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Montag, 21 September 2009
Mucahid Şener in Anısına

http://www.youtube.com/watch?v=52hIBxph_Ic

Allah rahmet eylesin ...
Der Schakal erstellt am 16:44 - Link - Kommentare

Donnerstag, 30 Juli 2009
TİMURTAŞ HOCA - Allah ile aranız nasıl?

http://www.youtube.com/watch?v=5gdl6d59Nrk
Der Schakal erstellt am 23:33 - Link - Kommentare

Donnerstag, 16 Juli 2009
Al Hasan ibn Arafah überliefert: „Ich besuchte Imam Ahmad ibn Hanbal nachdem er ausgepeitscht und gequält wurde. Ich sagte zu ihm „Oh Abu Abdillah, du hast die Stufe der Propheten erreicht“ Er sagte, „Sei ruhig. Wahrlich ich habe nichts mehr gesehen, als Leute die ihren Deen verkaufen. Und ich sah Gelehrte die mit mir waren, wie sie ihren Glauben verkauften. Also sagte ich mir „Wer bin ich? Was bin ich? Was werde ich morgen zu Allah swt sagen wenn ich vor Ihm stehe und Er mich fragt „Hast du deinen Deen verkauft wie die Anderen?“ Also habe ich zu dem Schwert und zu der Peitsche geschaut und sie ausgewählt. Und ich sagte „Wenn ich sterbe, werde ich zu Allah swt zurückkehren und sage: „Mir wurde gesagt, dass ich sagen soll, dass eine Deiner Eigenschaften etwas Erschaffenes ist. Aber ich habe es nicht getan.“ Danach wird es Ihm überlassen – entweder bestraft er mich oder er ist barmherzig mit mir.“
Al-Hasan ibn Arafah fragte dann: „Hast du Schmerzen verspürt als sie dich ausgepeitscht haben?“ Er sagte „Ja, ich spürte den Schmerz bis 20 Peitschenhiebe danach verlor ich die Gefühle (Sie peitschen ihn über 80mal). Danach spürte ich keinen Schmerz und an dem Tag betete ich Dhuhr im Stehen.“

Al-Hasan ibn Arafah begann zu weinen als er hörte was passierte. Imam Ahmad fragte ihn: „Warum weinst du? Ich habe meinen Iman nicht verloren. Wieso sollte es mich danach noch interessieren ob ich mein Leben verliere“

http://scholarsandmartyrs.wordpress.com/2008/02/26/i-did-not-lose-my-eemanafter-that-why-should-i-care-if-i-loose-my-life/

Bin ich einer der Unterdrücker?

Als Imam Ahmad ibn Hanbal im Gefängnis war, kam einer der Gefängniswärter zu ihm und fragte:

“Oh Abu ‘Abdillah” Der Hadith der überliefert wurde über den Unterdrücker und denjenigen die ihm helfen, ist der authentisch?.”

Imam Ahmad sagte: “Ja.”

Der Gefängniswärter sagte dann: “Werde ich also als Helfer eines Unterdrückers betrachtet?”

Imam Ahmad antwortete: “Nein. Die Helfer des Unterdrückers sind diejenigen die deine Haare kämmen, deine Kleider waschen und dein Essen vorbereiten und von dir kaufen und an dich verkaufen. Für dich gilt, dass du einer von den Unterdrückern bist.”

['Manaqib al-Imam Ahmad' von Ibn al-Jawzi; Seite. 397]
http://salafiyya.wordpress.com/2008/04/27/bin-ich-einer-der-unterdrucker/


Möge Allah (swt) uns mit solchen Imamen beschenken! Inshallah wachen wir endlich auf und beginnen damit den Islam zu alter Größe zu führen!



Der Schakal erstellt am 20:27 - Link - Kommentare

Samstag, 04 Juli 2009
Ibn al-Qayyim – 10 nutzlose Dinge

1- Wissen nach dem nicht gehandelt wird

2-Eine Tat die weder auf Aufrichtigkeit beruht, noch auf den Taten der rechtsschaffenen Vorbildern.

3- Geld das sich vermerht, welches der Besitzer nicht genießt und im Jenseits keinen Nutzen hat.

