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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gibt es Zwang im ISLAM?



yanlizkurt
21.02.06, 00:58
Der Vorsitzende des Presseverbandes und Chefredakteur der HÜRRIYET Zeitung Herr Oktay Eks i behauptet in seinem Artikel vom 15. Dezember 1995, daß es im Islam Zwang und Nötigung gibt und bezieht sich dabei auf folgende Quelle:

Der Text stammt aus der 43. Ausgabe der YENI GÜNDEM Zeitung Seite 16-17 und ist von Abdurrahman Dilipak geschrieben. Er wurde dem Buch:“ Kann der Islam Antwort auf unser Jahrhundert geben?“ von Sever Tanilli, Seite 210 entnommen.

Der Text lautet folgendermaßen:

„Der Islam ist mit Demokratie, Liberalismus und Rationalismus nicht zu erklären. Der Islam ist weder demokratisch noch rationalistisch. Der Islam hat seine eigenen Werte und Masse..

In der Religion gibt es keinen Zwang, aber im Islam ist er vorhanden. Wenn ein Mensch dieses Abkommen unterschrieben hat (also den islamischen Glauben angenommen hat) und sich nicht an die Gebote hält, wird er bestraft.. Zum Beispiel darf eine moslemische Frau nicht mit unbedecktem Kopf herumlaufen, du wirst sie ansonsten nehmen und bestrafen müssen.

Ein Mensch, der sich als Moslem bezeichnet, darf während der Fastenzeit nicht essen. Jeder Jugendliche, der das 18. Lebensjahr erreicht, also volljährig wird kann aus der Religion austreten. Verläßt der Mensch aber nach Ablauf dieser Frist die Religion, so wird er getötet!“

Greyson
21.02.06, 01:30
Der Vorsitzende des Presseverbandes und Chefredakteur der HÜRRIYET Zeitung Herr Oktay Eks i behauptet in seinem Artikel vom 15. Dezember 1995, daß es im Islam Zwang und Nötigung gibt und bezieht sich dabei auf folgende Quelle:

Der Text stammt aus der 43. Ausgabe der YENI GÜNDEM Zeitung Seite 16-17 und ist von Abdurrahman Dilipak geschrieben. Er wurde dem Buch:“ Kann der Islam Antwort auf unser Jahrhundert geben?“ von Sever Tanilli, Seite 210 entnommen.

Der Text lautet folgendermaßen:

„Der Islam ist mit Demokratie, Liberalismus und Rationalismus nicht zu erklären. Der Islam ist weder demokratisch noch rationalistisch. Der Islam hat seine eigenen Werte und Masse..

In der Religion gibt es keinen Zwang, aber im Islam ist er vorhanden. Wenn ein Mensch dieses Abkommen unterschrieben hat (also den islamischen Glauben angenommen hat) und sich nicht an die Gebote hält, wird er bestraft.. Zum Beispiel darf eine moslemische Frau nicht mit unbedecktem Kopf herumlaufen, du wirst sie ansonsten nehmen und bestrafen müssen.

Ein Mensch, der sich als Moslem bezeichnet, darf während der Fastenzeit nicht essen. Jeder Jugendliche, der das 18. Lebensjahr erreicht, also volljährig wird kann aus der Religion austreten. Verläßt der Mensch aber nach Ablauf dieser Frist die Religion, so wird er getötet!“

schade,dass keine surennamen mit angeben sind.so könnte man es nachlesen.

mika
21.02.06, 12:20
schade,dass keine surennamen mit angeben sind.so könnte man es nachlesen.Wie sollen da Surennamen stehen? Das ist das Geschwätz von Herrn Dilipak und der hat weder den Islam erfunden noch gilt er als Prophet.

So einfach machen es sich die Taliban und die Mullahs auch. Das Resultat sieht man ja.

