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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Unruhen in Indien!



Manastirli Hamdi
09.03.06, 00:24
http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=86925&IDC=2


09.03.06
Terror im indischen Varanasi
Anschlag auf Hindu-Heiligtum schürt Sorge vor religiösen Unruhen

Von Hilmar König, Delhi


Hindu-Nationalisten demonstrieren in Delhi gegen die Anschläge
Foto:AFP

Mehrere Bombenanschläge von mutmaßlichen islamistischen Terroristen in der indischen Stadt Varanasi forderten zahlreiche Todesopfer. Der indische Premier Manmohan Singh rief die Bevölkerung zu Besonnenheit auf. Bislang kam es nicht zu den befürchteten Auseinandersetzungen zwischen Hindus und Moslems.

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Eine Hochzeitszeremonie war im vollen Gange. Hunderte Gäste und Schaulustige wohnten der Trauung im Sankatmochan-Tempel bei. Zudem waren viele Gläubige zur Abendandacht in das Heiligtum gekommen. Dann detonierte ein Sprengsatz. Zahlreiche Anwesende wurden verletzt oder getötet.
Eine Viertelstunde später explodierten auf dem elf Kilometer entfernten, mit Passagieren überfüllten Bahnhof von Varanasi, zwei weitere Bomben. Außerdem entdeckte und entschärfte die Polizei mehrere Sprengkörper auf einem Markt. Damit war klar, dass es sich um koordinierte Anschläge handelte. »Es waren geplante und von langer Hand vorbereitete Attacken«, äußerte ein Beamter des Innenministeriums in Delhi. Nach offiziellen Angaben wurden 14 Menschen getötet. Unbestätigten Medienberichten zu Folge starben sogar 20 Menschen. Die Zahl der angegebenen Verletzten schwankt zwischen 50 und 100.
Auch wenn sich bisher keine Gruppe zu dem Verbrechen bekannt hat, fällt der Verdacht auf Mitglieder der militanten islamischen Lashkar-e-Toiba, die bereits mehrfach ähnliche Anschläge in verschiedenen Teilen Indiens ausgeführt hat. Beispielsweise töteten ihre Anhänger vergangen Oktober bei Attentaten auf zwei Märkten in Delhi 60 Menschen. Die extremistische Gruppe hat ihre Wurzeln in Pakistan. Dort ist sie inzwischen verboten und operiert jetzt vom nördlichen Indien, vom Unionsstaat Jammu und Kaschmir, aus.
Mit dem Sankatmochan-Tempel, der dem Hindu-Gott Hanuman gewidmet ist, wurde eines der bedeutendsten Hindu-Heiligtümer angegriffen. In Varanasi, die als heilige Stadt gilt, halten sich gegenwärtig, wenige Tage vor einem bedeutenden religiösen Fest, noch mehr Pilger als gewöhnlich auf.
Nahezu einmütig äußerten Politiker aller Schattierungen, die Täter wollten mit ihren Terroranschlägen den Frieden zwischen den Glaubensgemeinschaften stören. Sie appellierten an die Bürger, sich nicht zu Gewalt gegen Angehörige andere Konfessionen aufstacheln zu lassen. Nur die Indische Nationpartei Bharatiya Janata (BJP) machte den Schuldigen im vornehmlich muslimischen Pakistan aus. »Die Menschen in Indien werden sich solange nicht sicher fühlen, bis die terroristische Infrastruktur jenseits der Grenze völlig zerstört ist«, sagte ein Sprecher.
Bislang kam es jedoch zu keinen religiösen Auseinandersetzungen. Dafür sorgt ein beträchtliches Polizeiaufgebot in den größeren Städten. Doch erschossen gestern Sicherheitskräfte drei mutmaßliche Mitglieder der Lashkar-e-Toiba in Lucknow, der Hauptstadt des indischen Unionsstaates Uttar Pradesh. Bei der folgenden Untersuchung fand die Polizei Waffen und Sprengstoff.
Erst am Freitag voriger Woche war es nach Protesten gegen den Besuch von US-Präsident George Bush zu schweren Unruhen zwischen Muslimen und Hindus gekommen, in deren Folge vier Menschen starben Ein Beispiel dafür, dass es in Indien gewöhnlich nur eines vagen Anlasses bedarf, um religiöse Leidenschaften in brutale Gewalt ausarten zu lassen. Die so oft gepriesene »religiöse Harmonie und Toleranz« im multireligiösen Vielvölkerstaat steht auf tönernen Füssen.
So rissen am Freitag hinduistische Fanatiker eine Moschee nieder, weil sie ihrer Auffassung nach ein »illegales Gebäude« war. Diese Ansicht reichte aus, einen Mob zur Zerstörung des Gotteshauses, zum anschließenden Stürmen einer Polizeistation sowie zum Plündern und Brandschatzen zu mobilisieren. Und in Ladakh, einer mehrheitlich buddhistischen Region im indischen Teil Kaschmirs, lieferte ein auf der Straße liegender Koran im Februar die Initialzündung für heftige, gewalttätige Zusammenstöße zwischen Muslimen und Buddhisten.