4- Ein Herz welches keine Liebe und Sehnsucht für Allah hat und welches sich nicht nach der Nähe zu Ihm sehnt.

5- Ein Körper der nicht Allah gehorcht und dient.

6- Allah zu lieben, ohne seinen Regeln zu folgen oder sich nach seiner Wonne zu sehnen

7- Zeit welche nicht damit verbracht wird, für die Sünden sühnen oder Gelegenheit zu ergreifen Gutes zu tun.

8- Ein Verstand der über nutzlose Dinge nachtdenkt.

9- Mit Leuten zusammen zu sein, die einen weder zu Allah näher bringen, noch von denen man im Leben profitieren kann.

10- Auf jemandem hoffen oder jemanden fürchten der unter der Herrschaft Allahs ist, obwohl derjenige weder nutzen noch schaden kann, weder töten noch lebendig machen kann und sich selber nicht wiederbeleben kann.

http://salafiyya.wordpress.com/category/ibn-al-qayyim/
Der Schakal erstellt am 00:03 - Link - Kommentare

Montag, 15 Juni 2009
Selam Aleykum,

"Was könnten meine Feinde mir antun?
Das Paradies ist in meinem Herzen, wohin ich auch gehe folgt es mir, unzertrennlich.
Das Gefängnis ist ein Ort der Ruhe,
die Hinrichtung ist eine Gelegenheit für Allah zu sterben,
und die Ausweisung aus meinem Land ist eine Gelegenheit die Welt zu bereisen."
(Shaikh ul Islaam Ibn Taymiyyah (rh))

Ibn Taymiyyas (rh) Verhalten beim Eintritt ins Gefängnis

Es wurde berichtet, dass als Ibn Taymiyya (rh) von den Regierungsbeauftragten in das Gefängnis von Alexandria gebracht wurde sah ein Zuschauer ihn und sagte: „Mein Meister, das ist die Zeit der Geduld.“

Ibn Taymiyya (rh) schaute ihn an und antwortete ihm: „Vielmehr ist es die Zeit dankbar zu sein. Bei Allah, so eine Freude und Zufriedenheit kommt von meinem Herz in diesem Moment, sodass wenn es aufgeteilt wird zwischen den Leuten von Shaam und Ägypten, etwas übrig bleiben würde und wenn ich dieses Maß in Gold hätte und es verteilen würde, wäre es nur ein Zehntel von dem Segen welches ich spüre.

Später, am Montag den 6. Sha’ban im Jahre 726 nach Hijra, wurde er wieder verhaftet auf Anordnung des Herrschers in das Citadel Gefängnis in Damaskus gebracht. Als er es hörte sagte er: „Ich habe darauf gewartet und es beinhaltet ein großen Nutzen.“ Als er dann im Gefängnis war sagte er: „Wenn dieses Gefängnis für Gold eingetauscht worden wäre, bin ich der Meinung, dass dies nicht den Segen in dem ich bin und das Gute welches es mir brachte, erstatten kann.“

Als er in in die Zelle des Citadel Gefängnis in Damaskus eintrat und die Wände betrachtete rezitierte er den Vers: „Dann wird zwischen ihnen eine Mauer mit einem Tor darin errichtet werden. Innerhalb davon befindet sich die Barmherzigkeit und außerhalb davon die Strafe.“ (al-Hadid 57:13)

[Siehe Ibn 'Abd al-Hadis 'al-'Uqud ad-Durriyyah'; Seite. 177-178, 365, und Seite 44 von Ibn al-Qayyims 'al-Wabil as-Sayyib']
http://salafiyya.wordpress.com/category/ibn-taymiyya/

wsalam
Der Schakal erstellt am 23:22 - Link - Kommentare

Sonntag, 14 Juni 2009
Wieso begann Ibn Hazm Al Andalusi den Islam zu studieren?

In Siyar A’lam an-Nubala (13/547), überliefert adh-Dhahabi, dass Abu Muhammad ‘Abdullah bin Muhammad, der Vater des bekannten spanischen Geleherten Ibn al-’Arabi (nicht der Sufi Kafir Ibn ‘Arabi) sagte:

“Ibn Hazm berichtete mir über den Grund, wieso er anfing Fiqh zu studieren.