Der Schakal
21.02.06, 12:21
Der Vorsitzende des Presseverbandes und Chefredakteur der HÜRRIYET Zeitung Herr Oktay Eks i behauptet in seinem Artikel vom 15. Dezember 1995, daß es im Islam Zwang und Nötigung gibt und bezieht sich dabei auf folgende Quelle:

Der Text stammt aus der 43. Ausgabe der YENI GÜNDEM Zeitung Seite 16-17 und ist von Abdurrahman Dilipak geschrieben. Er wurde dem Buch:“ Kann der Islam Antwort auf unser Jahrhundert geben?“ von Sever Tanilli, Seite 210 entnommen.

Der Text lautet folgendermaßen:

„Der Islam ist mit Demokratie, Liberalismus und Rationalismus nicht zu erklären. Der Islam ist weder demokratisch noch rationalistisch. Der Islam hat seine eigenen Werte und Masse..

In der Religion gibt es keinen Zwang, aber im Islam ist er vorhanden. Wenn ein Mensch dieses Abkommen unterschrieben hat (also den islamischen Glauben angenommen hat) und sich nicht an die Gebote hält, wird er bestraft.. Zum Beispiel darf eine moslemische Frau nicht mit unbedecktem Kopf herumlaufen, du wirst sie ansonsten nehmen und bestrafen müssen.

Ein Mensch, der sich als Moslem bezeichnet, darf während der Fastenzeit nicht essen. Jeder Jugendliche, der das 18. Lebensjahr erreicht, also volljährig wird kann aus der Religion austreten. Verläßt der Mensch aber nach Ablauf dieser Frist die Religion, so wird er getötet!“


Also kurze Stellungnahme von mir ...

Es gibt keinen Zwang im Glauben. Der richtige Weg ist nun klar erkennbar geworden gegenüber dem unrichtigen. Wer nun an die Götzen nicht glaubt, an Allah aber glaubt, der hat gewiß den sichersten Halt ergriffen, bei dem es kein Zerreißen gibt. Und Allah ist Allhörend, Allwissend. [Surah Al-Baqara 2:256] (http://islamische-datenbank.de/index.php?option=com_quran&action=display&surano=2&ayatno=256)


Diese Behauptungen sind vollkommen Schwachsinnig.

1. Wenn jemand Moslem geworden ist so ist es für ihn Fard zu beten, betet er nicht so ist dies "lediglich" eine Sünde.

2. Wenn du nicht fastest wie es vorgeschrieben ist, so sündigst du ebenfalls.

3. Wenn jemand kein Kopftuch trägt so ist dies ebenfalls "nur" eine Sünde.

Nicht mehr aber auch nicht weniger...

Greyson
21.02.06, 12:28
Wie sollen da Surennamen stehen? Das ist das Geschwätz von Herrn Dilipak und der hat weder den Islam erfunden noch gilt er als Prophet.

So einfach machen es sich die Taliban und die Mullahs auch. Das Resultat sieht man ja.

:aferin: eben. Ja eben DT

Manastirli Hamdi
21.02.06, 12:32
Der Vorsitzende des Presseverbandes und Chefredakteur der HÜRRIYET Zeitung Herr Oktay Eks i behauptet in seinem Artikel vom 15. Dezember 1995, daß es im Islam Zwang und Nötigung gibt und bezieht sich dabei auf folgende Quelle:

Der Text stammt aus der 43. Ausgabe der YENI GÜNDEM Zeitung Seite 16-17 und ist von Abdurrahman Dilipak geschrieben. Er wurde dem Buch:“ Kann der Islam Antwort auf unser Jahrhundert geben?“ von Sever Tanilli, Seite 210 entnommen.

Der Text lautet folgendermaßen:

„Der Islam ist mit Demokratie, Liberalismus und Rationalismus nicht zu erklären. Der Islam ist weder demokratisch noch rationalistisch. Der Islam hat seine eigenen Werte und Masse..