zübeyde
09.03.06, 00:32
Ich weiß nicht, ob die Einschätzung so stimmt, ein erfahrener Journalist nannte mal die Grenzsituation um Kashmir als die "gefährlichste" auf der ganzen Welt. Kein Krisengebiet würde die Gefährlichkeit von dort überbieten können.

Und leider hat sich Herr Bush nichts Gutes ausgedacht, wenn er beide Seiten nach seinen Vorstellungen von Strategie, aufrüstet. Partnerschaft mit Indien da, Freundschaft mit Pakistan auf der anderen Seite. Mal schauen wie lange das noch gut geht.

Ingolstädter
09.03.06, 17:54
gibt es eigentlich eine weltumspannende muslimische organisation?

die auf die krisenherde in welchen muslime beteiligt sind (oder welche sogar durch religion angefacht werden) beruhigend wirken... oder noch besser: die es den muslimen religiös verbieten solche aggressive taten zu machen?

ich meine sowas wie der papst im katholischen christentum. oder der patriarch bei den orthodoxen?


dann könnte sich die muslimische gemeinschaft endlich mal vereint für den frieden engagieren und die zahlreichen kriegstreiber in ihren reihen zurücktreiben.


ich will ja nichts sagen, aber überall auf der welt wo es muslime und nicht-muslime gibt kommt es zu auseinandersetzungen. mit budhisten hat niemand auf der welt ein problem (außer natürlich ein paar muslime die nebenan wohnen). der islam kommt wirklich nicht friedfertig rüber, was wohl auch mit der grundsätzlich kriegstreiberischen schrift im koran zu tun hat (ist in der bibel nicht anders... aber da der papst sich für frieden ausspricht, wirst du wenige katholiken sehen die dagegen sind).

Yasin
09.03.06, 18:44
hui..noch solch ein angeblicher "islamischer Anschlag" und das kurz nachdem Bush dort war...sehr merkwürdig das ganze :rolleyes:

Das nicht hinter allen Anschlägen die den Titel "islamistisch" bekommen auch islamisten stecken sollte langsam klar sein.

Zum Papst: Wenn ich christ wäre würde ich mich nicht umbedingt von solch einer Mafia im Vatikan rumkommandieren lassen.. mal so nebenbei. Frag mich ob der Onkel Pope heutzutage wirklich noch was bringt?
Im Islam gibt es diese Menschen verehrungen(/göttlichungen) eher seltener wie es scheint. - Mir ist der Gedanke an solch eine Weltumfassende Organisation auch ehrlich gesagt bisschen suspekt wegen Sektenheinis ^^

Was man mit Buddhisten haben kann weiß ich auch nicht.. aber beide Religionen kommen sich eigentlich in bestimmten punkten recht nahe,sodass es meiner meinung nach eigentlich zu keinen unbeeinflussten Aufständen kommen könnte.

MissUnderstood
09.03.06, 18:59
Zum Papst: Wenn ich christ wäre würde ich mich nicht umbedingt von solch einer Mafia im Vatikan rumkommandieren lassen.. mal so nebenbei. Frag mich ob der Onkel Pope heutzutage wirklich noch was bringt?



finde das eine Frechheit und Respektlosigkeit, was du da schreibst. :mad:

zübeyde
09.03.06, 23:54
gibt es eigentlich eine weltumspannende muslimische organisation?

die auf die krisenherde in welchen muslime beteiligt sind (oder welche sogar durch religion angefacht werden) beruhigend wirken... oder noch besser: die es den muslimen religiös verbieten solche aggressive taten zu machen?
ich meine sowas wie der papst im katholischen christentum. oder der patriarch bei den orthodoxen?

dann könnte sich die muslimische gemeinschaft endlich mal vereint für den frieden engagieren und die zahlreichen kriegstreiber in ihren reihen zurücktreiben.

ich will ja nichts sagen, aber überall auf der welt wo es muslime und nicht-muslime gibt kommt es zu auseinandersetzungen. mit budhisten hat niemand auf der welt ein problem (außer natürlich ein paar muslime die nebenan wohnen). der islam kommt wirklich nicht friedfertig rüber, was wohl auch mit der grundsätzlich kriegstreiberischen schrift im koran zu tun hat (ist in der bibel nicht anders... aber da der papst sich für frieden ausspricht, wirst du wenige katholiken sehen die dagegen sind).