Er war einst bei einem Totengebet. So betrat er die Moschee und saß sich hin ohne zu beten. Ein Mann sagte dann zu ihm: “Steh auf und bete Tahiyyat al-Masjid” und er war 26 zu der Zeit.

Ibn Hazm selber sagte: “So stand ich auf und betete. Als wir dann von dem Begräbnis zurückkamen, betrat ich die Moschee und betete bevor ich mich setzte. Dann wurde mir gesagt “Setz dich hin, Setz dich hin. Das ist nicht die Zeit um zu beten,” da es Zeit nach ‘Asr war.

So ging ich sehr traurig weg. Ich ging zu meinem Lehrer, der mich aufgezogen hatte und sagte: “Zeige mir das Haus von dem Gelehrten Abu ‘Abdillah bin Daahun.” So ging ich zu ihm und erzählte ihm von dem was passiert ist und er zeigte mir al-Muwatta von Malik. So begann ich es bei ihm zu studieren und ich fuhr fort mit dem studieren mit ihm und anderen, in einer Periode von 3 Jahren. Danach begann ich mit den Leuten zu debattieren.

Nach dem Erwähnen der Geschichte, begann adh-Dhahabi die fast 80 Bücher von Ibn Hazm aufzulisten, welche Ibn Hazm während seiner Lebzeiten geschrieben hat. Das längste war “al-Isal ila Fahm Kitab al-Khisal”, welches eine längere Version von dem bekannten “al-Muhalla” ist und es hat über 15.000 Seiten!!!

Angesichts, dass Ibn Hazm mit 26 begann den Islam zu studieren und im Alter von 71 Jahren verstarb, heißt es, dass er durchschnittliches 2 Bücher pro Jahr geschrieben hat. Und das sind nur die Bücher die wir von ihm kennen. Er hat über 300 Bücher geschrieben, die von dem damaligen Herrscher, al-Mu’tadid, verbrannt wurden.

Es ist sehr interessant, dass so ein gewaltiger und einflussreicher Gelehrter, mit sovielen großartigen und brillianten Werken, durch ein einmaliges Ereignes zum studieren führte.

http://salafiyya.wordpress.com/category/ibn-hazm/

wsalam
Der Schakal erstellt am 18:31 - Link - Kommentare

Sonntag, 10 Mai 2009
Die Welt muss unbedingt lernen, den Islam zu verstehen, damit Menschen aus der ganzen Welt als Gleiche unter Gleichen zusammenkommen



Mekka schien mir so alt wie die Zeit selbst zu sein, als wir es erreichten. Wir fuhren langsam durch die gewundenen Straßen, die auf beiden Seiten von Läden gesäumt waren und voll gestopft mit Bussen, Autos und Lastwagen. Zehntausende von Pilgern aus der ganzen Welt beherrschten das Stadtbild. [...]

Ich nahm meine Sandalen in die Hand und folgte dem Mutawaf. Dann sah ich die Kaaba, ein riesiges schwarzes Steinhaus inmitten der Großen Moschee. Sie wurde von Tausenden und Abertausenden von betenden Pilgern beiderlei Geschlechts und jeder Größe, Gestalt, Hautfarbe und Rasse aus aller Welt umschritten. Das Gebet, das gesprochen wird, wenn die Augen des Pilgers zum ersten Male die Kaaba wahrnehmen, war mir bekannt. Übersetzt lautet es: "Oh Gott, Du bist der Friede, und Frieden geht aus von Dir. So empfange uns, Gebieter, in Frieden."

Ich fühlte mich dort im Hause Gottes wie benommen. Mein Mutawaf führte mich in die Menge betender, singender Pilger, die sieben Mal die Kaaba umrundeten. Einige gingen durch ihr hohes Alter gebeugt und waren voller Runzeln. Dies war ein Anblick, der sich tief ins Bewusstsein einprägte. Ich sah behinderte Pilger, die von anderen getragen wurden, Gesichter von wieder anderen waren in ihrem Glauben verzückt. Nachdem ich das siebte Mal herumgegangen war, kniete ich mich nieder, beugte meinen Kopf bis auf den Boden und betete zwei Rak'a. Bei der ersten Verbeugung betete ich den Koranvers "Sprich: Er ist Gott, der Einzige"; bei der zweiten Verbeugung "Sprich: Oh ihr Ungläubigen! Ich verehre nicht das, was ihr verehret..." [...]