In der Religion gibt es keinen Zwang, aber im Islam ist er vorhanden. Wenn ein Mensch dieses Abkommen unterschrieben hat (also den islamischen Glauben angenommen hat) und sich nicht an die Gebote hält, wird er bestraft.. Zum Beispiel darf eine moslemische Frau nicht mit unbedecktem Kopf herumlaufen, du wirst sie ansonsten nehmen und bestrafen müssen.

Ein Mensch, der sich als Moslem bezeichnet, darf während der Fastenzeit nicht essen. Jeder Jugendliche, der das 18. Lebensjahr erreicht, also volljährig wird kann aus der Religion austreten. Verläßt der Mensch aber nach Ablauf dieser Frist die Religion, so wird er getötet!“


1995? man muß asuch den kontext und die situation der türkei berücksichtigen, wenn man diesen artikel berücksichtigt... da gab es eine radikalreligiöse gefahr und polarisierung der gesellschaft. die stimmung war gereizt.... dilipak und co. schienen als die "muslime", während andere als laizisten galten...

Mirage
21.02.06, 13:05
„Der Islam ist mit Demokratie, Liberalismus und Rationalismus nicht zu erklären. Der Islam ist weder demokratisch noch rationalistisch. Der Islam hat seine eigenen Werte und Masse..

Dies kann man im allgemeinen von allen Religionen sagen.

Ingolstädter
21.02.06, 15:30
Dies kann man im allgemeinen von allen Religion sagen.

korrekt. ich kenne auch keine religion die sich der demokratie und auklärung verpflichtet fühlt.

darum: einfluss der religion in staatsangelegenheiten schmälern hat bisher noch niemandem geschadet. außer vielleicht dem klerus.

MerdinGirl
21.02.06, 17:37
da ich sünnitische moslimin bin, und von einer gläubigen familie komme weiss ich das zwang im islam verboten ist!
ich lese sogar den kuran und weiss es

hier:

"...Kein Zwang im Glauben! Klar ist nunmehr das Rechte vom Irrtum unterschieden. Wer die falschen Göِtter verwirft und an Gott glaubt, der hielt sich bereits am sichersten Griff, bei dem es kein Abreissen gibt. Und Gott ist allhِrend, allwissend..." (2: 256)

Manastirli Hamdi
21.02.06, 19:54
da ich sünnitische moslimin bin, und von einer gläubigen familie komme weiss ich das zwang im islam verboten ist!
ich lese sogar den kuran und weiss es

hier:

"...Kein Zwang im Glauben! Klar ist nunmehr das Rechte vom Irrtum unterschieden. Wer die falschen Göِtter verwirft und an Gott glaubt, der hielt sich bereits am sichersten Griff, bei dem es kein Abreissen gibt. Und Gott ist allhِrend, allwissend..." (2: 256)

Schaffitisch-kurdische besucher hatten wir nicht so viele.

Manastirli Hamdi
21.02.06, 19:56
wir sind doch keine gelehrten, um darüber ein klares "ja" oder "nein" sagen zu können...

yanlizkurt
21.02.06, 20:15
Der islamberuht auf eine einfaches system... der jenige der dies kennt bzw der sich dem islam kennt müsste die frage hier beantworten können...
ps ich werde michs elbstverständlcih zu diesem thema außern... ich will mal gucken wir weit die leute ihren glauben kennen... um diese frage zu beatworten muss du nicht gelehrt sein... es gab tausende von hirten die diese frage ihren verstand gelöst haben...

leider muss ich sehen das wir uns in unserer eigenen religion nicht auskennen...
was gerade eigentlich das top thema der welt ist... aber wie sollen wir unsere religion verteidigen können wenn wir nicht in der lage sind eine einfache frage...
zu beatnworten... wir kennen uns mit theman wie eu. ärmenien. tdie republik.. und alle anderen themen sehr gut aus... nur muss ich leider fest stellen das die religion auf der strecke bleibt...

grade jetzt sollten wir den islam verstehen um uns von dem despotische regime zu distanzieren....

hepiniz saglicakla kalin... vielleicht gibt es einige leute die eine vernüftige reaktion gegen diese artikel bietet...