Als eine muslimische Organisation würde ich den "Islam Konferenz" nennen.
Da finden sich Staatsvertreter aus verschiedenen Ländern zusammen und beraten sich über allerlei wichtige Themen des Zeites.

Sowas wie im katholischen Christentum oder in einem Patriachern der Orthodoxie vergleichbare Vertretung der Religion gibt es im Islam nicht. Die gab es mal.

Für Frieden, Recht und Ordnung müssen finde ich, die Staatsorgane selbst sorgen. Die Rechtsgelehrten könnten schon in Krisensituation ein Ruf des Friedens starten, aber mehr ja auch nicht.

Wenn ich an Frieden denke, denke ich nicht unbedingt an den Vatikan oder an einen Patriachen.

Ein Papst konnte die Kolonialisierung der fast gesamten Erdkugels, einen 30-jährigen Krieg, einen II. Weltkrieg und die Vernichtung der Juden nicht verhindern. Der verstorbene Papst konnte leider trotz vielen Mühen einen "wiedergeborenen Christen aus Texas" nicht zum Frieden bewegen. Der Vietnamkrieg war verheerend. Kein Religionsvertreter aus den USA oder aus Großbritannien konnte Abu Graib verhindern.

Ein Patriarch konnte im Jugoslawien-Krieg leider seine Glaubsbrüder, die Serben, nicht zur Menschlichkeit aufrufen. Ganz im Gegenteil in Zypern fanden Massaker an der Zivilbevölkerung statt. Die Orthodoxie schwieg. Keiner konnte die Mörder stoppen. Und in Srebrenica haben manche Vertreter der Orthodoxie die Todeskammondos gesegnet. Die Beweise wurden geliefert.

Jetzt im Nahen Osten können weder Rabbiner noch Rechtsgelehrte des Islams für Frieden sorgen. Nein manch einer begeht Selbtmordattentate im Namen Allahs gegen seine eigenen Glaubensbrüder und vor den Augen der Besatzer. Und manch ein orthodoxer Jude, beharrt auf Land in unerlaubten Siedlungen.

Gefragt sind Frieden wollende Völker, wenn sie denn tatsächlich nach ihrem Glauben gehen. Ob Christ, Jude oder Moslem. Einen Vatikan oder einen Kalifat brauche ich dazu nicht. Aber auch keine Kriegstreiber.

Manastirli Hamdi
10.03.06, 00:01
Als eine muslimische Organisation würde ich den "Islam Konferenz" nennen.
Da finden sich Staatsvertreter aus verschiedenen Ländern zusammen und beraten sich über allerlei wichtige Themen des Zeites.

Sowas wie im katholischen Christentum oder in einem Patriachern der Orthodoxie vergleichbare Vertretung der Religion gibt es im Islam nicht. Die gab es mal.

Für Frieden, Recht und Ordnung müssen finde ich, die Staatsorgane selbst sorgen. Die Rechtsgelehrten könnten schon in Krisensituation ein Ruf des Friedens starten, aber mehr ja auch nicht.

Wenn ich an Frieden denke, denke ich nicht unbedingt an den Vatikan oder an einen Patriachen.

Ein Papst konnte die Kolonialisierung der fast gesamten Erdkugels, einen 30-jährigen Krieg, einen II. Weltkrieg und die Vernichtung der Juden nicht verhindern. Der verstorbene Papst konnte leider trotz vielen Mühen einen "wiedergeborenen Christen aus Texas" nicht zum Frieden bewegen. Der Vietnamkrieg war verheerend. Kein Religionsvertreter aus den USA oder aus Großbritannien konnte Abu Graib verhindern.

Ein Patriarch konnte im Jugoslawien-Krieg leider seine Glaubsbrüder, die Serben, nicht zur Menschlichkeit aufrufen. Ganz im Gegenteil in Zypern fanden Massaker an der Zivilbevölkerung statt. Die Orthodoxie schwieg. Keiner konnte die Mörder stoppen. Und in Srebrenica haben manche Vertreter der Orthodoxie die Todeskammondos gesegnet. Die Beweise wurden geliefert.