Schließlich erhoben wir unsere Hände im Gebet und in Danksagung und wiederholten Allahs Worte: "Es gibt keinen Gott außer Allah. Es gibt niemanden neben ihm. Sein sind die Macht und die Herrlichkeit. Alles Gute kommt durch Ihn, und Er hat Macht über alle Dinge." [...]

Ich wusste nur, was ich in Amerika zurückgelassen hatte, und in welchem Kontrast es stand zu dem, was ich in der islamischen Welt vorgefunden hatte. Mit ungefähr zwanzig anderen Muslimen, die ebenfalls die Hadsch beendet hatten, saß ich in einem riesigen Zelt auf dem Berg Arafat. Als Muslim aus Amerika stand ich im Mittelpunkt des Interesses. Sie fragten mich, was mich an der Hadsch am meisten beeindruckt hatte, wobei einer für die anderen übersetzte. Meine Antwort auf diese Frage war sicher nicht die, die sie erwartet hatten, aber sie brachte genau auf den Punkt, worum es mir ging.

Ich sagte: "Die Brüderlichkeit! Dass Menschen aller Rassen und Hautfarben aus der ganzen Welt als Gleiche unter Gleichen zusammenkommen! Das war für mich der Beweis für die Macht des Einen Gottes."

Vielleicht war es nicht besonders taktvoll von mir, aber ich nutzte die Gelegenheit, ihnen auf die Schnelle eine kurze Predigt über die Geißel des Rassismus in den Vereinigten Staaten zu halten.

Das machte starken Eindruck auf meine Zuhörer. Ihnen war durchaus bekannt, dass die Lage der Schwarzen in Amerika "nicht besonders gut war, aber es war völlig neu für sie zu hören, dass die Schwarzen unter menschenunwürdigen Verhältnissen leben mussten, die sie seelisch verstümmelten. Meine Zuhörer, alles Menschen aus den verschiedensten Erdteilen, waren zutiefst erschüttert. Als Muslime empfanden sie ein starkes Mitgefühl für alle Unterdrückten und verfügten über einen ausgeprägten Sinn für Wahrheit und Gerechtigkeit. Und durch das, was ich ihnen während unseres Gesprächs gesagt hatte, konnten sie sehen, nach welchen Maßstäben ich alles beurteilte - dass nämlich der Rassismus für mich das explosionsträchtigste und bösartigste Übel auf der Welt ist, in dem sich die Unfähigkeit der Geschöpfe Gottes zeigt, als Gleiche unter Gleichen zu leben, vor allem in der westlichen Welt.

Ich habe seitdem oft darüber nachgedacht, dass ich in dem Moment, in dem ich mich hinsetzte, um Briefe zu schreiben, nur Gedanken niederschrieb, die sich längst schon in meinem Unterbewusstsein geformt hatten. Die positiven Einflüsse der Farbenblindheit der religiösen Gemeinschaft der islamischen Welt und der Farbenblindheit der menschlichen Gesellschaft der islamischen Welt hatten jeden Tag eine größere Wirkung und eine wachsende Überzeugungskraft auf meine bisherige Denkweise ausgeübt. [...]

Ich war sogar über mich selbst verwundert, obwohl es ähnliche Entwicklungen auch schon vor diesem Brief in meinem Leben gegeben hatte. Mein ganzes bisheriges Leben bestand aus einer Aufeinanderfolge von Veränderungen. Es folgt, was ich in dem für die Presse bestimmten Brief schrieb... es kam von ganzem Herzen:

"Nie zuvor habe ich eine derart aufrichtige Gastfreundschaft und einen derart überwältigenden Geist wahrer Brüderlichkeit erlebt, wie sie mir von Menschen aller Hautfarben und Rassen hier im Heiligen Land, dem Lande Abrahams, Muhammads und all der anderen Propheten der Heiligen Schriften, entgegengebracht wurden. Während der ganzen vergangenen Woche war ich sprachlos und völlig fasziniert von der Freundlichkeit, die ich überall um mich herum an Menschen aller Hautfarben beobachten konnte.