Nickl
21.02.06, 20:28
Ich glaube an keine bestimmte Religion. Ich habe zwar einen Glauben, jedoch definiert er sich nicht über einen bestimmten Gott bzw. über dessen Propheten. Davon abgesehen, respektiere ich den Glauben anderer und gleichsam die Religionen.

So weit so gut, meine Anregung soll Nietzsche sein...Vorrausgesetzt es hat ihn jemand gelesen (was bei einem deutschen Nihilisten wohl nicht selbstverständlich ist)...Er beschreibt den Zwang der Religionen und die Überflüssigkeit derselben, da sie die "eigentlichen Instinkte, den eigentlichen Willen" des Menschen determinieren. Desweiteren glaubte er, Religionen haben den Realitätssinn des Menschen getrübt und "unwahre" Begriffe, wie Jenseits, Diesseits, Sünde, Buße etc. geschaffen. Er denunziert bspw. die christliche Religion als Grund dafür, dass die Menschheit das kulturelle Erbe der Antike (für ihn Römer und Griechen) verloren habe und dass es mehr als 17 Jahrhunderte brauchte, bis die Wissenschaft den Rückstand durch die Religion wieder aufholen konnte (im Zuge der europäischen Aufklärung).

Meiner Meinung nach, übt der Islam (wie jede Religion, die etwas als absolutes Ideal definiert) einen Zwang aus, der jedoch im Lichte des Gläubigen und im Sinne des "Weges der richtigen Lebensweise" nicht als solcher wirkt. Zwang ist Fremdbestimmung, und diese Fremdbestimmung erlebt man im Islam, im Christentum und im Judentum. Davon abgesehen erlebt man aber auch ohne Religion Fremdbestimmung, ohne diese würde man nicht Teil einer Gesellschaft werden etc., man würde nicht überlebensfähig sein in einer komplexen Uwelt, wie sie uns heute umgibt. Diese Fremdbestimmung (Gesellschaft,Familie...>> Normen, Werte...) ist nötig, um sich integrieren zu können, Teil der Gesellschaft zu sein.

Wäre ich Anhänger einer bestimmten Religion, wäre ich gezwungen an sie zu glauben, was in jeder Religion die erste "Institution" des religiös-sein ist. Gibt es dazu ein Gegenargument?


(der Beitrag ist als Provokation/These für eine Diskussion gedacht) :rolleyes:

Manastirli Hamdi
21.02.06, 20:32
Ich glaube an keine bestimmte Religion. Ich habe zwar einen Glauben, jedoch definiert er sich nicht über einen bestimmten Gott bzw. über dessen Propheten. Davon abgesehen, respektiere ich den Glauben anderer und gleichsam die Religionen.

So weit so gut, meine Anregung soll Nietzsche sein...Vorrausgesetzt es hat ihn jemand gelesen (was bei einem deutschen Nihilisten wohl nicht selbstverständlich ist)...Er beschreibt den Zwang der Religionen und die Überflüssigkeit derselben, da sie die "eigentlichen Instinkte, den eigentlichen Willen" des Menschen determinieren. Desweiteren glaubte er, Religionen haben den Realitätssinn des Menschen getrübt und "unwahre" Begriffe, wie Jenseits, Diesseits, Sünde, Buße etc. geschaffen. Er denunziert bspw. die christliche Religion als Grund dafür, dass die Menschheit das kulturelle Erbe der Antike (für ihn Römer und Griechen) verloren habe und dass es mehr als 17 Jahrhunderte brauchte, bis die Wissenschaft den Rückstand durch die Religion wieder aufholen konnte (im Zuge der europäischen Aufklärung).

