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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kulturkampf Tschechien: Ex-Premier Zeman wettert gegen EU-Beitritt der Türkei



Laudazio
22.02.06, 19:32
http://www.tschechien-online.org/news/1748-tschechiens-ex-premier-zeman-eu-beitritt-turkei

Ex-Premier Zeman gegen EU-Beitritt der Türkei

Früherer CSSD-Parteichef sieht drohenden Konflikt zwischen der "euro-amerikanischen und islamischen Zivilisation"

Prag - Tschechiens Ex-Premier Miloš Zeman sorgt derzeit täglich für Schlagzeilen. Gestern wurde sein neues Buch "Aufstieg und Fall der tschechischen Sozialdemokratie" offiziell präsentiert.

"Taufpaten" des Buches, das vor allem in den Reihen der CSSD für Unmut gesorgt hat, waren die CSSD-Politiker Arbeitsminister Zdenek Škromach und Ex-Wirtschaftsminister Miroslav Grégr.

Auf der Veranstaltung sprach Zeman unter anderem das Thema Islam an. Er rief angesichts der Ausschreitungen wegen der Mohammed-Karrikaturen zu einem Bündnis der Europäischen Union mit Russland gegen die islamische Welt auf. Er sei überzeugt, dass der "größte Konflikt im 21. Jahrhundert" zwischen der euro-amerikanischen und der islamischen Zivilisation ausbrechen werde.

"Wir sollten daher nicht für den EU-Beitritt der Türkei eintreten", sagte Zeman. Zudem sollte sich Tschechien stärker den slawischen Ländern öffnen und gleichzeitig hart gegen Migranten vorgehen, die sich der Assimilierung verweigerten.

Tschechien Online, 22.2.2006 Tschechiens Politik ist seit langem rechtslastig. Der tschechische Verleger Michal Zitko konnte fast 100.000 Exemplare seiner übersetzten Version von Hitlers "Mein Kampf" in seinem Land verkaufen (Quelle SPIEGEL ONLINE - 23. Juni 2005). Eine sehr beeindruckende Zahl für solch ein kleines Land. Auf Druck der bayerischen Behörden sollte Michal Zitko wegen Verstoss gegen das Urheberrecht verurteilt werden. März 2005 wurde er endgültig vom Obersten Gericht Tschechiens freigesprochen und könnte nun das Buch ganz legal weiterverkaufen. Das tschechische Gericht bezeichnete das Buch lediglich als "unglücklich und geschmacklos". Zitko selbst ist nicht vorbestraft und die Anklage hat ihm nach eigenen Aussagen psychisch sehr zugesetzt. So soll er vor Gericht zum Protokoll gegeben, dass er "Mein Kampf" nicht mehr verlegen möchte. "Der Inhalt" sei ihm "zu blöd". Erstaunlich sind diese Aussagen des tschechischen Verlegers nicht wirklich, denn laut Gericht konnte man geschäftliche Interessen des Angeklagten erkennen, aber keinen ideologischen Hintergrund.
In Polen findet sich genau dasselbe, nachdem die Erstauflage in kurzer Zeit mit 20.000 Exemplaren in kurzer Zeit vergriffen war, hatte man eine Zweitauflage veröffentlicht, mit dem Resultat, dass ebenfalls über 100.000 Exemplare verkauft wurden. Weiterhin als Beispiel Kroatien, da ist "Mein Kampf" ein Verkaufsschlager seit über 10 Jahren.

Von Tschechien, Polen bis Russland kann man ein Erstarken des Rechtsradikalismus feststellen.

In Tschechien gab es eine Demonstration tschechischer Rechtsextremisten zur Unterstützung des deutschen Holocaustleugners Ernst Zündel.
Der Prager Magistrat antwortete auf den Protest der jüdischen Gemeinden, dass er keine Veranstaltung verbieten könne, bei der unklar sei, ob tatsächlich Straftaten verübt werden.
Die tschechische Polizei wolle mit Sorgfalt darauf aufpassen, dass die Neonazis bei ihrer Demonstration vor der deutschen Botschaft in Prag nicht gegen Gesetze verstoßen. Dies hatte der tschechische Innenminister Frantisek Bublan in einer Reaktion auf Anfragen von Abgeordneten gesagt.