Mir ist die Segnung zuteil geworden, die Heilige Stadt Mekka zu besuchen. Geführt von einem jungen Mutawaf namens Muhammad habe ich die Kaaba siebenmal umschritten. Ich habe Wasser aus der Heiligen Quelle Semsem getrunken, bin siebenmal zwischen den Hügeln AI-Safa und AI-Marwah hin und her gewandert. In der uralten Stadt Mina und auf dem Berg Arafat habe ich meine Gebete zu Allah gesprochen.

Dort waren Zehntausende von Pilgern aus der ganzen Welt. Unter ihnen waren alle Hautfarben vertreten, von blauäugigen Blonden bis zu schwarzhäutigen Afrikanern. Aber wir nahmen alle am selben Ritual teil und verbreiteten einen Geist der Einheit und der Brüderlichkeit, wie ich ihn nach meinen Erfahrungen in Amerika zwischen Weißen und Nichtweißen für unmöglich hielt.

Amerika muss unbedingt lernen, den Islam zu verstehen, weil er die einzige Religion ist, die in der Lage wäre, das Rassenproblem dieser Gesellschaft zu beseitigen. Während meiner Reisen in der islamischen Welt habe ich Menschen getroffen, habe mit ihnen gesprochen und sogar mit ihnen gegessen, die man in Amerika als "weiß" bezeichnen würde - aber ihr islamischer Glaube hatte alles, was wir als "weiße" Haltung kennen, aus ihrem Geist entfernt. Ich habe niemals zuvor erlebt, dass Menschen aller Hautfarben gemeinsam eine derart aufrichtige und wahre Brüderlichkeit praktizieren können, ohne dass die Hautfarbe eine Rolle spielte.

Vielleicht werden Sie erschüttert sein, diese Worte aus meinem Munde zu hören. Aber was ich auf dieser Pilgerfahrt gesehen und erfahren habe, hat mich dazu gebracht, viele meiner bisherigen Denkschemata zu verändern und einige meiner früheren Schlussfolgerungen über Bord zu werfen. Das ist mir nicht allzu schwer gefallen. Trotz meiner festen Überzeugungen bin ich immer ein Mensch gewesen, der versucht, den Tatsachen ins Auge zu sehen und die Realität des Lebens zu akzeptieren, wie sie sich durch neue Erfahrungen und neues Wissen entwickelt. Ich habe mir immer einen offenen Geist bewahrt, der notwendig ist für eine innere Beweglichkeit, die Hand in Hand gehen muss mit jeder Form der vernünftigen Suche nach der Wahrheit.

Während der vergangenen elf Tage hier in der islamischen Welt habe ich vom selben Teller gegessen, aus dem selben Glas getrunken und im selben Bett geschlafen (oder auf dem selben Teppich) und zum selben Gott gebetet wie meine muslimischen Glaubensbrüder mit ihren blauen Augen, blonden Haaren und ihrer weißen Haut. In den Worten und Taten der 'weißen' Muslime war dieselbe Aufrichtigkeit zu spüren, wie ich sie unter den schwarzen Muslimen aus Nigeria, dem Sudan und Ghana empfand.

Wir waren wahrhaftig alle gleich (Brüder), weil der Glaube an den Einen Gott alles 'Weiße' aus ihrem Geist entfernt hatte, aus ihrem Verhalten und aus ihrer Gesinnung.

Daran wurde mir deutlich, dass die Weißen in den Vereinigten Staaten, wenn sie die Einzigartigkeit Gottes akzeptieren könnten, dann vielleicht auch in der Realität die Einzigartigkeit der Menschheit akzeptieren könnten - und aufhören würden, andere aufgrund ihrer 'Verschiedenartigkeit' in der Hautfarbe zu bewerten, zu behindern und zu verletzen.

Da der Rassismus die USA plagt wie ein unheilbares Krebsgeschwür, sollten die Herzen der so genannten 'christlichen' weißen Amerikaner empfänglicher sein für eine bewährte Lösung eines derart destruktiven Problems. Vielleicht ist es noch nicht zu spät, und die USA könnten vor der drohenden Katastrophe gerettet werden. Es geht um dieselben Kräfte der Zerstörung, die der Rassismus über Deutschland gebracht hat und die schließlich auch die Deutschen in die Katastrophe führten.