Meiner Meinung nach, übt der Islam (wie jede Religion, die etwas als absolutes Ideal definiert) einen Zwang aus, der jedoch im Lichte des Gläubigen und im Sinne des "Weges der richtigen Lebensweise" nicht als solcher wirkt. Zwang ist Fremdbestimmung, und diese Fremdbestimmung erlebt man im Islam, im Christentum und im Judentum. Davon abgesehen erlebt man aber auch ohne Religion Fremdbestimmung, ohne diese würde man nicht Teil einer Gesellschaft werden etc., man würde nicht überlebensfähig sein in einer komplexen Uwelt, wie sie uns heute umgibt. Diese Fremdbestimmung (Gesellschaft,Familie...>> Normen, Werte...) ist nötig, um sich integrieren zu können, Teil der Gesellschaft zu sein.

Wäre ich Anhänger einer bestimmten Religion, wäre ich gezwungen an sie zu glauben, was in jeder Religion die erste "Institution" des religiös-sein ist. Gibt es dazu ein Gegenargument?


(der Beitrag ist als Provokation/These für eine Diskussion gedacht) :rolleyes:


Gott ist tot.
Nietzsche


Nietzsche ist tot.
Gott


Es gibt Leute, die in Zeiten von Ungewissheit und Krisen nicht Herr über die Situation sind und daher ihre Wünsche an eine reale oder fiktive Institution richten, und so ihre Wünsche in Form von Gebeten formulieren und sich entspannen.
Wie löst Du dieses Problem?
Hoffentlich geschieht dies und das oder Hoffentlich unterbleibt dies und das?

Nickl
21.02.06, 23:42
Gott ist tot.
Nietzsche


Nietzsche ist tot.
Gott


Es gibt Leute, die in Zeiten von Ungewissheit und Krisen nicht Herr über die Situation sind und daher ihre Wünsche an eine reale oder fiktive Institution richten, und so ihre Wünsche in Form von Gebeten formulieren und sich entspannen.
Wie löst Du dieses Problem?
Hoffentlich geschieht dies und das oder Hoffentlich unterbleibt dies und das?

Das Argument für Religion lasse ich gelten. Mir ist es recht, dass Leute mit Hilfe einer Religion ihr Seelenheil suchen, habe ich doch auch geschrieben.
Doch ich habe nach einem Argument gegen den Zwang von Religionen gefragt.

Nickl
21.02.06, 23:44
Gott ist tot.
Nietzsche

Nietzsche ist tot.
Gott


interessantes Wortspiel, find ich lustig :aferin:

Manastirli Hamdi
21.02.06, 23:57
Das Argument für Religion lasse ich gelten. Mir ist es recht, dass Leute mit Hilfe einer Religion ihr Seelenheil suchen, habe ich doch auch geschrieben.
Doch ich habe nach einem Argument gegen den Zwang von Religionen gefragt.

Mir ging es nicht um Deine Haltung über den physischen und psychischen Zwang in der Religion, sondern darum, ob die wirklich eine Atheistin bist, oder dies nur denkst...

yanlizkurt
22.02.06, 00:47
Es ist einst der großen Fehler den eksi und andere Autoren die den Islam kritisieren, gar nicht die grundlegenden werte und Bestimmungen des Islams kennen…

Sonder von ihren Hörensagen erworbenen moslemischen Ansichten, und im allgemeinen verlautetenden Meinungen sich richten und sagen so ist der Islam…Und wie schade ist es, dass diese Belange dem Islam angelastet werden.

Gemäß dem kuran, heißt es in eine In der Ausübung der Religion hat der Zwang keinen Platz!“. Der in dem Vers enthaltene Begriff „IKRAH“ Zwang, Nötigung, steht im Zusammenhang mit „FIDDIYN“ und bezieht sich auf die Ausübung der Religion! Dies wird fälschlicherweise folgendermaßen ausgelegt: man kann eine Person nicht zum Eintritt in eine Religion zwingen, nach dem Eintritt aber kann man Zwang ausüben! Diese Auslegung resultiert aus dem Unverständnis für das System der Religion

Gemäß dem Koran kann niemand innerhalb der Religion zur Ausübung der Bestimmungen Zwang ausüben!