Weiterführende Informationen dazu:

PROZESS GEGEN ZÜNDEL, 15. Februar 2006
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,401129,00.html

http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=p&ressort=a&id=515184

Prag: Neonazi-Demo für Freilassung von Holocaust-Leugner, (diepresse.com) 26.10.2005

Trotz der Proteste jüdischer Verbände wird diesen Freitag in Prag eine Demonstration von Neonazis stattfinden, die die Freilassung des deutschen Holocaust-Leugners Ernst Zündl fordern.

Tschechische Neonazis wollen übermorgen vor der deutschen Botschaft in Prag ihre Solidarität mit dem inhaftierten deutschen Holocaust-Leugner Ernst Zündel demonstrieren. Nach Behördenangaben vom Mittwoch wurde die Kundgebung erlaubt, obwohl der Zentralverband jüdischer Gemeinden in der Tschechischen Republik Protest einlegte.

Die Prager Stadtverwaltung hat nach eigenen Angaben keine rechtliche Handhabe für ein Versammlungsverbot. Die Kundgebung der tschechischen Neonazi-Gruppe "Nationaler Widerstand" findet am tschechischen Nationalfeiertag statt.

Die Nichtregierungsorganisation "Toleranz und Zivilgesellschaft" rief zu einer Gegenkundgebung auf. Zündel gilt weltweit als einer der Hauptverbreiter anti-semitischer und rechtsextremistischer Propaganda. Seit März 2005 ist er in Deutschland inhaftiert. (APA)

Manastirli Hamdi
22.02.06, 19:45
Wenn er schon von den Slawen redet, wieso haben sie sich damals von den Russen abgewandt?

Laudazio
22.02.06, 19:59
Wenn er schon von den Slawen redet, wieso haben sie sich damals von den Russen abgewandt?
Man passt sich den Trends an, dem Nationalismus folgt nun der Wunschtraum des Pan-Slawismus.

Man erinnere sich nur, wie die Kroaten (siehe Ustascha mit dem Führer Ante Pavelic) ihre slawischen Verwandten, die Serben, im zweiten Weltkrieg massenhaft abschlachteten und Völkermord an ihnen begingen (1941-1945). Die grausamen Massaker waren selbst für die Nazis erschreckend, dass sich sogar Wehrmachtsoffiziere darüber beschwerten.
Man richtete riesige Konzentrationslager an, ging regelrecht auf Menschenjagd und deportierte diese auch nach Ausschwitz. Neben Serben wurden auch Juden, Albaner, Bosnier etc. umgebracht.

Die Polen haben übrigens auch ihre Erfahrungen mit ihren "lieben" slawischen Brüdern.

Manastirli Hamdi
22.02.06, 20:23
Man passt sich den Trends an, dem Nationalismus folgt nun der Wunschtraum des Pan-Slawismus.

Man erinnere sich nur, wie die Kroaten (siehe Ustascha mit dem Führer Ante Pavelic) ihre slawischen Verwandten, die Serben, im zweiten Weltkrieg massenhaft abschlachteten und Völkermord an ihnen begingen (1941-1945). Die grausamen Massaker waren selbst für die Nazis erschreckend, dass sich sogar Wehrmachtsoffiziere darüber beschwerten.
Man richtete riesige Konzentrationslager an, ging regelrecht auf Menschenjagd und deportierte diese auch nach Ausschwitz. Neben Serben wurden auch Juden, Albaner, Bosnier etc. umgebracht.

Die Polen haben übrigens auch ihre Erfahrungen mit ihren "lieben" slawischen Brüdern.

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