Mit jeder Stunde hier im Heiligen Land konnte ich tiefere Einsichten in das gewinnen, was in den USA zwischen Schwarzen und Weißen passiert. Man kann den Schwarzen in Amerika für ihren Rassenhass keine Schuld zuweisen - sie reagieren nur auf vierhundert Jahre bewusster Rassendiskriminierung von Seiten der Weißen. Da der Rassismus die USA aber in den Selbstmord treibt, glaube ich nach den Erfahrungen, die ich mit den Weißen der jüngeren Generation in den Colleges und Universitäten gemacht habe, dass sie die Zeichen der Zeit begreifen werden und sich dem spirituellen Weg der Wahrheit zuwenden werden. Er ist der einzige Weg, der Amerika noch geblieben ist, um die Katastrophe abzuwenden, in die der Rassismus unweigerlich führen muss. [...]

Gelobt sei Allah, Gebieter über alle Welten.

Ihr ergebener

Auszüge aus "Malcolm X - Die Autobiographie"
EI-Haj Malik EI-Shabazz

Quelle: http://www.way-to-Allah.com
Der Schakal erstellt am 04:03 - Link - Kommentare

Donnerstag, 07 Mai 2009
Abdul Malik - O Muslims Report 4 Duty!

http://www.youtube.com/watch?v=1vNBwsGw8mU
Der Schakal erstellt am 15:04 - Link - Kommentare

Mittwoch, 29 April 2009
As-Salam Alaikum,

Extra für euch etwas lustiges und zugleich trauriges ...

Timurtas Hoca (R.A) - Malatyadan Hacca Gidis

http://www.youtube.com/watch?v=Scv0hN7w13c

wsalam
Der Schakal erstellt am 15:53 - Link - Kommentare

Dienstag, 07 April 2009
Schlußfolgerung


Los, meine Kampfgefährten, es ist besser, wenn wir uns sofort entschließen, den Kurs zu ändern. Die große Nacht, in der wir versunken waren, müssen wir abschütteln und hinter uns lassen. Der neue Tag, der sich schon am Horizont zeigt, muß uns standhaft, aufgeweckt und entschlossen antreffen.


Unsere Träume, unseren alten Glauben und unsere Freundschaften aus der Zeit vor dem Leben müssen wir aufgeben.

Verlieren wir keine Zeit mit sterilen Litaneien oder ekelhafter Nachäfferei. Verlassen wir dieses Europa, das nicht aufhört, vom Menschen zu reden, und ihn dabei niedermetzelt, wo es ihn trifft, an allen Ecken seiner eigenen Straßen, an allen Ecken der Welt.

Ganze Jahrhunderte lang hat Europa nun schon den Fortschritt bei anderen Menschen aufgehalten und sie für seine Zwecke und zu seinem Ruhm unterjocht; ganze Jahrhunderte hat es im Namen seines angeblichen "geistigen Abenteuers' fast die gesamte Menschheit erstickt. Seht, wie es heute zwischen der atomaren und der geistigen Auflösung hin und her schwankt.


Und trotzdem kann man von ihm sagen, daß es alles erreicht hat.

Mit Energie, Zynismus und Gewalt hat Europa die Führung der Welt übernommen. Seht, wie der Schatten seiner Monumente sich ausbreitet und vergrößert. Jede Bewegung Europas hat die Grenzen des Raumes und des Denkens gesprengt. Europa hat jede Demut, jede Bescheidenheit zurückgewiesen, aber auch jede Fürsorge, jede Zärtlichkeit.

Nur beim Menschen hat es sich knauserig gezeigt, nur beim Menschen schäbig, raubgierig, mörderisch.

Brüder, wie sollten wir nicht begreifen, daß wir etwas Besseres zu tun haben, als diesem Europa zu folgen.

Dieses Europa, das niemals aufgehört hat, vom Menschen zu reden,-niemals aufgehört hat, zu verkünden, es sei nur um den Menschen besorgt: wir wissen heute, mit welchen Leiden die Menschheit jeden der Siege des europäischen Geistes bezahlt hat.