Warum?

Der islamische Religion ist Aufrichtigkeit und ein fester glaube das a und o…
Was sie auch tun, sollen sie aus einem inneren antrieb heraus tun…

Der Islam wendet sich dagegen, dass man aus irgendeinem Grund, gegen seine innere Überzeugung nach außen hin ein gegenteiliges Verhalten an den Tag legt!
Wenn eine Person unter Zwang gegen ihre innere Überzeugung die Gebete verrichtet, fastet oder ihren Kopf bedeckt, so wird sie dadurch nicht gläubig, sondern im Gegenteil sie zählt dann zu der Gruppe der Heuchler und Scheinheiligen!

Nötigen wir aber diesen Menschen zu Handlungen, die dieser dann aufgrund des Druckes gezwungenermaßen ausführt, so haben wir diesen in die Scheinheiligkeit gezwungen und müssen die Verantwortung dafür tragen

Eine solche Schuld ist schwer zu tragen!

Aus diesem Grunde gibt es den Ausführungen des Korans zufolge keinen Zwang... Wer das System der islamischen Religion verstanden hat, kann niemals zwingen!

Den fundamentalen Prinzipien der islamischen Religion zufolge basieren alle Angebote, die der Koran macht, auf dem freien Willen der Person und nicht auf Zwang... der Mensch führt so viele Handlungen aus, wie er wünscht und wird dafür belohnt; die Folgen für die Handlungen, die er versäumt hat, muss er im Leben nach dem Tode selber ertragen!.

Elmalili Hamdi Yazir in seiner bekannten Auslegung des Korans: „Hak Dini Kuran Dili“ beschreibt, daß es im Islam keinen Zwang gibt: „Das Thema der Religion sind nicht erzwungene Handlungen, sondern Handlungen aus eigenem Antrieb... Deshalb ist „Ikrah“ eine erzwungene Handlung, in der Religion verboten.
Auf der Welt gibt es vielleicht Zwang, aber in der Religion; in den religiösen Bestimmungen, im Umfeld der Religion gibt es keinen Zwang oder sollte es keinen Zwang geben. Der Ruhm der Religion ist nicht die Ausübung von Zwang, sondern vielmehr der Schutz vor Zwängen.
Infolgedessen ist dort, wo die islamische Religion in Vollkommenheit herrscht, kein Zwang vorhanden und darf niemals vorhanden sein!..

Demnach befiehlt die Religion keinen Zwang, sondern erklärt Zwang als unzulässig und unerwünscht! Die unter Zwang ausgeführte Handlung wird nicht mit dem von der Religion in Aussicht gestellten Lohn vergolten; wo Einverständnis und gute Absicht fehlen, kann keine Tätigkeit als religiöse Handlung gelten!..

Handlungen werden gemäß ihrer Absicht bewertet!.. Die Forderung der Religion besagt, daß alles ohne Zwang aus eigenem Antrieb und mit Zustimmung geschehen soll...

Fester religiöser Glaube kann nicht mit Zwang erreicht werden. Ein unter Zwang ausgeführtes Gebet ist kein Gebet; das Gleiche gilt für das Fasten und vor allem für die Wallfahrt...

Darüber hinaus ist es nicht zulässig, dass einer durch aggressives Verhalten einen anderen zu etwas zwingt; kurzum unter der Herrschaft des Islam soll jeder seine Aufgabe mit eigenem Willen ausführen und ohne Zwang leben!..“


Daraus ist ersichtlich, daß niemand das Recht und die Aufgabe hat, einen anderen durch Zwang zur Ausführung religiöser Handlungen zu bewegen!..

Gegenteiliges Handeln lässt sich darauf zurückführen, dass Personen die islamische Religion dazu missbrauchen, andere Menschen unter ihr despotisches Regime zu zwingen; diese Machenschaften haben nichts mit der Religion Islam gemein!.

Nickl
22.02.06, 14:29
@ yanlizkurt!

