtungen, die ich mache erlaubt.



Freue mich über Ihre Klarstellung. Wie gesagt, es gibt hier bei der Betrachtung unserer Geschichte nur die eine Haltung zu wahren "auf Augenhöhe". Anders werden wir sicher uns nur mißverstehen. Das wird Ihrem Anliegen auch nicht dienen.

Mit dem Wort "Respekt", wenn sie auch so gemeint ist, werden wir sicher noch sehr gute Diskussionen haben. Nur meine Einstellung dazu haben Sie und ich habe Sie auch verstanden.

Ihre Beobachtungen aus der Türkei sind mir sehr willkommen. Vielleicht können wir diese ja austauschen. Ja, denn ich lebe hier in Deutschland.

Was Orhan Pamuk angeht, da sprechen Sie etwas an, worüber die ganze Welt spricht. Über seine Vorwürfe ja ebenfalls. Er hat sich gut vermarktet. Denn auch meine Großmutter pflegte zu sagen, daß in unserer Türkei tausende von Menschen umkamen. Orhan Pamuk ist nicht der Erste.
Allerdings hat Orhan Pamuk nicht noch andere Umstände genannt, die meine Großmutter immer noch dazu erzählte. Meine Großmutter wurde auch nicht berühmt.

Wissen Sie ich kann in Deutschland auch nicht immer alles erzählen, wie ich will. Zumeist ist es nicht willkommen, oder keiner hört zu, oder man wird durch den Wolf gejagt.

Auf weitere gute Gespräche "mit gegenseitigem Respekt" auf jeden Fall.

Gruß

zübeyde
06.09.06, 17:43
[quote]Ich vermute, dass Sie in Deutschland leben und die Diskussion um die Armenier meinen, oder sehe ich das falsch. Nein, beides richtig.


Hier in der Tuerkei zumindest wird das tuerkische Militaer hoch geehrt und braucht sich keineswegs fuer irgendetwas zu schaemen.
Stimmt. So sehe ich das auch.


Was auch immer frueher passiert ist - wir haben heute kaum das recht einen moralischen Spiegel vorzuhalten - wer weiss, was wir damals gemacht haette. Auch da stimme ich Ihnen zu. Nur muß man darüber sprechen, was wir denn gemacht haben sollen ? Was die Deutschen damals gemacht hätten, möchte ich gar nicht als Frage stellen. Mir geht es nur um die Beurteilung meiner Geschichte von "Außen".


Aber das eine Unrecht rechtfertigt einen voellig anderen Fehler nicht. Das ist mir zu unklar. Was meinen Sie mit diesen ganzen "Unrechten" ?


Ich denke nur, dass es angemessen waere, zumindest irgendwo zu erwaehnen, wie viele Deutsche Seite an Seite mit den tuerkischen Truppen gekaempft haben und gemeinsam gefallen sind. Von rund 500 deutschen Beteiligten bei den Kaempfen in Gallipoli gab es fast 300, die gefallen, verwundet oder erkrankt sind und somit als Verluste gezaehlt werden. Stimme Ihnen auch hier zu. Ich habe großen Respekt vor gefallenen Soldaten. Und noch eine große Bedeutung kommt dem zu, wenn diese in meinem Land gefallen sind.

Was sind Ihre Bemühungen diesbezüglich auch Richtung Heimat ?


Mir ist auch nicht wichtig, dass dieser Umstand von jedem Kind gewusst wird. In Deutschland weiss ohnehin kaum jemand was mit dem Begriff Gallipoli anzufangen - die tuerkischen Mitbuerger mal ausgeschlossen. Aber wenn es schon Museen und Gedenkstaetten gibt, sollten die schon ehrlich mit der geschichte umgehen.

Jedes Land ist verpflichtet, mit seiner Geschichte ehrlich umzugehen. Ich würde mir z.B. wünschen, daß Mustafa Kemal Atatürk auch hier gewürdigt wird.


Und zu guter Letzt muss ich noch eine deutliche Lanze fuer die deutsche Geschichtsehrlichkeit brechen. Ich moechte mal das Land sehen, dass derart schonungslos und offen mit seiner Geschichte umgeht wie Deutschland. Ja und mit Geschichte anderer Völker auch ?Sind Sie sich da ganz sicher ?