Los, Genossen, Europa hat endgültig ausgespielt, es muß etwas anderes gefunden werden. Wir können heute alles tun, vorausgesetzt, daß wir nicht Europa nachäffen, vorausgesetzt, daß wir nicht von der Begierde besessen sind, Europa einzuholen.

Europa hat ein derart wahnsinniges und chaotisches Tempo erreicht, daß es heute jedem Piloten, jeder Vernunft davonrast und sich in einementsetzlichen Taumel auf Abgründe hin bewegt, von denen man sich lieber so schnell wie möglich entfernen sollte.

Trotzdem brauchen wir natürlich ein Modell, Schemata, Vorbilder. Für viele von uns ist das europäische Modell das anziehendste. Man hat auf den vorhergehenden Seiten sehen können, welches Mißgeschick uns diese Nachahmung eintrug.

Die europäischen Errungenschaften, die europäische Technik, der europäische Stil dürfen uns nicht mehr in Versuchung führen und uns aus dem Gleichgewicht bringen.

Wenn ich in der europäischen Technik und im europäischen Stil suche, stoße ich auf eine Folge von Negationen des Menschen, auf eine Lawine von Morden.
Die Lage des Menschen , die Pläne des Menschen, die Zusammenarbeit der Menschen zur Lösung von Aufgaben, die die Totalität des Menschen vergrößern, das sind neue Probleme, die wirkliche Erfindungen erfordern.

Entschließen wir uns, Europa nicht zu imitieren. Spannen wir unsere Muskeln und Gehirne für einen neuen Kurs an. Versuchen wir, den totalen Menschen zu erfinden, den zum Siege zu führen Europa unfähig war.

Vor zwei Jahrhunderten hatte sich eine ehemalige europäische Kolonie in den Kopf gesetzt, Europa einzuholen. Es ist ihr so gut gelungen, daß die Vereinigten Staaten ein Monstrum geworden sind, bei dem die Geburtsfehler, die Krankheiten und die Unmenschlichkeit Europas grauenhafte Dimensionen angenommen haben.

Genossen, haben wir nichts Besseres zu tun, als ein drittes Europa zu schaffen?
Der Okzident hat ein Abenteuer des Geistes sein wollen. Im Namen des Geistes, des europäischen Geistes, versteht sich, hat Europa seine Verbrechen gerechtfertigt und die Versklavung legitimiert, welcher es vier Fünftel der Menschheit unterworfen hatte.

Ja, der europäische Geist hat merkwürdige Grundlagen. Das europäische Denken ist auf immer ödere und abschüssigere Bahnen geraten. So wurde es ihm zur Gewohnheit, immer weniger auf den Menschen zu stoßen.

Ein permanenter Dialog mit sich selbst, ein immer obszönerer Narzißmus haben einer Art Delirium das Bett bereitet, in dem die Arbeit des Gehirns zum Leiden wird, weil die Realitäten gar nicht mehr die des lebendigen, arbeitenden und sich schaffenden Menschen sind, nur noch Wörter, verschiedene Zusammenstellungen von Wörtern, die Spannungen der in den Wörtern enthaltenen Bedeutungen. Es haben sich dennoch Europäer gefunden, die die europäischen Arbeiter aufriefen, diesen Narzißmus zu zerstören und mit dieser Entwicklung zu brechen.

Die europäischen Arbeiter sind diesen Appellen im Allgemeinen nicht gefolgt, denn auch sie glaubten sich von dem wunderbaren Abenteuer des europäischen Geistes betroffen.

Alle Elemente einer Lösung der großen Probleme der Menschheit sind zu verschiedenen Zeiten im Denken Europas aufgetaucht. Aber in seinem Handeln hat der europäische Mensch die ihm zufallende Mission nicht erfüllt: mit aller Gewalt auf diese Elemente zu setzen, ihre Anordnung, ihr Sein zu modifizieren, sie zu verändern und schließlich das Problem des Menschen auf eine unvergleichlich höhere Stufe zu heben.

Heute erleben wir eine Stagnation Europas. Fliehen wir, Genossen, diese unbewegliche Bewegung, in der die Dialektik sich ganz allmählich zu einer Logik des Gleichgewichts gemausert hat. Nehmen wir die Frage des Menschen wieder auf. Nehmen wir die Frage nach der Realität des Gehirns, der Gehirnmasse der ganzen Menschheit wieder auf, deren Kombinationen vervielfältigt, deren Strukturen differenziert und deren Botschaften vermenschlicht werden müssen.