Danke, dass du so ausführlich reagiert hast.
Wirfst du mir vor, ich kenne mich mit der islamischen Religion nicht aus?

Deine Argumente für das Zwangverbot innerhalb der islamischen Religion sind nachvollziehbar! Aber hier geht es nicht um den Zwang innerhalb der Religion, sondern um den Zwang der Religion selbst, das ist eine Ebene abstrakter. Dies wiederum ist der Grund, warum du hier nicht Argumente der Religion selbst (Zitate, Vorgaben des Koran etc.) nutzen darfst. Sie sind von vornherein eine subjektive Perspektive, die du an dieser Stelle nicht verwenden solltest.

Nickl
22.02.06, 14:32
Mir ging es nicht um Deine Haltung über den physischen und psychischen Zwang in der Religion, sondern darum, ob die wirklich eine Atheistin bist, oder dies nur denkst...

Wo liest du denn heraus, dass ich eine Frau bin? :gewalt:

Atheismus [Athe'is·mus]
der; -, kMz.
1 bewusste Ablehnung des Glaubens an die Existenz Gottes od. e-s Gottes
2 Ablehnung jeder Art von religiösen Vorstellungen
3 Verneinung der Lösbarkeit od. Erkennbarkeit der Existenz Gottes

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Trifft alles auf mich zu. Also bin ich Atheist!

yanlizkurt
22.02.06, 14:47
Danke, dass du so ausführlich reagiert hast.
Wirfst du mir vor, ich kenne mich mit der islamischen Religion nicht aus?

-Ich würde mir es niemals erlauben, über jemanden zu beurteilen, habe weder das Recht noch Befugnis... noch bin ich imstande mit mein begrenzten Verstan... Es gibt einen türkischen Sprichwort... Parayla imanin kimde oldugunu kimse bilemez... Man wissen nie ,wer einen festen glauben habe oder Geld...

Voreinigen war mein Text nicht auf dich bezogen, noch an dich adressiert... Es war eher für die allgemeinheit...

Es gibt zwei zwei arten von menschen... Die Mehrheit wird von der Gruppe derer gebildet, die in ihrem kokon gegangen sind... Sie sagen religion ist der Glauben an die überlieferung und erforschen sind verboten... ( was ich öfters von mein onkel zu hören bekam)

und dann gibt es welche, die sich aus ihrem kokon befreit haben, das sind die erforschenden und denkenden, die versuchen den islam zu verstehen...

Allein abdest( Gebestwäsche) glauben die meisten leute da dran das man dies macht weil man sich zäubert...

ich frage mich wenn es so ist... warum soll man sich mit sand beschmieren...?

Deine Argumente für das Zwangverbot innerhalb der islamischen Religion sind nachvollziehbar! Aber hier geht es nicht um den Zwang innerhalb der Religion, sondern um den Zwang der Religion selbst, das ist eine Ebene abstrakter. Dies wiederum ist der Grund, warum du hier nicht Argumente der Religion selbst (Zitate, Vorgaben des Koran etc.) nutzen darfst. Sie sind von vornherein eine subjektive Perspektive, die du an dieser Stelle nicht verwenden solltest.[/QUOTE]

-Es ist unerlässlich, dass ein Objekt im Zusammenhang mit den benachbarten Themen, mit denen es in Verbindung steht, zu untersuchen und zu bewerten.

yanlizkurt
22.02.06, 14:58
Denkende Gehirne versuchen den Kuran unter den Aspekten der Zeit, in denen sie erschienen sind, sondern in der zeitlosen, kosmischen Dimension zu erfassen, welche nicht nur unsere heutige Zeit anspricht, sondern noch in 1000 Jahren ihre Gültigkeit haben wird...

Die ansichten teilte auch ahmed yesevi, Mevlana, yunus emre,Muhyiddin arabi HAci bektas Muhammed ikbal, Sahni Naksibendi Abdülkadir Geylani...