Jetzt im Nahen Osten können weder Rabbiner noch Rechtsgelehrte des Islams für Frieden sorgen. Nein manch einer begeht Selbtmordattentate im Namen Allahs gegen seine eigenen Glaubensbrüder und vor den Augen der Besatzer. Und manch ein orthodoxer Jude, beharrt auf Land in unerlaubten Siedlungen.

Gefragt sind Frieden wollende Völker, wenn sie denn tatsächlich nach ihrem Glauben gehen. Ob Christ, Jude oder Moslem. Einen Vatikan oder einen Kalifat brauche ich dazu nicht. Aber auch keine Kriegstreiber.


Bin gegen Muslim-Papst bzw. Khalifen,
denn wer ihn kontrolliert, kontrolliert die islamische Welt.
Das war ein Grund unter vielen, warum Atatürk es abschaft hat, damit jede muslimische Nation ihre koloniale Ketten abschüttet und sich modern und unabhängig sich auf die Stufe der zivilisation hebt, die anzustreben sie es verdient hat.

Manastirli Hamdi
10.03.06, 00:04
Zum Papst: Wenn ich christ wäre würde ich mich nicht umbedingt von solch einer Mafia im Vatikan rumkommandieren lassen.. mal so nebenbei.

Niemand sollte niemanden religiös herum kommandieren,

aber die Sprache könnte als beleidigend ausgelegt werden und würde zivilisationstechnisch nicht so hilfreich.

Genau wie wir es nicht gern haben, dass unsere Religion von Außen stark kritisiert wird, sollten wir ihnen dasselbe Recht einräumen.

Telli Baba
10.03.06, 00:14
Genau wie wir es nicht gern haben, dass unsere Religion von Außen stark kritisiert wird, sollten wir ihnen dasselbe Recht einräumen.

"Wir" sollten jede Kritik bzgl. "unserer Religion" herzlich aufnehmen und konstruktiv darauf antworten. Nicht wahr?

Manastirli Hamdi
10.03.06, 00:18
"Wir" sollten jede Kritik bzgl. "unserer Religion" herzlich aufnehmen und konstruktiv darauf antworten. Nicht wahr?

Lieber Telli, Zülfü Livaneli fragte Mikis Theodorakis: "Kimiz Biz?"

Darüber hinaus, dann sollte auch wirklich auch jede Richtung offen für Kritik sein, damit wirklich "Wir alle" offen sind.

Refa
10.03.06, 00:42
...

ich will ja nichts sagen, aber überall auf der welt wo es muslime und nicht-muslime gibt kommt es zu auseinandersetzungen. mit budhisten hat niemand auf der welt ein problem (außer natürlich ein paar muslime die nebenan wohnen). der islam kommt wirklich nicht friedfertig rüber, was wohl auch mit der grundsätzlich kriegstreiberischen schrift im koran zu tun hat (ist in der bibel nicht anders... aber da der papst sich für frieden ausspricht, wirst du wenige katholiken sehen die dagegen sind).
da wäre ich mir nicht so sicher, der Koran war der selbe, als die Muslime dutzenden Völker und verschiedensten Religionen friedliche Koexistenz sicherten. Währenddessen wurden Menschen die in Europa etwa nicht Christen werden wollten geköpft, oder als angebliche "Hexen" lebendig gebraten.
Der weltweite Kampf von heute geht - und das ist so sicher wie das Amen nach Ablassbrief - auf Christen zurück. Die recht effektive kolonialistische Kirche hat viel gebrannte Erde hinterlassen, die sich nun rächt.

Ingolstädter
15.03.06, 01:50
da wäre ich mir nicht so sicher, der Koran war der selbe, als die Muslime dutzenden Völker und verschiedensten Religionen friedliche Koexistenz sicherten. Währenddessen wurden Menschen die in Europa etwa nicht Christen werden wollten geköpft, oder als angebliche "Hexen" lebendig gebraten.
Der weltweite Kampf von heute geht - und das ist so sicher wie das Amen nach Ablassbrief - auf Christen zurück. Die recht effektive kolonialistische Kirche hat viel gebrannte Erde hinterlassen, die sich nun rächt.

auslegungssache. man kann im koran auch gutes finden, genauso wie in der bibel. aber es herrscht weder im koran noch in der bibel ein friedlicher grundton...

nur ein friedlicher gläubiger (chirst oder moslem) ist dieser ansicht (um einen konflikt mit sich selbst zu vermeiden).