Los, Brüder, wir haben viel zuviel Arbeit, um uns mit Rückzugsgefechten die Zeit vertreiben zu können. Europa hat getan, was es tun mußte, und alles in allem hat es seine Sache gut gemacht. Hören wir auf, es anzuklagen, aber sagen wir ihm ins Gesicht, daß es nicht mehr soviel Wind machen soll. Wir haben es nicht mehr zu fürchten, hören wir also auf, es zu beneiden.

Die Dritte Welt steht heute als eine kolossale Masse Europa gegenüber; ihr Ziel muß es sein, die Probleme zu lösen, die dieses Europa nicht hat lösen können.

Aber dann darf sie auf keinen Fall von Ertrag, von Intensivierung, von Rhythmus sprechen. Nein, es handelt sich nicht um eine Rückkehr zur Natur. Es handelt sich ganz konkret darum, die Menschen nicht auf Wege zu zerren, auf denen sie verstümmelt werden, dem Gehirn keinen Rhythmus aufzuzwingen, der es rasch auslöscht und zerrüttet. Es darf nicht geschehen, daß der Mensch unter dem Vorwand, Europa einzuholen, hin und her gezerrt wird, sich selbst, seiner Intimität entrissen, zermürbt und getötet wird.

Nein, wir wollen niemanden einholen. Aber wir wollen die ganze Zeit, Tag und Nacht, in Gesellschaft des Menschen marschieren, in Gesellschaft aller Menschen. Es kommt darauf an, den Zug nicht auseinanderzuziehen, weil sonst jede Reihe die vor ihr nicht mehr erkennen kann, und Menschen, die einander nicht mehr erkennen, begegnen einander immer weniger und sprechen immer weniger miteinander.

Für die Dritte Welt geht es darum, eine Geschichte des Menschen zu beginnen, die den von Europa einst vertretenen großartigen Lehren, aber zugleich auch den Verbrechen Europas Rechnung trägt, von denen das verabscheuungswürdigste gewesen sein wird: beim Menschen die pathologische Zerstückelung seiner Funktionen und die Zerstörung seiner Einheit; beim Kollektiv der Bruch, die Spaltungen; und schließlich auf der unermeßlichen Ebene der Menschheit der Rassenhaß, die Versklavung, die Ausbeutung und vor allem der unblutige Völkermord, nämlich das Beiseiteschieben von anderthalb Milliarden Menschen.

Also, meine Kampfgefährten, zahlen wir Europa nicht Tribut, indem wir Staaten, Institutionen und Gesellschaften gründen, die von ihm inspiriert sind.

Die Menschheit erwartet etwas anderes als diese fratzenhafte und obszöne Nachahmung.


Wenn wir Afrika und Lateinamerika in ein neues Europa verwandeln wollen, dann vertrauen wir die Geschicke unserer Länder lieber den Europäern an! Sie werden es besser machen als die Begabtesten unter uns.

Wenn wir jedoch wollen, daß die Menschheit ein Stück vorwärts kommt, wenn wir sie auf eine andere Stufe heben wollen als die, die Europa innehat, dann müssen wir wirkliche Erfindungen und Entdeckungen machen.

Wenn wir der Erwartung unserer Völker nachkommen wollen, dann müssen wir woanders als in Europa auf die Suche gehen. Mehr noch, wenn wir der Erwartung der Europäer nachkommen wollen, dann dürfen wir ihnen kein, wenn auch noch so ideales, Bild ihrer Gesellschaft und ihres Denkens zurückwerfen, für die sie von Zeit zu Zeit einen ungeheuren Ekel empfinden.

Für Europa, für uns selbst und für die Menschheit, Genossen, müssen wir eine neue Haut schaffen, ein neues Denken entwickeln, einen neuen Menschen auf die Beine stellen. "

Auszug aus Frantz Fanon (Mitglied der FLN, zur Befreiung Algeriens von Frankreich): "Die Verdammten dieser Erde", 1961.
Der Schakal erstellt am 10:15 - Link - Kommentare (1)