Wolf59
06.09.06, 17:45
Wenn ich Deutschland von hier betrachte, wird mir manchmal ganz anders und ich moechte nicht mehr zurueck. Manchmal schaeme ich mich fuer die Arroganz und das Besserwissen der typischen Stammtisch-Deutschen aber leider auch so mancher "gebildeter" Individuen. Was kennen sie schon von der Tuerkei und dem Islam - nichts ausser Vorurteilen und dem eigenen kleinen Blickfeld. Vielleicht koennen sie nichts dafuer aber peinlich ist es schon. Da hilft nur Aufklaerung und soviele Deutsche in die Tuerkei einladen, wie man schafft - dann wird es vielleicht besser.
Da verstehe ich, dass Sie manchmal Scheu haben Ihre Meinung offen zu sagen.

zübeyde
06.09.06, 17:50
Wenn ich Deutschland von hier betrachte, wird mir manchmal ganz anders und ich moechte nicht mehr zurueck. Manchmal schaeme ich mich fuer die Arroganz und das Besserwissen der typischen Stammtisch-Deutschen aber leider auch so mancher "gebildeter" Individuen. Was kennen sie schon von der Tuerkei und dem Islam - nichts ausser Vorurteilen und dem eigenen kleinen Blickfeld. Vielleicht koennen sie nichts dafuer aber peinlich ist es schon. Da hilft nur Aufklaerung und soviele Deutsche in die Tuerkei einladen, wie man schafft - dann wird es vielleicht besser.
Da verstehe ich, dass Sie manchmal Scheu haben Ihre Meinung offen zu sagen.


Tja, dann kommt ja viel Aufgabe auf Sie zu.
Ich sag ja, mit gegenseitigem Verständnis und Respekt könnte es vielleicht klappen.

*** kommen Sie nicht zurück. In der Türkei ists ja auch sehr schön. Lesen Sie lieber Deutschland aus den Federn ihrer Dichter und Denker, dann sind Sie vielleicht näher drann :hallo;***

Wolf59
06.09.06, 17:51
Ich meine damit, dass wenn zum Beispiel Deutschland damals falsch und unfair gehandelt hat es nicht rechtfertigt, die grundsaetzliche Beteiligung zu leugnen. Sozusagen: Ihr habt was falsch gemacht und nunzahlen wir es euch damit heim. Ich galube jedoch nicht, dass hier in der Tuerkei bewusst so gedacht und gehandelt wird. Es ist mehr das grosse Licht auf Atatuerk, bei dem eben nicht viel fuer anderes uebrigbleibt.

Ich meine natuerlich die eigene deutsche Geschichtsschreibung. Ob wir in Deutschland alles genau ueber andere Laender wissen, wage ich zu bezweifeln, da gebe ich Ihnen absolut Recht.

zübeyde
06.09.06, 17:57
[QUOTE]Ich meine damit, dass wenn zum Beispiel Deutschland damals falsch und unfair gehandelt hat es nicht rechtfertigt, die grundsaetzliche Beteiligung zu leugnen. Sozusagen: Ihr habt was falsch gemacht und nunzahlen wir es euch damit heim.

Ich ging nur paar Jahre in der Türkei zur Schule. Danach nahm ich meine Geschichtsbücher mit hierher. Und darüberhinaus: Ich sprach ja schon von meiner Großmutter, also warum nicht auch von meinem Großvater. Und wissen Sie, der hat mir soviel über Deutsche und Waffenbrüder erzählt, daß ich schon nicht mehr hinhören konnte. Also verschwiegen wird hier bestimmt nix.


Ich galube jedoch nicht, dass hier in der Tuerkei bewusst so gedacht und gehandelt wird.
Das denke ich sicher nicht.


Es ist mehr das grosse Licht auf Atatuerk, bei dem eben nicht viel fuer anderes uebrigbleibt.
Das können Sie sicher nachvollziehen.
In Ihren Geschichtsbüchern in Deutschland finden Sie auch nur paar Zeilen über unsere gemeinsame kurze Geschichte.


Ich meine natuerlich die eigene deutsche Geschichtsschreibung. Ob wir in Deutschland alles genau ueber andere Laender wissen, wage ich zu bezweifeln, da gebe ich Ihnen absolut Recht.
Das ist doch wirklich so.
Mit Geschichtswissen wird es hier immer dürftiger. Was glauben Sie, wer interessiert sich noch dafür ? Seit der Maueröffnung ist das politische Interesse immer weniger, geschichtliches so wieso. Ob Absicht oder Vernachlässigung, weiß ich auch nicht.

Kemal1
06.09.06, 19:31
<img src=&quot;http://i2.photobucket.com/albums/y47/basbug/ascn-sav2.jpg&quot;




Stolzer Oskar, dat kann doch kein Sch..n lesen, kerl!

saradeth
13.01.08, 22:17
@Wolf59
in der Offiziersliste ist der Bruder meines Großvaters, Max Saradeth.
Hast Du Infos über seine Tätigkeit und vielleicht auch ein Foto von ihm?
Grüße aus München, Mark

Der Schakal
10.11.08, 16:17
Der Enkel von L. van Sanders ist Rechtsanwalt in New York und ist Istanbul- und Türkei-Fan.

Vor Jahren habe ich neben meinem Studium als Cocktailmixer in Bonn in einem Hotel gearbeitet. Da sass er an der Bar und hatte mit einem Kollegen über die Schönheiten der Türkei geredet. Da habe ich ihn gefragt, woher er denn die Türkei und die Geschichte so gut kennt.

Da sagte er: Der Name wird Ihnen zwar nichts sagen, aber ich bin der Enkel von Liman van Sanders. :-O :-O :-O

Mehr!